Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Betrug

KORBACH. Zwei unbekannte Männer haben am Freitag (4. November) eine Seniorin in Korbach in ihrer Wohnung abgelenkt und bestohlen. Sie hatten der 88-Jährigen vorgegaukelt, dass sie Interesse am Ankauf von "alten Sachen" haben. Die Polizei bittet um Hinweise und gibt Tipps gegen Trickdiebe in der Wohnung.

Gegen 13 Uhr klingelte es an der Wohnung der Seniorin in der Korbacher Windmühlenstraße. Auf Frage der Frau schilderte der Unbekannte, dass er "alte Sachen" ankaufen wolle. Der Seniorin fiel ein alter Teppich in ihrer Garage ein, den sie loswerden wollte und ihn daher anschließend dem Fremden zeigte. Im Beisein eines weiteren Mannes wurde der Teppich auf die Straße gezogen uns ausgebreitet - Interesse bekundeten die beiden Männer allerdings nicht am Teppich, sondern an zwei Fernsehgeräten in einem Gartenhaus, die genauer in Augenschein genommen wurden.

Gemeinsam mit der Frau ging er zurück zu der Garage, wo der Teppich noch lag, der erste Täter aber bereits verschwunden war. Der zweite Täter verabschiedete sich, die Frau ging wieder in ihre Wohnung. Dort bemerkte sie sofort, dass Schränke in mehreren Zimmern geöffnet worden waren. Bei einer genaueren Nachschau musste sie feststelle, dass der erste Täter ihre kurzzeitige Anwesenheit im Gartenhaus mit dem ablenkenden zweiten Täter dazu genutzt hatte, Schmuck und Bargeld aus ihrer Wohnung zu stehlen. Der Schaden bewegt sich im unteren vierstelligen Bereich. Die 88-Jährige erzählte anschließend ihrer Tochter von dem Diebstahl. Gegen 14 Uhr informierten sie die Polizei - von den Tätern fehlt jede Spur.

Die Täter konnten wie folgt beschrieben werden:

Erster Täter: Etwa 40bis 50 Jahre alt, etwa 160 bis 170 cm groß, schlanke Gestalt. Der Mann sprach Hochdeutsch ohne erkennbaren Akzent, bekleidet mit abgenutzter, dunkle Jacke und dunkler Hose.

Zweiter Täter: Etwa 30 bis 40 Jahre alt, etwa 175 bis 180 cm groß, kräftige Figur, kurze braune Haare, er sprach Hochdeutsch ohne erkennbaren Akzent, bekleidet mit dunkelgrauer, melierter Jacke.

Die Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei Korbach geführt, die auf der Suche nach Zeugen ist. Hinweise bitte an die Telefonnummer 05631/9710.

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WALDECK-FRANKENBERG. Eine 46-Jährige aus Gemünden wurde in der vergangenen Woche Opfer einer miesen Betrugsmasche durch einen bislang unbekannten Täter. Dieser hatte sich telefonisch gemeldet und als Mitarbeiter ihrer Hausbank vorgestellt. Der Betrüger gelangte unter einem Vorwand an die Daten ihrer Kreditarte und konnte damit später mehrere Abhebungen vom Konto der Frau durchführen.

Der Betrüger rief die 46-Jährige an, stellte sich namentlich vor und gab sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank aus. Der Anrufer schilderte, dass die Daten ihrer Kreditkarte korrigiert werden müssten, damit sie zukünftig weitere Vorteile genießen könne. So könne sie beispielsweise auch bei Discountern Geld abheben. Der Anrufer wirkte seriös. Da zudem im Telefondisplay der Frau die ihr bekannte Nummer der Hausbank abzulesen war, erschien der 46-Jährigen der Anruf glaubhaft. Sie gab bereitwillig die gewünschten Daten zu ihrer Kreditkarte heraus.

