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Mittwoch, 10 Februar 2021 13:14

Brand in Härterei - 51 Einsatzkräfte rücken aus

BAD LAASPHE. Gegen 6.30 Uhr wurde der Löschzug 1 am Mittwochmorgen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem metallverarbeitenden Betrieb in die Untere Bienhecke alarmiert. Noch während sich die Einsatzkräfte umzogen, erfolgte die Alarmstufenerhöhung auf Feuer 4.

In der Härterei hatte sich ein Feuer in einem Abluftkanal entwickelt - es wurden zwei Abschnitte gebildet und das Feuer sowohl von innen als auch von außen über die in Stellung gebrachte Drehleiter bekämpft. Sehr zu schaffen machten den 51 Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei die extrem tiefen Temperaturen.

Nach zwei Stunden konnte Einsatzleiter Dirk Höbener Einsatzende melden. Im Einsatz befand sich neben dem Löschzug 1 Feuerwehr Bad Laasphe auch Kräfte aus Banfe und Rüppershausen sowie Personal von der Rettungswache Bad Laasphe, dem Malteser Hilfsdienst und der Polizei.

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BAD LAASPHE. Um Kurz nach 13 Uhr wurde der Löschzug 1 am Samstag mit dem Stichwort "Abgestürzter Paraglider" alarmiert. Aufgrund eines Flugfehlers war ein Paragliderpilot in die Bäume im oberen Teil des Entenbergs in Bad Laasphe geraten - da er sich selbst nicht aus seiner Notlage in etwa 4 Metern Höhe befreien konnte, rief der unverletzte Pilot den Notruf.

Die Einsatzstelle befand sich in schlecht zugänglichem Gelände und so mussten die Einsatzkräfte einen Teil des Weges mit Leitern und weiterer Ausrüstung zu Fuß zurücklegen. Letztlich konnte der Verunfallte sicher zurück auf den Boden gebracht werden.

Im Einsatz befanden sich neben der Feuerwehr Bad Laasphe auch ein Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber und die Polizei.

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WITTGENSTEIN. Als Timo Wolzenburg mich besucht, um für unsere Serie Pate zu stehen, da ist er zunächst verunsichert. Fast sogar enttäuscht. „Was habe ich denn Besonderes?“, fragt er mich zaghaft. „Ich bin Rettungssanitäter und Feuerwehrmann, habe als Fahrer eines Milchwagens gearbeitet. Aber was ist da die Besonderheit?“, ist Timo unsicher.

Wie kommt das, dass jemand den Weg vom Milchwagen in den Rettungswagen findet? Das interessiert mich.

Eigentlich, so erzählt Timo mir, sei er ausgebildeter Tiefbauer. Habe aber dann in einem Kanalreinigungsunternehmen gearbeitet. Drei Jahre lang. „Ich wollte noch einen Nebenverdienst haben und bin dann nebenbei bei einem Fuhrunternehmen tätig gewesen. Dort habe ich vor allem Milch-Lkw gefahren“, erklärt Timo mir. Er hat die Bauernhöfe in der Region angefahren und den vollen Milchzug anschließend so manche Nacht sicher nach Hungen und wieder zurück gebracht. Schließlich sei von seinem damaligen Chef das Angebot gekommen, in Festanstellung im Transportunternehmen zu arbeiten. Timo willigte ein. Der Lkw-Führerschein, den er bei dem Kanalreinigungsunternehmen erworben hatte, kam ihm nun zum ersten Mal zu Gute. Und bei seinem wichtigen Freizeitengagement, der Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr Feudingen, dem Nachbarort seines Heimatdorfes Rückershausen, einem Stadtteil von Bad Laasphe. „Die Feuerwehr hat mich übrigens dazu gebracht, dass ich zum Rettungsdienst gegangen bin“, verrät Timo. Ein Einsatz, bei dem er damals zusammen mit dem Notarztwagen alarmiert wurde, um eine Wohnungstür zu öffnen, hatte den Entschluss ausgelöst. „Wir haben bei der Versorgung geholfen und den Patienten, dem es sehr schlecht ging, anschließend aus der Wohnung getragen. Da habe ich gemerkt, wie wichtig diese Tätigkeit ist“, erinnert sich Timo. „Die endgültige Entscheidung kam nachts im Milchwagen“, weiß er noch genau. Er erzählt mir: „Da hast Du Zeit zum Nachdenken, wenn Du alleine auf dem Bock bist. Und da habe ich mich entschieden: Ich mache das jetzt“. Gesagt, getan. Direkt am Morgen nach der Nachtschicht hatte Timo verschiedene Rettungsdienstschulen kontaktiert und in Olpe einen Platz zur Ausbildung erhalten. Timo hatte Erfolg: Er wurde Rettungssanitäter und durch weitere Bemühungen bekam er eine Arbeitsstelle im DRK Rettungsdienst in Siegen-Wittgenstein. Zunächst in der Rettungswache in Bad Berleburg und später dann in Bad Laasphe. „Allzu lange bin ich ja noch gar nicht dabei“, merkt er an. Kein Grund jedoch, dass er sein eigenes Licht unter den Scheffel stellen müsste. Timo geht gerne zur Arbeit, jeden Tag. „Ich habe es überhaupt nicht bereut!“, versichert der junge Mann mir glaubwürdig und aus voller Überzeugung, als ich ihn danach frage. Vielmehr ärgere er sich, dass er diese Lebensentscheidung nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt getroffen habe.

