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Mittwoch, 16 November 2011 10:47

Drückjagd in Lichtenfels

Lichtenfels . Bei der Drückjagd am Samstag, 12.11.2011 wurde folgende Strecke gemeldet:

Rotwild :             14 Stück

Schwarzwild :    142 Stück

Rehwild :             34 Stück

Füchse :               35 Stück.

Die Revierübergreifende Drückjagd wurde im Raum Lichtenfels, Hallenberg und Medebach durchgeführt.

Die größten Strecken  wurden von den Dalwigksthalern erbracht. Hier war das Eigenjagdrevier des Herrn Dr.  Hans - Bernd  Freiherr von Dalwigk mit 23 Schwarzkitteln federführend.

Die erfolgreichste Strecke weist hingegen das Revier von Dr. Reinhard von Dalwigk aus. Mit 3 Stück Rotwild, 14 Sauen und , 9 Stück Rehwild kamen insgesamt 26 Kreaturen zu fall. Einen besonders großen Anteil  an der erfolgreichen Jagd  hatte  die Jagdleiterin Freiin Anna von Dalwigk die die Organisation im Eigenjagdbezirk erfolgreich durchgeführt hat. 

Ein ausführlicher Bericht zur Jagd in Dalwigksthal folgt im Jagdtagebuch in den nächsten Tagen .

 

Text: Klaus Rohde

 

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Sonntag, 13 November 2011 08:15

Von einer, die auszog, ein Jagdhund zu werden

Wie in jedem Jahr, hat der Beständer Stefan Völlmecke zur Drückjagd in sein Revier in Padberg, entlang der Diemel eingeladen.

Die Wildschäden an den Wiesen sind erheblich und so bleibt Stefan keine Wahl, die Sauen müssen dezimiert werden.

Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, mit Jagdfreund Uwe, der hübschen Jutta und meinem Freund und Berufsjäger Alexander Osmers ( www.jagdschule-goettingen.de ) die Treiberwehr zu organisieren und den Sauen an die Schwarte zu gehen.

Wir haben 4 Wachtelhunde, 1 BGS, 1 Bracke, 1. Beagle, 2 Terrier und einen Deutsch Drahthar ( DD ) Rüden zur Unterstützung in´s Treiben geschickt. Verstärkt wird die Hundemeute durch unsere Elfe, die zart besaitete und überaus sensibele Hundedame von Herribert, dem pensionierten Finanzbeamten.

Das Treiben ist, bedingt durch die gute Organisation von Stefan schnell abgestellt, die Stände  eingenommen, Waffen "  Klar zum Gefecht " hergestellt  und pünktlich werden die Hunde um 14:00 Uhr geschnallt.

Gleich am Anfang geben die 3 Wachtel und der BGS laut und die wilde Jagd beginnt hinter einem Hasen, der sein Heil in der Tiefe des Waldes sucht und findet.

Nach ca. hundert Metern, wir durchstöbern gerade einen Dornengürtel, wird unsere Elfe, die sich bislang durch  strikte Zurückhaltung beim Jagdgeschehen ausweist mit einem Waschbären konfrontiert, der sich sein Dornenhaus durch keinen Eindringling streitig machen lässt. Der überaus große und wehrhafte Bär, versucht nicht, wie üblich seinen Pelz auf einen hohen Baum  zu retten, nein, er geht zum Angriff auf unsere "  Elfe "  über. Mir schwant fürchterliches, mussten wir Heribert doch hoch und heilig versprechen, auf die filigrane Dame aufzupassen, denn wenn ihr auch nur ein Haar gekrümmt wird, hängt der Haussegen  schief.

Die intelligende Hündin möchte den Rückzug antreten, der Bär verbeisst sich allerdings in die Hinterläufe der Hündin, die nun erkennt, dass das Problem durch ein rasches Ausweichen oder taktisches Verhalten nicht zu lösen ist. Ich selbst kann keinen Fangschuss anbringen ohne den Hund zu verletzen.

