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Freitag, 28 März 2014 13:04

Bogen oder Armbrust: Reh mit Pfeil beschossen

BOTTENDORF. Ein mit einem Pfeil beschossenes und dadurch schwer verletztes Reh hat ein Jäger in der Waldgemarkung Linnerberg entdeckt. Die Polizei ermittelt nun wegen Jagdwilderei.

Der Jäger bemerkte das schwer verletzte Reh laut Polizeibericht von Freitag bereits am vergangenen Samstagvormittag - das Tier hatte sich in einem Weidezaun verfangen. Da das Reh auch einen gebrochenen Hinterlauf hatte, erlöste es der Jäger mit einem gezielten Schuss von seinem Leiden.

Erst später stellte der Jäger bei der Verwertung fest, dass ein Unbekannter auf das Reh geschossen haben muss. Ein etwa acht Zentimeter langes Stück eines Holzpfeils mit Eisenspitze steckte im Fleisch des Tieres und war etwa vier Zentimeter tief eingedrungen. Ob der abgebrochene Pfeil mit einem Bogen oder einer Armbrust abgefeuert wurde und wann und wo sich diese Tat erfolgte, ist nicht bekannt.

Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Hinweise nehmen die Ermittler der Polizeistation Frankenberg unter der Telefonnummer 06451/7203-0 entgegen.

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 19 November 2013 18:17

Zwei Hochsitze im Lahntaler Forst umgeworfen

LAHNTAL. Ob es aus Wut auf Jäger geschah oder aus reiner Zerstörungslust, das bleibt wohl ungeklärt: Ein Unbekannter hat zwei Hochsitze umgeworfen. Die Polizei ermittelt.

Bei den Hochsitzen handelt es sich um Stangen-Konstruktionen. Der Randalierer machte sich zwischen Montag, 4. November, und Sonntag, 17. November, 15 Uhr in der Gemarkung Eupenhardt bei Lahntal-Göttingen ans Werk. Der Unbekannte warf zwei Hochsitze einfach um und verursachte so einen Schaden von 150 Euro. Ein Jäger saß während der Vorfälle nicht auf dem Ansitz.

Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Wer etwas beobachtet hat, wendet sich an die Polizeistation Marburg, die unter der Rufnummer 06421/4060 zu erreichen ist.

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Publiziert in MR Polizei
Samstag, 16 Februar 2013 15:43

Wer pachtet unsere Gemeindejagd ?

WALDECK-FRANKENBERG. Als mein Opa noch lebte und nach dem Krieg 1945 als Flüchtling aus Ostpreußen in das Waldecker Land kam säumten an den Bachrändern Erlen und Weiden die Wasserläufe. Die Wiesen wurden durch Hecken in einzelne Parzellen geteilt, Wassertümpel inmitten von Feldern und Wiesen prägten das Landschaftsbild. Den Duft von Klatschmohn, Kornblumen und blühende Wiesen konnte man regelrecht einatmen.  Von Mais und Raps war damals kaum die Rede. Kartoffeln, Rüben, Hafer, Gerste und Weizen gaben das vorherrschende Bild ab. Kibitz, Feldlerche und Sperling sangen ihre Strophen zur Freude der Jäger. Im Juni wurden die Wiesen gemäht und so gut wie kein Kitz viel dem Balkenmähwerk bei einer Geschwindigkeit des 36 PS Treckers der um die 15 km/ h fuhr, zum Opfer.

