Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Wildunfall

KORBACH. Einen Hasen erfasst hat am Sonntagmorgen ein Motorradfahrer aus Waldeck -  der 36 Jahre alte Biker kam zu Fall und wurde dabei leicht verletzt.

Für den Hasen endete der Zusammenstoß tödlich, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte. Zu der Kollision war es gekommen, nachdem der Fahrer von Meineringhausen kommend auf die Bundesstraße 251 abgebogen war. Im Verlauf der Strecke in Richtung Willingen überquerte gegen 5.30 Uhr ein Hase die Fahrbahn und geriet unter das Vorderrad. Daraufhin rutschte das Motorrad zur Seite und kam mit dem Fahrer zu Fall.

An seiner Yamaha XJ 600 entstand Sachschaden - das Motorrad musste von der Firma Heidel abgeschleppt werden.

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ORPETHAL. Nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte ein 59-jähriger Motorradfahrer am Sonntagabend auf der Landesstraße 3438 bei Orpethal - er kollidierte mit einem Reh, beide landeten auf dem rechtsseitigen Acker.

Glück im Unglück hatte der Fahrer einer KTM am Sonntagabend gegen 21.15 Uhr, als er aus Richtung Neudorf kommend etwa 200 Meter vor dem Ortseingang Orpethal mit einem anwechselnden Reh Bekanntschaft machte. Der Fahrer der KTM konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit dem Wildtier zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Reh getötet, der Biker kam mit seiner Maschine nach rechts von der Fahrbahn ab und landete auf einem Acker. Über sein Mobilfunkgerät verständigte er die Polizei, die umgehend den Jagdpächter informierte - dieser konnte nur noch den Tod des Paarhufers feststellen, während die Streifenwagenbesatzung den Unfall zu Protokoll brachte.

Auf etwa 6000 Euro wird der Sachschaden an dem Motorrad beziffert, wobei 80 Euro auf den umgeknickten Leitpfosten entfallen. Der 59-jährige Fahrer aus Warburg (Kreis Höxter) verletzte sich leicht am linken Knie. (112-magazin)

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BRAKEL. Vier Fahrzeuge wurden in einen Wildunfall verwickelt 20. November auf der Bundesstraße 252 zwischen Brakel und Nieheim ereignet hatte. Die Fahrerin eines blauen Skoda Fabia war gegen 18.30 Uhr auf der Bundesstraße unterwegs, als in Höhe der Abfahrt Bellersen ein Reh auf die Fahrbahn lief. Sie prallte mit der Vorderseite ihres Wagens gegen das Reh, das daraufhin vor einen entgegenkommenden VW Polo geschleudert wurde.

Beide Fahrzeuge wurden durch den Aufprall im vorderen Bereich erheblich beschädigt, der Sachschaden wird auf jeweils rund 4.000 Euro geschätzt. Die Fahrer blieben unverletzt.

Im Anschluss fuhren noch ein VW Passat und ein VW Golf über das verendete Tier. Dabei wurden auch diese Fahrzeuge beschädigt. Die Feuerwehr wurde angefordert, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen und die Fahrbahn zu reinigen. Dabei kam es zeitweise zu einer Vollsperrung der Bundesstraße 252. (ots/r)

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KORBACH. Ein Wildunfall auf der Landesstraße 3076 zwischen Korbach und Flechtdorf führte am heutigen Dienstagabend zu Verkehrsbehinderungen - ein Beamter der Polizeistation Korbach setzte seine Dienstwaffe ein und beendete die Qualen des angefahrenen Tieres.

Wie der beteiligte Golffahrer (30) an der Unfallstelle mitteilte, war er gegen 17 Uhr von Korbach kommend in Richtung Flechtdorf unterwegs gewesen. Unvermittelt tauchte im Scheinwerferlicht ein Hirsch auf, der die Fahrbahn in Höhe der Haltestelle "Gut Dingeringhausen" überquerte. Zu einer Vollbremsung kam es nicht mehr, das Tier wurde vom Golf des 30-Jährigen erfasst und zu Boden geschleudert.

