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WINTERBERG. Nicht mehr eingreifen konnte am Sonntag der Vater eines neunjährigen Kindes an einem Winterberger Skilift.

Am Sonntagnachmittag wurde ein neunjähriges Mädchen aus den Niederlanden bei einem Unfall am Skilift in Winterberg schwer verletzt. Gegen 14.35 Uhr stürzte das Mädchen aus bislang ungeklärter Ursache aus einer Gondel. Der 38-jährige Vater des Kindes saß ebenfalls in dem Lift, konnte das Unfallgeschehen aber nicht mehr verhindern.

Alarmierte Rettungskräfte inklusive Bergwacht und Notarzt trafen umgehend am Unfallort ein und versorgten das Kind medizinisch. Der angeforderte Rettungshubschrauber musste noch auf dem Anflug aufgrund des Wetters umkehren. Das verletzte Kind wurde mit einem Rettungswagen in eine Spezialklinik gefahren. Im Nachgang musste der Vater, der sichtlich unter Schock stand, betreut werden.

Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall dauern an - Fremdeinwirkung als Ursache für den Absturz schließen die Beamten aber aus. 

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Publiziert in Retter

WINTERBERG. Die Skisaison hat in Winterberg noch nicht begonnen, da musste die Feuerwehr bereits in das Skigebiet ausrücken. Um 4.42 Uhr wurde die Winterberger Einheit am Dienstag zu einem winterlichen Einsatz alarmiert. Auf der Skipiste im Bereich des Schneewittchenhangs fanden die Einsatzkräfte einen Pkw vor - dieser war über den Großraumparkplatz und das Biathlonstadion auf die Skipiste gefahren und letztendlich in einem Schneehaufen stecken geblieben.

Aufgrund der Örtlichkeit war die Bergung des Fahrzeugs durch ein Abschleppunternehmen nicht möglich. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug konnte über einen noch befahrbaren Wirtschaftsweg zum festgefahrenen Fahrzeug gelangen. Mit Hilfe der am HLF verbauten Seilwinde wurde der Pkw dann wieder auf einen befestigten Weg gezogen.

Den Einsatzkräften stellte sich natürlich die Frage, wie das Fahrzeug überhaupt in das Skigebiet gelangt ist. Auf Nachfrage gaben die aus dem Ruhrgebiet stammenden Personen an, von dem Navigationsgerät auf die Skipiste geleitet worden zu sein. An dem nächtlichen Einsatz waren 9 Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug beteiligt - außerdem war ein Streifenwagen der Polizei vor Ort.

Nach rund 45 Minuten war der Einsatz um 5.24 Uhr beendet. Seitens der Stadt Winterberg wird die Kostenpflichtigkeit des Einsatzes gegenüber dem Verursacher geprüft. (Feuerwehr Winterberg)

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Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Kaum zu glauben aber wahr: Eine 78-jährige Fußgängerin wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Auto am Sonntag in Winterberg schwer verletzt. Im Rahmen der Unfallaufnahme äußert die 44-Jährige, die den Pkw gesteuert hatte, mit voller Absichtlich die Seniorin umgefahren zu haben.

Wie die Polizei im Hochsauerlandkreis mitteilte, wurden gegen 14.45 Uhr Rettungskräfte zur Straße "Am Waltenberg" gerufen. Auf dem Gehweg war es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einer Fußgängerin gekommen. Nach ersten Erkenntnissen war die 44-jährige Autofahrerin auf der Straße in Richtung Innenstadt unterwegs. Auf gerader, trockener Strecke geriet das Auto nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Park- und Grünstreifen und holte die 78-jährige Spaziergängerin von den Füßen. Vor einer Mauer blieb das Auto schließlich stehen.

Die schwerverletzte 78-jährige Frau aus Oberhausen wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Autofahrerin machte einen verwirrten Eindruck auf die Rettungskräfte. Sie äußerte, dass sie den Unfall extra verursacht habe. Die Winterbergerin wurde in ein Krankenhaus eingewiesen. Hier wurde ihr eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde ihr Auto von der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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Publiziert in HSK Polizei

MEDEBACH. Eine 27 Jahre alte Frau befuhr in der Nacht zu Sonntag die Landstraße 740 von Küstelberg in Fahrtrichtung Winterberg. Aus bislang unbekannter Ursache geriet sie auf gerader Strecke mit ihrem Fahrzeug gegen 23.10 Uhr auf die rechte Bankette. Sie driftete quer über die Fahrbahn und rutschte links neben der Fahrbahn die Böschung hinunter.

Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und kam in der dortigen Weihnachtsbaumplantage zum Stillstand. Durch die Ersthelfer wurden die Rettungskräfte informiert. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde die Frau aus Medebach mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. An der Unfallstelle fand die Polizei Anhaltspunkte für den Konsum von Alkohol. Der 27-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Für weitere Untersuchungen musste das Fahrzeug durch die Polizei sichergestellt werden. Etwa 2500 Euro beträgt der Gesamtsachschaden. (ots/r)

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Publiziert in HSK Polizei

WINTERBERG. Mehr als glimpflich endete ein spektakulärer Lkw Unfall an der Winterberger Daubermühle in Richtung Züschen am frühen Montagmorgen. „Unfall mit Eingeklemmten in Lkw“, war die Alarmmeldung für den Löschzug Winterberg, den Rettungsdienst der Wache Winterberg und die Polizei gegen viertel nach fünf.

Erleichterung gab es aber bereits kurz nach dem Eintreffen an der Unfallstelle auf der abschüssigen und kurvenreichen B 236: Der Lkw Fahrer hatte das Führerhaus selbstständig verlassen können und war bereits auf der Straße unterwegs. Vorsorglich wurde er dennoch mit dem Rettungswagen ins Winterberger Krankenhaus gebracht.

Sein Lkw – 40 Tonnen schwer und mit Kunststoffteilen beladen – hatte im Bereich einer Rechtskurve die Leitplanken durchbrochen und war dann kopfüber in einen steilen Abhang gestürzt. Gehalten lediglich von zwei Fichten, die dort standen.

Die Kameraden der Winterberger Feuerwehr leuchteten unter der Einsatzleitung von Zugführer Tim Braun die Einsatzstelle großräumig aus und pumpten aus einem der beiden Tanks mehrere hundert Liter Kraftstoff ab. Der Tank war beim Unfall aufgeschlagen und nur so konnte die Feuerwehr rasch eine größere Umweltgefahr verhindern, auch wenn das Andere vor Ort nicht nachvollziehen konnten.

Nachdem der Diesel abgepumpt und aufgefangen worden war, kam auch der Landesbetrieb Straßen zum Einsatz. In guter Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurden die vom Lkw zerstörten Leitplanken und die Pfosten klein geschnitten und mittels Greifzange auf den Baustellen Laster geladen, um die spätere Bergung durch ein Spezialunternehmen vorzubereiten. Außerdem stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und leitete den Verkehr an der Unfallstelle vorbei, solange noch kein schweres Gerät des Bergungsunternehmens eingetroffen war, was die ganze Breite der drei Fahrspuren benötigte.

Warum der Lkw von der Fahrbahn abgekommen und in die Böschung gestürzt war, war zunächst unklar. Möglicherweise könne er von einer Sturmböe erfasst worden sein, hieß es vor Ort.

Der Einsatz von Feuerwehr, Landesbetrieb Straßen NRW und Bergungsunternehmen dauert derzeit noch an. Der Verkehr wird aktuell über Ampeln an der Unfallstelle vorbeigeleitet, im weiteren Verlauf wird aber eine längere Vollsperrung nötig werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Rettungswagen, Polizeiwagen, Feuerwehrlöschzug und Rettungshubschrauber – sie alle sind am Sonntagabend ausgerückt, um einem Menschen zu helfen.

In einer Wohnung in der Nähe des Bikeparks war der Patient und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Nur wenige Meter entfernt eine riesige Staubwolke. Hier, auf dem Großraumparkplatz hat der Pilot der Bundespolizei Fliegerstaffel Fuldatal seinen „Christoph 7“, den Kasseler Rettungshubschrauber gelandet. Die Kameraden des Löschzuges Winterberg übernehmen mit dem Einsatzleitwagen den Transport der Hubschrauberbesatzung zum eigentlichen Notfallort. Während die Mediziner dort den Patienten versorgen und für den Transport vorbereiten, helfen die Feuerwehrleute beim Lagern in der Wohnung und können gemeinsam mit dem Hausmeister den in der Wohnung befindlichen Aufzug verlängern, um den Patienten mit der Trage transportieren zu können.

Ein weiterer Teil der Feuerwehr macht mit dem Schnellangriff des Hilfeleistungslöschfahrzeugs den geschotterten Parkplatz nass, auf dem der Hubschrauber steht. Damit wird ein erneutes Aufwirbeln von Staub verhindert, was bei der Landung die ganze Straße in eine einzige Wolke gehüllt hatte.

