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WALDECK-FRANKENBERG. Ein Schnäppchen im Internet: Viele Menschen freuen sich, wenn sie ein vermeintliches Schnäppchen im Internet entdeckt haben. Diese "Schnäppchen" erweisen sich aber oft als Betrug. Für Kriminelle ist das Online-Shopping ein lukratives Geschäft. Mittels gefälschter Verkaufsplattformen, sogenannte Fake-Shops, betrügen sie Online-Käufer um Waren und Geld.

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg häufen sich in letzter Zeit wieder die Fälle des Betruges mit Fake-Shops, bei dem bestellte Ware nicht geliefert wird. Die Käufer entdeckten im Internet ein vermeintliches Schnäppchen, überwiesen das Geld an den angeblichen Verkäufer, erhielten aber nicht die bestellte Ware.

So kaufte eine 42-jährige Frau aus dem Edertal über einen Internetshop ein Fahrrad im Wert von 2000 Euro. Nachdem sie bezahlt hatte, wartete sie vergeblich auf die Lieferung des hochwertigen Bikes: Sie war auf einen Fake-Shop hereingefallen, der danach nicht mehr existierte.

Ähnlich erging es auch einer 39-Jährigen aus Allendorf (Eder). Sie freute sich über ein vermeintliches Schnäppchen: Sie hatte Gartenmöbel für etwa 360 Euro im Internet bestellt und bezahlt. Die Freude dauerte aber nicht lange an. Die Ware wurde nicht geliefert, das Portal im Internet wurde gelöscht.

In beiden beschriebenen Fällen wurden die Käufer Opfer von Betrügern, die im Internet Fake-Shops eingerichtet hatten.

Fake-Shops

Fake-Shops sind gefälschte Internet-Verkaufsplattformen, die äußerlich schwer bis kaum von real existierenden Websites zu unterscheiden sind. Sie wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Fake-Shops blenden die Konsumenten mit attraktiven Angeboten. Sie arbeiten mit gefälschten Webseiten und nutzen dabei missbräuchlich Artikelfotos, Namen und sogar Impressen tatsächlich existierender Unternehmen oder auch komplett gefälschte Impressen. Die meisten seriösen Shops bieten dem Kunden im Vergleich zu den Fake-Shops verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung an. Die Käufer sollten vorsichtig sein, wenn sie ausschließlich per Vorkasse bezahlen können.

Vorsicht bei Konten im Ausland

Besonders vorsichtig sollten die Käufer sein, wenn sich die Konten der Unternehmen im Ausland befinden, der Shop seinen Sitz aber in Deutschland hat. Käufer sollten daher auf die Landeskürzel der IBAN achten.

Wie kann man einen Fake-Shop erkennen?

Prüfen Sie das Angebot mit einer Checkliste. Wenn mehrere Punkte zutreffend sind, ist Vorsicht angebracht, oft handelt es sich um einen Fake-Shop. Die URL des Shops weist keine gesicherte Verbindung (https) auf. Die angebotenen Produkte werden als "echtes Schnäppchen" wahrgenommen und sind extrem günstig. Auch die Stückzahl der "Schnäppchen" ist begrenzt oder zeitlich eingeschränkt. Die Bezahlung ist nur per Vorkasse möglich, obwohl andere Bezahlmöglichkeiten ohne Funktion aufgeführt werden. Oft fehlt das Impressum oder es ist unvollständig. Äußerst verdächtig: Die Kundenbewertungen sind durchgängig positiv. Oft fehlen Kontaktmöglichkeiten und der aktuelle Lieferstatus kann nicht abgerufen werden. Vorsicht ist geboten, wenn Bestell-, Zahlungseingangs- und Versandbestätigungen ausbleiben. Teilweise machen sich Fake-Shop-Inhaber auch große Onlineplattformen zunutze und verlinken von dort auf fremde, tatsächlich existierende Onlineshops.

Bei Verdachtsmomenten kontaktieren Sie bitte die Polizei - die Beamten werden ihnen mit Sicherheit den richtigen Rat geben. (ots/r)




Publiziert in Blitzer

WALDECK-FRANKENBERG. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Anzeigen und Meldungen bei der Polizei, weil sich Anrufer als Bankmitarbeiter ausgaben und versuchten, die Angerufenen zu betrügen. Es entstand zwar kein Schaden, die Polizei warnt dennoch vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps. 

