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TWISTETAL. Am Dienstagabend versuchten zwei Unbekannte einen Rentner in Twiste um sein Erspartes zu bringen. Der 77-Jährige wurde jedoch misstrauisch, sodass die Täter ohne Beute blieben und flüchteten. Die Polizei bittet um Hinweise.

Gegen 18.30 Uhr meldete sich der 77-Jährige bei der Polizei. Den eingesetzten Polizeibeamten der Polizeistation Korbach schilderte er, dass kurze Zeit vorher zwei angebliche Polizisten an seiner Haustür erschienen seien. Die uniformierten Männer erklärten ihm, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen im näheren Umfeld gekommen sei. Danach wollten sie von ihm wissen, ob er Geld oder Wertsachen gut verwahrt habe. Der Rentner wurde nun zu Recht misstrauisch. Er gab den Unbekannten zu verstehen, dass er die Geschichte nicht glaubt und kündigte an, dass er die "richtige" Polizei anrufen wird. Daraufhin ergriffen die beiden Täter sofort die Flucht.

Der 77-Jährige informierte erst Verwandte, die anschließend in Twiste nach den Tätern suchten. Danach informierte er die "richtige" Polizei. Sowohl die Suche der Verwandten als auch die Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben erfolglos.

Die Täter konnten wie folgt beschrieben werden: Beide etwa 30 Jahre alt und etwa 165 cm groß, beide haben einen dunklen Teint und hatten schwarze Bärte. Sie trugen grünen Uniformjacken und grüne Uniformhosen sowie grüne-weiße Polizeimützen und medizinische Masken.

Die Polizei rät: Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall führt die Kriminalpolizei Korbach, die unter der Telefonnummer 05631/9710 Hinweise zu den unbekannten Tätern erbittet. (ots/r)

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WALDECK-FRANKENBERG. Mit einer neuen Variante des Enkeltricks versuchen derzeit Betrüger bei überwiegend älteren Menschen Kasse zu machen. Während eine Seniorin den Betrugsversuch rechtzeitig erkannte, wurden eine 57-Jährige und eine 63-Jährige Opfer der Betrüger. Bei der Kommunikation mit den Opfern setzten die Betrüger den Messenger-Dienst WhatsApp ein. Vor Betrug mit dem Enkeltrick, die zumeist ältere Menschen trifft, warnt die Polizei regelmäßig.

Ein aktuelles Phänomen ist in letzter Zeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg häufiger bekannt geworden. Die Kriminellen nutzen den Messenger-Dienst WhatsApp, um ihre Opfer um ihre Ersparnisse zu bringen. Dies kann existenzielle Folgen für die betroffenen Menschen haben. Die Täter geben sich über den Messenger als nahe Verwandte aus und versuchen die Opfer zu Geldüberweisungen zu bewegen. In den drei Fällen aus Korbach war dies auch so.

Ein Betrüger meldete sich mit einer Textnachricht bei einer 72-jährigen Frau aus Korbach. Er schrieb ihr "Hallo Mama. Mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer. Schreib mir sobald du das gelesen hast". Nachdem die angeschriebene Frau geantwortet hatte, fragte der angebliche Sohn, ob sie etwas Zeit habe und etwas für ihn tun könne. Anschließend schilderte er, dass er einige offene Rechnungen habe und fragte, ob sie das für ihn bezahlen könne. Die Seniorin fragte nach der Höhe der Rechnungen und bekam als Antwort, dass sie fast 5000 Euro per Überweisung auf ein benanntes Konto überweisen soll. Nun wurde die Frau stutzig. Sie antwortete nur noch, dass sie das nicht tun könne, er solle sich telefonisch melden. Dies tat der Betrüger nicht. Die Seniorin hatte glücklicherweise nichts überwiesen und rief ihren echten Sohn über die ihr bekannte Telefonnummer an. Der hatte weder ein neues Mobiltelefon, noch brauchte er Geld. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei.

