VÖHL. Im Rahmen einer Feierstunde hat Bürgermeister Karsten Kahlhöfer am Samstag den langjährigen Feuerwehrmann Bernd Krauskopf für 40 Jahre aktiven und pflichttreuen Dienst geehrt. Krauskopf erhielt die Anerkennungsprämie des Landes Hessen in Höhe von 1000 Euro. Kahlhöfer dankte ihm für seinen jahrzehntelangen Einsatz und betonte, wie wertvoll solches Engagement gerade in der heutigen Zeit sei.
Neben der Ehrung wurde auch die Übergabe des neuen Mannschaftstransportwagens gefeiert. Der VW T6 wurde bereits Ende 2023 bestellt, da das Modell kurz vor Produktionsende stand. Mit Fördergeldern, Spenden und großem Engagement konnte das Fahrzeug, das mit Umbau rund 70.000 Euro gekostet hat, finanziert werden. Der Ausbau dauerte rund ein Jahr, bevor das Fahrzeug Ende April ausgeliefert wurde. Die Kameraden betonten, wie wichtig Mut, Zusammenhalt und schnelle Entscheidungen für solche Projekte sind.
Ein humorvoller Moment der Veranstaltung war die Anspielung auf ein „Boot“, das einem Feuerwehrkameraden symbolisch überreicht wurde. Hintergrund: In einer früheren Rede hatte er in Anlehnung an eine bekannte Werbung gesagt: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot.“ Nun erhielt er als kleinen Scherz ein Miniaturboot als Geschenk.
In ihren Ansprachen erinnerten die Kameraden auch an die Einweihung des Feuerwehrhauses im Vorjahr, die nur durch enorme Eigenleistung der Buchenberger möglich war. Bürgermeister Kahlhöfer lobte das Engagement der Feuerwehr: „Buchenberg macht einfach – ohne lange zu fragen, wie es gehen soll. Das ist vorbildlich.“
Besonderes Lob gab es zudem für die Nachwuchsarbeit. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr soll bereits früh Kinder und Jugendliche an die Feuerwehr binden. Sogar T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich mache mit ab 2039“ für die ganz Kleinen wurden verteilt. „Hier wird nicht nur vom Ehrenamt geredet – hier wird es gelebt“, hieß es. Auch die First-Responder-Einheit der Feuerwehr wurde als vorbildlich hervorgehoben, da sie oft noch vor dem Rettungsdienst bei Notfällen vor Ort ist.
Nach dem offiziellen Teil wurde noch ausgiebig gefeiert. Die Besucher ließen den Abend bei Getränken, Bratwurst, Currywurst und Pommes gemütlich ausklingen und nutzten die Gelegenheit, das neue Fahrzeug ausführlich zu besichtigen. Ein Gruppenfoto der Einsatzabteilung rundete die Veranstaltung ab.
GLADENBACH. Ein Fußgänger ist bei einem Unfall mit einem Skoda tödlich verletzt worden.
Am Samstag, 28. Juni, gegen 22.30 Uhr kam es auf der B 255 zu dem folgenschweren Unfall. Ein 56-jähriger Skoda-Fahrer war aus Weidenhausen kommend in Richtung Gladenbach unterwegs, als er einen grauen BMW überholte. Dabei stieß er mit einem 38-jährigen Fußgänger zusammen, der sich auf der Straße befand. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.
Der Pkw-Fahrer blieb unverletzt. An dem Skoda entstand ein Schaden von etwa 5000 Euro. Zur Klärung der genauen Hintergründe wurde von der Staatsanwaltschaft neben der polizeilichen Unfallaufnahme ein Gutachter mit der Rekonstruktion des Geschehens beauftragt.
Neben der Feuerwehr Gladenbach waren auch Rettungswagen sowie ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Die B 255 blieb in dem Bereich bis etwa 2.30 Uhr voll gesperrt. Größere Verkehrsbeeinträchtigungen wurden nicht bekannt. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Biedenkopf unter Tel. 06421/92950 in Verbindung zu setzen. (ots/r)
KASSEL. Dass Liebe blind machen kann, nutzen Kriminelle immer wieder schamlos aus und bringen ihre Opfer mit der sogenannten Love-Scamming-Masche um teils horrende Geldbeträge. Über Dating-Portale, soziale Netzwerke oder auch Messenger-Dienste treten die Betrüger virtuell in Kontakt und täuschen Interesse an den Angeschriebenen vor. Über Wochen bauen die Täter unter falschen Personalien Vertrauen zu ihren Opfern auf und nutzen dabei frei erfundene Lebensgeschichten und gestohlene Bilder. Nachdem sie ihr Gegenüber geschickt um den Finger gewickelt haben, folgen dann Geldforderungen oder die Bitte nach Gefallen, etwa die Weiterleitung von Paketen oder die Annahme von Schecks.