Der abgesetzte Notruf erreichte die Polizei nur wenig später. Zunächst wurde die Unfallstelle abgesichert und im Anschluss das verletzte Tier an den Straßenrand gezogen. Mit zwei Schüssen aus der Dienstwaffe wurde das Tier erlöst - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei näherer Betrachtung  des Hirsches war erkennbar, dass sich um das Haupt und das Geweih des Tieres Nylonschnüre geschlungen hatten. Auch am Träger befanden sich Schnüre von einem Weidezaun, diese hatten sich bereits tief ins Fleisch eingeschnitten, sodass der Hirsch in den nächsten Wochen ohnehin qualvoll verendet wäre.

Die Firma Heidel wurde mit dem Abschleppen des stark beschädigten weißen Golf VI beauftragt. Der Fahrer aus Flechtdorf blieb unverletzt. (112-magazin)

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HOCHSAUERLANDKREIS. Ein 22 Jahre alter Mann aus Schmallenberg muss sich gleich wegen mehrerer Delikte vor Gericht verantworten. Er täuschte einen Wildunfall vor, um sich Versicherungsleistungen zu erschleichen und setzte damit eine Lawine in Gang. 

Am Donnerstagmorgen gegen 2.45 Uhr wurde die Polizei zu einem vermeintlichen Wildunfall zwischen Winkhausen und Oberkirchen gerufen. Vor Ort trafen die Beamten auf den 22-jährigen Fahrer aus Schmallenberg und seinen beschädigten Mazda. Der Schmallenberger berichtete von einem Zusammenstoß mit einem Reh. Da vom vermeintlichen Reh aber nichts zu sehen war, überprüften die versierten Beamten die Schäden am Wagen und kamen zu dem Schluss, dass die "Geschichte" des Mannes frei erfunden war. Als Grund dafür gab die Streife fehlendes Wild an. Selbst Haarreste oder Blut waren am Pkw oder auf dem Asphalt nicht zu erkennen.   

Dafür bemerkten die Beamten Alkoholgeruch bei dem 22-Jährigen. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über ein Promille. Daraufhin wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen. Im Zuge der Unfallaufnahme wurden in Winkhausen umgefahrene und beschädigte Verkehrszeichen an einer Verkehrsinsel entdeckt. Diese passten zu den Schäden am Wagen des Schmallenbergers.

Gegen den Mann wurde ein umfangreiches Ermittlungsverfahren eingeleitet - er steht im Verdacht seine Versicherung betrügen zu wollen, außerdem muss er sich wegen Sachbeschädigung in Tateinheit einer Verkehrsunfallflucht verantworten. Nach Auswertung der Blutprobe wird dem 22-Jährigen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr der Prozess gemacht. (112-magazin)

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Freitag, 11 Oktober 2019 11:44

Golf kollidiert mit Wildsau - Auto Schrott

MENGERINGHAUSEN-LANDAU. Zu einem schweren Verkehrsunfall wurden die Beamten der Polizeistation Arolsen am frühen Freitagmorgen gerufen - ein 25 Jahre alter Mann aus Korbach war mit seinem schwarzen Golf auf der Bundesstraße 450 in ein Wildschwein gefahren, die Sau verendete noch an der Unfallstelle, der Golf, mit zwei Insassen besetzt, überschlug sich nach einem missglückten Ausweichmanöver.

Ereignet hatte sich der Unfall gegen 2 Uhr, als der 25-Jährige die Hagenstraße von Mengeringhausen in Richtung Landau befuhr. In Höhe des alten Standortübungsplatzes wechselte unvermittelt eine Sau über die Fahrbahn. Zunächst versuchte der junge Mann auszuweichen, dies gelang aber nicht. Der Golf prallte frontal gegen das Schwein, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach.

Trotz des schweren Unfalls blieben sowohl der Fahrer, als auch der Beifahrer unverletzt. Ein Abschleppunternehmen entsorgte den Golf noch in der Dunkelheit. Höhe des Sachschadens: 5000 Euro.