DA WAR DIE WELT NOCH IN ORDNUNG

Nach dem Krieg löste der Geldadel den Landadel ab und Großindustrielle aus dem Ruhrgebiet pachteten  die Gemeindejagden um sich vom stressigen Alltag zu erholen und der Jagd zu frönen. In den Monaten Mai, Juni und Juli wurden die Böcke gestreckt, die von den Jagdaufsehern bestätigt wurden. Im Herbst dann wurden die Bauern zur Treibjagd geladen um die Feldgehölze, Wälder und Hecken nach Nierderwild zu durchstöbern. Unterstützt wurden die Treiber von gut ausgebildeten Vorstehhunden wie Deutsch Drahthaar oder Deutsch Kurzhaar. Am Ende des Tages wurde Strecke gelegt und man sah nicht selten 100 Hasen, 50 Rebhühner, Füchse, Schnepfen, Enten und einige Stücke Rehwild auf dem extra ausgelegten Tannenzweigen liegen. Sollte wirklich mal ein Wildschwein auf der Strecke gelegen haben, war das schon eine Sensation. Am Abend des Jagdtages wurde in einer Lokalität das sogenannte Schüsseltreiben durchgeführt. Hier durfte  man auf Kosten des Jagdpächters Essen und Trinken, so viel man wollte oder konnte. Es entstand zwischen den Pächtern, den Landwirten und den Bewohnern der Dörfer ein inniges Verhältnis und respektvoller Umgang untereinander.  Warum auch nicht, Wildschaden gab es so gut wie keinen, die Patriarchen aus dem Ruhrgebiet fühlten sich in ihren 1000 Hektar Revieren wohl. 

DIE SITUATION HEUTE

Heute, einige Jahre später sieht die Sache schon anders aus. Die alten Reviere wurden halbiert oder gedrittelt um höhere Pachtpreise für die Jagdreviere durchzusetzen. Die Hecken, Knicks  und Raine sind der Baumfräse zum Opfer gefallen, die Feuchtwiesen wurden drainiert, Wassertümpel zugeschüttet, Weiden und Erlen sucht man an den Bachläufen vergebens. Die Stimmen der Feldlerche und Co. sind verstummt. Die kleinen Landwirtschaftlichen Betriebe haben aufgehört zu existieren und einige wenige Agrarbetriebe haben Flächen dazugepachtet und ihre Landwirtschaft vergrößert. Das Ergebnis aus diesem Flächenwahn ohne Hecken und Tümpel, dafür aber mit Monokulturen aus Mais und Raps sind die riesigen Sauenbestände. Das beinhaltet natürlich auch enorme Wildschäden und exorbitante Kosten und Stress für den Jagdpächter. Das Anpirschen in den heckenlosen Revieren um auf Schussdistanz an die Sauen gelangen zu können, ist schier unmöglich, allein vom Hochsitz ist den schlauen Wildschweinen  nicht beizukommen. Die wenigen Hasen, die noch leben, lässt man in Ruhe, Feldhüner und Schnepfen sind längst verschwunden und die Stockenten haben sich auf die Seeen zurück gezogen. Stattdessen wurden die Jagdsteuern erhöht und die Pachtpreise angezogen, Jagd und Jäger negativ durch die Presseabteilungen weitergereicht und die Pächter mit horrenden Wildschadensforderungen konfrontiert. Nicht selten trafen sich die Landwirte und Pächter vor Gericht. Die Kitze wurden  dutzendfach von den schnellen Schleppern mit ihren Kreiselmähwerken bereits im Mai ausgemäht.  Die Landwirte informieren oft auch nicht mehr die Pächter oder Jagdaufseher über den Zeitpunkt der Mäharbeiten. Nicht etwa, weil sie das nicht wollen, vielmehr, weil sie selbst nicht genau wissen, wann der Lohnunternehmer mit seinem schnellen Gerät kommt um die Wiesen zu mähen. Dem Wild, dem Pächter und dem Landwirt bleibt nur das Nachsehen und jede Menge Wut. Dem Pächter, weil er Wild verliert, dem Landwirt, weil Leichengifte, die in das Silo gelangen die Kühe krank macht. Das Einzäunen der Maisäcker ist eine weitere Tortour für die Jäger, sie kaufen kilometerlange Zaunanlagen und die dazugehörigen Stromagregate. Diese müssen nicht nur installiert und kontrolliert werden, die Pflege der Zaunanlagen nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum Wildschaden steht. Und wenn man Pech hat, wurde von einem Spaziergänger der Strom ausgeschaltet und die Sauen haben in einer Nacht -und Nebelaktion die Mühen der letzten Monate zunichte gemacht und dem Maisfeld einen Besuch abgestattet. 

