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PADERBORN. Eine Welle von betrügerischen Anrufen angeblicher Polizisten ist am Dienstag vor allem in Paderborn aber auch in Delbrück aufgefallen.

Insgesamt nahm die Polizei 18 Strafanzeigen diesbezüglich auf. Bislang ist kein Fall bekannt, bei dem die Täter Beute gemacht haben. Mit einer anderen Masche haben Ganoven in Paderborn allerdings eine Seniorin überrumpelt und deren Schmuck gestohlen.  

Der erste Anruf ging gegen 13.00 Uhr bei einer 92-jährigen Frau in Paderborn ein. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und erkundigte sich nach Wertgegenständen im Haus der Seniorin. Angeblich war in der Nachbarschaft eingebrochen worden. Die Polizei habe einige Täter erwischt, andere seien auf der Flucht. Es könne ein Einbruch in das Haus der Paderbornerin kurz bevorstehen. Die Angerufene bemerkte den Betrug, legte auf und alarmierte die Polizei. Im Display hatte sie eine Nummer mit Paderborner Vorwahl abgelesen.

Mittels technischer Manipulation hatten die Täter ihren vermutlich im Ausland liegenden Anschluss gefälscht, sodass die tatsächlich existierende Nummer einer Paderborner Schuleinrichtung angezeigt wurde. In anderen Fällen war die Rufnummer der Täter unterdrückt und wurde nicht im Display angezeigt.  

Bis 20.30 Uhr kam es in Paderborn zu 13 weiteren Anrufen dieser Art. Die Wohnungen der vermeintlichen Opfer lagen alle in Straßen rechts und links der Straße Am Hilligenbusch. Aus Delbrück wurden zwischen 18.30 und 20.00 Uhr vier Anrufe falscher Polizisten gemeldet. Betroffen waren insgesamt zehn Frauen und acht Männer im Alter von 56 bis 92 Jahren. Ziel der Täter ist es, Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen der Opfer "abzuholen" - weil es daheim nicht mehr sicher sei, so die kriminelle Legende der Betrüger.  

Tipps der Polizei gegen "falsche Polizeibeamte":


  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.  
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre  Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.  
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte  Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.  
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.



An der Wigbertstraße in Paderborn schlugen Täter mittags mit einer anderen Masche zu. Gegen 12.00 Uhr kam eine 78-jährige Frau von einem Einkauf nach Hause. Vor der Tür sprach sie ein fremder Mann in Arbeitskleidung mit neongelb-roter Jacke an. Er sei von den Stadtwerken und müsse nach einem Wasserrohrbruch das Wasser kontrollieren. Das Trinkwasser sei verseucht und eine Person sei bereits gestorben, so der Ganove. Der Mann zeigte einen Ausweis und wurde von der Seniorin ins Haus gelassen. An mehreren Wasserstellen im Haus musste die Bewohnerin dem "Handwerker" helfen. Der telefonierte zwischenzeitlich. Als die 78-Jährige den Mann in den Hausflur begleitete, sah sie eine zweite Person durch den Flur aus der Haustür entwischen. Wie sich später herausstellte, muss der Komplize des falschen Stadtwerke-Mitarbeiters, der die Bewohnerin konsequent ablenkte, unbemerkt in die Wohnung geschlichen sein und so konnte er einige Schmuckstücke aus dem Schlafzimmer stehlen.

Bei solchen Fällen rät die Polizei:

Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Weitere Informationen und Tipps zur Verhinderung von Trickdiebstählen finden Sie im Internet unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/trickdiebstahl-in-wohnungen/

(ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Donnerstag, 24 Mai 2018 16:53

Polizei fasst Täter nach Auseinandersetzung

ARNSBERG. Am Mittwochnachmittag kontrollierte ein Zugbegleiter den Fahrschein einer 30-jährigen Frau im Zug nach Hagen. Anhand des Personalausweises der Dame stellte er fest, dass das Ticket ungültig war.

Während der Kontrolle kamen drei junge Männer hinzu, welche gezielt die Kontrolle störten. Als der Zug im Bahnhof Neheim-Hüsten hielt, zog einer der Männer den Ausweise und das falsche Ticket der Frau aus der Hosentasche des Bahnbediensteten. Die Auseinandersetzung resultierte in einer leichten Verletzung des Zugbegleiters.

