Michael Fränkel

Michael Fränkel

Donnerstag, 25 September 2025 15:53

Realitätsnahes Training für Patientensicherheit

BAD AROLSEN. Mit dem „Room of Learning“ hat das Arolser Krankenhaus ein praxisnahes Schulungskonzept an den Start gebracht; es schärft den Blick für Risiken im Pflegealltag und stärkt die Handlungskompetenz des Teams.

Am 17. September setzte die Klinik das Format erstmals anlässlich des Welttags der Patientensicherheit um.

Schulung unter Realbedingungen
In einem vorbereiteten Patientenzimmer spielte ein schauspielerfahrener Kollege typische Pflegesituationen nach. Bewusst eingebaute Fehlerquellen sollten Pflegekräfte in Zweierteams erkennen und bewerten – mit dem Ziel, Aufmerksamkeit und Routinen im Stationsalltag zu schärfen.

Fokus Patientensicherheit
„Unsere Pflegekräfte lernen, bereits beim Betreten eines Patientenzimmers potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und angemessen zu reagieren“, sagt Günter Roth, Patientensicherheitsbeauftragter und Risikomanager. Solche Trainings seien ein wichtiger Baustein für die kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität und Patientensicherheit.

Händehygiene im Check
Ein weiterer Bestandteil war die Überprüfung der Händedesinfektion mit UV-Licht und fluoreszierendem Testmaterial. Sichtbar wurden sogenannte Benetzungslücken – schwer zugängliche Stellen an den Händen. So ließen sich individuelle Schwachstellen erkennen und künftig gezielt berücksichtigen.

Ausblick
Mit dem „Room of Learning“ setzt das Krankenhaus auf lebenslanges Lernen in der Pflege und unterstreicht den Anspruch an hohe Qualitätsstandards. Das Training soll künftig regelmäßig stattfinden – mit wechselnden Fehlerbildern und Risikoszenarien.

FRANKENAU. In einem Spänebunker des Unternehmens Wolf Ökohäuser ist es zu einem Schwelbrand gekommen; die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf angrenzende Bereiche.

Einsatzkräfte und Alarmstichwort
Am Mittwoch, 24. September, gegen 13 Uhr wurden die Kräfte alarmiert. Unter dem Stichwort F 3 rückten rund 45 Einsatzkräfte an – aus Frankenau, Altenlotheim, Schmittlotheim, Ellershausen-Louisendorf, Allendorf/Dainrode, Vöhl-Herzhausen sowie der Feuerwehr Frankenberg (mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug). Vor Ort waren außerdem die Polizei Frankenberg, das DRK mit einem Rettungswagen, Bürgermeister Manuel Steiner und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick.

Vorgehen der Feuerwehr
Zwei Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor. Insgesamt kamen zwei C-Rohre zum Einsatz: ein Rohr über das Dach, ein weiteres über das Treppenhaus. Der Bunker wurde mit der Wärmebildkamera kontrolliert, Glutnester entfernt und die Förderschnecke gezielt gekühlt. Im Anschluss löschten die Kräfte die Späne im Bunker ab.

Maßnahmen am Bunker
Für den Zugang wurde Trapezblech entfernt; Einsatzkräfte stiegen in den betroffenen Bereich ein und brachten Späne mithilfe von Schuttmulden aus dem Bunker. Die eigentliche Brandfläche lag bei etwa 20 × 40 Zentimetern.

Einsatzleitung
Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandinspektor Andre Hesselbein. Angaben zu Brandursache und Sachschaden liegen derzeit nicht vor; verletzt wurde niemand.

VOLKMARSEN. Erneuter Angriff auf einen Automaten: In Herbsen versuchten Unbekannte, einen Zigarettenautomaten zu sprengen; sie flüchteten ohne Beute.

Am Dienstag, 23. September, gegen 2 Uhr alarmierte eine Anwohnerin der Schmillinghäuser Straße die Polizei, nachdem sie kurz zuvor einen lauten Knall gehört hatte. Vor Ort stellten Einsatzkräfte der Polizeistation Bad Arolsen am Automaten Beschädigungen fest.

Tatablauf
Nach bisherigen Erkenntnissen steckten die Täter einen Sprengkörper, mutmaßlich einen Böller, in den Ausgabeschacht und zündeten ihn. Der Automat hielt stand; Zigaretten oder Geld wurden nicht erlangt. Laut Zeugin entfernten sich die Täter mit einem Fahrzeug, das nicht näher beschrieben werden konnte.