DIE JAGD HEUTE

Aus den gemütlichen Gesellschaftsjagden die mit jagdlichem Brauchtum garniert waren, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Stress ist angesagt. Täglich schrillt das Telefon eines Landwirts: " Die Sauen waren wieder da und haben die Wiese umgedreht " oder " Am hellen Tag laufen die Sauen über meine Felder, ihr müsst auch mal welche Schiessen "  oder "Jetzt waren die Sauen auch in meinem Maisschlag, das wird teuer". Gleich nach dem ersten Grünlandschnitt wird die übelriechende Gülle auf das Land verbracht. In diesen Bereichen ist an Jagd gar nicht zu denken. Bei Vollmond sitzen Jagdgäste, Aufseher und Pächter die ganze Nacht in den Kanzeln um der Plage Herr zu werden - vergeblich -  die Sauenbestände steigen weiter an. Allein in Waldeck-Frankenberg wurden im letzten Jagdjahr fast 7000 Sauen erlegt - Tendenz steigend. Bei den revierübergreifenden Saudrückjagden und Maisjagden  werden immer mehr Jagd -und Wildunfälle gemeldet. Reihenweise müssen verletze Hunde dem Tierarzt übergeben werden, der versucht die armen Geschöpfe wieder zusammen zu flicken. Die Kosten trägt in der Regel der Pächter.

WOHIN MIT DEM WILDBRET

Die enormen Fleischberge aus der Bejagung von Reh -und Schwarzwild  finden nur sehr schwer Abnehmer. In der Regel sind das Privatleute, die zwar  regelmäßig aber nicht übermäßig Wild abkaufen. Die Wildhändler nutzen natürlich die Situation von Angebot und Nachfrage aus und bieten zwischen 50 Cent  und 1,-€  für das Kilo. Die Kosten für die Trichinenbeschau trägt der Jagdpächter ebenfalls. Auch muss er den neuen Hygieneverordnungen Rechnung tragen.

 

 WINDPARKS

Neuerdings haben sich riesige - fast 200 Meter hohe -  Windräder in den Jagdrevieren  zur Naturstromerzeugung etabliert. Zu Recht fragt sich da der Jäger was das noch mit Natur und Ruhe zu tun haben soll, wenn das monotone Rauschen der Windflügel einen unangenehmen Druck auf die Ohrmuscheln erzeugt ? Ansitzeinrichtungen in unmittelbarer Nähe können nicht aufgestellt werden, da im Herbst und Winter gefährliche Eisgeschosse, die von den Rotorblättern abfallen durch die Luft fliegen und der Jäger nun selbst mit gefährlichen Eiszapfen beschossen wird. Das Fallwild vom Rotmilan bis zum Kranich und Uhu muss der Jäger auch entsorgen. 

 

DAS RESULTAT

Das Resultat ist nüchtern betrachtet sowohl für die Jagdpächter ein Desaster als auch für die Landwirte und Jagdgenossen. Die Reviere werden nur noch sehr schlecht verpachtet. Und wenn doch, sichert sich der Pächter durch sogenannte Wildschadenauschalen ab. Darüber hinaus werden derzeit die Reviere für  schmales Geld verpachtet. Auch an der Jagdsteuer beteiligen die Pächter die Jagdgenossenschaften. Frei nach dem Motto: "Geteiltes Leid ist halbes Leid " gehen die Jagdreviere zum halben Preis über den Ladentisch. Manche Reviere wurden erst nach zwei oder drei Jahren verpachtet. Pachtpreise von 6-10 Euro/Ha  sind in aller Munde. Mittlerweile stehen die Landwirte und Jagdgenossen mit dem Rücken zur Wand. Sie müssen nämlich dafür sorgen, dass der Abschussplan, der von der Behörde vorgegeben wird auch umgesetzt wird. Kommen die Jagdgenossen dem nicht nach, ist die zuständige Behörde befugt, Berufsjäger oder das Forstamt mit der Umsetzung zu beauftragen. Ein Spass der sehr teuer werden kann. Die Wildschadensituation bleibt davon jedoch unberührt, die Jagdgenossenschaften müssen den Landwirten den Wildschaden bezahlen.

 

WO SIND DIE PÄCHTER GEBLIEBEN ?