In diesem Moment schießt mir ein Gedicht durch den Kopf, " Als Kaiser Rotbart lobesam, in´s  Heilige Land gezogen kam, da musste er mit frommen Heer, durch ein Gebirge öd und leer.  Da selbst erhob sich große Not viel Steine gab´s und wenig Brot und mancher deutsche Reitersmann hat sich den Trunk dort abgetan.. Den Pferden war`s so schwer im Magen, fast musste der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland, von hohem Wuchs und starker Hand. Das Rößlein war so krank und schwach, er zog es nur am Zaume nach. Er hätt' es niemals aufgegeben,und kostet´s  ihn das eigne Leben. So blieb er bald ein gutes Stück, hinter dem Heereszug zurück. Da sprengten plötzlich in die  Quer 50 türkische Reiter daher, sie fingen an auf ihn zu schießen, zu stechen mit den langen Spiessen . Der wackre Schwabe fürcht sich nicht, geht seines Weges Schritt für Schritt ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken, und tat nur spöttisch um sich blicken.

Bis einem, dem die Zeit zu lang, auf ihn den krummen Säbel schwang. Da wallte auch des deutschen Blut, der trifft des türken Pferd so gut, er haut ihm ab mit einem Streich, die beiden Vorderfüß zu gleich. Als er das Tier zu Fall gebracht, da fasst er erst sein Schwert mit Macht, er schwingt es auf des Reiters Kopf, haut durch bis auf den Sattelknopf, haut auch den Sattel noch zu Stücken und tief noch in des Pferdes Rücken. Zur Rechten sieht man wie zur Linken, einen halben Türken heruntersinken...

Hier hört mein Gedicht ( von Ludwig Uhland )  auf, denn nun muss ich miterleben, wie aus dieser schüchternen Hundedame eine Bestie wird, die mit ihren langen Reißzähnen den ungläubig schauenden  Waschbären in sekunden schnelle den garaus macht. Die Hündin apportiert den gemeuchelten Bären zum nächsten Treiber und der Tag hat eine neue Heldin. Die Hündin wird ab sofort den Beinamen " Bestie vom Kahlenberg " führen.

Sauen finden wir an diesem Tag nicht mehr, ein Stück Rehwild ergänzt die Strecke, die bei Schwedenfeuer verblasen wird. Heribert kann seinen Stolz über die Hündin  nicht verbergen, wir müssen ihm immer wieder die gleiche Geschichte im Detail erzählen, der Willi (Schnaps) macht die Runde, und bei einem guten Wildgulasch am Lagerfeuer beenden wir die Jagd mit einem guten Gefühl.

 

Das Gedicht von Ludwig Uhland ist nicht vollständig wiedergegeben. Den genauen Text kann man unter :http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl?cmd=gedichte&sub=show&noheader=1&add=&id=547 nachlesen, das Entstehungsjahr wird auf 1814 datiert. Mir kam dieses Gedicht nur in den Sinn, weil auch dieser Schwabe, so wie die Hündin von Heribert keinen Stress wollte und doch zum Handeln gezwungen wurde.

Mein Dank gilt dem Beständer Stefan Völlmecke, den hervorragenden Hunden und den netten Jägersleuten, die diese  Jagd so einzigartig gemacht haben...

Text und Bild: Klaus Rohde 

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Sonntag, 13 November 2011 08:03

Jagd im Upland

Die Hegegemeinschaft Upland wird ihre diesjährige revierübergreifende Drückjagd am 19.11.2011 in der Zeit von 09:00  - 13:00 Uhr durchführen.

Die Revierinhaber  bitten die Bewohner der Ortsteile : Stormbruch, Ottlar, Deisfeld, Hemmighausen, Heringhausen, Usseln,  Rattlar,  Giebringhausen und Schwalefeld die Feld und Waldwege nicht zu benutzen. Auch sollten Holzsammler in dieser Zeit die Waldungen meiden.

Herzlichen Dank.

Text: Klaus Rohde

 

 

 

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Samstag, 29 Oktober 2011 11:23

Jagd mal anders herum...

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Donnerstag, 08 September 2011 17:00

Sauen im Revier

STORMBRUCH .   Nun hat sich der Sommer verabschiedet und es wird langsam herbstlich am Diemelsee.

Das Getreide  der Bauern ist  geerntet und die Nil und Kanadagänse laben sich an den Resten der Frucht auf den Feldern.