Zwar sei er am Anfang, als er das erste Mal alleine mit einem Kollegen im Rettungswagen eingeteilt war, etwas aufgeregt gewesen, aber das habe sich mittlerweile gut gelegt. „Man ist ja immer im Team da und nie alleine im Einsatz“, freut er sich. Dieses Miteinander vermittele dem Team viel Sicherheit.

Besonders beeindruckt hat ihn in seiner erst kurzen Dienstzeit ein Dienst am Heiligen Abend des letzten Jahres. Sein erster dieser Art: „Es ist ein gutes Gefühl, gerade an solchen Tagen für Menschen in Not da sein zu können“, schwärmt er. An diesem Tag, so berichtet Timo, habe er auch das erste Mal bei einem Notfall mitgeholfen, bei dem Kind medizinische Hilfe benötigte. „Davor hatte ich schon immer ziemlich Angst. Wer versorgt schon gerne Kinder?“, fragt er in den Raum. „Gerade, weil ich selbst eine kleine Nichte habe, hat mir das auch sehr Leid getan“, gesteht Timo mir, dessen Profilfoto bei Facebook übrigens zeigt, wie er überglücklich seine kleine Nichte Elli, die jetzt sechs Jahre alt ist, auf seinen Schultern trägt.

Das Kind am Heiligabend habe den Notfall übrigens gut überstanden. Eine Situation, die Timo an seinem Beruf besonders viel Freude bereitet: „Wenn man jemanden versorgt und den Menschen hinterher noch mal wieder sieht – das ist einfach toll“, berichtet er. So sei es ihm einmal in einer Gaststätte gegangen. Timo lächelt. Das freut ihn. Unverkennbar. Er hat noch einen Wunsch zum Schluss unseres Gespräches: „Dass die Menschen, wenn sie krank sind, früh genug anrufen. Es ist viel besser, einmal zu viel als einmal zu wenig anzurufen. Bei vielen Erkrankungen, zum Beispiel einem Schlaganfall, kann man nur innerhalb eines Zeitfensters richtig effektiv helfen“, warnt der junge Mann.

Als unser Gespräch zu Ende ist, da erkenne ich – auch nach Timos anfänglichen Zweifeln ganz klar Besonderheiten, die das Vorstellen im Rahmen dieser Serie definitiv zum Pflichtprogramm machen: Ein junger Mann, vielleicht zur Schulzeit nicht immer ganz motiviert, macht seinen Hauptschulabschluss und absolviert eine Ausbildung zum Tiefbauer. Später arbeitet er in einem Kanalreinigungsunternehmen und fährt nachts Tausende Liter Milch von den Bauernhöfen in die Molkerei. Er hat einen Lkw-Führerschein erworben, eine Festanstellung und steht mitten im Leben. In seiner Freizeit ist er als Helfer auf einem Bauernhof seines besten Freundes engagiert und investiert seine Zeit in die Dienste der Feuerwehr. Timo steht mitten im Leben. Dann erlebt er einen Einsatz mit der Feuerwehr und der zu versorgende Patient tut ihm sehr Leid.