Die zumeist freundlich und seriös wirkenden Anrufer stellten sich als Mitarbeiter von Banken vor. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es einer am Telefon glaubhaft wirkenden Frau, einen älteren Mann aus dem Landkreis dazu zu bewegen, seine Kontodaten preiszugeben. Unmittelbar danach kam es zu zwei missbräuchlichen Überweisungen vom Konto des Seniors auf ein ausländisches Konto. Da er dies gerade noch rechtzeitig bemerkte, konnten die Buchungen rückgängig gemacht werden.

Weitere Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern konnten von den Angerufenen sofort als betrügerische Anrufe erkannt werden, sodass in keinem der Fälle ein Schaden entstand. Die Polizei warnt dennoch und gibt Tipps.    

  • Banken rufen ihre zwar Kunden an, in der Regel jedoch nur die persönlich bekannten Kundenberater oder deren Assistenz und das nur zu normalen Geschäftszeiten.
  • Ist ihnen der Name des Anrufers unbekannt, prüfen Sie, ob es  diesen Mitarbeiter tatsächlich gibt. Kontaktieren Sie dazu ihre/n eigenen Berater/in.
  • Bankmitarbeiter werden niemals persönliche Daten oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht die persönliche Geheimzahl (PIN) oder die Transaktionsnummer (TAN) verlangen.
  • Ebenso wird niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen verlangt.
  • Leere Behauptungen, dass jemand Zugriff auf Ihr Konto habe oder das Geld bei der Bank nicht mehr sicher sei und es zu Hause aufbewahrt werden müsse, stimmen nicht.
  • Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche ungewöhnlichen Situationen und holen Sie sich Rat.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie zum Beispiel Bankkontodaten,  Kreditkartendaten, Transaktionsnummern oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (zum Beispiel PayPal) heraus. (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 25 März 2020 12:17

Telefonbetrüger in Waldeck-Frankenberg aktiv

KORBACH. Die Korbacher Polizei weist erneut auf Telefonbetrüger hin, die derzeit in Waldeck-Frankenberg aktiv sind. Ein Mann aus Waldeck-Frankenberg wurde durch einen dieser Betrüger beinahe um 14.000 Euro erleichtert.

Was war passiert?

Ein Mann meldete sich am Telefon bei seinem Opfer und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Im Display erschien dabei auch die Nummer der entsprechenden Bank. Der Mann überzeugte den Angerufenen davon, dass die Gültigkeit seines Online-Bankings Ende März auslaufe und das Zertifikat erneuert werden müsse. Eigentlich müsse man dazu die Filiale aufsuchen, aber aufgrund der "Coronapandemie" würde man dies zurzeit telefonisch erledigen.

Nachdem der vermeintliche Bankangestellte ein paar persönliche Details nannte, las der Angerufene seine Transaktionsnummer vor und der Bankangestellte bestätigte, dass nun angeblich alles wieder in Ordnung sei.

Da der Angerufene noch am selben Abend eine Überweisung tätigen wollte, sah er im Onlinebanking, dass für den Folgetag eine Überweisung in Höhe von fast 14.000 Euro angewiesen war, die er nicht veranlasst hatte und daher im Zusammenhang mit dem Anruf stehen musste. Er ließ sofort das Konto sperren und die Überweisung wurde glücklicherweise nicht ausgeführt - ein Schaden entstand nicht. Polizeiliche Ermittlungen haben ergeben, dass die Überweisung in das Ausland geflossen und das Geld damit unwiderruflich weg gewesen wäre. 

Die Polizei warnt    

  • Geldinstitute werden Sie am Telefon niemals nach persönlichen Daten fragen oder dazu auffordern, sie irgendwo einzugeben  
  • Lassen Sie sich nicht durch die angezeigte Telefonnummer täuschen
  • Geldinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per Mail, Telefon oder Post von Ihnen an
  • Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (wie Passwörter oder Transaktionsnummern)
  • Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Geldinstituts an
  • Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen - so können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden haben (ots/r)
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Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese warnt die Bevölkerung vor Personen, die derzeit in Vollschutzanzügen im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs sind, sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und Einlass in Privatwohnungen verlangen.

"Bei diesen Personen handelt es sich um Betrüger, es sind keine Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Waldeck-Frankenberg unterwegs", betont Frese. Diesen Personen sollte auf keinen Fall Einlass in die Wohnungen gewährt werden und Betroffene sollen umgehend die Polizei informieren.

