KORBACH. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat die nächste Qualifizierungsrunde für die Kindertagespflege gestartet; es stehen noch freie Plätze zur Verfügung.
Qualifizierung läuft
Der Grundkurs für angehende Tagesmütter und Tagesväter ist im September angelaufen. Erstmals findet die Schulung dezentral in mehreren Mittelzentren des Landkreises statt, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Gesucht werden weiterhin neue Kräfte, denn der Bedarf ist hoch.
Einstieg noch möglich
Interessenten können noch einsteigen und die Qualifikation für die Kindertagespflege erwerben. Nach erfolgreicher Teilnahme erteilen die Jugendämter eine Pflegeerlaubnis zur Betreuung von Tageskindern. Die Betreuung kann in eigenen oder angemieteten Räumen erfolgen – nach vorheriger Prüfung durch den Fachdienst Jugend.
Profil der Kindertagespflege
Neben Kindertageseinrichtungen ist die Kindertagespflege in Hessen ein etabliertes, qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot. Tageseltern betreuen in der Regel Kinder bis drei Jahre – teils auch älter – im eigenen Haushalt, im Haushalt der Eltern oder in geeigneten Räumen. Vorteile sind kleine Gruppen, persönliche Bindung und eine familiäre Atmosphäre. Als öffentliche Betreuungsform wird sie durch die Jugendämter und das Land Hessen finanziell gefördert.
Inhalte und Ablauf
Die Volkshochschule (VHS) vermittelt pädagogische und entwicklungspsychologische Grundlagen; rechtliche Themen gehören ebenfalls dazu. Die Gruppe arbeitet in einem festen Kursverband.
Kontakt
Interessierte Personen werden gebeten, sich im Fachdienst Jugend des Landkreises zu melden unter Tel. 05631 954-1781 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Telefonnummer 05631-954 1545 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen gibt es auch online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/kindertagespflege.
HÖXTER. Zwei junge Motorradfahrende haben einem 86-Jährigen in einer misslichen Lage geholfen; die Polizei lobt das besonnene und hilfsbereite Verhalten.
Am Montag, 22. September, war der Senior mit einem dreirädrigen Pedelec auf einer mehrtägigen Tour im Kreis Höxter unterwegs. Auf der K 18 zwischen Brakel und Bosseborn war der Akku leer, auf der Steigungsstrecke in Richtung Bosseborn kam der Mann ohne Unterstützung weder vor noch zurück.
Hilfe auf der K 18
Zwei vorbeikommende Motorradfahrende im Alter von 17 und 18 Jahren hielten an. Der 18-Jährige schob das Elektro-Dreirad über die Kuppe bis zur Einmündung eines Feldwegs, während die 17-Jährige den nachfolgenden Verkehr mit Handzeichen zur Drosselung der Geschwindigkeit anhielt.
Begleitet bis zur Lademöglichkeit
Bergab in Richtung Ovenhausen begleiteten beide den Senior mit Warnblinklicht im Konvoi. Eine Streife stieß hinzu und sicherte den kleinen Verband. Im nächsten Ort wurde gemeinsam eine Lademöglichkeit organisiert, damit der 86-Jährige seine Reise selbstständig fortsetzen konnte.
Polizeilob
Die beteiligten Beamtinnen und Beamten dankten den beiden ausdrücklich. Im Gespräch zeigte sich: Beide interessieren sich für den Polizeiberuf – vielleicht folgt ein Wiedersehen bei der Kreispolizeibehörde Höxter. (ots/r)
MARBURG. In der Bahnhofshalle soll eine 29 Jahre alte Skaterin Mitarbeiter der Deutschen Bahn beleidigt und geschubst haben; die Bundespolizei ermittelt.
Am Dienstag, 23. September, gegen 20.05 Uhr fuhr die Frau auf Inlinern laut singend durch die Halle und sprach Reisende um Geld an. Eine Bahnmitarbeiterin sprach sie auf ihr Verhalten an und verwies sie des Bahnhofs. Die 29-Jährige reagierte mit Beleidigungen und aggressiven Gesten. Ein hinzukommender Kollege wurde ebenfalls beleidigt; zudem versuchte die Skaterin, ihn mehrfach zu schlagen.
Auseinandersetzung und Flucht
Im weiteren Verlauf kam es zu einem Gerangel, in dessen Folge die 29-Jährige stürzte und das Hemd des Bahnmitarbeiters zerriss. Anschließend stand sie auf und fuhr in Richtung Innenstadt davon.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren unter anderem wegen Bedrohung und Sachbeschädigung eingeleitet. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, melden sich bitte unter Telefonnummer 0561 816 160 oder online unter https://www.bundespolizei.de. (ots/r)
BAD AROLSEN. Mit dem „Room of Learning“ hat das Arolser Krankenhaus ein praxisnahes Schulungskonzept an den Start gebracht; es schärft den Blick für Risiken im Pflegealltag und stärkt die Handlungskompetenz des Teams.