Nicht so glimpflich davon kamen zwei weitere Frauen aus Korbach. Eine 63-Jährige erhielt WhatsApp-Nachrichten ihrer angeblichen Tochter, in denen auch von einem defekten Handy und einer neuen Handynummer geschrieben wurde. Auch hier gab der Betrüger vor, eine finanziellen Engpass zu haben und bat um Sofortüberweisung von über 3.000 Euro. Die 63-Jährige glaubte, dass sie tatsächlich Kontakt mit ihrer Tochter hatte und überwies eine Summe von mehreren hundert Euro auf das angegebene Konto. Erst nachdem sie Kontakt mit ihrer Tochter hatte, wurde ihr bewusst, dass sie auf Betrüger hereingefallen war.

Ähnlich war es auch bei einer 57-jährigen Korbacherin. Auch ihr schrieb der Betrüger, dass er die Tochter sei und eine neue Handynummer habe. Die angebliche Tochter klagte darüber, dass ihr Handy kaputt sei und sie daher nicht an ihre Bank-App komme. Bis zu einer bestimmten Uhrzeit müssten zwei offene Rechnungen überwiesen werden. Da der Nachrichtenverlauf für die 57-Jährige plausibel war, glaubte sie, dass sie tatsächlich Kontakt mit ihrer Tochter hatte. Sie erklärte später bei der Polizei, dass sie zu keiner Sekunde gedacht habe, dass es sich um einen Betrug handeln könnte. Daher überwies sie auch 2.000 Euro auf das von den Betrügern genannte Konto. Von der Überweisungsbestätigung machte sie, wie von den Betrügern gefordert, ein Foto versandte dieses an die vermeintliche Tochter. Erst danach rief sie ihre Tochter auf deren Festnetznummer an. Bei diesem Telefonat wurde schnell klar, dass sie Opfer von Betrügern geworden war. (ots/r)

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HESSEN. Verwundert war ein 57-Jähriger aus Greifenstein, als er am 1. November 2021 den Brief eines Inkasso-Büros in seinem Briefkasten vorfand. Das Schreiben der "Pro Collect AG" erhielt eine Mahnung über einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag. Die Forderungen waren frei erfunden. Weitere Opfer aus Wetzlar und Lahnau meldeten sich ebenfalls bei der Polizei.

Aus polizeilicher Erfahrung beschränken sich die Betrüger nicht auf einen Landkreis, so wurde im Bereich Marburg ebenfalls mindestens ein Fall bei der Polizei bekannt. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Pro Collect AG um keine echte Firma handelt. Im Gegensatz zu vergangenen Schreiben haben die Betrüger ihre Mansche offenbar verändert. Zuletzt wurden die Opfer aufgefordert, das Geld auf ein Konto (oftmals im Ausland) zu überweisen. Bei den in dieser Woche bekannt gewordenen Schreiben wurden die Empfänger aufgefordert, die angeblichen Schulden über ein SEPA-Lastschriftverfahren zu begleichen.

Sollten Sie ein Schreiben eines vermeintlichen Inkassobüros erhalten, überprüfen Sie zunächst, ob die Zahlungsforderung gerechtfertigt ist. Haben Sie Verträge abgeschlossen? Sind Mahnungen dem Inkassoschreiben vorangegangen? Informieren Sie sich im Internet. Lassen Sie sich zu keinen Zahlungen drängen. Die Verbraucherzentralen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. (ots/r)

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Freitag, 15 Oktober 2021 13:20

Taste 1 gedrückt - Geld weg

WALDECK-FRANKENBERG. Neben den bekannten betrügerischen Straftaten, bei denen sich die Täter fälschlicherweise als Polizeibeamte ausgeben und bei vornehmlich älteren Menschen anrufen, um diese um ihr Erspartes zu bringen, wenden die Täter inzwischen auch eine neue telefonische Betrugsmasche an.

Die willkürlich ausgesuchten und ahnungslosen Opfer werden von einem Anrufautomaten auf dem Festnetz- oder auf dem Mobiltelefon angerufen. Die Bandansage gibt vor, dass es sich um einen offiziellen Anruf des Bundessozialministeriums handelt. Mit dieser Bandansage werden Opfer unter Druck gesetzt. Angeblich soll eine missbräuchliche Verwendung der eigenen Sozialversicherungsnummer verhindert werden. Um sich zu schützen, soll das Opfer am eigenen Telefon die Taste "1" drücken.

Nachdem die Taste "1" gedrückt wurde, wird das Opfer automatisch an eine kostenpflichtige Servicehotline weitergeleitet, bei der eine Minute telefonieren, bis zu 10 Euro kosten kann. Die Täter können das Opfer damit schnell um einen drei- oder vierstelligen Betrag betrügen.