Seine bis dahin gesicherte Zukunft, sein finanzielles Einkommen, die Festanstellung – all das wirft er zugunsten einer zunächst ungewissen Zukunft über den Haufen. Denn ob er die Ausbildung schaffen und danach eine Anstellung bekommen würde – das stand für Timo keineswegs fest. Und trotzdem: Der junge Mann geht seinen Weg. Wird Rettungssanitäter, arbeitet jeden Tag gerne und hilft in Not geratenen Menschen. Der Hauptschulabschluss, der in vielen Berufen gar als Ausschlusskriterium gilt, hat ihn daran nicht gehindert. Die Energie und Muße zu seinem Weg kam aus tiefster Überzeugung und davon hat er bis heute nichts verloren. Das ist etwas ganz Besonderes! Wir vom 112-Magazin wünschen Timo weiterhin viel Freude in seinem Traumberuf.  

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NIEDERLAASPHE. Ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person rief am Dienstagmittag um kurz vor 14 Uhr die Bad Laaspher Feurwehr, den DRK Rettungsdienst aus Bad Laasphe und Mittelhessen, den ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und die Polizei auf den Plan.

Auf der B62 zwischen Bad Laasphe und Niederlaasphe war es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen.

Wie die Polizei vor Ort erklärte, war eine 25 jährige Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis mit ihrem silbernen BMW der dreier Serie von Niederlaasphe in Richtung Bad Laasphe unterwegs. Aus unklarer Ursache, so hieß es weiter, sei die junge Frau mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß sie frontal mit einem schwarzen – ebenfalls BMW drei – eins 46-jährigen Mannes zusammen. Der Mann konnte sich selbst aus seinem Wagen befreien, während die junge Frau eingeklemmt wurde.

Sie musste von den Kameraden des Löschzuges Bad Laasphe, die unter der Einsatzleitung von Dirk Höbener angerückt waren, befreit werden. Die 20 Feuerwehrleute trennten dazu das Dach des silbernen BMW halb ab und klappten es nach hinten. Zudem stellten sie den Brandschutz an der Unfallstelle sicher.

Der Rettungswagen des DRK Mittelhessen brachte den 46-jährigen Mann ins Krankenhaus, während die Rettungskräfte der DRK Wache aus Bad Laasphe gemeinsam mit dem Team des Siegener Rettungshubschraubers die junge Frau versorgten, die anschließend ins Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus geflogen wurde.

Die Straße blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der anschließenden Ölspurbeseitigung durch eine Spezialfirma Stunden lang komplett gesperrt.

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HESSELBACH. Vollkommen blockiert war seit Donnerstagvormittag die K36 zwischen Bad Laasphe und Hesselbach. Auf dem „Armen Mann“ war ein Lkw-Fahrer in eine missliche Lage geraten.

Wie die Polizei und der aus Duisburg stammende Fahrer vor Ort mitteilten, hatte der Mann mit seiner Zugmaschine einen Auflieger gefahren, auf dem sich ein so genannter Überseecontainer befand. Diesen hatte der Arbeiter am Morgen mit Holzstämmen beladen, die er zum Duisburger Hafen transportieren sollte, um sie dort in Richtung China zu verschiffen.

„Ich hatte noch etwa 50 Zentimeter Platz nach hinten im Container“, erklärte der Mann. Er sei mit den Stämmen an Bord die Steigungsstrecke der K 36 in Richtung Hesselbach gefahren, als die Stämme ins Rutschen gerieten und gegen die Hecktüren des Containers prallten. Vor Ort konnte man am Container eine deutliche Wölbung der beiden Türen erkennen.

Der Container wurde durch die Wucht der Stämme vom Auflieger geschoben. Dies bemerkte der Fahrer noch rechtzeitig und stoppte sein Gespann an der Steigungsstrecke. In dieser misslichen Lage, halb in der Luft hängend und halb auf dem Auflieger liegend, konnte der schwere Container nicht mehr gefahren werden.

Durch ein Bergungsunternehmen wurde ein Kran zur Unfallstelle geschickt, mit dem der Container angehoben und auf einem weiteren Lkw wieder in korrekte Stellung gebracht werden sollte. Dieses Manöver dauert zur Zeit noch an und es könne nach Angaben der Polizei bis in die Nacht hinein dauern, bis die Straße über den „Armen Mann“ wieder befahren werden könne.