Am 17. September setzte die Klinik das Format erstmals anlässlich des Welttags der Patientensicherheit um.
Schulung unter Realbedingungen
In einem vorbereiteten Patientenzimmer spielte ein schauspielerfahrener Kollege typische Pflegesituationen nach. Bewusst eingebaute Fehlerquellen sollten Pflegekräfte in Zweierteams erkennen und bewerten – mit dem Ziel, Aufmerksamkeit und Routinen im Stationsalltag zu schärfen.
Fokus Patientensicherheit
„Unsere Pflegekräfte lernen, bereits beim Betreten eines Patientenzimmers potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und angemessen zu reagieren“, sagt Günter Roth, Patientensicherheitsbeauftragter und Risikomanager. Solche Trainings seien ein wichtiger Baustein für die kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität und Patientensicherheit.
Händehygiene im Check
Ein weiterer Bestandteil war die Überprüfung der Händedesinfektion mit UV-Licht und fluoreszierendem Testmaterial. Sichtbar wurden sogenannte Benetzungslücken – schwer zugängliche Stellen an den Händen. So ließen sich individuelle Schwachstellen erkennen und künftig gezielt berücksichtigen.
Ausblick
Mit dem „Room of Learning“ setzt das Krankenhaus auf lebenslanges Lernen in der Pflege und unterstreicht den Anspruch an hohe Qualitätsstandards. Das Training soll künftig regelmäßig stattfinden – mit wechselnden Fehlerbildern und Risikoszenarien.
FRANKENAU. In einem Spänebunker des Unternehmens Wolf Ökohäuser ist es zu einem Schwelbrand gekommen; die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf angrenzende Bereiche.
Einsatzkräfte und Alarmstichwort
Am Mittwoch, 24. September, gegen 13 Uhr wurden die Kräfte alarmiert. Unter dem Stichwort F 3 rückten rund 45 Einsatzkräfte an – aus Frankenau, Altenlotheim, Schmittlotheim, Ellershausen-Louisendorf, Allendorf/Dainrode, Vöhl-Herzhausen sowie der Feuerwehr Frankenberg (mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug). Vor Ort waren außerdem die Polizei Frankenberg, das DRK mit einem Rettungswagen, Bürgermeister Manuel Steiner und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick.
Vorgehen der Feuerwehr
Zwei Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor. Insgesamt kamen zwei C-Rohre zum Einsatz: ein Rohr über das Dach, ein weiteres über das Treppenhaus. Der Bunker wurde mit der Wärmebildkamera kontrolliert, Glutnester entfernt und die Förderschnecke gezielt gekühlt. Im Anschluss löschten die Kräfte die Späne im Bunker ab.
Maßnahmen am Bunker
Für den Zugang wurde Trapezblech entfernt; Einsatzkräfte stiegen in den betroffenen Bereich ein und brachten Späne mithilfe von Schuttmulden aus dem Bunker. Die eigentliche Brandfläche lag bei etwa 20 × 40 Zentimetern.
Einsatzleitung
Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandinspektor Andre Hesselbein. Angaben zu Brandursache und Sachschaden liegen derzeit nicht vor; verletzt wurde niemand.
VOLKMARSEN. Erneuter Angriff auf einen Automaten: In Herbsen versuchten Unbekannte, einen Zigarettenautomaten zu sprengen; sie flüchteten ohne Beute.
Am Dienstag, 23. September, gegen 2 Uhr alarmierte eine Anwohnerin der Schmillinghäuser Straße die Polizei, nachdem sie kurz zuvor einen lauten Knall gehört hatte. Vor Ort stellten Einsatzkräfte der Polizeistation Bad Arolsen am Automaten Beschädigungen fest.
Tatablauf
Nach bisherigen Erkenntnissen steckten die Täter einen Sprengkörper, mutmaßlich einen Böller, in den Ausgabeschacht und zündeten ihn. Der Automat hielt stand; Zigaretten oder Geld wurden nicht erlangt. Laut Zeugin entfernten sich die Täter mit einem Fahrzeug, das nicht näher beschrieben werden konnte.
Schaden und Zusammenhang
An dem Automaten entstand Sachschaden im vierstelligen Bereich. Bereits am 8. September waren in Volkmarsen und Wetterburg zwei Automaten durch versuchte Sprengungen beschädigt worden; ein Zusammenhang wird geprüft.
Zeugenaufruf
Hinweise zu Personen, Fahrzeugen oder verdächtigen Geräuschen (Böller/pyrotechnische Gegenstände) nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter Telefonnummer 05631-9710 oder die Polizei in Bad Arolsen unter Telefonnummer 05691/97990 entgegen. (ots/r)
GIEßEN. Gemeinsame Kontrolle auf der A 3: Zoll, Polizei und Veterinäramt stoppten internationale Reisebusse und stellten zahlreiche Verstöße fest.