Der Geldadel hat sich längst umorientiert, die Pächter von Gestern haben sich in den ehemaligen Reichsgebieten im Osten nach dem Mauerfall eingekauft. Auch Ungarn, Slowenien, Rumänien und Litauen stehen ganz hoch im Kurs der ehemaligen Pächter. Auch das internationale Jagdreisegeschäft läuft auf Hochtouren. Mal eben nach Russland zur Auerhahn -und Birkhahnjagd fliegen für 1500€ oder auf Elch nach Schweden oder Finnland  für schmales Geld reisen. Ohne Stress dem Alltag entfliehen. Wer unbedingt schiessen möchte hat heute in den sogenannten Jagdkinos die möglichkeit in 3 D Simulationen  einen Hirsch zu strecken, den er in Natur 10 Jahre lang hegen, füttern und Pflegen musste um ihn an die Wand zu hängen. Wenn er 24-Ender nicht vorher von einem Auto überfahren wurde und im Straßengraben verludert ist.

 

WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS ?

Man könnte es mit einem Wort beschreiben: Düster. Das wäre aber zu einfach und deshalb gibt es bereits jetzt schon Ansätze von Fachleuten, die sich auf die Sauenbejagung spezialisiert haben. Die alten Methoden der Sauenbejagung vom Hochsitz an den Kirrungen und in den Feldern gehören  der Vergangenheit an.  Der Sauenspezialist  und Jäger der neuen Genaration wartet nicht stupide in den Kanzeln ab sondern holt sich die die Schweine in den Feldern und Maisschlägen. Diesen Spezialisten entgeht kein Stück Schwarzwild. Die adulten Stücke werden geschont und die nicht führenden Bachen, Überläufer und Frischlinge werden erlegt. Für die Wildbretabnahme ist auch gesorgt, diese speziellen Sauenjäger haben Kontrakte mit der Tierfutterindustrie geschlossen und führen die geschossenen Stücke diesen Unternehmen zu. Ganz hygienisch essen die lieben Vierbeiner in Zukunft das, was die Menschen verschmähen. Bezahlt werden diese Jagdspezialisten von der Jagdgenossenschaft und/oder dem Pächter. Frei nach dem Motto: " Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch " wird der Saujäger nach Stückzahlen vergütet. Diese Geisterjäger haben eine 99% Trefferquote und verschwinden ganau so schnell, wie sie gekommen sind. Das Problem dabei: Es gibt zuwenig davon. In Waldeck-Frankenberg sind lediglich 2 Personen bekannt, die diese Jagdart nachweislich beherrschen.

Es bleibt also spannend...

 

 

 

 

 

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 29 Januar 2013 12:03

Wildschäden und Wildunfälle nehmen zu

WALDECK-FRANKENBERG. Mit jedem Jahr erhöht sich in Waldeck-Frankenberg die Zahl der Wildunfälle und der Wildschäden durch Schwarzwild. Dabei wurden im vergangenen Jahr erheblich mehr Sauen erlegt als in den Jahren zuvor. Gerade die revierübergreifenden Ansitzdrückjagden haben sich als geeignetes Mittel zur Reduktion der Bestände erwiesen.

Man hat den Revierpächtern in der Vergangenheit gern den schwarzen Peter zugeschoben und behauptet, die Jäger schießen zu wenig. Das das nicht der Fall ist zeigen die nackten Zahlen:  Ca. 6000 Schwarzkittel wurden in Waldeck-Frankenberg erlegt, Hessenweit wird die Zahl von 75.000 Stück gehandelt.

Was lässt die Population so ansteigen? Milde Winter, stark tragende Buchen und Eichelmast begünstigen die Nahrungsaufnahme und damit die Populationsrate. Dazu kommt, dass der Mais und Rapsanbau immer größere Dimensionen annimmt. Zum einen ist auch hier das Futterangebot enorm, zum anderen bieten diese Felder auch Deckung. Der Jäger hat hier das Nachsehen und muss in der Regel für den ausufernden Wildschaden zahlen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt liegt auch in der falschen Bejagung. Schießt man die alten Stücke und die Leitbache, haben die Keiler leichtes Spiel mit der führungslosen Rotte und so werden selbst Frischlinge schon beschlagen. Dieses Spiel wiederholt sich in unregelmäßigen Abständen und führt somit zu einer exlosionsartigen Vermehrung.