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Samstag, 23 Mai 2020 22:16

Schwerer Fahrradunfall in Bad Laasphe

BAD LAASPHE. Ein 57-jähriger Fahrradfahrer ist am Samstagmorgen bei einem Verkehrsunfall in Bad Laasphe schwer verletzt worden. Er musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen werden.

Der Mann war gegen 08.30 Uhr mit dem Fahrrad vom Ditzroder Weg in Richtung Gennernbach unterwegs, als ihm auf dem Gefällestück ein Pkw Gespann mit Pferdeanhänger entgegen kam. Dessen Fahrerin wollte nach rechts in die „Untere Bienhecke“ abbiegen. Wie genau es zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam, ist derzeit noch immer Stand der Ermittlungen. Es ist bisher nicht genau klar, wer von beiden zu weit in den Bereich der Gegenfahrbahn geraten ist. Außerdem ist noch offen, mit welcher Geschwindigkeit der Radfahrer unterwegs war. Fest steht, dass der Radfahrer mit dem rechten Außenspiegel des Pkw-Gespanns kollidierte und dann die Kontrolle über sein Rad verlor. Der Spiegel am Pkw wurde durch den Aufprall abgerissen, der Radfahrer stürzte und schlug unter einem am Fahrbahnrand geparkten Pkw ein. Dabei verletzte der Mann sich schwer. Leider hat er keinen Helm getragen.

Vor Ort wurde der 57-jährige vom DRK Rettungsdienst und dem Bad Laaspher Notarzt versorgt und anschließend mit dem ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“ in eine Siegener Klinik geflogen. Streifenwagenbesatzungen aus Bad Berleburg und Bad Laasphe führten die Unfallaufnahme durch. Der Ditzroder Weg blieb rund eine Stunde lang voll gesperrt, die Fahrerin des Pkw blieb unverletzt.

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SAßMANNSHAUSEN. Eigentlich sagt man, man solle einem Tier nicht ausweichen, wenn dabei die Gefahr eines Unfalles besteht und trotzdem werden sich die meisten von uns doch dabei erwischen, wenn plötzlich ein Tier vor dem Auto auftaucht. So ging es auch einem 65-jährigen Friedberger, der am Mittwoch gegen 11.30 Uhr auf der B 62 von Saßmannshausen in Richtung Bad Laasphe unterwegs war.

Kurz vor der Schloßbergkurve tauchte ein Reh vor dem Wagen des Mannes aus. Er wich mit seinem BMW Cabrio aus und verlor dann die Kontrolle über seinen Wagen. Er geriet nach rechts auf die Gegenfahrbahn, fuhr dort ein Schild um und fuhr eine Böschung hinunter. Dabei bracht die Vorderachse des Wagens, so dass dieser nicht mehr zu lenken war. Der BMW durchfuhr mehrere Meter eine Wiese und schoss dann in den aufgeschütteten Bahndamm nach oben, wo der Wagen schließlich schwer beschädigt stehen blieb. Dabei bohrte sich das Heck regelrecht ins Erdreich, was die anschließende Bergung schwieriger machte. Viele Abschleppunternehmer sagten die Bergung zunächst ab, auch weil dadurch die noch feuchte Wiese ein großes Stück weit befahren werden musste.

Der Fahrer des BMW blieb bei dem Unfall unverletzt und war sich noch vor Ort sofort klar, dass er sehr großes Glück hatte: „Das hätte ein Gegenverkehr sein können, das hätte einer der zahlreichen Bäume sein können, das hätte der Strommast sein können. Es ist alles gut“, war er erleichtert. Erst wenige Wochen zuvor war es an fast gleicher Stelle zu einem tödlichen Unfall gekommen, als ein Mann mit seinem Wagen gegen einen Baum geprallt war.

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Montag, 16 September 2019 11:31

Reiterin bei Bad Laasphe tödlich verunglückt

BAD LAASPHE. Bei einem schweren Reitunfall in einem Waldstück bei Bad Laasphe ist am Samstagnachmittag gegen kurz vor 14 Uhr eine 31-jährige Reiterin ums Leben gekommen.