Dann kommt auch schon der Rettungswagen und die Kameraden der Feuerwehr helfen den Medizinern, den Patienten in den Rettungshubschrauber einzuladen. Danach sperren sie den Parkplatz für den Startvorgang des Hubschraubers ab.

Bereits nach kurzer Zeit war der Einsatz wieder beendet. Mit dem guten Gefühl, einem Menschen geholfen zu haben.

Publiziert in HSK Feuerwehr

WINTERBERG. Ein Mann aus Warstein ist heute nicht mehr von seiner Motorradtour nach Hause gekommen. Bei einem schlimmen Verkehrsunfall in Winterberg wurde der Senior getötet.

Lange, lange Zeit hatten die Rettungskräfte um sein Leben gekämpft. Unermüdlich. Mitten auf der Straße bei sengender Hitze. Bis zum Schluss nicht aufgegeben, alles versucht. Manchmal aber, da ist die Gewalt eines Unfalles stärker als das, was unser menschlicher Körper aushalten kann. Da gewinnt einfach der Tod den Kampf um den Menschen.

So wie heute, bei dem 73-jährigen Mann aus Warstein. Die Gewalteinwirkung des Unfalles muss enorm gewesen sein. Ohne, dass ich vorher mit einem Polizeibeamten gesprochen hatte, konnte ich das beim Eintreffen am Winterberger Ortseingang bereits sehen. Eine lange Bremsspur zeugt von einem heftigen Aufprall. Ein Pkw aus Moers steht mitten in der Kreuzung. Daneben liegt ein Mensch, an dem all die Rettungskräfte arbeiten. Sehen kann ich das nicht. Aber erahnen. Denn einige Helfer halten Tücher hoch, um dem Unfallopfer einen geschützten Raum zu geben. Nicht, weil sich hier Menschen als Umstehende nicht benehmen würden. Im Gegenteil. Die Passanten, Familien und Kinder, die vielen Radfahrer und Wanderer sind sehr diszipliniert. „Nur geradeaus schauen“, sagt ein Vater zu seinen beiden kleinen Jungs, als sie an der Unfallstelle vorbei laufen. Dass die Menschen dort vorbeilaufen, oder viele es sehen, lässt sich nicht vermeiden. Die Unfallstelle befindet sich zwischen zwei großen Parkplätzen und einem Abenteuerspielplatz. Noch dazu an einer Fußgängerampel und einer Hauptzufahrtsstraße von Neuastenberg nach Winterberg.

Ich gehe zu einem Polizeibeamten. Vom Sehen kennen wir uns bereits. „Ich mache zunächst noch keine Fotos. Ich sehe, was los ist“, sage ich ihm. Der Hubschrauberpilot sieht mich. Ein kurzes Lächeln. Er hält eines der Sichtschutztücher. Er sieht anders aus, als sonst. Betroffener. Ruhiger.

Ich gehe zum Hubschrauber, der ein paar Meter weiter weg auf der Straße steht. Mittlerweile weiß ich auch, dass es ein Motorradfahrer war, der dort in den Unfall verwickelt wurde. Sehen konnte und wollte ich das bis dahin nicht. Nach einiger Zeit kommt die Hubschrauberbesatzung zurück. „Scheiß Nummer...“, sagt einer zu mir und füllt sein Protokoll aus. Jetzt arbeitet niemand mehr. Die Helfer stehen hinter dem Tuch und besprechen sich mit der Polizei. Kurze Zeit später startet der Pilot seinen Hubschrauber, den er direkt auf der Hauptverkehrsstraße gelandet hatte, um schnellstmöglich Notfallsanitäter und Notarzt zum Patienten bringen zu können. Am Straßenrand steht das Motorrad eines Parkbesuchers. Er hat von dem Einsatz gar nichts mitbekommen. „Machst Du das mal eben?“, ruft mir ein Polizist zu. Ich fasse das Motorrad mit einer Hand fest, damit es beim Downwash des Hubschrauberstarts nicht umfällt. Mit der anderen Hand fotografiere ich den Hubschrauber beim Startvorgang.