Eine Frau und ein Mann aus dem Landkreis Kassel wurden auf solche Weise um insgesamt mehr als 100.000 Euro gebracht. Die Polizei warnt vor dieser miesen Masche und rät daher dringend, bei Internetbekanntschaften und Geldforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein.
Hoher Schaden für eine Frau und einen Mann aus dem Landkreis Kassel
Über Instagram wurde eine 53 Jahre alte Frau im April dieses Jahres von einem Mann angeschrieben, der vorgab, derzeit als Ingenieur im Ausland zu arbeiten und wegen ihres guten Aussehens auf ihrem Profilbild auf sie aufmerksam geworden zu sein. Nachdem er auf geschickte Weise über mehrere Wochen hinweg das Vertrauen der 53-Jährigen erlangt und sich zwischen ihnen eine vermeintliche Liebesbeziehung aufgebaut hatte, begannen die Bitten nach ersten finanziellen Unterstützungen. Zunächst nur in Höhe von einigen hundert Euro, doch die Forderungen wurden schnell immer höher. In dem Glauben, ihrem neuen Partner dabei zu helfen, ein wichtiges Paket mit einem sehr hohen Geldbetrag darin zu bekommen, kaufte die 53-Jährige immer mehr Gutscheinkarten zur Online-Zahlung. Nach dem Hinweis eines Bekannten wurde die Frau schließlich misstrauisch und wandte sich an die Polizei.
Auch ein 66-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel fiel der miesen Masche mit der angeblichen großen Liebe zum Opfer. Auf einer Dating-Plattform lernte er eine Frau aus Amsterdam kennen, die über mehrere Wochen hinweg per Textnachrichten und Videoanrufe bei ihm die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft aufbaute, für welche sie auch schon ein Haus im Ausland gemietet habe. Doch auch in diesem Fall standen am Ende der vermeintlichen Liebesbeziehung Geldforderungen. Der 66-Jährige investierte unter Anleitung der Internetbekanntschaft mehrere zehntausend Euro auf einer Internetplattform, in dem Glauben, damit einen großen Gewinn erwirtschaften zu können. Als er dann plötzlich weder Zugriff auf die Plattform noch sein Geld hatte und der Kontakt zu der Frau aus Amsterdam jäh abriss, bemerkte er den Betrug.
Love-Scamming: Tipps der Polizei
Um sich vor der Masche des Love-Scammings zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
Ignorieren: Auf keinen Fall Geld überweisen!
Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein, überweisen Sie kein Geld und kaufen Sie keine Gutscheinkarten für die Internetbekanntschaft. Machen Sie Zahlungen sofort rückgängig, wenn möglich.
Sichern: Alle Mails und Chats speichern!
Sichern Sie Chatverläufe und E-Mails und heben Sie Überweisungsträger auf, diese können als Beweismittel später hilfreich sein.
Blockieren: Jeglichen Kontakt abbrechen!
Brechen Sie den Kontakt mit dem Scammer ab und antworten Sie nicht auf Nachrichten oder Anrufe. Sicherheitshalber sollten Sie sich eine neue Telefonnummer und eine neue E-Mail-Adresse zulegen.
Hilfe holen: Anzeige bei der Polizei erstatten!
Neben der Verfolgung der Täter ist eine Anzeigenerstattung bei der Polizei auch wichtig, falls etwa Banken Ansprüche gegen die Opfer geltend machen wollen, zum Beispiel weil Schecks weitergeleitet wurden. Die Polizei kann Ihnen außerdem helfen, die Betrüger effektiv zu blockieren.
KASSEL. Auf dem Nordfriedhof haben Kupferdiebe einen hohen Schaden angerichtet.