Anschließend konnten die Frau und die drei Männer nach einer Rangelei aus dem Zug flüchten, im Rahmen der Fahndung konnten die drei Männer jedoch am Berliner Platz angetroffen werden. Sie versuchten zu flüchten, konnten aber vor dem Bahnhofsgebäude durch die Polizei gestellt werden.

Die 19 bis 29-jährigen Täter wurden kontrolliert und die Beamten entließen das Trio nach erfolgten Personalienfeststellungen. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

MARBURG. Die Polizei hatte es am Pfingstwochenende mit zwei Zechprellern mit unglaublichen Promillewerten zu tun.

Bereits am Samstag brachte es ein wohnsitzloser 50 Jahre alter Mann auf einen Alkotestwert von 3,37 Promille. Er hatte in einem Gastronomiebetrieb in der Untergasse ausschließlich Alkohol zu sich genommen und konnte dann die Zeche nicht begleichen, da seine Scheckkarte nicht gedeckt war. Der Mann konnte trotz der Alkoholisierung seinen Weg fortsetzen.

Sogar 4,57 Promille zeigte der Alkoholtest eines 32-jährigen Mannes, als die Polizei ihn am Pfingstmontagnachmittag erneut in Gewahrsam nahm. Der Mann hatte erst am Morgen um kurz nach 10 die Polizei nach den notwendigen Maßnahmen nach einem ersten Zechbetrug verlassen. Bis zum Nachmittag trank er dann weiter und konnte erneut nicht bezahlen. Aufgrund der Alkoholisierung ließ die Polizei den wohnsitzlosen Mann dann zur Verhinderung weiterer Straftaten in der Gewahrsamszelle ausnüchtern. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
Donnerstag, 26 April 2018 14:50

Betrügermasche geht weiter

PADERBORN. Eine Serie von Betrugsversuchen hält seit Montag an. Insgesamt 16 vermeintliche Opfer, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, erstatteten bis Dienstagabend Anzeige.

Dabei ist kein Fall bekannt geworden, bei dem die Täter etwas erbeutet haben. Dennoch ist die Serie noch nicht vorbei, denn auch am Mittwoch sind die Täter weiter aktiv.

Erste Fälle hat die Kriminalpolizei schon aufgenommen. Deswegen, so der Appell der Polizei, sei es gerade für ältere Menschen wichtig, einen vertrauten Ansprechpartner zu haben, den sie in solchen Fällen sofort kontaktieren können. Das können Angehörige, Freunde, Bekannte oder Nachbarn sein. Diese sollten die Seniorinnen und Senioren regelmäßig über Betrugsmaschen oder das Vorgehen von Trickdieben informieren.  

Immer wieder warnt die Polizei vor der Masche mit den "falschen Polizisten", bei denen sich die Betrüger am Telefon dreist als Polizei- oder Kriminalbeamte von der örtlichen Dienststelle oder vom BKA ausgeben und versuchen, ihre Opfer zu verunsichern. Sie gaukeln Einbrüche in der Nähe vor und dass Personen festgenommen wurden - aber eben nicht alle. Daher müsse man damit rechnen, dass jetzt auch im Haus des jeweils Angerufenen eingebrochen würde, weswegen die Kriminellen wissen wollen, wieviel Geld im Haus ist.

Oft kommt es zu mehreren Anrufen, in denen die Legende erweitert und angegeben wird, dass das Geld auch auf der Bank nicht sicher sei und man das Geld besser der Polizei geben solle. Die Täter haben zu diesem Zeitpunkt längst herausbekommen, was bei dem jeweiligen Opfer zu holen ist. Die Bargeldsummen liegen fast immer bei mehreren 10.000 Euro. Durch geschickte Gesprächsführung und stetiges "Angst machen" gelingt es den Tätern nicht selten, ihre Opfer derart zu beeinflussen, dass diese auf die kriminellen Forderungen eingehen, obwohl ihnen die "falsche-Polizisten"-Masche durchaus bekannt ist.  

Um nicht auf "falsche Polizeibeamte" hereinzufallen rät die Polizei:  


  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.  
  • Geben Sie unbekannten Personen - auch "Polizisten" am Telefon - keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.  
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.  
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.  
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie  sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.
(ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Donnerstag, 05 April 2018 09:24

Waldeck-Frankenberg - Betrug im Namen der Liebe

WALDECK-FRANKENBERG. Das Geschäft mit der Liebe blüht: In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Fachjargon heißt die Masche "Love- oder Romance-Scamming" und ist für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden.