Um nicht zum Opfer dieser Masche zu werden, empfiehlt die Polizei:

  • seien Sie misstrauisch bei unbekannten Telefonnummern 
  • drücken Sie keine Tasten an ihrem Telefon, wenn Sie von einer unbekannten Person dazu aufgefordert werden
  • geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten weiter 
  • und geben Sie am Telefon keine Informationen zu Ihren Bankkonten weiter 
  • beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben

Sollten Sie bereits Opfer einer telefonischen Betrugsmasche geworden sein, wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/971-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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KORBACH/DIEMELSEE. Aktuell kommt es im Raum Korbach und Diemelsee zu einer Welle betrügerischer Telefonanrufe. Bei der Polizei wurden bisher etwa zehn Fälle gemeldet.

Die Täter gaben sich in den meisten Fällen als Polizeibeamte aus und erzählten alle eine ähnliche Geschichte. Sie schockierten die Angerufenen, überwiegend Seniorinnen und Senioren, mit einer schlimmen Nachricht - ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht, weshalb nun sogar eine Haftstrafe drohe. Um dies zu vermeiden, müsse sofort eine hohe Kaution gezahlt werden. Glücklicherweise hatten die Angerufenen in den bislang bekannten Fällen am Mittwoch Verdacht geschöpft und waren nicht auf die Betrüger hereingefallen.

Angerufene reagieren richtig 

Die Angerufenen legten richtigerweise auf, riefen ihre Angehörigen an und ließen sich bestätigen, dass die Geschichte der Anrufer nicht stimmte. Anschließend verständigten sie die Polizei. Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen in allen Fällen aufgenommen.

Da immer wieder überwiegend Seniorinnen und Senioren auf die Masche der Betrüger hereinfallen, warnt die Polizei eindringlich vor diesen betrügerischen Schockanrufen und gibt folgende Tipps.

  • Die Polizei ruft nach Unfällen nicht bei Angehörigen an und fordert hohe Geldsummen. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie sofort auf, wenn Sie ein solcher Anruf erreicht. 
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (ots/r)

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WOLFHAGEN. Nicht auf Betrüger am Telefon hereingefallen ist am gestrigen Montagnachmittag eine Seniorin aus Wolfhagen. Die 64 Jahre alte Frau hatte einen sogenannten Schockanruf erhalten, das miese Spiel der falschen Polizisten am anderen Ende der Leitung aber sofort durchschaut.

Durch ihre Mitteilung an die echten Polizeibeamten der Polizeistation Wolfhagen gelang einer Zivilstreife am Nachmittag die Festnahme des Geldabholers, der in Erwartung fetter Beute von der Bande zur Anschrift der Frau geschickt geworden war. Der festgenommene 33-Jährige aus Köln soll nun am heutigen Tag einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Bei der Durchsuchung seines Pkw fanden Beamte später zudem einen fünfstelligen Bargeldbetrag und mutmaßlich hochwertige Schmuckstücke, die allem Anschein nach aus einer gleichgelagerten Betrugstat stammen dürften.

Da diese Tat offenbar noch nicht bei der Polizei angezeigt wurde, erhoffen sich die Ermittler der zuständigen EG SÄM der Kasseler Kripo nun durch die Veröffentlichung, Hinweise zur Herkunft der sichergestellten Wertsachen zu bekommen.

Begonnen hatte der Betrugsversuch gestern gegen 13.50 Uhr mit dem Anruf einer weinenden Frau, die sich als Tochter der 64-Jährigen auszugeben versuchte und das Telefonat sofort an eine angebliche Polizistin weiterreichte. Die falsche Beamtin schilderte dann, dass die vermeintliche Tochter einen schlimmen Unfall verursachte habe und zur Abwicklung des Unfalls nun eine Kaution von 80.000 Euro erforderlich sei.