Die Buchen und Eichen werfen bereits seit einigen Tagen ihre Mast ab und in mir werden alte Erinnerungen geweckt. Vor zwei Jahren hatten wir einen  ebenso reich gedeckten Tisch durch die Bucheckern  und  Eicheln, so dass die Sauen sich aus den Fichtendickungen in NRW in die Eschenseite verabschiedeten. Hier fanden sie tonnenweise Futter, teils lagen die Eicheln auf dem Waldboden 2 cm hoch. Wer hatte da schon an´s Kirren gedacht ? Wohl niemand. Heute ist es wieder so und ich beschließe in den Morgenstunden des 07.09.2011 auf Sauen zu jagen.

Natürlich regnet es in strömen als ich mich um 04:00 Uhr aus dem Bett quäle. So richtig Lust habe ich bei diesem Wetter nicht. Aber, gesagt, getan, einen Kaffee aufgebrüht, Zähne geputzt und den Waffenschrank aufgeschlossen. Die Hunde stehen schon Gewehr bei Fuss und als ich meine Mauser 03 aus dem Schrank hole, wissen die beiden, was die Stunde geschlagen hat. Voller Erwartung springen sie in den Geländewagen, die Waffe verstaut, die Muntion  in der Tasche , den Lodenmantel übergeworfen und schon sind wir in der Dunkelheit bei starkem Wind auf dem Weg in´s Revier. Bis zur Jagdhütte sind es etwa 10 Minuten.

Dort angekommen lade ich die Waffe, nehme meine Hunde und setzte mich auf einen Holzstapel und warte bis es heller wird. Ich prüfe den Wind und bin mir sicher, dass ich bei diesem Wechselwind kein Jagdglück  haben werde. Die Vögel beginnen ihr Morgenlied und so mache ich mich auf den Pirschgang durchs Revier um zur Hohen Leiter zu gelangen.

Die Wege liegen voller Eicheln  und man kann deutlich erkennen, dass hier die Sauen in den letzten Tagen ordentlich Mast aufgenommen haben. Eine Fuchsfähe kreuzt meinen Weg und verschwindet in den Buchenrauschen. 50 Meter vor mir hat Förster Schwalm in diesem Frühjahr einige Buchen schlagen lassen. Dort werde ich mich positionieren und einen Halt einlegen. Die Hunde sind eingespielt und wissen sofort, dass sie sich ablegen müssen. Hier muss ich nichts mehr sagen. 10 Minuten werden zur Ewigkeit und ich setze meinen Weg fort.

Die Uhr zeigt mittlerweile 6:30 an,  ich muss mich beeilen um die Leiter  an dem Eichenwäldchen zu erreichen. Nur die alte Hündin bockt , bleibt stehen und will nicht weiter. Sie windet in Richtung Hütte und signalisiert mir dass dort Wild steht. Aber da kommen wir doch gerade her denke ich mir und da sehe ich, dass einige Überläufer 4 oder 5 Stück den Weg überqueren . Diese Saubande hat mich doch tatsächlich in´s Leere laufen lassen.

Nun werde ich lebendig. Die Schwarzkittel müssen durch einen Schlauch an der Waldkante um in den Einstand zu gelangen.  Die Hunde lasse ich ablegen. Dazu den Lodenmantel und das Glas .Die Hunde  müssen warten. Mit meinen 50 Lenzen und der Waffe geht´s im Laufschritt paralel zur Waldkante  . Ausser Athem gelange ich an den Waldsaum und werfe mich in das nasse Gras. Wenn die Bande in den Einstand wechseln will, muss sie in ca. 50 Metern an mit vorbei. Der Wind steht ungünstig und ich weiss, das dass trotzdem mein Vorteil sein wird. Nun heisst es warten.

Und sie kommen... Mein Puls hat sich in den 3 Minuten beruhigt. Die Mauser angebackt,  den Sicherungshebel umgelegt und das Leuchtabsehen eingeschaltet. Nun schiebt sich die erste Sau in meine Richtung, die Grösse passt, ca. 35 Kg. und.....bleibt abrupt stehen, sie hat Wind bekommen. Das ist meine Zeit. Der Leuchtpunkt steht auf der zweiten Sau und im Abdrücken erkenne ich, dass sie zeichnet. Die restlichen 4 Sauen sind von der Bildfläche verschwunden. Die Bühne ist leer.