Einige Tage später erhielt die 46-Jährige einen Anruf eines ihr bekannten Mitarbeiters ihrer Hausbank. Dieser informierte sie, dass mit ihrer Kreditkarte mehrere Abhebungen im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt wurden. Erst jetzt wurde der Gemündenerin klar, dass sie auf Betrüger hereingefallen war. Insgesamt waren bei über zehn Transaktionen mehrere tausend Euro von ihrem Konto abgehoben worden. Die Betrüger hatten bei dem Anruf das sogenannte "Call ID-Spoofing" benutzt. Darunter versteht man eine Technik, mit der die Telefonanzeige der Angerufenen manipuliert werden kann, sodass eine andere Nummer als die des Anrufers angezeigt wird. Kriminelle nutzen diese Möglichkeit bei mehreren Betrugsmaschen, um eine für den Angerufenen seriös wirkende Telefonnummer anzeigen zu lassen. Bei der 46-Jährigen erschien die Nummer ihrer Hausbank im Display.

Um sich vor einem Betrug durch falsche Bankmitarbeiter zu schützen, gibt die Polizei folgende Hinweise.

  • Ist ihnen der Name des Anrufers unbekannt, prüfen Sie ob es diesen Mitarbeiter tatsächlich gibt. Kontaktieren Sie dazu ihren eigenen Berater.
  • Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank oder suchen Sie diese selbst aus öffentlichen Telefonverzeichnissen heraus.
  • Bankmitarbeiter werden niemals persönliche Daten oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl, der EC-Kartennummer oder der Transaktionsnummer verlangen.
  • Geben Sie am Telefon niemals Bankdaten, Zugangsdaten oder Passwörter preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Telefonat, sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
  • Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche Anrufe und holen Sie sich Rat.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (ots/r)

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Dienstag, 20 September 2022 08:51

"Geldbote" vom "Amtsgericht" holt 500 Euro ab

BAD WILDUNGEN. Am Donnerstag, (15. September) wurde eine Seniorin aus Bad Wildungen Opfer eines Betrügers, der sich als Mitarbeiter eines Amtsgerichts ausgab. Da die 79-Jährige dem Anrufer glaubte, übergab sie 500 Euro an einen "Geldboten". Als sie sich am nächsten Tag bei ihrer Hausbank meldete, wurde eine Angestellte misstrauisch und empfahl ihr, den Sachverhalt bei der Polizei anzuzeigen.

Der Anruf bei der Bad Wildungerin ging am Donnerstagnachmittag ein. Ein Mann stellte sich als Mitarbeiter des Amtsgerichts Frankfurt vor. Er schilderte, dass gegen sie eine Forderung in Höhe von 600 Euro vorliege. Falls sie das nicht zahlen würde, müsse man ihr Konto sperren lassen. Die Seniorin war verunsichert und glaubte dem betrügerischen Anrufer. Es wurde verabredet, dass das Geld von einem "Boten" abgeholt wird. Gegen 17 Uhr am selben Tag erschien der angekündigte Geldbote. Die 79-Jährige übergab ihm 500 Euro und versprach, die noch fehlenden 100 Euro am nächsten Tag zu bezahlen. Freitagmittag meldete sich der Betrüger erneut am Telefon und kündigte an, das restliche Geld am Abend abzuholen. Die Seniorin ging zu ihrer Hausbank, um die 100 Euro abzuheben und sich nach einer möglichen Kontosperrung zu erkundigen. Die Bankangestellte hatte den Verdacht, dass die Frau Opfer von Betrügern geworden war und riet ihr, den Sachverhalt bei der Polizei zu melden. Daraufhin nahmen Beamte der Wildunger Polizei den Sachverhalt auf. Unzuverlässig war hingegen der "Geldbote", der ließ die Seniorin warten und konnte auch im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen nicht mehr angetroffen werden.

Von ihm liegt folgende Beschreibung vor.

  • etwa 25 Jahre alt
  • rund 185 Zentimeter groß
  • normale Statur
  • kurze, dunkle Haare
  • der Mann sprach deutsch

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Kriminalpolizei Korbach geführt, die Zeugen sucht und unter der Telefonnummer 05631/9710 um Hinweise bittet.

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BROMSKIRCHEN. Die Gutmütigkeit eines Helfers nutzte ein Unbekannter am Mittwoch, 10. August, in Bromskirchen aus. Der Trickbetrüger wechselte nach dem Vortäuschen einer Autopanne bei einem 21-Jährigen einen angeblich wertvollen, aber tatsächlich wertlosen, rumänischen Geldschein in einen 50-Euro-Schein. 