Nach einigen Minuten rückt die Feuerwehr an. Sie hat nun die traurige Aufgabe, die Fahrbahn zu reinigen und bei der Bergung der Unfallfahrzeuge behilflich zu sein. Die meisten Kameraden kenne ich. Sie lächeln mir zu. Ich schätze sie alle sehr. Und ziehe einmal mehr den Hut vor ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Ein Polizist kommt zu mir. Wir besprechen uns kurz. Er erklärt mir, dass der Bestatter bestellt wurde und die Fahrzeuge danach noch in der Ausgangsposition bleiben und dann fotografiert werden können. Ich stehe abseits, am Radweg. Ganz vorne, da möchte ich jetzt nicht sein. Einigen Passanten, die sich nicht auskennen und nach dem Weg fragen, kann ich in der Zwischenzeit helfen. Dann kommt der Bestatter an. „Hallo, Matthias“, höre ich ihn sagen. Ich bin verwundert und erkenne erst beim zweiten Hinsehen einen Feuerwehrmann, der bei einem Bestattungsunternehmen arbeitet. Wir reden kurz, bis Platz gemacht wurde und er mit seinem Kollegen zur Unfallstelle vorfahren kann. Ich verstehe nicht, wie Menschen so stark sein können, eine solche Aufgabe zu erfüllen. Ich könnte es nicht. Da bin ich mir sicher.

Der Bestatter rückt auch während dieser Gedanken bereits wieder ab. Ein Polizist winkt mich heran. „Jetzt können Fotos gemacht werden“, sagt er mir. Er bittet mich, die schlimmsten Spuren nicht zu fotografieren. Um den Passanten diesen Anblick zu ersparen, wird das Tuch weiterhin von Feuerwehrleuten hoch gehalten. Ich beschränke mich nur auf die beiden Unfallfahrzeuge und nicht auf die Spuren, die noch zurück geblieben sind. Das ist Ehrensache. Die Polizeibeamten wissen das und so darf ich auch ohne Begleitung die notwendigen Fotos machen.

Neben den Feuerwehrleuten, die zur Einsatzstelle angerückt sind, sind auch Notfallseelsorger da. Für die Leute, die auf dem Spielplatz waren, als der Unfall geschehen ist. Für die jungen Radfahrer, die sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen haben, als der Unfall geschehen ist. Vor allem aber für den 82-jährigen Pkw-Fahrer aus Moers, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, als der Motorradfahrer vor ihm an der roten Ampel wartete.

„Der Motorradfahrer wurde getroffen und auf die Motorhaube des Pkw geschleudert. Das Motorrad wurde 24 Meter nach vorne geschleudert“, erklärt mir ein Polizeibeamter. Und weiter: „Schau Dir nur die Windschutzscheibe an. Da ist fast ein Loch drin“.

Kein guter Sonntag. Viele Menschen haben mitbekommen, welchen Eindrücken sich die Rettungskräfte ausgesetzt haben. Was sie geleistet und versucht haben.

Und einer von diesen vielen – den hat es so sehr beeindruckt, dass er zur Feuerwache in die Schulstraße gefahren ist und sich mit einem Geldgeschenk für die Arbeit der Feuerwehr bei den ehrenamtlichen Helfern bedankt hat. Eine nette Geste am Rande. Für die wirklichen Helden des Alltags.

Abschließend habe ich eine Bitte: Hier ist ein Mensch gestorben. Polizei und Staatsanwaltschaft sind mit der genauen Ermittlung des Unfallherganges betraut. Bitte, liebe Leser, seht von Spekulationen über Ursachen oder Fahrverhalten ab.

Ein Like im Artikel sehen wir wie immer als Respekt und Anerkennung für die Arbeit aller Einsatzkräfte vor Ort und hier vor allem für die jungen Ersthelfer und den netten Herrn, der die Feuerwehr besucht hat.

Publiziert in HSK Retter

WINTERBERG. Eine Verkettung unglücklicher Umstände kostete am gestrigen Sonntag einem Mann aus Medebach seinen Führerschein.

Nach Polizeiangaben befuhr ein Hochsauerländer mit seinem Mercedes als Führungsfahrzeug gegen 1.50 Uhr die Landstraße 740 von Küstelberg in Richtung Bundesstraße 480. Weil er vorausschauend fuhr, konnte er rechtzeitig seinen Vito zum Stehen bringen und so eine Kollision mit einem Reh, welches die Fahrbahn überquerte, verhindern.

Die Erleichterung über das geglückte Bremsmanöver dauerte aber nur zwei Sekunden, da näherte sich Unheil von hinten: Ein Medebacher, der dem Vito gefolgt war, erkannte die Situation zu spät und krachte ungebremst mit seinem weißen Ford ins Heck des Vito. 