Das sagt die Polizei:

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Wildunfälle grundsätzlich zu melden sind. Zum einen, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, da verletzte Tiere ein Verkehrshindernis darstellen, zum anderen, um den Tieren unnötiges Leid zu ersparen. Bei angefahrenen und verletzten Wildtieren wird ein Nachsuchenführer mit einem ausgebildeten Schweißhund angefordert, der dem Tier folgt (siehe Titelbild) und es von seinen Leiden erlöst.

Übrigens: Viele Versicherungen verlangen mittlerweile einen schriftlichen Nachweis der zuständigen Polizeibehörde nach Wildunfällen, falls dieser fehlt, können die Versicherungen die Leistungen verweigern.

(112-magazin)

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Publiziert in Polizei
Dienstag, 01 Oktober 2019 15:33

Wildunfälle im Landkreis nehmen zu

WALDECK-FRANKENBERG. Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg nehmen zu. Das teilte Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Wurden vom 1. Januar bis 31. Juli 2018 insgesamt  828 Wildunfälle bei den vier Polizeistationen registriert, so wuchs die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle, an denen Wild beteiligt war, im Vergleichszeitraum 2019 um 3,4 % auf 855 Unfälle an.

Wildschweine wechseln während und nach der Maisernte auch verstärkt über stark befahrene Straßen, um zu ihren Einständen zu gelangen. Das Futterangebot wird knapper, die Sauen legen während der Nahrungssuche im Herbst längere Wege zurück. Davon besonders betroffen sind die B 252, die B 253 und die B 251, sowie die Landes- und Kreisstraßen im Raum Lichtenfels. In vielen Lichtenfelser Jagdrevieren sind die Saubestände besonders hoch. Ein Jagdpächter berichtete, er haben bei einem Ansitz 70 Sauen in ein Maisfeld wechseln sehen. Besonders erschreckend ist, so der Jagdpächter, dass viele Bachen im Spätsommer nachgefrischt hätten und deshalb eine gezielte Bejagung nicht möglich sei. 

Wildschwein wird von Audi erfasst

So musste am Montagabend (30. September 2019) ein Mann aus Bergfreiheit seinen Audi stark beschädigt stehen lassen, weil er mit der Front seines Pkw ein Wildschwein auf der Bundesstraße 253 erfasst hatte. Der 19-Jährige war um 21.50 Uhr aus Richtung Kassel kommend auf der Bundesstraße unterwegs und wollte auf die B 485 in Richtung Bad Zwesten abbiegen. Trotz Vollbremsung konnte der junge Mann seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. An seinem Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von 5000 Euro. 

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 04 Juli 2019 07:22

Reh ausgewichen - Fox prallt gegen Baum

EDERTAL. Einem Reh ausgewichen, ist am Dienstagmorgen ein 18-Jähriger mit seinem Fox auf der Landesstraße 3332 im Edertal.

Nach Angaben der Polizeidienststelle Bad Wildungen befuhr der Edertaler um 2 Uhr mit seinem VW-Fox die Landesstraße von Giflitz in Richtung Kleinern. Ein von rechts über die Fahrbahn wechselndes Reh veranlasste den 18-Jährigen zum Ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dies gelang dem Edertaler zwar, sein Fox landete aber am linken Fahrbahnrand vor einem Baum. 

Der schrottreife Fox musste abgeschleppt werden, der Fahrer blieb unverletzt. (112-magazin)


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USSELN/EIMELROD. Fast hätte ein junger Hirsch seinen Einstand im Jagdrevier "Mühlenberg" bei Eimelrod erreicht - doch eben nur fast. Ein im Landkreis Waldeck-Frankenberg zugelassener Lkw erfasste das Tier mit der Front und schleuderte es auf die Fahrbahn. Dort blieb der junge Hirsch schwerverletzt liegen.