Die Wolfhagerin durchschaute den Betrug, spielte das Spiel aber mit und stellte den Betrügern hochwertigen Schmuck in Aussicht. Die Bande schickte dann den 33-Jährigen zur Anschrift der Frau, den die Zivilbeamten der Wolfhager Polizei dort gegen 14.30 Uhr festnahmen. Der Tatverdächtige, der mit einem blauen VW Touran unterwegs war, ist nach derzeitigen Erkenntnissen bereits wegen dieser Betrugsmasche in Erscheinung getreten. In seinem Wagen fanden die Beamten dann das Bargeld und den mutmaßlich hochwertigen Goldschmuck. Dabei handelt es sich um 14 Ringe, drei Armbänder, zwei Anhänger und 14 Münzen. Einer der Halskettenanhänger ist äußerst markant: Dieser hat die Form eines kleinen aufklappbaren goldenen Buches, in dem sich vier schwarz-weiße, alte Porträtfotos verschiedener Personen befinden. 

Die weiteren Ermittlungen führen nun die Beamten der EG SÄM der Kasseler Kripo, die für Vermögensstraftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind. Die Ermittler bitten um Hinweise zur Herkunft des sichergestellten Schmucks oder Bargelds unter Tel. 0561/9100 an das Polizeipräsidium Nordhessen. Darüber hinaus werden Zeugen, denen hier in der Region am gestrigen Montag oder an den Tagen davor ein blauer Touran mit Kölner Kennzeichen ("K-") verdächtig aufgefallen ist, gebeten, sich ebenfalls bei der Polizei zu melden. (ots/r)

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BAD WILDUNGEN. Besonders perfide und für die Opfer mit hohem emotionalen Stress verbunden ist der "Liebesbetrug", der auch Love- oder Romance-Scamming genannt wird.

In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Betrüger (Scammer) auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie auch im Fall einer Frau aus Bad Wildungen, die Opfer dieser Betrugsmasche wurde und am Montag Anzeige bei der örtlichen Polizeistation erstattete.

Die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg warnt daher aus aktuellem Anlass und gibt Verhaltenshinweise zum Thema "Love-Scamming". Der wichtigste Tipp: Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten und bei der Partnersuche.

Heirat versprochen - Geld erhalten

Eine alleinlebende Frau aus Bad Wildungen lernte im Juni über ein soziales Netzwerk einen Mann kennen. Er schrieb sie direkt an, weil er angeblich über ihr ansprechendes Profil "gestolpert" sei. Er wirke von Anfang an sehr freundlich. Nach einiger Zeit hatte er das Vertrauen der Bad Wildungerin gewonnen, sie gab ihm ihre Handynummer. Anschließend schrieben sie sich direkt über einen Messenger-Dienst. Der Betrüger stellte sich als Arzt aus Berlin vor, beteuerte, dass er sich in die Frau verliebt habe. Weiter kündigte er einen baldigen Besuch bei der Frau an, er wolle mit ihr ein neues Leben beginnen. Derzeit könne er noch nicht kommen, da er bei "Ärzte ohne Grenzen" sei und sich in einem Camp im Ausland aufhalte. Daher komme er auch derzeit nicht an sein Vermögen in Höhe von mehreren Millionen. Er bat die Bad Wildungerin 1000 Euro zu überweisen und versprach ihr, dass nach der Heirat sein gesamtes Vermögen auch ihr gehören würde. Die Frau überwies das Geld an eine angebliche Sicherheitsfirma. Als sie am Montag (9. August) weitere 2000 Euro per Western Union oder Stream-Card übermitteln sollte, ging sie zu ihrer Bank und nahm einen Kredit auf. Mit dem Bargeld wollte sie in einem Bad Wildunger Geschäft die Überweisung durchführen. Hier wurde sie aber von einer aufmerksamen Mitarbeiterin darauf hingewiesen, dass es sich wohl um einen Betrüger handelt. Die Bad Wildungerin folgte dem Rat der Angestellten aus dem Geschäft und ging zur Polizei Bad Wildungen. Die 2000 Euro hatte sie glücklicherweise noch nicht überwiesen, neben dem enormen emotionalen Schaden bleibt ihr aber auch ein finanzieller Schaden von 1000 Euro.

Was ist Love-Scamming?