Durch enorme Wildschäden und Wildunfälle werden die Jagdreviere immer schwieriger zu verpachten sein. Teilweise gehen die Jagdgenossenschaften schon so weit, dass sie Reviere mit hohem Wildschaden für wenige Euros verpachten und sich mit einer geringen Wilschadenpauschale zufrieden geben.  Die Jagdscheininhaber und die Landwirte sind also gut beraten, sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen um eine intensive aber waidgerechte Bejagung der Wildbestände zu ermöglichen. Bei Wildunfällen verhält es sich ähnlich. Setzt der Revierpächter eine Drückjagd an und kommt es infolge dieser Jagdausübung zu einer Kollision von Wild mit einem Verkehrsteilnehmer, ist der Revierinhaber unter Umständen haftbar zu machen. Hier gibt es bereits einige Gerichtsurteile zu Lasten des Revierpächters.

Wie auch immer sich die Sache entwickelt. Es bleibt spannend.

Publiziert in Archiv - Sammlung

NIEHEIM. Bei einem Jagdunfall nahe Nieheim hat sich am Dienstag ein 70 Jahre alter Jäger anschienend selbst schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Vier Jäger im Alter von 46 bis 81 Jahren hatten sich am Dienstagnachmittag gegen 14.25 Uhr getroffen, um ein Wildschwein zu erlegen. Der Grund: Das Tier war zuvor in einen Maishäcksler gelaufen, hatte sich verletzt. Der anschließend verletzte 70-Jährige hatte mit seinem Hund die Aufgabe, das Schwein aufzustöbern.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei ist davon auszugehen, dass die folgenden Schüsse von dem 70-Jährigen abgefeuert wurden und sich dabei mit dem Jagdgewehr schwer verletzt hat. Zunächst hatte die Polizei berichtet, dass die weiteren Jäger ebenfalls Schüsse abgefeuert hatten.

Aber: Vom Jagdleiter hatte es die klare Anweisung gegeben, dass nicht in das Gelände geschossen wird. Die drei Beteiligten gaben gegenüber der Polizei an, sich daran gehalten zu haben. Das Wildschwein wurde später auf einem Feld erlegt.

Wie es zu dem Unglücksfall kommen konnte wird letztlich erst bei einer Befragung des 70-Jährigen heraus kommen. Der Mann ist zur Zeit jedoch noch nicht vernehmungsfähig.

 

 

Publiziert in KS Retter
Mittwoch, 24 Oktober 2012 11:20

Jäger verletzt sich durch Schuss selbst

NIEHEIM. Bei einem Jagdunfall nahe Nieheim hat sich am Dienstag ein 70 Jahre alter Jäger anschienend selbst schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Vier Jäger im Alter von 46 bis 81 Jahren hatten sich am Dienstagnachmittag gegen 14.25 Uhr getroffen, um ein Wildschwein zu erlegen. Der Grund: Das Tier war zuvor in einen Maishäcksler gelaufen, hatte sich verletzt. Der anschließend verletzte 70-Jährige hatte mit seinem Hund die Aufgabe, das Schwein aufzustöbern.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei ist davon auszugehen, dass die folgenden Schüsse von dem 70-Jährigen abgefeuert wurden und sich dabei mit dem Jagdgewehr schwer verletzt hat. Zunächst hatte die Polizei berichtet, dass die weiteren Jäger ebenfalls Schüsse abgefeuert hatten.

Aber: Vom Jagdleiter hatte es die klare Anweisung gegeben, dass nicht in das Gelände geschossen wird. Die drei Beteiligten gaben gegenüber der Polizei an, sich daran gehalten zu haben. Das Wildschwein wurde später auf einem Feld erlegt.

Wie es zu dem Unglücksfall kommen konnte wird letztlich erst bei einer Befragung des 70-Jährigen heraus kommen. Der Mann ist zur Zeit jedoch noch nicht vernehmungsfähig.

 

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Dienstag, 09 Oktober 2012 08:02

Jägerstammtisch

BAD WILDUNGEN. Der Jägerstammtisch trift sich am Mittwoch, 10. Oktober 2012 um 19:00 Uhr im Rosenschlösschen.

Publiziert in Archiv - Sammlung
Sonntag, 07 Oktober 2012 07:53

Jagd in Schweden - Teil 9

SCHWEDEN/DEUTSCHLAND. In dieser Nacht verführt mich Sestrid und ich bin trotz aller guten Vorsätze -meiner Frau die Treue zu halten -  nicht in der Lage, mich gegen dieses blonde Gift zu wehren. Erschöpft schlafen wir nach vielen Stunden auf dem Bärenfell ein. Wir merken nicht einmal, das der Kamin erlischt denn unsere nackten Körper wärmen sich gegenseitig.