Lkw kollidiert mit Hirsch

Samstagabend erreichte die Hiobsbotschaft den Dienstgruppenleiter der Korbacher Polizeistation um 23.53 Uhr mit dem Hinweis auf einen Wildunfall auf der Bundesstraße 251 - etwa 800 Meter hinter dem Ortsausgang von Usseln, in Höhe eines Parkplatzes. Dort war der Fahrer des Lkws aus Richtung Usseln kommend in Fahrtrichtung Neerdar unterwegs gewesen, als plötzlich ein Hirsch auf der Fahrbahn stand.

Obwohl der Fahrer nach eigenen Angaben nicht schneller als 70 km/h gefahren war, reichte die Reaktionszeit nicht aus, um eine vollständige Gefahrenbremsung hinzulegen. Das Tier wurde voll erfasst und zu Boden geschleudert. Mit Knochenbrüchen an den Hinterläufen, Rippenbrüchen und inneren Verletzungen war das Tier nicht mehr zu retten.

Dienstwaffe HuK wird eingesetzt

Diesen Eindruck hatten auch die beiden Beamten der Polizeidienststelle Korbach, sodass sie den Hirsch von seinen Leiden erlösen mussten. Einmal mehr stellten die nordhessischen Beamten ihr Können unter Beweis. Mit vier gezielten Schüssen aus der Dienstpistole P30, die alle im Leben saßen, wurden die Qualen der armen Kreatur in sekundenschnelle beendet. Es folgte die Unfallaufnahme. An dem Lkw entstand Sachschaden von 500 Euro - verletzte Personen waren nicht zu beklagen.

Lebensraum Mühlenberg

Nicht nur Sauen und Rehwild nutzen den Eigenjagdbezirk Mühlenberg zwischen Usseln und Eimelrod als ständigen Einstand, vermehrt wurde in den vergangenen Monaten vom Jagdpächter auch Rotwild gesichtet und gefährtet. Auch dieser Hirsch (1.Kopf) war dem Beständer bekannt und sollte im Herbst gestreckt werden - dazu wird es nun nicht mehr kommen.

Link: Unfallstandort Bundesstraße 251 am 23.02.2019


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BAD BERLEBRUG. Revierjäger Markus Surwehme von der Wittgenstein Berleburgschen Rentkammer steht auf der B 480 am Bad Berleburger Ortsausgang. Dass er seinen Pickup mit Warnblinker am Fahrbahnrand abgestellt hat und auf die Fahrbahn tritt, interessiert die meisten Autofahrer kaum. Nicht nur mit den dort erlaubten 70 km/h, sondern augenscheinlich auch noch deutlich schneller fahren sie an Surwehme und seinem Wagen vorbei. Ohne abzubremsen, ohne achtsamer zu werden.

Markus bückt sich und hebt etwas vom Straßenrand auf, was er auf die Ladefläche des Waldautos legt. Ein Reh. Totgefahren am Straßenrand. Das 13. schon seit Januar. Nur auf dem Teilstück der B 480 von Bad Berleburg in Richtung Wemlighausen.

Gerade in den letzten Monaten haben sich die Wildunfälle überall gehäuft: „Wir fahren fast jeden Tag zu einem Unfall mit Wild raus“, resümiert Bernd Dickel, Leiter der Bad Berleburger Polizeiwache. „Wenn ich nach einem Wochenende wieder zum Dienst in die Wache komme, dann haben wir oftmals acht bis neun Wildunfälle gehabt“. Für ihn und seine Kollegen bleibt oft keine andere Möglichkeit mehr, als einem schwer verletzten Tier, was überfahren wurde, einen Gnadenschuss zu geben und es so von seinem Leiden zu erlösen.

Auch für Revierjäger Markus Surwehme gibt es in den allermeisten Fällen nur die Möglichkeit, ein noch lebendes, schwer verletztes Tier zu erlösen. Manchmal muss der Jäger dafür das verletzte Wildtier auch mit Jagdhündin „Ulla“ nachsuchen. „Letzte Woche musste hier im Hang nach einem weggelaufenen Tier gesucht werden, nachdem es angefahren wurde“, erinnert er sich und zeigt auf die Eichen, die in der Böschung in Richtung Reifelscheid stehen.

