Schwere Kollision in Paderborn - Mehrere Menschen verletzt

Montag, 10. August 2026 22:43 geschrieben von  Michael Fränkel
Auf der Riemekestraße in Paderborn kollidierten am 9. August 2026 ein BMW und ein VW Sharan. Auf der Riemekestraße in Paderborn kollidierten am 9. August 2026 ein BMW und ein VW Sharan. Fotos: Feuerwehr Paderborn

PADERBORN. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Riemekestraße sind sieben Menschen verletzt worden, fünf von ihnen nach Angaben der Polizei schwer. Aufgrund der Anzahl der betroffenen Personen wurde die Alarmstufe im weiteren Einsatzverlauf auf „MANV 10“ erhöht.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Sonntag gegen 22.32 Uhr. Ein 30 Jahre alter Mann aus Paderborn war mit einem BMW auf der Riemekestraße aus Richtung Heinz-Nixdorf-Ring kommend in Richtung Rathenaustraße unterwegs. Neben ihm befanden sich zwei weitere Personen im Fahrzeug.

In Höhe der Klöcknerstraße wollte ein 63 Jahre alter Paderborner mit seinem VW Sharan aus der Klöcknerstraße nach links auf die Riemekestraße abbiegen. Dabei missachtete er nach Angaben der Polizei die Vorfahrt des BMW. Im Kreuzungsbereich stießen beide Fahrzeuge zusammen.

Durch die Wucht der Kollision wurde der mit insgesamt vier Personen besetzte VW Sharan in die dortige Bushaltestelle gedrückt. Erheblicher Sachschaden entstand sowohl an der Haltestelle als auch an den beiden beteiligten Fahrzeugen.

Im VW Sharan erlitt der 63 Jahre alte Fahrer schwere Verletzungen. Seine 47 Jahre alte Beifahrerin wurde leicht verletzt. Auf der Rückbank saßen eine 17-Jährige und ein 15-Jähriger, die nach Angaben der Polizei ebenfalls schwere Verletzungen davontrugen.

Auch im BMW wurden alle drei Insassen verletzt. Schwere Verletzungen erlitten sowohl der 30 Jahre alte Fahrer als auch sein 31-jähriger Beifahrer. Ein ebenfalls 31 Jahre alter Mann auf der Rücksitzbank wurde leicht verletzt.

Nach der ersten Sichtung und medizinischen Versorgung wurden fünf der Betroffenen der Sichtungskategorie Gelb und zwei Personen der Kategorie Grün zugeordnet. Wegen der festgestellten Verletzungsmuster entschied der Leitende Notarzt, zwei Verletzte zur weiteren Diagnostik und Behandlung in die Schockräume umliegender Krankenhäuser zu transportieren. Angefahren wurden das St. Vincenz-Krankenhaus sowie das Brüderkrankenhaus Paderborn.

Entsprechend umfangreich waren die Kräfte des Rettungsdienstes vor Ort. Neben den regulären Rettungswagen der Feuer- und Rettungswachen Süd, Nord und Schloß Neuhaus kamen ein Rettungswagen aus Salzkotten, ein weiterer Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Bad Driburg zum Einsatz. Zusätzlich befanden sich ein Leitender Notarzt sowie zwei weitere Notärzte an der Unfallstelle.

Kräfte der Feuerwehr Paderborn sicherten die Einsatzstelle und unterstützten die Maßnahmen des Rettungsdienstes. Unterstützung für die hauptamtlichen Einsatzkräfte kam außerdem vom Löschzug Stadtmitte.

Weil durch den Einsatz ein Großteil der verfügbaren Kräfte und Rettungsmittel gebunden war, besetzte der Löschzug Wewer die verwaiste Feuer- und Rettungswache Süd. Zur Sicherstellung des rettungsdienstlichen Spitzenbedarfs wurden zusätzlich Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes an der Wache Süd sowie der Malteser an der Wache Nord stationiert. Zeitweise waren sämtliche regulären Rettungswagen der Feuerwehr Paderborn gebunden.

Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Beide Unfallfahrzeuge mussten anschließend mit Abschleppwagen von der Einsatzstelle geborgen werden. Seitens der Stadt Paderborn wurde die beschädigte Bushaltestelle gesichert.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Reinigung der Fahrbahn blieb der Bereich komplett gesperrt.

(ots/r)

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