Fast gleichzeitig wachen wir - das Bärenfell bis an den Hals gezogen - auf. Mir ist die Situation sichtlich peinlich, Sestrid allerdings überhaupt nicht. Als wäre bis vor wenigen Stunden nichts passiert, wirft sie den Kamin mit Birkenholz an, entfacht das Feuer im Herd und nachdem ich in meine Hose gestiegen bin, frühstücken wir ausgiebig. Zu allem Überfluss erhalte ich einen Guten Morgen Gruß aus einer Entfernung von fast 2600 Kilometern von meiner Frau.  Seestrid fragt, wem ich schreibe und als ich ihr die Mail vorlese sagt sie, dass Frauen so etwas merken. Wenn ich Zuhause ankomme, soll ich meiner Frau alles beichten meint Sestrid. Dann wird alles halb so schlimm!!!  Nun verschlägt es mir die Sprache. Ich werfe ihr vor, dass sie die Initiative ergriffen habe, vorauf Sie ganz kühl antwortet, dass ich 51 und sie erst 23 wäre. Sie grinst und gern würde ich ihr jetzt den süssen Hals umdrehen.

Wir packen unsere Sachen, treten den Rückweg zum Vehikel an, fahren den Weg ins Bergdorf zurück und verladen die Ausrüstung und  mein Gewehr in meinen Geländewagen. Aus ihren Wagen erklingt Dr. Schiwagos "Schicksalsmelodie" und mir wird schwermütig ums Herz. Die tollen Tage mit Per-Anders und Tobjoerne, die Jagd mit den Elchhunden die verzaubernden Landschaften, die Seen und Wälder, Elch -und Bärenjagd, die Nacht mit Sestrid und nun der Abschied. Sestrid hantiert noch in ihrem Wagen und abrupt dreht sie sich um. Wir müssen Abschied nehmen sagt sie. Sie küsst mich auf die rechte Wange und steigt in ihr Auto. Ohne den Blick noch einmal auf mich zu richten fährt sie davon. Ich werde sie nicht wiedersehen denke ich mir...

Vom Norden in den Süden fahre ich auf der Autobahn entlang der Küste um in der Mitte die Bundesstraße 26 zu erreichen. Håkan Bengtsson erwartet mich im Jagdhaus in Kinnared. Ich bedanke mich bei ihm für die grandiosen Jagdtage  und berichte ihm bei einem gemütlichen Abendessen ausführlich von  den Ereignissen. Am Ende des Gespräches stellt Håkan süffisant die Frage nach Sestrid und ob es mir mit ihr gefallen habe...??!! Oh dieses gemeine Miststück, dieses Luder°°° denke ich mir, sie hat alles erzählt. Håkan sichert mir allerdings größte Loyalität und Verschwiegenheit zu. Die Trophäen und das Bärenfell werden im November nach Deutschland gebracht, dort sind die Bengtssons bei der Familie von Dalwigk zur Jagd eingeladen.

Fazit: Wer in Schweden unbeschwerte Jagd -und Naturtage genießen möchte hat mit Sicherheit bei Håkan und Per Anders Bengtsson die größtmöglichen Chancen auf Elch, Bär, Sau und Muffel zu waidwerken. Dieses Jagderlebnis ist mit all denen der Vergangenheit - Russland, Ukraine, Ungarn, Rumänien, Kanada...- nicht zu vergleichen. Die Preise bei den Bengtssons müssen selbst verhandelt werden. Mit Sicherhei sind diese nicht günstig, bleiben aber für den Rest des Lebens in positiver Erinnerung. Ich selbst habe für die Reise nur das Benzingeld und die Fahrt mit der Fähre und die Maut der Öresundbrücke übernehmen müssen. Der Rest war kostenlos.

Wer Interesse an einer Jagd in den Revieren der Bengtssons hat, dem lasse ich gern die Kontaktdaten zukommen. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden mit dem Vermerk: Schwedenjagd. 

Damit endet die Berichterstattung der Schwedenjagd. Ihnen allen viel Waidmannsheil und fette Beute !  