Betrügerinnen und Betrüger suchen über das Internet, Instagram, Facebook oder Dating Portale Kontakt zu Frauen und Männern. Sie geben sich als attraktiver, sympathischer und erfolgreicher "Traummann" oder als bezaubernde "Traumfrau" aus. Sie täuschen eine Liebesbeziehung vor, nachdem sie sich zunächst das Vertrauen Ihrer Opfer erschlichen haben. Ihre Lebensläufe und Geschichten sind frei erfunden, ihre Fotos aus dem Netz geladen. Ziel der Scammer ist das Geld der Opfer. Durch erfundene Notsituationen bringen sie diese dazu, ihnen Geld zu überweisen. (ots/r)

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KORBACH/KASSEL. Am letzten Mittwoch (4. August) gelang der Polizei die Festnahme von zwei Männern, die im Verdacht stehen, an Betrügereien zum Nachteil von älteren Menschen durch Anrufe von falschen Polizeibeamten beteiligt gewesen zu sein. Bei den Tatverdächtigen konnten die Ermittler Bargeld und wertvolle Münzen beschlagnahmen. Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Die beiden festgenommenen Männer stehen im Verdacht, an einem Betrug durch falsche Polizeibeamte am Dienstagabend (3. August) in Marburg beteiligt gewesen zu sein. Eine Seniorin war über Stunden von mehreren Tätern angerufen worden. Mit der Geschichte, dass es in der Nachbarschaft einen Raub auf einen älteren Mann gegeben habe, der Täter sich noch in der Nähe aufhalten könnte und sie daher nicht mehr sicher sei, gelang es den Betrügern, die Frau zur Herausgabe von Bargeld und wertvollen Münzen zu überreden. Die Täter hielten die Frau mehrere Stunden am Telefon, sie gaben sich als Polizisten und als Staatsanwalt aus.

Einer der Tatverdächtigen war bereits im Visier der Polizei.

Die Kriminalpolizei Korbach ermittelte gegen ihn wegen eines Betruges vom Sonntag, 6. Juni 2021 (112-magazin.de berichtete darüber am 8. Juni 2021, hier klicken) Im Juni war eine über 80-jährige Frau aus Korbach ebenfalls über Stunden von Betrügern angerufen worden. Ihr hatte man erzählt, dass Rumänen unterwegs seien, um abzukassieren. In der Folge erhielt die Seniorin zahlreiche weitere Anrufe, auch von anderen angeblichen Polizeibeamten. Sie wurde nach Geld und Wertgegenständen ausgefragt, man sei jetzt für sie und ihre Sicherheit verantwortlich. Aufgrund der seriös wirkenden Gesprächsführung gelang es den Tätern, die Frau dazu zu überreden, ihre gesamten Ersparnisse in eine Tasche zu packen und diese vor die Haustür zu stellen. Diese Tasche holte einer der Betrüger in der Nacht ab. Die Frau erlitt einen Schaden von mehreren zehntausend Euro.

Ein aufmerksamer Zeuge hatte in der Tatnacht eine verdächtige Wahrnehmung gemacht und diese nach der Berichterstattung in den örtlichen Medien bei der Polizei mitgeteilt. Dieser Hinweis und die sich daran anschließenden umfangreichen, verdeckten Ermittlungen der Kriminalpolizei Korbach und der Staatsanwaltschaft Kassel führten schließlich zu einem Tatverdacht gegen einen der beiden nun im Raum Marburg festgenommen tatverdächtigen.

An der Festnahme in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei Korbach sowie weitere Zivilbeamte, unter anderem einer operativen Einheit der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, beteiligt. Das von den Tatverdächtigen genutzte Auto durchsuchten die Polizisten und fanden dabei unter anderem Bargeld und Münzen aus dem Betrug vom Dienstagabend in Marburg. Die Beute und das Auto stellten die Ermittler sicher.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um 57 und 59 Jahre alte türkische Staatsangehörige aus Nordrhein-Westfalen, deren Wohnungen noch am Mittwoch durchsucht wurden. Dabei konnte weiteres Beweismaterial sichergestellt werden.

Am Donnerstag (5. August) erließ das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kassel Untersuchungshaftbefehle wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetruges gegen die beiden Tatverdächtigen. Sie befinden sich jetzt in einer Justizvollzugsanstalt. Die folgenden Ermittlungen in den beiden Fällen, aber auch zu möglichen weiteren Betrugsstraftaten, werden bei der Kriminalpolizei Korbach und der Staatsanwaltschaft Kassel geführt.