In einem Waldstück oberhalb der Kunst Wittgenstein war es zu dem tragischen Unfall gekommen. Die junge Frau sei in Begleitung zweier weiterer Reiterinnen unterwegs gewesen, als ihr Pferd gescheut habe. Die beiden Begleiterinnen alarmierten nach dem Unfall sofort den Rettungsdienst. Durch den Notruf wurden von der Kreisleitstelle neben dem DRK Rettungsdienst Bad Laasphe auch der Notarzt aus der Lahnstadt, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ und die Bad Laaspher Feuerwehr alarmiert.

Der Rettungshubschrauber landete an der Reithalle bei Kunst Wittgenstein, von wo aus die Feuerwehr die Besatzung abholte und in den Wald zur Unglücksstelle brachte.

Zuvor hatten die rund 25 Einsatzkräfte der Bad Laaspher Wehr im Wald nach der genauen Unglücksstelle gesucht und dann bereits mit der Versorgung der Verletzten begonnen, und auch die Kameraden der Rettungswache zum Unfallort gelotst.

Der Hubschrauber, so hieß es, hätte an der abgelegenen Einsatzstelle keine Landemöglichkeit in der Nähe gehabt, weshalb die Besatzung dann an der Reithalle abgeholt werden musste.

Die Verletzungen der jungen Reiterin waren jedoch so schwer, dass ihr nicht mehr zu helfen war. Die junge Frau verstarb noch an der Unfallstelle.

Vor Ort wurden Seelsorger zur Betreuung der beiden Mitreiterinnen, Angehöriger und auch der Einsatzkräfte eingesetzt.

Die weiteren Ermittlungen zum Unglück dauern derzeit noch an.

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Dienstag, 02 Juli 2019 09:38

Ein Krankenwagen für die Herzen

BAD LAASPHE. Einmal noch das Meer sehen, einmal noch in diesem einen Ferienhaus mit Freunden ein paar schöne Stunden verbringen. So gerne noch mal die Lieblingsfußballmannschaft spielen sehen, noch ein einziges Mal Tiere besuchen, einmal mit dem Hubschrauber die Heimat von oben sehen. Einmal mit der Familie das Musikidol treffen und erleben.

Eigentlich sind das Wünsche, die banal klingen, mag man als Leser im ersten Moment denken. Wünsche, die man sich doch eigentlich ohne weiteres erfüllen könnte. Wünsche, die sicher jeder von uns in irgendeiner Form schon einmal hatte und sie dann in die Tat umgesetzt hat, oder Wünsche, die man sich bald gönnen wird.

Dies sind Wünsche von Menschen, die sie nicht mehr erleben können. Wünsche von Menschen, die wissen, dass sie sehr bald sterben müssen. Menschen, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, die definitiv zum Tod führen wird. Menschen, die nicht mehr viel Zeit haben – die nie wieder gesund werden. Menschen, die ihre Lieben bald nie mehr sehen werden, die ihre Freunde und Familien ungewollt zurück lassen müssen.

Schicksalsschläge in der eigenen Familie

Drei Mal schon hat Michael Hermann aus Bad Laasphe diese schmerzliche Erfahrung in der eigenen, engsten Familie durchmachen müssen. Innerhalb von nur drei Jahren verlor der 42-jährige Rettungsassistent seine Mutter, seinen Bruder Thomas und schließlich seinen Vater.

Vielleicht tragen gerade diese Schicksalsschläge dazu bei, dass der junge Familienvater ein Projekt mit so viel Elan betreibt. „Es ist mir eine Erfüllung, Menschen einen letzten Wunsch zu erfüllen“, erklärt er mir.

Ein Krankenwagen für die Herzen

Michael erzählt mir von einem ganz besonderen Krankenwagen, den er in Bad Laasphe mit seinen Kameraden vom Malteser Hilfsdienst ehrenamtlich besetzt. Es ist ein Krankenwagen für die Herzen. Einer, der es mit seiner tollen Besatzung möglich macht, dass Menschen, die bald sterben werden, ihren letzten Herzenswunsch doch noch erleben dürfen und in vollen Zügen genießen können. Ein Krankenwagen, der diese Menschen wahrscheinlich zum allerletzten Mal in eine andere - für viele Menschen normale – Welt entführt. Einer, mit dem es ihnen ermöglicht wird, noch einmal ihren Akku für die schwerste Zeit voll zu tanken.