Immer das gleiche Prozedere, die gleichen Gedanken, das gleiche Zittern in den Gliedern. Hat der Schuss tödlich gesessen ? Wo ist der Schweiss ? Verdammtes Jagdfieber... Ich suche nach Schweiss in dem Laub, finde aber nicht das geringste Tröpfchen. Verdammt, ich hab doch gesehen, das die Sau fiel. Weit und breit nicht`s  zu sehen. Macht nicht `s, der Tag ist eh versaut, zur Arbeit kann ich jetzt nicht, muss die Sau nachsuchen.   

Nach 5 Minuten Fussmarsch komme ich bei den braven Hunden an. Der Schuss hat auch bei Ihnen einen Adrenalinschub verurschat. Auch die Zittern am ganzen Körper. Die junge Hündin in den Wagen, die Alte an den Schweissriemen gelegt, finden wir den Anschuss mit dem Schweiss  sehr rasch, heller Schweiss, das bedeutet mindestens einen Lungentreffer. Die Hündin arbeitet die Wundfährte sehr langsam aber zielorientiert, der erste Haken wird genommen, der zweite und nach ca. 100 Metern stehen wir an der toten Sau. Ich lobe meine treue Hündin und mache mich auf den Weg zum Auto. Dort wartet die kleine und ab geht es zur Sau um diese aufzubrechen und zu versorgen. Das Herz und die Leber gehört den Hunden, der Rest ist mein Eigentum.

Bericht und Fotos : Klaus Rohde

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Sonntag, 21 August 2011 16:52

Jagdtagebuch

STORMBRUCH . Im September 2010 haben wir einen ehemaligen Pflanzgarten im Revier  von Ästen befreit, geackert und gefräst.   8 Zentner Kalk wurden ausgebracht und die Fläche mit einer Gras - Kleemischung eingesät.

Im Frühjahr 2011 wurde mit Grunddünger und Thomaskali Nährstoffe zugefügt, rechts und links erneut gefräst und folgendes Saatgut eingeeggt:  Waldstaudenroggen, Weissklee, Rotklee, Luzerne,  Mais, Tobinambur, Rübsen und Markstammkohl sind gut aufgegangen und werden dem Wild im Herbst und Winter über die Notzeit helfen.

Das gemähte Gras wurde auf Kleereuter verbracht.

Die Kosten für diesen Wildacker beliefen sich auf rund 400,-€

P.S.: An diesen Flächen sollte das ganze Jahr die Jagd ruhen !!! 

Foto und Bericht: Klaus Rohde    

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Sonntag, 21 August 2011 08:31

Jagdtagebuch

STORMBRUCH .  Am Freitag hatten wir 43 Liter Niederschlag pro m2 in Heringhausen und so habe ich  mich entschieden, diesen " Jagdtag " im Büro zu verbringen. Gestern sollte die Jagd bei gutem Wetter auf  Wachbären beginnen. Die Population der kleinen Räuber hat am Diemelsee stark Überhand genommen. Selbst einige Brutgelege der Singvögel sind den Bären zum Opfer gefallen. Die Mülltonnen werden jede Nacht umgeworfen oder leer geräumt und der Müll in der Lanschaft am Diemelsee verteilt.

In der Abenddämmerung des 20. August 2011 verstaue ich meine Ferlacher Bockbüchsflinte im Kaliber 222 Rem. Mag. - 20 /70 und setzte mich auf eine Leiter  an der Feldgemarkung zu Heringhausen. Hier ziehen die Waschbären in den Haferschlag von Landwirt Pohlmann um ordentlich Schaden zu machen. Meine Deutsche Wachtelhündin Kira habe ich sebstverständlich auch dabei, man kann ja nie wissen, was alles so passiert.

Um 21:30 h windet Kira in westliche Richtung und schemenhaft erkenne ich die Umrisse an der Waldkante eines Dachses. Gegen 21:45 h höre ich einige Waschbären streiten, sehen kann ich im jetzt doch schon dunklen Wald nicht`s. Aber, ich bin mir sicher, dass die Waschbären ihren Weg zum Haferschlag finden werden. 