Am Donnerstag meldete sich bereits ein Leser bei unserer Redaktion und machte darauf aufmerksam, dass auch im Schwalm-Eder-Kreis Betrüger mit der gleichen Masche versuchen, in Privatwohnungen zu gelangen.

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Publiziert in Polizei

OLSBERG. Die Polizei ist auf der Suche nach dieser unbekannten Frau.

Sie bot am 29. Mai 2019 einer anderen Frau ihre Hilfe beim Geld abheben an. Die Geschädigte übergab ihre EC-Karte und ihren PIN an die Tatverdächtige. Diese sagte daraufhin, dass der Automat nicht funktioniere und gab die Karte wieder zurück.

Nachdem die Geschädigte gegangen war, entnahm die Unbekannte das Geld aus dem Schacht. Dies geschah damals an einem Geldautomaten in der Olsberger Hauptstraße. Die Polizei im Hochsauerlandkreis sucht nun mit einem Foto nach der Täterin. Hinweise bitte an die Polizei unter der Telefonnummer 0291/90200. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei
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PADERBORN. Am Samstagvormittag ist eine Frau in ihrer Wohnung am Malvenweg Opfer von dreisten Trickdieben geworden. Die Täter hatten sich als Finanzbeamte ausgegeben und Bargeld sowie Schmuck entwendet.

Gegen 10.15 Uhr klingelten die Täter an der Haustür des Einfamilienhauses. Die Männer hielten der allein anwesenden Bewohner (43) kurz einen Ausweis vor und gaben an, vom Finanzamt zu kommen, um Wertsachen im Haus zu prüfen. Das Opfer war durch das forsche Auftreten der Männer völlig eingeschüchtert - die Männer drängten sich in das Haus und durchsuchten zügig mehrere Zimmer. Das dabei aufgefundene Bargeld sowie einige Schmuckstücke nahmen sie mit.

Eine Auflistung der Wertsachen käme dann vom Finanzamt sagten die Männer und verschwanden nach fünf bis zehn Minuten mit ihrer Beute. Beide waren 30 bis 40 Jahre alt und hatten braune Haare sowie Bärte. Sie sprachen hochdeutsch. Ein Tatverdächtiger war etwa 190 cm groß, hatte blaue Augen und trug ein schwarzes Hemd sowie eine blaue Jeans-Hose. Sein Komplize war etwas kleiner, etwa 185 Zentimeter groß.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Tatverdächtigen machen können, sich unter der Rufnummer 05251/3060 zu melden. Zugleich warnt die Polizei - Betrüger an der Haustür haben meistens nur das Ziel, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen, um dort nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen zu suchen. Dazu geben sie sich als Hilfsbedürftige, Handwerker, Mitarbeiter der Stadtwerke oder aber auch als Amtspersonen aus.


Die Tipps der Polizei

  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung! Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. 
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie "Geldwechsler" oder "Falschgeldprüfer" nach Hause. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Sie sprechen von der großen Liebe, wollen aber nur an das Vermögen - die Polizei warnt vor "Love Scamming", einer modernen Form des Heiratsschwindels. Dabei handelt es sich um Täter, die in sozialen Netzwerken oder Chats gezielt Menschen ansprechen.

Was wie ein Flirt beginnt, endet mit der Bitte um Geld, die Gründe sind unterschiedlich. In der Regel leben die Männer und Frauen im Ausland und "benötigen" es für einen vermeintlichen Besuch in Deutschland, medizinische Versorgung oder anderen Notlagen. So ähnlich hat es auch eine Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg erlebt.

Die Frau, Mitte 30, lernte den Mann auf Instagram kennen. Nach einigem Chatverkehr offenbarte der Mann, dass er sich verliebt hat und auch heiratswillig sei. Die Frau ging auf die Offenbarung ein und schenkte dem Mann ihr Vertrauen. Als Liebesbeweis verschickte er anschließend ein Päckchen mit seinen Papieren, seinen Medaillen und auch Bargeld. Kurz nach der angeblichen Versendung meldet er sich und gab vor, dass Päckchen sei beim Zoll beschlagnahmt worden und er benötige 3000 Euro zur Freigabe.

Nachdem die Frau dem Mann offenbarte, dass sie nicht im Besitz von so viel Geld sei, drohte ihr dieser mit dem "FBI" und einer Verhaftung. Der Mann setzt die Frau so unter Druck, dass sie zur Bank ging und einen Kredit aufnahm. Dem Betrüger reichte das aber noch nicht, er fordert weiteres Geld.