 

Publiziert in Archiv - Sammlung

ROSENTHAL/RODA. Seit 33 Jahren geht Karl Seip auf die Jagd. Jetzt ist ihm ein seltener Fang gelungen: Der Rodaer hat ein schwarz-weißes Wildschwein geschossen. Grund für die ungewöhnliche Farbe des Wildschweins ist wahrscheinlich eine frühere Paarung zwischen einem Hausschwein und einem Wildschwein, als Hausschweine noch gehütet wurden. „Ab und an setzen sich die Gene dann wieder durch. Rodaer Jägern ist dieses Phänomen bekannt", sagt Christiane Kruse. Ihr Mann Henner Kruse ist im Auftrag von Jagdpächter Thomas Baumgartner (Sprockhövel) für das Jagdgebiet um Roda verantwortlich.

Auch Christiane Kruse hat in diesem Jahr schon ein Wildschwein aus diesem besonderem Wurf geschossen. An jenem Abend war Seip auf Feldjagd „Im Lappen" in Roda. Die Wildschweine werden geschossen, weil sie Schaden auf den Feldern anrichten und dadurch die Ernte kaputt geht. Seip sah etwa acht Wildschweine, darunter auch das schwarz-weiße. „Ich hatte nur noch das Wildschwein im Kopf. Das sah man ja auch am besten", sagt er. „Er kam nach Hause und hat Sturm geklingelt. Ich lag schon im Bett", erzählt seine Frau Maria. „Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig", sagt Karl Seip über den seltenen Jagderfolg. 15 Kilogramm wiegt das Tier. Karl Seip hat einen Erlaubnisschein, um auf seinen Flächen den Wildschaden zu minimieren. Seinen Jagdschein machte er 1979, vor 33 Jahren. „Ich war schon immer von der Jagd begeistert", sagt der Rodaer. Besonders spannend sei die Jagd auf Wildschweine.

Sie seien plötzlich da. Es sei schwer einzuschätzen, wann und wo sie auftauchen. Außerdem müsse zunehmender Mond da sein, damit die Tiere gesehen werden.

Quelle: HNA

 

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Mittwoch, 19 September 2012 18:59

Jagd in Schweden - Teil 4

KINNARED/ORE. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Vorbereitung zur Fahrt in das ca. 1200 Kilometer entfernte Hammarstrand in der Provinz Jämtland direkt am Fluss Nissan. Zwischenstopp ist in Ore, 120 Kilometer von Hammarstrand entfernt. Hier liegt die neue Jagdhütte der Bengtssons. Ich fahre von Kinnared aus nach Drängsered um Euros gegen Kronen zu tauschen (Kurs 1:8), erwerbe in einem Outletstore günstig ein paar Muckboots und tanke den Jimny voll. Morgen in der Früh um vier holt mich Tobjörne, der Jagdführer, ab um die lange Reise zu beginnen. Es ist 3 Uhr, als der Wecker klingelt und ich verschlafen aus den Federn krieche. Schnell wird der Wasserkocher angeschmissen und ich erfreue mich des köstlichen Kaffees. Waffe, Rucksack usw. habe ich gestern schon gepackt. Tobjörne klingelt an der Tür und im Nu sind wir auf der Route Nr. 26 Richtung Norden unterwegs. Diese Route, mitten durch Schweden ist einmalig und mit nichts zu vergleichen. Einzigartig schön die Natur. Tobjörne hat seinen Elchhund "Diesel" dabei. Ich muss noch dreimal tanken. Ein Problem, mit dem, ich nicht gerechnet habe, sind die Tankstellen, die zu 80 % nur mit Karte bedient werden können. Aber auch hier hat Tobjörne wie immer einen Ausweg parat. Ich gebe ihm das Geld, er lässt mich auf seine Karte tanken. Die Fahrt endet nach 12 Stunden direkt an einem großen See. Die Jagdhütte ist wirklich ganz neu, die Inneneinrichtung mit moderner Küche ausgestattet, dazu fließendes Wasser und endlich die langersehnte Dusche. Morgen soll ich in diesem Gebiet noch einen Elch strecken, bevor wir ins 120 Kilometer entfernte Hammarstrand aufbrechen.

Davon berichte ich morgen ausführlich im 5 Teil der Jagdreise nach Schweden.

Publiziert in Archiv - Sammlung
Seite 5 von 9

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