Während der Beifahrer im Vito leichtverletzt wurde, konnten die beiden Fahrer unverletzt ihre Pkws verlassen. Eine hinzugerufene Polizeistreife nahm den Unfall auf und dem Medebacher im gleichen Atemzug seine Fahrerlaubnis ab. Der Mann hatte nach dem Alkoholschnelltest deutlich zu viel Promille im Blut. Geschätzt wurde der entstandene Sachschaden auf 8000 Euro.

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Publiziert in HSK Polizei
Mittwoch, 12 Juni 2019 21:39

Schwerer Unfall auf der B 236

WINTERBERG. Zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person wurden heute um kurz vor 15.00 Uhr die Feuerwehr Winterberg, der Rettungsdienst und ein Notarzt des Hochsauerlandkreises, sowie die Polizei auf die B 236 kurz vor dem Winterberger Herrlohtunnel am Abzweig zum Waltenberg alarmiert.

Als Ersthelfer war bereits ein Krankentransportwagen der Feuerwehr Paderborn vor Ort. In drei Pkw wurden insgesamt drei Menschen verletzt. Eine Frau musste von der Feuerwehr befreit werden.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war eine Frau mit ihrem schwarzen Polo vom Herrlohtunnel kommen in Richtung Winterberg unterwegs. „Die Dame wollte nach links auf den Waltenberg einbiegen und ihre Ampel zeigte auch grün“, erklärte ein Polizeibeamter. Die Frau sei jedoch wartepflichtig gewesen, da die Ampel für den Gegenverkehr ebenfalls grün zeige und man erst abbiegen könne, wenn der Gegenverkehr abgefahren sei, hieß es weiter.

Zunächst hatte die Frau auch angehalten, um einen silbernen Toyota, der aus Richtung Neuastenberg kam, durchfahren zu lassen. „Dann ist sie aber – warum auch immer – doch los gefahren“, erklärt der Polizeibeamte weiter. Im Kreuzungsbereich kam es dann zum Zusammenstoß. Der Aufprall war dabei so heftig, dass der Toyota in einem angrenzenden Graben landete und der Polo der Unfallverursacherin wieder zurückgeschleudert wurde und dabei gegen einen dritten Wagen prallte, einen schwarzen Skoda. Zudem drehte der Polo sich um 180 Grad.

Weil der Rettungsdienst bei der Verursacherin Verletzungen der Wirbelsäule nicht ausschließen konnte, wurde die Feuerwehr zur schonenden Rettung eingesetzt.

Unter der Einsatzleitung von Löschzugführer Tim Braun trennten die Kameraden mit der Rettungsschere das Dach des Polos ab, während die Patientin von den Rettungskräften betreut wurde. Mehrere Rettungsassistenten, die sich sowohl im Löschzug engagieren, als auch bei der Rettungswache in Winterberg arbeiten, konnten ihre Kollegen so exzellent unterstützen. Nachdem es der Zustand der Patientin erlaubte, wurde sie dann ganz schonend auf die Vakuummatratze des Rettungsdienstes gelagert. Dabei handelt es sich um eine mit Styroporkügelchen gefüllte Kunststoffmatratze, die sich genau an die Konturen des Körpers anpasst, wenn ein Verletzter darin liegt. Anschließend wir die Luft aus der Matratze abgesaugt, bis ein Vakuum entsteht und die Kügelchen so aneinander gesaugt werden und praktisch eine feste Form bilden. Daher der Name „Vakuummatratze“. Diese Matratze kommt bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen, aber auch nach Anlage eines Beckengurtes bei Verdacht auf Beckenbrüche, oder bei Verdacht auf Frakturen der Beine zum Einsatz.

Anders als bei der Crashrettung von lebensbedrohlich verletzten Patienten spielt hier die Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Die Patientin hier war nicht zeitkritisch. Die hier durchgeführte „Patienten orientierte Rettung“ dient in erster Linie einer Stabilisierung der Wirbelsäule. „Immobilisation“ heißt das im Fachjargon. Das ist deshalb wichtig, weil durch die Wirbelsäule die Nerven verlaufen, die ursprünglich dem Gehirn entspringen und von der Wirbelsäule aus in alle Körperregionen abzweigen. Werden diese Nerven gequetscht, gedrückt oder verletzt, kann dies dazu führen, dass die entsprechenden Körperfunktionen nicht mehr funktionieren, ein Patient zum Beispiel eine Querschnittlähmung erleidet. Um nach einem Unfall mit Wirbelsäulenbeteiligung solche Folgeschäden zu verhindern, oder gering zu halten, kommt der Immobilisation eine große Bedeutung zu.