Erst als die Frau mehr als 10.000 Euro überwiesen hatte, ging sie zur Polizei und erstattete Anzeige.

Die Polizei rät

  • Lassen Sie sich nicht auf eine Onlinebeziehung zu Unbekannten ein!
  • Akzeptieren Sie ausschließlich Freundschaftsanfragen von Personen, die sie tatsächlich kennen!
  • Sprechen Sie mit Freunden über Ihre Erfahrungen und Vorhaben!
  • Überweisen Sie fremden Menschen niemals Geld!
  • Lassen Sie sich nicht von ansprechenden Profilen von Kontaktsuchenden täuschen!
  • Brechen Sie sofort den Kontakt zu den Betrügern ab!
(ots/r)

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 14 November 2019 13:28

Betrüger mit Microsoft-Masche erfolgreich

MARBURG. Nicht nur Schockanrufer, Enkeltrickbetrüger oder falsche Polizeibeamte rufen immer mal wieder an - auch die angeblichen Mitarbeiter von Microsoft versuchen es regelmäßig. Leider sind diese Betrüger am Telefon trotz aller Warnungen und Hinweise ab und zu erfolgreich. So auch letztes Wochenende im Hinterland.

Der angebliche Microsoftmitarbeiter meldete sich unaufgefordert bei einem 56 Jahre alten Mann und erzählte etwas von einer Sicherheitslücke beim Online-Banking, die es zu beheben gelte. Der Anrufer überzeugte den Mann durch seine fundierten Äußerungen und plausiblen Erklärungen davon, das Programm TeamViewer zu installieren, um via Fernwartung das Problem zu beseitigen. Mit diesem ermöglichten Fernzugriff besaß der Betrüger schließlich eine komplette Zugriffsmöglichkeit auf den Rechner seines Opfers.

Das nutzte der Betrüger sofort, loggte sich vom Besitzer zunächst unbemerkt bei diversen Banken ein und tätigte mehrere Abbuchungen, wobei er das Geld sofort auf Bezahldienste oder Konten im Ausland transferierte. Damit ist das Geld meist unwiderruflich weg, dem Mann entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Vorsicht ist geboten, wenn ohne vorherige Absprache oder expliziten Auftrag Firmen oder Firmenmitarbeiter anrufen und über Probleme aufklären, die man vor dem Anruf noch überhaupt gar nicht hatte. Geht das einher mit einem Angebot für eine Fernwartung, sollte man darauf auf gar keinen Fall eingehen. Diese Betrugsversuche der unterschiedlichsten Arten reißen nicht ab und nur ständige Warnungen und Darstellungen der Vorgehensweisen machen die Maschen bekannt und bewahren so möglicherweise vor Schäden.

Wie kann ich mich schützen?

  • Der Kundenservice von Microsoft bietet Kunden niemals ungefragt oder ohne Auftrag einen Fernzugriff an. Das gilt auch für andere seriöse Firmen. Mit einer Fernwartung öffnen Sie ihren Computer für alle Gefahren die von Betrügern ausgehen. Sie ermöglichen einen Komplettzugriff. Sowohl das Nutzen des Rechners als auch ein Infizieren ist dann ohne Möglichkeit der Verhinderung machbar. Verhindern Sie also unbedingt einen Fernzugriff. 
  • Installieren Sie auf gar keinen Fall angeblich notwendige Software. Wenden Sie sich bei Computerproblemen an seriöse Fachfirmen in ihrer Umgebung.
  • Reagieren Sie am besten gar nicht auf solche Anrufe und rufen Sie erst recht nicht plötzlich auf dem Bildschirm erscheinende Nummern an. 
  • Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag und hinterfragen Sie die Angaben des Anrufers.
  • Überlegen Sie, wieso der Anruf bei Ihnen ankommt. Wenn Sie zum Beispiel niemals an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, dann können Sie auch nichts gewinnen. Wenn Sie keinen Handwerker bestellt haben, wieso sollte dann ein solcher eine nicht geplante Arbeit ausführen? So ist es auch mit dem Fernzugriff auf den Computer. Wenn Sie keine Probleme und niemanden beauftragt haben, dann kann der Anrufer von einem gefährlichen Virus auf ihrem Rechner oder von Problemen beim Oline-Banking nichts wissen. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei

MESCHEDE. Die Polizei im Hochsauerlandkreis  hat  zwei Deutsche festgenommen, die sich fälschlicherweise als Polizisten ausgegeben haben.  Am Telefon geben sie an helfen zu wollen. Tatsächlich hatten die beiden Frauen aber nur ein Ziel: Das Geld ihrer Opfer an sich zu bringen. Allerdings ging ihr Plan nicht auf, auch deshalb nicht, weil ein 71-Jähriger die Masche kannte und den beiden Frauen eine Rolle vorspielte, auf die sie hereingefallen sind. In der Nacht zu Freitag konnte die Polizei die beiden Betrügerinnen festnehmen.

Bei den Anrufen der falschen Polizisten handelt es sich um einen dreisten Trick: Die Betrüger rufen an, um vor einem geplanten Einbruch oder einer anderen Straftat zu warnen. Häufig erscheint hierbei die 110 im Telefondisplay. Die Geschichtend er Betrüger gehen soweit, dass sie ihren Opfern glaubhaft machen, dass selbst Bankmitarbeiter der vermeintlichen Bande angehören. Die Opfer werden angewiesen ihre gesamten Sparbeträge von der Bank abzuheben und die Wertsachen aus dem Haus an einen vermeintlichen Kriminalbeamten zu übergeben. Selbstverständlich versprechen die Betrüger die Wertsachen zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist. Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger schon fünfstellige Summen erbeutet.

Genau mit dieser Masche riefen die Täter am Donnerstagabend einen 71-jährigen Mescheder an. Der angebliche Polizist warnte vor einer Einbrecherbande. Zur Sicherheit würde er eine Kollegin schicken, welche die Wertsachen des Mescheders in Sicherheit bringt. Dem 71-jährigen Rentner war die Betrugsmasche bekannt. Während des Gesprächs informierte er seine Frau. Diese rief den echten Polizeiruf 110 an. Ab diesem Zeitpunkt stand die Polizei den beiden Meschedern zur Seite. In enger Absprache konnte so die Geldübergabe geplant und durch die Einsatzkräfte vorbereitet werden. Wie von dem Betrüger angekündigt, erschien um 00.20 Uhr eine Frau vor die Haustür. Sofort schritten die Polizeibeamten ein und nahmen die 58-jährige Deutsche fest. Kurz zuvor wurde Sie von einer Fahrerin in der Nähe abgesetzt. Den Wagen stoppten die Beamten ebenfalls. Hier wurde eine 35-jährige Deutsche angetroffen und festgenommen. Da bei der Fahrerin ein Drogentest positiv verlief, wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg wurden die beiden Rheinländerinnen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Laufe des Freitags entlassen. Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an. (ots/r)


Publiziert in HSK Polizei

BAD AROLSEN. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sind der Polizei erneut Anrufe von angeblichen Microsoftmitarbeitern bekannt geworden. Diese Betrugsmasche ist bereits länger bekannt. Da aber, wie in einem Fall aus Bad Arolsen, immer wieder Angerufene darauf hereinfallen, warnt die Polizei und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Am letzten Freitag erhielt eine Frau aus Bad Arolsen einen Anruf. Ein Mann stellte sich als Mitarbeiter von Microsoft vor. Er fragte die Frau, ob sie Probleme mit ihrem Rechner habe. Da die Angerufene nach einem Update tatsächlich Probleme hatte, gelang es dem Betrüger die Frau davon zu überzeugen, ihm einen Fernzugriff auf ihren Rechner zu gewähren. Auf Anweisungen des Betrügers installierte die Frau die Fernwartungssoftware "Teamviewer". Auch die von ihm geforderten TAN-Nummer gab sie preis.

Der Betrüger konnte anschließend zweimal einen Betrag von 100 Euro vom Konto der Frau abbuchen. Ein weiterer Versuch über eine höhere Summe schlug nur aufgrund des bei der Bank eingerichteten Kontolimits fehl. Als der Anrufer dann auch noch eine TAN verlangte, mit der das Kontolimit geändert werden kann, wurde die Frau misstrauisch und beendet das Gespräch. Sie erstattete Anzeige bei der Polizeistation Bad Arolsen. Die weiteren Ermittlungen werden beim Betrugskommissariat der Kriminalpolizei Korbach geführt.

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Publiziert in Polizei
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