Schaden und Zusammenhang
An dem Automaten entstand Sachschaden im vierstelligen Bereich. Bereits am 8. September waren in Volkmarsen und Wetterburg zwei Automaten durch versuchte Sprengungen beschädigt worden; ein Zusammenhang wird geprüft.

Zeugenaufruf
Hinweise zu Personen, Fahrzeugen oder verdächtigen Geräuschen (Böller/pyrotechnische Gegenstände) nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter Telefonnummer 05631-9710 oder die Polizei in Bad Arolsen unter Telefonnummer 05691/97990 entgegen. (ots/r)

GIEßEN. Gemeinsame Kontrolle auf der A 3: Zoll, Polizei und Veterinäramt stoppten internationale Reisebusse und stellten zahlreiche Verstöße fest.

Im Fokus standen internationale Buslinien mit Ziel ins Ruhrgebiet, die Benelux-Staaten oder nach Großbritannien. Drei Omnibusse aus Moldawien, Serbien und dem Kosovo – jeweils mit Anhänger – wurden angehalten und umfassend überprüft.

Bilanz Zoll
Drei Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung wurden eingeleitet. Die Einsatzkräfte stellten nicht angemeldete Waren sicher und erhoben Sicherheiten in Höhe von rund 1000 Euro.

Bilanz Polizei
In allen drei Fällen stellten Verkehrsspezialisten massive Lenkzeitüberschreitungen sowie erhebliche technische Mängel fest. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Für das Bundesamt für Logistik und Mobilität mussten die Unternehmen Sicherheitsleistungen in Höhe von 13.250 Euro hinterlegen.

Bilanz Veterinäramt
Das Veterinäramt zog 520 Kilogramm tierische Lebensmittel (frisches Fleisch, Rohwurst, Schinken, Käse) aus dem Verkehr und verhängte Verwarngelder. Proben werden aktuell auf Tierseuchenerreger untersucht.

Statement
Das gute Zusammenspiel der Behörden sei entscheidend, um Vorschriften durchzusetzen, Verbraucher zu schützen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, betonte die Pressestelle des Hauptzollamts Gießen.

Mittwoch, 24 September 2025 17:29

Mann zieht blank - Zeugen gesucht

KASSEL. In Harleshausen hat sich ein bislang unbekannter Mann in einem Gebüsch neben dem Schulhof einer Grundschule entblößt.

Am Dienstag, 23. September, gegen 14.45 Uhr wurde der Mann von einer Zeugin bemerkt. Er stand mit heruntergelassener Hose neben einem Fußweg in Verlängerung des Haardtwegs und nahm sexuelle Handlungen an sich vor. Die Zeugin alarmierte gegen 15.20 Uhr die Polizei; eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

Beschreibung des Tatverdächtigen: etwa 70 Jahre alt, circa 1,75 Meter groß, graue Haare, normale Statur, bekleidet mit blauer Jeanshose und dunkelblauem Polohemd.

Zeugen, die Hinweise geben können, melden sich bitte bei der Polizei unter Telefonnummer 0561-9100. (ots/r)

BRILON. Scheunenbrand in Madfeld rasch eingedämmt; Ausbreitung auf den angrenzenden Stall verhindert, niemand verletzt.

Am Mittwoch, 24. September, gegen 8.30 Uhr war Stroh auf dem Dachboden einer Scheune an der Radlinghauser Straße in Brand geraten. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 8.35 Uhr; die Scheune grenzt direkt an einen Stall.

Lage und Erstmaßnahmen
Bei Eintreffen war deutliche Rauchentwicklung im Dachbereich sichtbar. Trupps unter schwerem Atemschutz begrenzten den Brand und verhinderten ein Übergreifen auf das gesamte Dachgeschoss und den Stall. Über die Drehleiter wurde eine Zuluftöffnung geschaffen, um den Brandrauch aus dem Dachgeschoss abzuführen.

Tiere bleiben im Stall
Da das Feuer schnell unter Kontrolle war, konnten die im Erdgeschoss untergestellten Jungbullen sowie die Tiere im Nachbarstall am Platz bleiben. Anschließend räumten Einsatzkräfte das Stroh vom Dachboden und löschten es im Außenbereich endgültig ab; eine Kontrolle mit der Wärmebildkamera schloss die Maßnahmen ab.

Kräfte, Mittel, Einsatzende
Vor Ort waren die Löschgruppen Madfeld, Thülen, Rösenbeck, Alme sowie der Löschzug Brilon mit sieben Fahrzeugen – darunter eine Drehleiter – und rund 40 Einsatzkräften. Vom Zentrum für Feuerschutz des Hochsauerlandkreises kam ein Abrollbehälter „Atemschutz“ zum Einsatz. Der Einsatz endete um 12.45 Uhr.