Wie die Polizei mitteilt, befuhr der junge Mann am Mittwoch, 10. August, gegen 19 Uhr die Landesstraße L 3073 aus Richtung Bromkirchen in Richtung Frankenberg. Kurz hinter einem Holzwerk hielt am rechten Fahrbahnrand ein Auto, welches offensichtlich eine Panne hatte. Der Bromskirchener hielt auf Bitten des Autofahrers an und unterstützte beim Anschieben. Danach bat der Unbekannte um 50 Euro, da er dringend Geld zum Tanken benötige. Der Helfer übergab die gewünschten 50 Euro, da er im Tausch dafür einen rumänischen 1000 Lei-Schein erhielt, der angeblich einen Wert von 200 Euro habe. 

Als der Bromskircher einige Tage später von seiner Hausbank erfuhr, dass der 1000 Lei-Schein alt und seit Jahren wertlos ist, wurde ihm klar, dass er auf einen Betrüger hereingefallen war. Er erstattete Anzeige bei der Polizeistation Frankenberg.  Von dem unbekannten Täter liegt folgende Beschreibung vor:  Etwa 180 cm groß, 35 bis 40 Jahre alt, schwarze, mittellange Haare, leichter Vollbart, athletische Figur, sprach Deutsch mit osteuropäisches Akzent, trug ein Hawaii-Hemd mit Palmen und eine grün-graue Shorts. Von seinem Auto ist lediglich bekannt, dass es ein älterer, dunkelgrüner VW-Passat Kombi gewesen sein soll.  Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Hinweise zu dem beschriebenen Täter oder seinem Fahrzeug nimmt die Polizeistation Frankenberg unter der Telefonnummer 06451-72030 entgegen. (ots/r)

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FRANKENBERG. Erneut kam es zu einem Betrug durch Falsche Polizeibeamte, bei dem eine Seniorin aus Frankenberg um ihre Ersparnisse gebracht wurde.

Nachdem die angeblichen Polizisten ihr am Telefon Angst vor Einbrecherbanden gemacht und sie nach Wertsachen ausgefragt hatten, übergab sie Bargeld und Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages an einen unbekannten Abholer. Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

Am Freitagmorgen (22. Juli) gegen 10 Uhr ging der erste Anruf bei der älteren Frau ein, den sie aber zu spät hörte. Kurz danach rief dieselbe Telefonnummer wieder bei ihr an. Es meldete sich eine gut Deutsch sprechende Frau, die sich als Polizeibeamtin vorstellte. Sie schilderte, dass sich derzeit eine ausländische Einbrecherbande in ihrer Nähe befindet. Zwei Täter dieser Bande habe man schon festnehmen können, es seien aber noch weitere Täter flüchtig. Bei einem der festgenommen Täter habe man eine Liste gefunden, auf der auch ihr Name stehe. Daher wolle man nun mögliche Opfer warnen.

In weiteren, lang andauernden Telefonaten, die teilweise von einem angeblichen Polizisten Schmidt geführt wurden, erschlichen sich die Betrüger das Vertrauen der Frau. So gelang es ihnen, dass die Frau auch Angaben zu ihren Wertgegenständen machte. Letztlich schilderte man ihr, dass ein Mann in Zivil unauffällig bei ihr vorbeikommen wird, um ihre Ersparnisse abzuholen und in Sicherheit zu bringen. 

Gegen 12.30 Uhr, noch während die Seniorin mit dem angeblichen Polizeibeamten Schmidt telefoniert, klingelte es an ihrer Haustür. Die Frau übergab Bargeld und Schmuck in Stofftüten an den Unbekannten, der noch versprach, dass sie ihre Wertgegenstände am nächsten Tag wiederbekomme. Als sie anschließend nochmal die im Display angezeigte Telefonnummer anrief und diese nicht mehr erreichbar war, schöpfte sie Verdacht und rief die richtige Polizei über den Notruf an. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizeistation Frankenberg führten nicht zum Erfolg. 

Von dem unbekannten Abholer liegt bisher folgende Personenbeschreibung vor:  Etwa 25 bis 30 Jahre alt, ca. 1,65 m groß, dunkelblonde, kurze Haare, sprach Deutsch, bekleidet mit grauer Jacke und grau gemusterter Hose. Die Kriminalpolizei Korbach hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Wer Hinweise auf den beschriebenen Abholer geben kann oder am Freitag (22. Juli), insbesondere in der Mittagszeit, im Bereich der Altstadt in Frankenberg, verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 05631/9710 zu melden. 