Alleinstehende Frau wurde Opfer

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist jüngst eine alleinstehende Frau Opfer dieser Masche geworden. Die virtuellen Partner geben vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner oder ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig.

Betrug mit falscher Identität 

Häufig geben sich die Täter als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, welche aufgrund dessen , derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten Sie um Unterstützung via Western Union oder MoneyGram und versprechen das Geld zurück zu zahlen. Es erfolgen bei der Kontaktaufnahme/Beziehungsbildung mitunter auch Telefonate über Handys oder Skype ohne Bild in englischer Sprache, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind.

Kein Geld zurück Garantie

Bis zum heutigen Tag ist kein Fall bekannt, wo Opfer, die mit Geld "ausgeholfen" haben, auch nur einen Cent zurück erhielten. Wenden Sie sich in solchen Fällen vertrauensvoll an die örtliche Polizei und schildern Sie den Fall, um rechtzeitig Schaden abwenden zu können. (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 14 März 2018 14:04

Angebliche Handwerker bestehlen Seniorin

KASSEL. Am Dienstagnachmittag ist eine 78 Jahre alte Bewohnerin des Mittelrings in Vellmar Opfer falscher Wasserwerker geworden.

Während ein Täter sie ablenkte, entwendete sein Komplize Bargeld aus der Wohnung der Seniorin. Nun bitten die für Trickdiebstähle zuständigen Beamten des K 21/22 der Kasseler Kriminalpolizei darum, dass sich Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, bei der Kasseler Polizei melden.  

Gefahndet wird derzeit nach einem Mann, ca. 35 Jahre alt und etwa 1,70 Meter bis 1,80 Meter groß. Er wurde als Deutscher mit normaler Figur und kurzen Haaren beschrieben. Er soll Hochdeutsch gesprochen und ein gepflegtes Äußeres haben. Bekleidet war er zur Tatzeit mit einem Blaumann, darüber einer blauen Jacke, einer blauen Schildmütze mit weißer Schrift und Handschuhen. Zudem führte er eine schwarze Mappe und ein gelbes Handy mit.

Wie die Beamten des Polizeireviers Nord berichten, hatte dieser Mann gegen 15 Uhr bei der 78-Jährigen geklingelt und sich als Mitarbeiter einer Sanitärfirma vorgestellt. Im Nachbarhaus sei es angeblich zu Problemen mit den Wasserleitungen gekommen und nun müsse man in die Wohnung der Seniorin, um den Wasserdruck zu testen. Wie üblich bei dieser Masche, bat der Unbekannte die Seniorin um Unterstützung und beorderte sie in das Badezimmer. Dort drehte der angebliche Handwerker den Wasserhahn auf und ließ die Seniorin mit dem Auftrag zurück, den Druck zu beobachten. Er verschwand kurze Zeit, kehrte wieder zurück und prüfte angeblich auf seinem Handy einige Daten. Es ist zu vermuten, dass er in dieser Zeit seinen Komplizen in die Wohnung ließ und anschließend wieder zurück zur Seniorin ging, und dort seinen Mittäter per Handy informierte, dass er in aller Ruhe die Wohnung durchsuchen könne.

Nach etwa 10 Minuten verschwand der Mann im Blaumann, was der Seniorin komisch vorkam. Nachdem er die Wohnung verlassen hatte, überprüfte sie, ob etwas entwendet wurde, im Schlafzimmer wurde sie dann auch fündig. Aus dem Nachttisch fehlten dort abgelegte 200 Euro.  

Nun bitten die Beamten des K 21/22 der Kasseler Kriminalpolizei Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

EDERTAL. Am Montagnachmittag erhielten mindestens neun Bürger aus dem Oberen Edertal Anrufe von Betrügern, die unter der Legende der Festnahme eines oder mehrerer Einbrecher die finanziellen Verhältnisse der Angerufenen ausspionieren wollten - es handelte sich bei den Anrufern um sogenannte falsche Polizisten.

Erfreulich ist, dass die Angerufenen die Betrugsmasche sofort durchschaut und anschließend die richtige Polizei verständigt haben. Dort konnten sie beruhigt werden und sich weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Falle solcher Anrufer erklären lassen.