In der Nacht zu Mittwoch, 25. Juni, begaben sich bislang unbekannte Täter zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen zur Friedhofskapelle an der Straße „Am Felsenkeller“ und entfernten gewaltsam große Teile der seitlichen Kupferverkleidung des Flachdaches. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Der Wert des entwendeten Kupfers wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.
Die Täter nutzten für den Abtransport der Kupferbleche aller Wahrscheinlichkeit nach ein oder mehrere Fahrzeuge und konnten unerkannt flüchten. Anwohner gaben gegenüber den am Tatort eingesetzten Beamten des Polizeireviers Nord an, am Dienstagabend zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Geräusche im Bereich des Friedhofs gehört zu haben. Zudem sollen sich in dieser Zeit ein blauer VW Polo sowie ein größeres schwarzes Auto nahe der Kapelle aufgehalten haben.
Die Ermittler des Kommissariats 21/22 der Kriminalpolizei Kassel bitten weitere Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter Tel. 0561/9100 zu melden. (ots/r)
DIEMELSTADT. In Rhoden hat ein Brand ein Wohnhaus schwer beschädigt.
Am Samstag, 28. Juni, gegen 7.10 Uhr kam es in einem zweistöckigen Wohnhaus zu einem Feuer. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die vier Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Ein 53-jähriger Mann kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Das Feuer brach im ersten Stock im Küchenbereich aus und griff auf den Dachstuhl über. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache führt die Kriminalpolizei in Korbach. (ots/r)
MARSBERG. Ein Porsche GT3 ist auf der Autobahn 44 bei einem schweren Unfall von der Fahrbahn abgekommen.
Am Donnerstag, 26. Juni, gegen 14.10 Uhr erhielt die Leitstelle des Hochsauerlandkreises einen Notruf durch das automatische eCall-Alarmsystem. Daraufhin wurden die Löschgruppen Meerhof, Oesdorf, Essentho sowie der Löschzug Niedermarsberg zur Einsatzstelle entsandt.
Vor Ort bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Ein Porsche GT3 war aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, unter der Leitplanke hindurchgefahren, hatte mehrere kleine Bäume gekappt und war etwa zehn Meter tief eine Böschung hinab neben der Autobahn zum Stehen gekommen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motorblock vom Fahrzeug abgerissen, weitere Fahrzeugteile verteilten sich rund um die Böschung.
Trotz des heftigen Unfalls blieb der Fahrer dank des hohen Sicherheitsstandards des Fahrzeugs weitgehend unverletzt. Beim Eintreffen der Feuerwehr befand er sich bereits in Betreuung durch den Rettungsdienst.
Da keine Betriebsstoffe ausliefen oder anderweitige Umweltgefahren bestanden, beschränkten sich die Maßnahmen der Feuerwehr auf Sicherungsarbeiten im Umfeld des Unfallfahrzeugs. Im weiteren Verlauf übernahm die Polizei die Sicherung der Unfallstelle, sodass der Einsatz für die Feuerwehr nach etwa anderthalb Stunden beendet werden konnte.
Neben den alarmierten Feuerwehrkräften waren auch der Rettungsdienst Bad Wünnenberg, ein Notarzt aus Büren sowie die Autobahnpolizei im Einsatz.
eCall ist ein automatisches Notrufsystem, das bei einem schweren Verkehrsunfall automatisch einen Notruf an die Leitstelle absetzt oder auch manuell durch den Fahrer ausgelöst werden kann. Dadurch kann die Feuerwehr alarmiert werden, auch wenn die Leitstelle keinen Kontakt zum Fahrer herstellen kann oder dieser infolge des Unfalls bewusstlos und nicht mehr ansprechbar ist. Im Hochsauerlandkreis wird bei einem eingehenden eCall-Notruf das Einsatzstichwort „Unfall mit eingeklemmter Person“ ausgelöst.
KASSEL. Während Feuerwehrkräfte im Vorderen Westen einem Bewohner zur Hilfe eilten, haben Unbekannte ein Einsatzfahrzeug mit Sprühfarbe beschmiert und dadurch einen Schaden von mehreren hundert Euro verursacht.
Die Tat ereignete sich am Mittwochabend, 25. Juni, gegen 20.10 Uhr in der Querallee. Die Feuerwehr musste einen Bewohner wegen eines medizinischen Notfalls über die Drehleiter aus einem der oberen Stockwerke eines Wohnhauses retten. Während des Einsatzes begaben sich bislang unbekannte Täter zu einem Feuerwehrauto, das in Höhe der Reginastraße auf der Fahrbahn stand, und besprühten eine Staufachabdeckung im hinteren Bereich des Fahrzeugs mit grüner Farbe. Anschließend flüchteten sie unerkannt.