 Nun wird meine Hündin unruhig, sie klappert mit den Zähnen vor Aufregung und das kenne ich ihr eigentlich nur bei Schwarzwild. Aus dem Waldstück kommt ein Keiler von etwa 120 Kg Gewicht, er sichert nach allen Seiten und ich erkenne meinen alten Bekannten vom letzten Jahr, da hatte ich ihn schon einmal bei Schonzeit vor meiner Büchse. Dieser Keiler ist ca. 6 Jahre alt und sehr erfahren. Wie eine Bronzestatue steht er am Waldrand und bewegt sich kein Stück.

Die Dunkelheit nimmt nun deutlich zu und der Mond hat sich noch nicht über den Hagen geschoben. Für einen guten Schuss habe ich aber Büchsenlicht. Allein die Waffenwahl lässt auch dieses Mal den Bassen davon kommen ( das kleine Kaliber ist für den Schuss auf Schwarzwild nicht zugelasen ) und in den Haferschlag ziehen. Ich spanne den linken Hahn der Bockbüchsflinte und krümme den Zeigefinger. Der Schuss löst sich und die Schrote fahren in den Himmel. Der Basse nimmt sofort  den Wald an. Hier, dass weiss er genau ist er in Sicherheit.

Zumindest habe ich Landwirt Pohlmann vor weiterem Schaden im Haferschlag bewahrt.

Waffe entladen, den Hund an den Riemen und ab geht`s nach Hause.

Foto u. Bericht : Klaus Rohde

Wissenswertes über Waschbären:

http://de.wikipedia.org/wiki/Waschb%C3%A4r

 

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Donnerstag, 11 August 2011 07:38

Jagdtagebuch

STORMBRUCH  Der Diemelsee und das Jagdrevier  liegen unter starkem Wind. Gelegentliche Regenfälle werden hoffentlich dazu beitragen, dass sich der See füllt und das leidige Thema Wasserstand und Lichterfest in  Bodenwerda  an der Weser von allein erledigt. Ich bin übrigens erst letzte Woche an der Weser mit dem Rad zur Nordsee gefahren. Unter anderem habe ich auch in Bodenwerda übernachtet. Hier hat Heronimus von Münchhausen, der legendäre Erzähler ( Lügengeschichten ? ) seinem Lebensabend verbracht. Wer  dort hinfährt, der sollte unbedingt die schöne Altstadt und das Münschhausen Museum besuchen.  Vielleicht sollten  die Anreiner des Diemel, Twiste und Edersees sich mal mit den Weseranliegern zusammen setzen und die Radroute von der Diemelquelle im Upland bis zur Wesermündung in Bremerhaven  touristisch in einem Konzept  umsetzen. Da hätten dann alle was von...

Der heutige Tag dient auf Grund der Wettereinflüsse der Jagdhundeausbildung.Apportieren muss gelernt sein, darauf kommt es an. Und... das Apportieren ist der Grundstock für den Gehorsam des Hundes. Meine junge Deutsche Wachtelhündin EMMA , die sonst alles apportiert, vom Ast beim Pirschgang oder den heruntergefallen Apfel in der Obstwiese, möchte nun gar nicht mehr so gern auf das Komando den Apportierbock festhalten, geschweige denn diesen Aufnehmen. Hier muss der Führer des Hundes lange und ausgiebig immer wieder den gleichen Arbeitsgang  mit viel Geduld üben. Karl Brocke und sein Deutscher Wachtelrüde KALLE sind ebenfalls fleißig bei der Sache.  Red. un. Bilder Klaus Rohde

 

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Sonntag, 07 August 2011 16:13

Jagdtagebuch

STORMBRUCH Ich sitze heute auf der " Hohen Leiter "  am Diemelsee. Es hat wieder einige Liter in der Nacht geregnet und im Morgendunst erkenne ich einige Nilgänse, die  nur wenige Meter über dem Wasser dem Naturschutzgebiet entgegen fliegen.