Wie gehen die Betrüger vor: Die Trickbetrüger rufen in der Regel Senioren an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei suchen sie häufig ihre Opfer anhand der Vornamen in Telefonbüchern aus. Sie erzählen Ihnen, dass es vermehrt zu Einbrüchen in Ihrer Umgebung gekommen sei und versuchen ihre persönlichen Vermögensverhältnisse zu erfragen. So fragen die Betrüger nach Schmuck und Bargeld und wie diese Wertgegenstände verwahrt werden. Der falsche Polizist bietet Ihnen eventuell an, die Wertgegenstände abholen zu lassen um sie sicher bei der Polizei zu verwahren.

Tipps der Polizei

"Trauen Sie ihrem Gefühl! Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Anrufen von Amtsträgern oder Behörden, die von Ihnen Informationen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Auskünfte über Tagesabläufe, Abwesenheiten, Vermögensverhältnisse oder Ähnliches. Offizielle Stellen haben Verständnis für diese reservierte Haltung. Notieren Sie sich bei verdächtigen Anrufen Name, Behörde und Telefonnummer. Erstellen Sie wenn möglich ein Gedächtnisprotokoll und scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer 110 anzuwählen und den Vorfall zu schildern.

Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger ausgeben und eine Zahlung fordern. Die Polizei und andere Behörden werden niemals für die Unterstützung bei Ermittlungen Bargeld verlangen oder am Telefon um eine Überweisung eines Geldbetrages bitten!

Zahlungsaufforderungen von Behörden werden immer mit klar erkennbarem Absender auf dem Postweg zugestellt. Warnen Sie auch Freunde, Bekannte und Ihre Eltern sowie Großeltern vor dieser Betrugsmasche.

Wenn Sie trotz aller Vorsicht doch in die Falle der Betrüger getappt sind: Erstatten Sie umgehend eine Strafanzeige bei der Polizei.  (ots/r)

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Publiziert in Polizei
Mittwoch, 21 Februar 2018 13:33

Achtung Betrug: Billige Utensilien teuer bezahlt

PADERBORN. Ein Senioren-Ehepaar ist am Montag auf Betrüger hereingefallen und hat für billige Messersets und Kochtöpfe über 1.000 Euro bezahlt.

Gegen 15.00 Uhr klopfte es an der Küchentür des Einfamilienhauses am Piepenturmweg. Der 80-jährige Senior ließ den Fremden, der sich als Vertreter für Küchenartikel ausgab, ins Haus. Mit Schweizer Dialekt pries der Mann seine angeblich aus der Schweiz stammenden Messersets und Kochtöpfe an. Er habe schon reichlich in anderen Paderborner Wohngebieten verkauft und müsse jetzt zum Flugzeug, um nach Hause zu fliegen. Weil er seine Waren im Flieger nicht mitnehmen könne, mache er nun Sonderangebote.

Der Senior ließ sich auf einen "Deal" ein. Bei der Abnahme von zwei Messersets und einem Besteckset gab es Topfsets gratis dazu, wofür der Paderborner über 1.000 Euro bezahlte. Die Tochter des Ehepaars erfuhr später von dem Kauf, jedoch war der Händler da bereits fort. Ihr war sofort klar, dass hier Betrüger zugeschlagen hatten und sie verständigte die Polizei. Bei den gekauften Artikeln handelt es sich nicht um die angepriesenen Exklusiv-Artikel, sondern um billige Produkte, die im Internet für einen Bruchteil des Kaufpreises bestellt werden können.

Die Artikelverpackung erweckt den Anschein, von einem renommierten Schweizer Hersteller zu stammen. Davon distanziert sich die Firma und warnt auf ihrer Webseite vor den Betrügern. Von dem "Haustürgeschäft" kann der Senior nicht - wie gesetzlich geregelt -zurücktreten, denn der Händler oder seine Firma sind nicht bekannt. Garantieansprüche können so auch nicht geltend gemacht werden, der Geschädigte bleibt also auf dem Billig-Material sitzen.

In ähnlichen Fällen bieten die Täter Lederjacken, Werkzeuge oder Elektroartikel an. Nach den "Geschäften" tauchen sie unter und sind schwer zu ermitteln.