Die weiteren Ermittlungen führt die Regionale Ermittlungsgruppe der Polizei Kassel. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561/9100 zu melden. (ots/r)
WALDECK. Ein Mann hat am Edersee im Strandbad Waldeck beim Baden lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
Im Rahmen einer Firmenfeier im Restaurant Strandhaus Edersee begaben sich zwei Personen zum Baden an den Strand und schwammen zu einer etwa 40 Meter vom Ufer entfernten Badeinsel. Einer der beiden, der sich wenige Monate zuvor einer schweren Herzoperation unterzogen hatte, benutzte die auf der Badeinsel angebrachte Rutsche, ruhte sich aus und rutschte erneut. Anschließend trieb er unvermittelt in Rückenlage hilflos im Wasser. Die andere Person, die sich währenddessen in der Nähe der Badeinsel aufgehalten hatte, kam hinzu und stellte fest, dass der Mann auf Ansprache nicht reagierte. Daraufhin hielt sie seinen Kopf über Wasser und schwamm mit ihm in Richtung Ufer, während sie um Hilfe rief.
Vom Restaurant kamen unverzüglich der Inhaber und eine Mitarbeiterin ans Wasser. Die beiden Schwimmer befanden sich zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Ufer. Mit Hilfe der Herbeigeeilten wurde der Mann auf ein SUP gehoben und an Land gebracht, wo sofort mit der Reanimation begonnen wurde.
Nach und nach trafen weitere Rettungskräfte ein. Der Mann wurde schließlich mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Kassel geflogen. Aufgrund der zurückliegenden Herzoperation bestand Lebensgefahr.
An der Reanimation des Verletzten waren neben den Ersthelfern die DLRG, weitere Rettungskräfte sowie eine Mitarbeiterin der Wasserschutzpolizei beteiligt. (ots/r)
KASSEL. Am Donnerstag, 3. Juli, findet im Klinikum Kassel eine Patientenveranstaltung mit Experten und dem robotischen Assistenzsystem Da Vinci statt.
Das Klinikum Kassel setzt das chirurgische Assistenzsystem Da Vinci in verschiedenen Kliniken ein. Operateure steuern von einer im Operationssaal befindlichen Konsole die vier Roboterarme, welche mit einer hochauflösenden Kamera und unterschiedlichen, sehr feinen Operationsinstrumenten bestückt werden können. Die Operateure haben so die Möglichkeit, hoch präzise Operationsschritte auszuführen, können aber jederzeit an den Operationstisch wechseln und die Operation von dort fortführen, wenn dies geboten sein sollte.
Dieses robotische Assistenzsystem können Patienten und Interessierte in zwei Veranstaltungen am Donnerstag, 3. Juli, von 10 bis 11.30 Uhr und von 17.30 bis 19 Uhr auf der Konferenzebene des Klinikum Kassel (Ebene 8, Haus E) besichtigen und kennenlernen. Die Veranstaltungen werden von Chirurgen der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Gynäkologie und der Urologie begleitet. Sie berichten viel Wissenswertes über die neue Technologie. Und das Beste: Da es sich um ein Trainingssystem handelt, dürfen Gäste auf eigenen Wunsch auch selbst einmal an die Konsole.
Nach den informativen Vorträgen der Experten und der Übung an der Konsole haben die Teilnehmer Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Link: https://www.gesundheit-nordhessen.de/
WARBURG. Bei einem Unfall im Kreuzungsbereich Industriestraße/Heidweg/Zum Heidhof wurden zwei Frauen leicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 25. Juni, gegen 16.30 Uhr. Eine 59-jährige Frau aus Borgentreich war mit ihrem Skoda Fabia auf der Straße Zum Heidhof unterwegs und wollte an der Kreuzung nach links in die Industriestraße abbiegen. Zur gleichen Zeit fuhr eine 27-Jährige aus Warburg mit ihrem Audi auf der Industriestraße in Richtung Papenheimer Straße.
Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision. Beide Fahrerinnen erlitten leichte Verletzungen und wurden mit Rettungswagen ambulant im Krankenhaus behandelt. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 17.000 Euro.