Michael erinnert sich noch sehr gut an den ersten Herzenswunsch, den er mit seinem Team einem schwer kranken Mann erfüllt hat: „Der Mann hat über Jahre mit seinen Freunden Urlaub in einem ganz bestimmten Ferienhaus gemacht. Er hatte den sehnlichsten Wunsch, diesen Urlaub mit seinen acht Freunden noch ein einziges Mal vor seinem Tod zu machen“, erklärt mir Michael. „Der Mann hat zu dieser Zeit schon gemerkt, dass das Ende naht“, ist der erfahrene Rettungsassistent sich sicher. „Wir haben ihn also abgeholt und sind gemeinsam mit einem Intensivpfleger – einer der Freunde – in das Ferienhaus gefahren. Bis nach Holland“. Nachdem die neun Freunde dort ein letztes Mal den gemeinsamen Urlaub verbracht haben, sind die Malteser aus Bad Laasphe wieder Richtung Holland gestartet, um den Patienten wieder zurück ins Hospiz zu bringen. „Das hat mich viele, viele Tränen gekostet“, gesteht Michael mir. Da ist es kurz still. Michael strahlt. „Das geht einem schon sehr, sehr nahe“, gibt er unumwunden zu. Wie kann man es schaffen, mit so höchst emotionalen Situationen umzugehen und nicht an den Schicksalen zu zerbrechen? Das interessiert mich.

„Die glücklichen Menschen nach der Wunscherfüllung – die bauen wieder zu 100% auf. Das ist eine Dankbarkeit, die ist einfach unbeschreiblich“, erklärt Micheal Hermann. Und die höre dann nicht abrupt auf: „Die Familien der Patienten lassen uns weiter Teil haben. Sie berichten uns, wie glücklich ihre Lieben nach der Wunscherfüllung waren, wenn sie im ganzen Raum Fotos von ihrem Herzenswunsch aufgehängt haben“, berichtet er. „Das ganze Gesamtpaket ist es, was diese Aufgabe so schön macht“.

Großes Engagement der Öffentlichkeit

Dass so eine segensreiche Arbeit in Bad Laasphe möglich wurde, dafür haben Michael Hermann und seine Kameraden lange gekämpft. Viele Genehmigungsverfahren waren erforderlich, 30.000 Euro wurden benötigt, um den Wagen anschaffen zu können. „Da kam Björn Schäfer, der viele Spendenläufe macht“, erinnert sich Michael. „Der hat mich gefragt, ob ich eine Idee hätte, wofür man laufen könnte. Als ich ihm von der Idee mit dem Herzenswunsch Krankenwagen erzählt habe, war er sofort dabei. Von Köln bis nach Bad Laasphe ist er mit weiteren Freiwilligen bei „Run for Wishes“ gelaufen“, schwärmt Michael Hermann. Auch dieses Engagement außenstehender Menschen sei es, so der Bad Laaspher, was ihn und seine Kameraden ansporne, immer weiter zu machen.

Komplettpaket für Todkranke Menschen

Dabei übernehmen die Bad Laaspher Malteser nicht nur den Transport und die medizinische Betreuung der Patienten, sondern regeln auch alles, was drum herum noch bedacht werden muss. „Wir haben zum Beispiel bald einen Patienten, der Sauerstoff benötigt. Da müssen wir den Ablauf genau takten, damit wir mit den Flaschen hinkommen. Alle Termine und Vorbereitungen, die im Vorfeld abzuklären und zu treffen sind, übernehmen die Malteser. Dabei scheuen sie weder Kosten noch Mühen: „Von 80 Euro bis 1600 Euro war schon alles dabei“, erzählt Michael Hermann. Der schwer kranke Mensch erhält einen rundum Service.

Auch für die Zeit während des Transportes zur eigentlichen Erfüllung des Wunsches haben Michael Hermann und seine Kameraden Vorbereitungen getroffen: „Wir haben eine Ultra-Leicht-Lagerung, um Dekubitusgeschwüren bei längeren Fahrtzeiten vorzubeugen. Unsere Patienten können über einen Monitor Fernsehen schauen, DVDs ansehen, oder MP 3 hören“, erklärt mir Michael.