Aber nicht nur bei dieser für die Patientin optimalen Rettung unterstützte die Feuerwehr den Einsatz. Sie machte noch mehr: „Wir mussten auslaufende Kraftstoffe abstreuen und den Brandschutz sicherstellen“, erklärte Tim Braun vor Ort. Insgesamt waren 24 Kameraden des Löschzuges Winterberg vor Ort.

In den beiden anderen Fahrzeugen, die am Unfall beteiligt waren, wurden zwei Menschen jeweils leicht verletzt.

Um sich für die Unfallaufnahmen und die Beweissicherung ein genaues Bild zu verschaffen, arbeitete die Polizei vor Ort mit Sprühfarbe: Zum einen wurden die Fahrzeuge dabei mit Nummern markiert. „01 steht für das Verursacherfahrzeug, 02 und 03 für Geschädigte oder Beteiligte – je nachdem“, erklärt ein Polizeibeamter. Weiterhin markierten die Beamten auf der Straße sie genauen Standorte der jeweiligen Unfallfahrzeuge und sprühten auch an definierten Messpunkten Markierungen auf die Straße. Mit Hilfe dieser Markierungen konnten die Fachleute im Anschluss mittels des so genannten Monobildverfahrens die Unfallstelle für ihre Beweissicherung genau einteilen.

Schließlich wurden alle drei Fahrzeuge abgeschleppt. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die B 236 zwischen dem Waltenberg und dem Herrlohtunnel über eine Stunde in beiden Richtungen voll gesperrt werden.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Sonntag, 02 Juni 2019 19:03

Tödlicher Unfall bei Dirtmasters Festival

WINTERBERG. Beim Dirtmasters Festival in Winterberg kam es am Samstagabend zu einem tragischen Unfall, an deren Folgen ein 26-jähriger Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis in der Nacht zu Sonntag in einer Kölner Klinik verstarb.

Zuvor war er als Besucher der Veranstaltung außerhalb des Wettkampfgeschens mit seinem Rad schwer gestürzt. Unweit der Talstation des Kappe Lifts, an der so genannten Dowhillstrecke, im Bereich einer Roadgap war es zu dem folgenschweren Sturz gekommen. An dieser Stelle springen Radfahrer über eine rund dreieinhalb Meter hohen Holzrampe über einen Feldweg. Wie genau der Unfall passiert ist, das ermittelt derzeit die Polizei. Auch die Kripo wurde in die Ermittlungen eingebunden. Der Sprung wurde nach dem Unfall gesperrt.

Die Westfalenpost beruft sich auf Tourismusdirektor Michael Beckmann, nach dessen Angaben es Videos von dem tragischen Unfall gebe.

Nach dem Tod des jungen Mannes wurde das Festival nach Angaben Beckmanns „angemessen fortgesetzt“. So wurde keine musikalische Beschallung mehr vorgenommen und die Siegerehrung fand ebenfalls sehr schlicht statt.

Am Samstagabend hatten ehrenamtliche Helfer von DRK und Bergwacht, sowie der hauptamtliche Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises und Rettungsdienstkräfte, die zur Absicherung der Veranstaltung im Einsatz waren, um das Leben des jungen Mannes gekämpft. Ihn optimal versorgt, alles Menschenmögliche vor Ort getan, um sein Leben zu retten. Parallel wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der den jungen Mann nach der Versorgung vor Ort in eine Kölner Spezialklinik geflogen hat. Der Hubschrauber landete unmittelbar an der Talstation. In der Nacht zu Sonntag ist der Radfahrer in der Klinik leider verstorben.

Die Veranstalter des Dirtmasters Festival haben den Vorfall auf ihrer Seite bei Facebook bekannt gegeben. Sie bitten darum, dass von Vermutungen, Annahmen, subjektiven Eindrücken oder Spekulationen abgesehen wird.

Dieser Bitte schließen wir uns an und bitten unsere Leser, ebenfalls auf so etwas zu verzichten.

Ein Like des Beitrages sehen wir als Anerkennung für die hervorragende Leistung aller Einsatzkräfte, die beim Festival vor Ort waren und an der einen oder anderen Stelle sicher auch kleine oder große Wunder vollbracht haben.

Publiziert in HSK Retter
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