Fluchtrichtung eines verletzten Wildtieres genau merken

Deshalb sei es für ihn und auch die Polizei wichtig zu wissen, wo genau ein Wildtier von einem Auto getroffen wurde und dass man möglichst präzise sagen könne, in welche Richtung das verletzte Tier anschließend geflüchtet sei, erklärt er. Es geht dem engagierten Berufsjäger aber noch viel mehr darum, entsprechende Unfälle zu vermeiden und mit verschiedenen Maßnahmen vorzubeugen: „Es wäre sehr gut, hier gerade in der Dämmerungszeit langsam zu fahren. Hier sind die erlaubten 70 km/h dann auch noch zu schnell“, erklärt er. Wenn ein Wildtier im Scheinwerfer auftaucht, sei es wichtig, abzublenden. „Das Tier wird vom Fernlicht geblendet und kann gar nichts sehen und entsprechend adäquat wegrennen. Das Tier bleibt stehen“, erklärt er. Deshalb solle man abblenden, keinesfalls hupen und das Tempo verringern, ohne weiter hinten fahrende Autos zu gefährden. Am besten sei es, nach Möglichkeit anzuhalten und zu warten, bis die Tiere die Fahrbahn passiert haben.

Aber auch, wenn ein Reh über die Straße gelaufen ist, ist die unmittelbare Gefahr nicht vorbei: „Im Moment sind die Rehe noch in so genannten Sprüngen unterwegs. In Familienverbänden mit Kitzen und anderen Kitzen aus dem letzten Jahr, die wiederum ihren eigenen Nachwuchs dabei haben. Da kommen schnell sieben, oder acht Tiere zusammen, die alle über die Straße laufen. Oftmals nacheinander“, gibt der Fachmann zu bedenken.

Eicheln und mit Streusalz versetztes Gras üben Anziehungskraft aus

Er erklärt auch, warum die Rehe derzeit so oft an den Straßen und insbesondere der B 480 in Richtung Wemlighausen stehen: „ In den Höhen ist noch Schnee und die Tiere wollen zu den Wiesen in den Tälern, um Gras zu finden. Außerdem üben die Eicheln in der Böschung eine Anziehungskraft auf die Rehe aus. Da sieht man keinen Meter, der nicht umgegraben ist“, erklärt er. Dann sei es für die Rehe verlockend, auch Gras im Straßengraben zu fressen, das durch das ausgebrachte Streusalz einen besonderen Reiz ausübe. Außerdem, so der Fachmann weiter, seien Rehe so genannte Nahrungsselektierer. Das heisst, sie können nicht einfach auf der Wiese stehen und Gras fressen, sondern suchen ganz bestimmte Kräuter. Das verstärkt das Laufverhalten noch mehr.

Die Tiere mit Salzlecksteinen im Wald zu halten, mache keinen Sinn: „Da ist der Salzgehalt so konzentriert, dass sie dann Durst bekommen an den Schnee gehen und Durchfall bekommen, an dem sie eingehen können“, erklärt er. „Die Rehe wollen zu den Eicheln und den angrenzenden Wiesen und dann knallt es“, macht er deutlich. Auch das großzügige Abschießen in diesem Bereich mache wenig Sinn: „Das ist wie ein Vakuumeffekt. Es werden immer wieder viele neue Tiere nachziehen, weil es dort aktuell guten Lebensraum für das Wild gibt“, weiß Markus Surwehme.

Einen Antrag zur Anbringung von Leuchtreflektoren hat er bereits beim Landesbetrieb Straßen NRW gestellt und viele Reflektoren bereits bestellt. Ob das wirklich helfen wird, müsse man letztlich abwarten. Nur einen Rat, der Unfälle definitiv vermeidet, hat Markus Surwehme an die Autofahrer: „Langsam fahren, langsam fahren, langsam fahren! Der Tiere zuliebe“.      

 


  

Publiziert in SI Polizei
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