Dann fahren wir zu Rettungswagenhalle. Das Tor geht hoch. Michael geht zu einem gelb lackierten Rettungswagen. „Das ist er“. Michael kann die Freude darüber nicht verbergen, mir diesen Krankenwagen für die Herzen zeigen zu können. Er führt mir den eben erklärten Fernseher vor. Ein tragbares Gerät. „Die Befestigung habe ich einfach der der Spritzenpumpe, die hier normalerweise hängt, nachempfunden“, erklärt Hermann. Eine Kunststoffplatte hat er zurecht geschnitten und geformt und dann am Fernseher befestigt. „So fällt er eben nicht runter“.

Herzenswünsche finanzieren sich aus Spenden

Krankenkassen oder Versicherungen zahlen die Transporte und die Wunscherfüllungen nicht. „Wir führen ja keine Maßnahmen durch, die die Gesundheit wieder zurück bringen. Also zahlen die Kassen das nicht“, bedauert Michael Hermann. „Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden. Es soll niemals ein Wunsch an finanziellen Mitteln scheitern“, ist er entschlossen.

Auch hier sorgen die Kameraden immer wieder vor. Deshalb veranstalten sie am Sonntag, den 28. Juli ab 11.30 Uhr ein Benefizkonzert auf dem Wilhelmsplatz in Bad Laasphe. Die Bands „ The Broxters“ und „Bogga“ verzichten an diesem Tag auf ihre Gagen. Der Verkauf von Essen und Getränken kommt dem Herzenswunsch Krankenwagen und der Erfüllung der Wünsche zu Gute.

Wer separat spenden möchte, kann dies tun. „Jeder Spender bekommt selbstverständlich auch eine Spendenquittung“, erklärt Michael Hermann. Deshalb sollte bei einer Banküberweisung auch die Adresse angegeben werden, damit die Quittung dann zugeschickt werden kann.

Das Spendenkonto lautet:

Malteser Hilfsdienst Bad Laasphe e.V.

IBAN: DE 66 3706 0120 1201 2162 70

Pax Bank, BIC: GENODED1PA7

Stichwort: Herzenswunsch

Für das Zuschicken der Spendenquittung die Adresse bei der Überweisung mit angeben.

Und wie sieht die nächste Zeit aus? „Am 21. Juli haben wir den nächsten Herzenswunsch, den wir erfüllen“.

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Sonntag, 31 März 2019 00:35

Hubschraubereinsatz nach schwerem Quadunfall

HESSELBACH. Kaum hat die Saison so richtig angefangen, kam es bereits zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Quad. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen.

Gegen 15.30 Uhr kam es zu dem folgenschweren Unfall. Der Quadfahrer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf war auf der stark abschüssigen Strecke von Bad Laasphe in Richtung Hesselbach, und zwar über den so genannten „Armen Mann“ unterwegs. Wie die Polizei mitteilte, war er vermutlich mit unangepasster Geschwindigkeit unterwegs. Im Bereich einer leichten Kurve und Kuppe fuhr der Mann geradeaus, statt der Straße nach links zu folgen.

Eine lange Bremsspur zeugte noch vom Versuch, den Unfall noch zu verhindern. Doch das Quad geriet auf den Seitenstreifen, durchfuhr einen Graben und der Mann flog vom Quad herunter gegen einen Telefonmast. Schwer verletzt blieb der Unfallfahrer im Graben liegen. Sein Quad wurde zurück auf die Straße geschleudert und blieb dort stehen.

Noch im Straßengraben versorgten das Notarztteam des DRK Rettungsdienstes aus Bad Laasphe, eine Rettungswagenbesatzung des DRK Rettungsdienstes aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Besatzung des Siegener Rettungshubschraubers „Christoph 25“ den Schwerverletzten. Nach einer weitergehenden Versorgung im Rettungswagen wurde der Mann mit schweren Verletzungen in das Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus geflogen. Das Quad wurde von Anwohnern in Sicherheit gebracht. Während der Rettungs-und Bergungsarbeiten war die Straße am Hesselbacher Ortseingang voll gesperrt.

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