Der Täter war circa 1,80 Meter groß, hatte eine füllige Statur, ein rundes Gesicht und dunkles Haar. Er trug eine dunkle Hose, eine hellgrün-beige Jacke und ein blauweiß kariertes Hemd. Wegen Betruges hat die Polizei eine Strafanzeige aufgenommen. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
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Freitag, 19 Januar 2018 12:33

Frau händigt falschen Polizisten Geld aus

HÖXTER. Die Kreispolizeibehörde Höxter weist darauf hin, dass derzeit vermehrt Anrufe falscher Polizeibeamter im gesamten Kreis Höxter zu verzeichnen sind. Im Fokus stehen hier zumeist ältere Menschen.

Am vergangenen Wochenende erhielt eine 77-jährige Frau aus Steinheim einen Anruf einer Frau. Als sie an das Telefon ging meldete sich eine Frau mittleren Alters auf Hochdeutsch mit den Worten "Hier ist die Polizei". Diese ihr unbekannte weibliche Person erklärte ihr, dass ein Nachbar gesehen hat, wie ihr Haus von einer bulgarischen Einbrecherbande ausgespäht wird und das bald bei ihr eingebrochen werden soll.

Von diesen vermeintlichen Einbrechern hätten die Polizei jedoch schon drei Täter festgenommen, wobei noch zwei weitere flüchtig sind. Des Weiteren erklärte die Frauenstimme und vermeintliche Polizistin der Geschädigten, dass sie eine Schweigepflicht hat und wenn sie diese brechen würde, müsste sie den gesamten Polizeieinsatz bezahlen. Zudem wurde die Geschädigte auch über ihre Wertgegenstände im Haus und ihre Bankkonten befragt.

Insgesamt erhielt die Frau über mehrere Tage Anrufe von verschiedenen Personen, die sich als mit dem Sachverhalt betraute Polizisten ausgaben. Durch geschickte Gesprächsführung und glaubhafter Darstellung gelang es den Tätern die Frau dazu zu bewegen, dass sie mehrere tausend Euro von ihrer Hausbank abhob und das Geld an die Täter übergab. Hierbei gingen die Täter so geschickt vor, dass die Geschädigte keine Täterbeschreibung geben konnte.

Die Polizei weist erneut darauf hin, 

  • dass die Polizei niemals Auskünfte zu Bankdaten, Kontoständen oder Inhalten von Schließfächern erfragt. Auch fragt sie nicht nach Verstecken von Wertsachen und Geld.
  • dass die Polizei Menschen niemals unter dem Vorwand, Ermittlungsbehörden unterstützen zu müssen, unter Druck setzt.
  • dass die Polizei niemals auffordern würde, Geld von der Bank abzuheben und dieses im Haus für eine Übergabe zu deponieren oder an einen vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

Sollten Sie derartige Anrufe erhalten,

  • nehmen Sie sich Zeit, die Anrufe zu überdenken.
  • wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens und erzählen Sie ihr von den Anrufen - egal, welche Anweisungen Sie vom Anrufer erhalten haben.
  • wählen sie die 110 und sprechen Sie mit der richtigen Polizei.
Angehörigen oder nahe stehenden Personen von älteren Menschen wird empfohlen, mit ihnen über die Methoden der Betrüger zu sprechen. (ots/r)

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Publiziert in HX Polizei
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Montag, 15 Januar 2018 10:52

Fahndungsfoto: Wer kennt diesen Mann?

PADERBORN. Mit Hilfe eines Fahndungsfotos versucht die Polizei einen mutmaßlichen Taschendieb zu identifizieren. Der Mann steht im Verdacht, Mitte November 2017 im Einkaufszentrum am Wallgraben eine 84-jährige Frau bestohlen zu haben. Die Seniorin stellte nach ihrem Einkauf fest, dass ihr Portmonee gestohlen worden war.

Schon kurz nach der Tat wurde mit der entwendeten EC-Karte eine höhere Summe vom Konto des Opfers abgehoben. Die Überwachungskamera speicherte Fotos des unbekannten Abhebers. Ein Foto des Mannes ist jetzt mit Gerichtsbeschluss zur Veröffentlichung frei gegeben worden. Die Polizei fragt: Wer kennt diesen Mann oder kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? 

Der Gesuchte muss sich nicht zwangsläufig im Kreis Paderborn aufhalten. Sachdienliche Hinweise werden unter der Rufnummer 05251/3060 erbeten.

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Publiziert in Polizei
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