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KASSEL. Unbekannte haben mit der miesen Masche des Schockanrufs am gestrigen Donnerstagnachmittag (9. Juni 2022) eine Seniorin aus Kassel betrogen. Die Täter gaben am Telefon vor, die Tochter der hochbetagten Frau habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um eine Haftstrafe abzuwenden, müsse nun ein hoher Bargeldbetrag gezahlt werden. Da die unter Schock stehende Seniorin nicht sofort über den geforderten Betrag verfügen konnte, übergab sie schließlich einen Beutel mit hochwertigem Schmuck und Goldmünzen im Wert eines fünfstelligen Betrags an eine Abholerin vor einem Kasseler Justizgebäude. Die Beamten, die für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls, Hinweise auf die Täter aus der Bevölkerung zu erhalten.

Wie die Seniorin den Beamten des Kriminaldauerdienstes schilderte, war der Anruf der Betrüger in den Mittagsstunden auf ihrem Festnetzanschluss eingegangen. Eine weinende Frau gab sich als ihre Tochter aus und schilderte, dass sie einen Unfall verursacht habe, bei dem eine Mutter und ihre zwei Kinder gestorben seien. Anschließend übernahm eine vermeintliche Polizeibeamtin das Gespräch und erklärte, dass die Tochter nun in die Zelle gebracht werde. Gegen die Zahlung einer Kaution an die Staatsanwaltschaft könne die Tochter freigelassen werden, so die Frau am Telefon, die großen Druck auf die Seniorin ausübte.

Da die schockierte Rentnerin nicht sofort über diesen Bargeldbetrag verfügen konnte, suchte sie an ihrer Wohnanschrift sämtlichen Schmuck, eine Goldmünzensammlung sowie einen Goldbarren zusammen. Anschließend dirigierte die Täterin am Telefon die Frau in die Frankfurter Straße direkt vor den Haupteingang des Justizgebäudes, was den Eindruck der Echtheit der Forderung für das Opfer noch verstärkte. Dort trat gegen 14 Uhr die unbekannte Abholerin an den blauen BMW der Seniorin heran und nahm den durchsichtigen Plastikbeutel mit den Wertsachen durch die heruntergelassene Scheibe der Fahrertür in Empfang.

Die Abholerin kann folgendermaßen beschrieben werden.

  • etwa 20 bis 25 Jahre alt
  • dunkelblonde Haare, die nach hinten zusammengesteckt waren
  • trug eine weiße Mund-Nasen-Bedeckung
  • westeuropäisches Erscheinungsbild

Zeugen, die die Übergabe des Beutels beobachtet haben oder den Kriminalbeamten Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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FRANKENBERG. Immer wieder erfinden Betrüger Geschichten, um ahnungslose Menschen dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen. Oftmals nehmen sie Kontakt über die sozialen Netzwerke auf und versprechen größere Geldmengen. So erging es auch einem Frankenberger, dem eine Spende im sechsstelligen Bereich versprochen wurde. Deshalb warnt die Polizei. Bleiben Sie misstrauisch. Überweisen Sie niemandem Geld, den Sie nicht wirklich gut kennen. Geben Sie keine privaten Informationen oder Daten heraus.

Ein Frankenberger erhielt über den Messenager-Dienst Telegram eine Nachricht, angeblich von einer Frau aus Frankreich. Dieser gelang es, das Vertrauen des Mannes zu gewinnen. Sie schilderte ihm dramatisch, dass sie bald sterben müsse. Aus religiösen Gründen könne sie aber ihr Vermögen "nicht mit in den Tod nehmen". Sie habe daher genau ihn ausgesucht, ihr Geld in Höhe von 185.000 Euro nach ihrem Tod in Form einer Spende zu erhalten. Für die Abwicklung dieser Spende sei aber einen Rechtsanwalt erforderlich. Anschließend meldete sich der angebliche Rechtsanwalt bei dem Frankenberger und teilte mit, dass aufgrund der Höhe der Spendensumme diverse Gebühren vorab zu zahlen seien. In Erwartung der "hohen Spende" überwies der Frankenberger daraufhin bei mehreren Teilzahlungen insgesamt über 2.500 Euro. Erst als die Spende über die 185.000 Euro nicht erhielt, wurde er misstrauisch, erstattete Anzeige bei der Polizei Frankenberg.