Meine  DW Hündin Emma habe ich heute dabei.  Die letzte Woche war hart für die Hündin, da ich  ihr gerade das Apportieren  beibringe. So richtig Lust dazu hat sie nicht, aber was hilft es. Da müssen wir durch. Bei der Gänsejagd im Herbst möchte ich nicht selbst in´s doch schon kalte Wasser steigen um die Beute zu bergen wärend der Hund trockenen Fusses und hocherfreut am  Strand auf " seine " Gans wartet. Ein Gag ? Nein, das habe ich bei einer Jagd schon mal erlebt.

Die Natur erwacht durch den Vogelgesang. Iim letzten Frühling  habe ich einige Nistkästen aufgehängt und ich hoffe, das sämtliche Nistgelegenheiten ihre Mieter gefunden haben.

Der Haferschlag unter mir wird von einem  Waschbären besucht .   Der Hafer scheint ihm zu schmecken. Nach kurzer Zeit verschwindet er im Haferfeld und die Bühne ist leer. Für die Jagd auf Sauen ist es nun schon zu spät, die haben sich sicherlich irgendwo eingeschoben und ruhen sich aus. Eine Ricke mit Kitz steht auf dem Weg unter mir als wüssten sie nicht so recht was sie machen sollen. Nach kurzer Rast wechseln die beiden in den Buchenwald und sind von der Bildfläche verschwunden.

Ich nehme meine Waffe, die Hündin und den Rucksack, baume ab und trete den Heimweg an...

Red. Klaus Rohde

 

 

 

 

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Freitag, 05 August 2011 08:19

Jagdtagebuch

STORMBRUCH.  In den Morgenstunden des 5.August lade ich meine Mauser 66 im Kaliber 8x68 und meine beiden Wachtelhununde Kira und Emma in den Jimny um den Sauen nach zu stellen.

Um 04:00 Uhr, es ist noch dunkel, fahre ich in die Eschneseite  und nehme die erfahrene Hündin Kira an die Leine. Büchse geschultert, Feldstecher  um den Hals und auf geht`s zum Eichensitz direkt am Diemelsee. Hier ist ein alter Rot und Schwarzwildwechsel, der gern von Sauen angenommen wird. Da es gestern nach dem Arolser Viehmarkt stark geregnet hat, ist ein geräuschloses angehen gut möglich. Ich wende mich aber zuerst in Richtung Haferschlag, den die Sauen jetzt zunehmend als " Futtertrog " nutzen. Zum Leidwesen des Landwirtes. Gegen den Wind setze ich meinem Weg fort und bleibe stehen als meine Hündin mir signalisiert, da ist Wild vor uns. Ich lege die Hündin am Weg ab und schiebe mich Meter um Meter an den Haferschlag, ganz leise und vorsichtig. Nun  höre ich in ca. 50 Metern die Schweine schmatzen.

Das könnte passen, denke ich mir und trete den Rückzug an. Ich umschlage den Haferschlag weiträumig, der Schweiß rinnt mir über die Haut, ich muss die Kanzel erreichen bevor die Sauen sich auf den Heimweg machen und die Eichenkanzel passieren um in die Naturschutzzone des Diemelsees zu wechseln.

Ich erreiche den Eichensitz  und baume auf. Hund hoch , Waffe hoch, Rucksack hoch. Die 50 Lenze merke ich nun auch wieder. Ich ziehe ein frisches Unterhemd aus meinem Rucksack und kleide mich um. Das nasse zurück in den Rucksack und schon fühlt man sich besser. Das Licht ist nun auch besser geworden und  ich harre der Dinge die da ( hoffentlich kommen ) . Was ich nun sehe ist ein Dachs, der auf der Suche nach Beeren die Umgebung furchforstet. Ein herrlich schönes Tier. Ich kann und konnte noch nie verstehen, weshalb man darauf schiesst . Die Zeit verrinnt und ich denke an den 32 Ender Hirsch, der gestern in einer Tageszeitung abgelichtet wurde. Nun knackt es aus Richtung Haferschlag, die Sauen wechseln an. Eine führende " gut genährte  " Bache mit sieben Frischlingen sieht in 30 Metern Entfernung auf dem Wechsel Richtung Diemelsee. Ich hatte doch recht mit meiner Vermutung. Da die Frischlinge nicht mehr als 10 Kilo haben störe ich das Familienidyll nicht und lasse die Rotte ziehen.

Der Tag ruft zur Arbeit....             Red. : Klaus Rohde

 

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