Personen kamen nicht zu Schaden. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens liegen keine Angaben vor.

FRANKENBERG. Eine Bombendrohung am Amtsgericht hat am Vormittag einen Polizeieinsatz ausgelöst; gefährliche Gegenstände wurden nicht gefunden, die Ermittlungen laufen.

Am Mittwoch, 24. September, gegen 11.10 Uhr meldete die Wachtmeisterei des Amtsgerichts einen telefonischen Hinweis: Ein angeblicher Zeuge habe gehört, wie zwei Männer einen Bombenanschlag im Gericht für den heutigen Tag angekündigt hätten.

Das Gebäude wurde umgehend geräumt. Streifen der Polizeistation Frankenberg suchten das Areal anschließend ab, auch ein Polizeihund kam zum Einsatz. Gefährliche Gegenstände fanden sich weder im noch am Gebäude. Gegen 11.45 Uhr gab die Polizei das Gericht wieder für den Normalbetrieb frei.

Fachleute der Polizei bewerteten den Anruf als nicht ernst zu nehmende Drohung. Gegen den Anrufer wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. (ots/r)

WALDECK. Ein Förderbescheid stärkt die Feuerwehr: Für die Beschaffung eines Staffellöschfahrzeugs stellt das Land Mittel bereit; die Einsatzfähigkeit am Standort Sachsenhausen wird weiter ausgebaut.

Am Freitag, 19. September, überreichte Staatssekretär Martin Rößler (Hessisches Innenministerium) der Nationalparkstadt den Bescheid über 94.325 Euro. Das neue Fahrzeug ersetzt ein Altfahrzeug und wird in Sachsenhausen stationiert – als zentrales Baustein der Gefahrenabwehr für die gesamte Nationalparkstadt.

Mehr Leistungsreserven für die Wehr
Stadtbrandinspektor Przewdzing hob den spürbaren Fortschritt durch das künftige Staffellöschfahrzeug hervor, insbesondere den Zuwachs an Löschwasser sowie die moderne Ausstattung für schnelle, schlagkräftige Erstmaßnahmen.

Wertschätzung und Unterstützung
Staatssekretär Rößler dankte den Einsatzkräften für den Dienst rund um die Uhr; gute Ausrüstung sei elementar, das Land unterstütze die Kommunen dabei. Die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Dr. Daniela Sommer betonten die Bedeutung verlässlicher Mittel für die Sicherheit der Menschen und wünschten Erfolg für die nun folgende, intensive Ausarbeitungsphase bis zur Auslieferung des Fahrzeugs.

Infrastruktur im Blick
Kreisbrandinspektor Biederbick verwies auf Erleichterungen bei Vorgaben für Bestandsfeuerwehrhäuser, stellte aber klar: Für sicherheitsrelevante Punkte gibt es keine Abstriche – am notwendigen Neubau in Sachsenhausen ändert das nichts.

Dank an Land und Stadtparlament
Bürgermeister Havel dankte für den Zuschuss des Landes und unterstrich das Engagement der Stadt, die Summe für die Sicherheit von Bürgern und Gästen um ein Vielfaches aufzustocken. Die Investition erleichtere die Arbeit der Feuerwehr – ein Gewinn für Gegenwart und Zukunft.

BAD WILDUNGEN. In eine Physiotherapiepraxis in der Brunnenallee wurde eingebrochen; die Täter entwendeten Bargeld.

In der Nacht von Donnerstag, 18. September, auf Freitag, 19. September, hebelten bislang Unbekannte ein Fenster der Praxis „Physiotherapie Frank“ auf und drangen in die Räume ein. Unbemerkt verließen sie den Tatort.

Aus einer Geldkassette fehlte anschließend ein geringer Bargeldbetrag. Auf etwa 300 Euro wird der Sachschaden geschätzt.

Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Wildungen unter Telefonnummer 05621-70900 entgegen. (ots/r)

BAUNATAL. Ein 59 Jahre alter Fahrer eines Personenkraftwagens fiel einer Streife durch Schlangenlinien auf und wurde gestoppt.

Am Sonntagabend, 21. September, gegen 20 Uhr befuhr der Wagen die L 3215 in Richtung Kassel. Aufgrund der unsicheren Fahrweise entschlossen sich Beamte des Polizeireviers Süd-West zur Kontrolle.

Ein Atemalkoholtest ergab 1,1 Promille. Der Mann aus dem Landkreis Kassel wurde zur Blutentnahme auf die Dienststelle gebracht; der Führerschein wurde sichergestellt.

Gegen den 59-Jährigen läuft ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. (ots/r)

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