FRANKENBERG. Betrug beim Online-Kauf hat einen Mann aus dem Bereich Frankenberg um eine vierstellige Summe gebracht. Der Geschädigte erstattete Anzeige bei der Polizei, nachdem eine Warenlieferung ausblieb.
Der Geschädigte bestellte im Internet einen Rasentraktor und bezahlte dafür den geforderten Betrag von 1250 Euro im Voraus. Der Kleintraktor wurde in der Folge jedoch nicht geliefert. Im Nachgang stellte sich heraus, dass es sich bei dem Angebot um Betrug handelte. Der geprellte Käufer erstattete daraufhin Strafanzeige.
Tipps der Redaktion: Schutz vor Betrug beim Online-Kauf
Gerade bei teuren Geräten, Fahrzeugen, Maschinen oder Werkzeugen sollten Käufer vor einer Zahlung besonders vorsichtig sein. Betrüger nutzen häufig niedrige Preise, Zeitdruck oder angeblich stark nachgefragte Angebote, um Interessenten zu schnellen Überweisungen zu bewegen.
Zahlungsweg prüfen
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Verkäufer ausschließlich Vorkasse verlangen. Wer Geld direkt überweist, hat im Betrugsfall oft nur geringe Chancen, den Betrag zurückzubekommen. Sicherer sind persönliche Übergaben, Kauf auf Rechnung oder Bezahlmöglichkeiten mit Käuferschutz.
Impressum kontrollieren
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob der Anbieter vollständige und nachvollziehbare Angaben macht. Dazu gehören Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und ein vollständiges Impressum. Fehlen diese Angaben, wirken sie widersprüchlich oder ist der Anbieter nur schwer erreichbar, sollte kein Geld überwiesen werden.
Preis realistisch einschätzen
Liegt ein Angebot deutlich unter vergleichbaren Preisen, ist Vorsicht angebracht. Besonders bei Rasentraktoren, Anhängern, Maschinen, E-Bikes oder hochwertigen Werkzeugen nutzen Täter günstige Preise, um Käufer anzulocken.
Ware möglichst vor Ort ansehen
Bei größeren Anschaffungen ist eine Besichtigung vor dem Kauf sinnvoll. Käufer sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und keine Anzahlung leisten, wenn sie die Ware nicht gesehen haben. Auch angebliche Speditionslösungen oder Ausreden, warum eine persönliche Übergabe nicht möglich sei, sollten kritisch geprüft werden.
Anbieter vorab überprüfen
Vor einer Zahlung lohnt sich eine Suche nach dem Namen des Shops, der Telefonnummer, der E-Mail-Adresse oder der Bankverbindung. Tauchen Warnungen, schlechte Erfahrungen oder widersprüchliche Angaben auf, sollte vom Kauf Abstand genommen werden.
Keine vorschnellen Entscheidungen treffen
Betrüger arbeiten häufig mit Zeitdruck. Formulierungen wie „nur noch heute“, „viele Interessenten“ oder „Reservierung nur gegen Anzahlung“ sollen Käufer zu schnellen Entscheidungen bewegen. Wer unsicher ist, sollte lieber abbrechen, statt später dem Geld hinterherzulaufen.
Beweise sichern
Kommt die Ware trotz Zahlung nicht an, sollten Betroffene alle Unterlagen sichern. Wichtig sind Anzeigenlink, Screenshots, Nachrichtenverlauf, Zahlungsbeleg, Bankverbindung, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und sonstige Angaben zum Verkäufer.
Schnell Anzeige erstatten
Wer den Verdacht hat, betrogen worden zu sein, sollte nicht lange warten. Mit den gesicherten Unterlagen kann Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Zusätzlich sollte die eigene Bank umgehend informiert werden, um zu prüfen, ob noch Maßnahmen zur Rückholung des Geldes möglich sind.
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