Link: Betrüger im Landkreis aktiv - bislang eine Geschädigte. (8.06.2021)

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HÖXTER. Scheinbar war die übergebene Ware nicht wertgleich mit der Bemusterung, die dem Senior vorgestellt wurde.

Ein 79-jähriger Mann ist in Beverungen bei einem Haustürgeschäft betrogen worden. Ein unbekannter Verkäufer hatte ihm am Donnerstag, 8. Juli, gegen 13 Uhr vermeintlich hochwertige Töpfe und Messer angeboten. Nach einem rund einstündigen Verkaufsgespräch erwarb der Mann insgesamt fünf zwölfteilige Topfsets und drei neunteilige Messersets für insgesamt 1200 Euro.

Nachdem der Verkäufer sich verabschiedet hatte, stellte der 79-Jährige fest, dass die Sets eine schlechte Qualität aufweisen und er womöglich Opfer eines Betrugs geworden ist. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Hinweise zur Identität des Verkäufers nimmt die Polizei Höxter unter Telefon 05271/962-0 entgegen. (ots/r)

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WALDECK-FRANKENBERG. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg verzeichnete die Polizei in letzter Zeit erneut Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Aus diesem Grund möchte die Polizei vor der schon länger bekannten, miesen Betrugsmasche warnen, denn die Firma Microsoft ruft nicht bei Privatpersonen an. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Betrugsopfer im Raum Frankenberg und Bad Wildungen

Eine 60-jährige Frau aus dem Raum Bad Wildungen bekam beim Benutzen ihres Computers eine Einblendung, in der sie aufgefordert wurde, zehn Euro zu überweisen, um ihre Microsoft-Lizenz zu verlängern. Anschließend erhielt sie eine Mail, in der man ihr mitteilte, dass sie offensichtlich versehentlich deutlich zu viel Geld überwiesen habe. Statt der geforderten zehn Euro seien es 999 Euro gewesen. Die Betrüger übersandten ihr einen angeblichen Bankcheck im Wert von 2.000 Euro und forderten sie auf, den Unterschiedsbetrag auf ein litauisches Konto zu überweisen. Da die Bad Wildungen die verlangten 1.001 Euro auch überwies, hat sie nun einen finanziellen Schaden von 1.011 Euro.

In einem schon etwas länger zurückliegenden Fall erhielt eine junge Frau aus dem Frankenberger Land einen Anruf von einem Mann, der sich als Mitarbeiter von Microsoft vorstellte. Ihm gelang es, das Vertrauen der Frau zu gewinnen. So konnte er sie dazu bewegen, ihm über eine Fernwartungssoftware Zugriff auf ihrem Rechner und ihr Mobiltelefon zu gewähren. Anschließend führte der Betrüger Überweisungen über den Online-Banking-Account der jungen Frau durch. Der Betrüger ergaunerte mehrere tausend Euro. In den beiden geschilderten Fällen waren die Betrüger erfolgreich, in den meisten Fällen scheitern sie jedoch.

Fast immer die gleiche Masche

Die Täter rufen oft mit manipulierten Telefonnummern bei den Opfern an. Die angeblichen, häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden "Microsoft-Mitarbeiter" behaupten, dass der Rechner des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten ihre Hilfe an. Dazu sollen ihre Opfer auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware installieren mit der die angeblichen Probleme gelöst werden können.

Mit diesem Programm haben die Betrüger Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking ausspähen. Darüber hinaus verlangen sie für ihre vermeintliche Service-Leistung eine Gebühr. Manchmal fordern Sie für das Erneuern einer angeblich abgelaufenen Lizenz ebenfalls Geld oder sie überreden ihre Opfer dazu, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen.

Weigern sich die Betroffenen zu zahlen oder auf das Angebot einzugehen, drohen die Täter mit dem Sperren des Rechners und dem Verlust der Daten. Sie fragen u.a. nach den Kreditkartendaten, oder nutzen während des Fernzugriffs das Online-Banking des Geschädigten. Unter dem Vorwand die Transaktion sei fehlgeschlagen, verlangen sie u.a. Zugriff auf weitere Zahlungsarten und fordern eine nochmalige Zahlung. Zum Teil werden die Opfer dazu aufgefordert, im Supermarkt oder an der Tankstelle Gutscheincodes (z.B. iTunes) für das Bezahlen im Internet zu erwerben, so Polizeisprecher Dirk Richter.

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