Im Fokus standen internationale Buslinien mit Ziel ins Ruhrgebiet, die Benelux-Staaten oder nach Großbritannien. Drei Omnibusse aus Moldawien, Serbien und dem Kosovo – jeweils mit Anhänger – wurden angehalten und umfassend überprüft.
Bilanz Zoll
Drei Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung wurden eingeleitet. Die Einsatzkräfte stellten nicht angemeldete Waren sicher und erhoben Sicherheiten in Höhe von rund 1000 Euro.
Bilanz Polizei
In allen drei Fällen stellten Verkehrsspezialisten massive Lenkzeitüberschreitungen sowie erhebliche technische Mängel fest. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Für das Bundesamt für Logistik und Mobilität mussten die Unternehmen Sicherheitsleistungen in Höhe von 13.250 Euro hinterlegen.
Bilanz Veterinäramt
Das Veterinäramt zog 520 Kilogramm tierische Lebensmittel (frisches Fleisch, Rohwurst, Schinken, Käse) aus dem Verkehr und verhängte Verwarngelder. Proben werden aktuell auf Tierseuchenerreger untersucht.
Statement
Das gute Zusammenspiel der Behörden sei entscheidend, um Vorschriften durchzusetzen, Verbraucher zu schützen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, betonte die Pressestelle des Hauptzollamts Gießen.
KASSEL. In Harleshausen hat sich ein bislang unbekannter Mann in einem Gebüsch neben dem Schulhof einer Grundschule entblößt.
Am Dienstag, 23. September, gegen 14.45 Uhr wurde der Mann von einer Zeugin bemerkt. Er stand mit heruntergelassener Hose neben einem Fußweg in Verlängerung des Haardtwegs und nahm sexuelle Handlungen an sich vor. Die Zeugin alarmierte gegen 15.20 Uhr die Polizei; eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.
Beschreibung des Tatverdächtigen: etwa 70 Jahre alt, circa 1,75 Meter groß, graue Haare, normale Statur, bekleidet mit blauer Jeanshose und dunkelblauem Polohemd.
Zeugen, die Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Polizei unter Telefonnummer 0561-9100. (ots/r)
BRILON. Scheunenbrand in Madfeld rasch eingedämmt; Ausbreitung auf den angrenzenden Stall verhindert, niemand verletzt.
Am Mittwoch, 24. September, gegen 8.30 Uhr war Stroh auf dem Dachboden einer Scheune an der Radlinghauser Straße in Brand geraten. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 8.35 Uhr; die Scheune grenzt direkt an einen Stall.
Lage und Erstmaßnahmen
Bei Eintreffen war deutliche Rauchentwicklung im Dachbereich sichtbar. Trupps unter schwerem Atemschutz begrenzten den Brand und verhinderten ein Übergreifen auf das gesamte Dachgeschoss und den Stall. Über die Drehleiter wurde eine Zuluftöffnung geschaffen, um den Brandrauch aus dem Dachgeschoss abzuführen.
Tiere bleiben im Stall
Da das Feuer schnell unter Kontrolle war, konnten die im Erdgeschoss untergestellten Jungbullen sowie die Tiere im Nachbarstall am Platz bleiben. Anschließend räumten Einsatzkräfte das Stroh vom Dachboden und löschten es im Außenbereich endgültig ab; eine Kontrolle mit der Wärmebildkamera schloss die Maßnahmen ab.
Kräfte, Mittel, Einsatzende
Vor Ort waren die Löschgruppen Madfeld, Thülen, Rösenbeck, Alme sowie der Löschzug Brilon mit sieben Fahrzeugen – darunter eine Drehleiter – und rund 40 Einsatzkräften. Vom Zentrum für Feuerschutz des Hochsauerlandkreises kam ein Abrollbehälter „Atemschutz“ zum Einsatz. Der Einsatz endete um 12.45 Uhr.
Personen kamen nicht zu Schaden. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen keine Angaben vor.
FRANKENBERG. Eine Bombendrohung am Amtsgericht hat am Vormittag einen Polizeieinsatz ausgelöst; gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden, die Ermittlungen laufen.
Am Mittwoch, 24. September, gegen 11.10 Uhr meldete die Wachtmeisterei des Amtsgerichts einen telefonischen Hinweis: Ein angeblicher Zeuge habe gehört, wie zwei Männer einen Bombenanschlag im Gericht für den heutigen Tag angekündigt hätten.
Das Gebäude wurde umgehend geräumt. Streifen der Polizeistation Frankenberg suchten das Areal anschließend ab, auch ein Polizeihund kam zum Einsatz. Gefährliche Gegenstände fanden sich weder im noch am Gebäude. Gegen 11.45 Uhr gab die Polizei das Gericht wieder für den Normalbetrieb frei.
Fachleute der Polizei bewerteten den Anruf als nicht ernst zu nehmende Drohung. Gegen den Anrufer wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. (ots/r)