Tipps der Polizei:

Reagieren Sie nicht auf Briefe, E-Mails, Telefonate oder Kontaktaufnahmen über soziale Netzwerke, in denen Ihnen hohe Geldsummen versprochen werden (Lotteriegewinne, Spenden, Nachlassregelung, usw.).

Treten Sie nicht in Vorleistung für irgendwelche Gewinne, Erbschaften, Spenden.

Überweisen Sie Menschen, die Sie nicht persönlich kennengelernt oder gesehen haben, nie Geld.

Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie unglaubliche Angebote erhalten.

Sprechen Sie vor einer Geldübergabe bzw. -überweisung mit einem Verwandten oder Bekannten. Nutzen Sie Internetsuchmaschinen und recherchieren Sie die Inhalte der Nachrichten, fragen Sie ggf. bei Ihrer Polizei nach.

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Mittwoch, 04 Mai 2022 21:18

Liebesbetrüger ergaunert über 57.000 Euro

MARBURG. Eine Seniorin zeigte am Dienstag (3. Mai) einen Betrug an, durch den sie über 57.000 Euro verloren hat. "Lovescam" wird die Masche genannt, die in diesem Fall der Frau zum Verhängnis wurde.

Ganz typisch für diese Masche geriet sie über Facebook in Kontakt mit einem angeblichen Schiffsingenieur. Im weiteren Verlauf blieben die beiden über den Messengerdienst "Hangout" in Kontakt und der vermeintliche Ingenieur umwarb sie geschickt über mehrere Monate hinweg. Währenddessen bat er sie mehrfach um Geld - die Seniorin kam den Bitten nach und überwies die Beträge. Eine Überweisung betrug allein 45.000 Euro. Ersparnisse, die nun vermutlich für immer verloren sind.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig Aufklärung ist. Sprechen sie mit Freunden und Verwandten über gängige Betrugsmaschen und informieren Sie sich im Internet.

Die Polizei gibt folgende Hinweise.

  • Überweisen Sie niemals Geld als Gefallen oder Leihgabe an Bekanntschaften, die Sie noch nie persönlich getroffen haben. 
  • Hinterfragen Sie kritisch jede Aufforderung, die in Ihre Richtung gemacht wird. Dies bezieht sich auch auf das Schicken von Fotos - Bilder Ihrer Wohnsituation lassen Rückschlüsse auf Ihr Vermögen zu. Intimbilder sollten Sie grundsätzlich nicht verschicken.
  • Lassen Sie sich nicht als "Zwischenstation" nutzen, wenn zwei Parteien untereinander Geld überweisen wollen. Das funktioniert auch ohne diesen Zwischenschritt. Sie werden dabei nur genutzt, um die Überweisungswege zu verschleiern.
  • Die "Zwischenstation" bezieht sich auch auf Pakete - lassen Sie sich nicht darauf ein, ein Paket entgegenzunehmen oder es aufzubewahren. Kriminelle nutzen solche Pakete, um weitere Lügengeschichten aufzubauen und die Opfer unter Druck zu setzen.
  • Beziehen Sie Freunde mit ein. Der Blick von außen ermöglicht eine rationalere Bewertung und schützt Sie gegebenenfalls vor finanziellem und emotionalem Schaden.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. (ots/r)

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Publiziert in MR Polizei
Freitag, 11 Februar 2022 12:51

Bankmitarbeiterin vereitelt Geldübergabe

BAD AROLSEN/KORBACH. Am 10. Februar kam es in Korbach und Bad Arolsen erneut zu sogenannten Schockanrufen von Betrügern, die sich als Staatsanwälte oder Rechtsanwälte ausgaben und ihre Opfer zu Geldübergaben überreden wollten. In beiden Fällen scheiterten die Betrüger, wobei in einem Fall erst eine aufmerksame Bankmitarbeiterin eine Geldübergabe verhinderte.

Polizei informiert

In einem Bad Arolser Ortsteil erhielt eine ältere Frau einen Anruf von einer Frau, die sich als Rechtsanwältin vorstellte. Sie schilderte, dass sie die Interessen der Enkeltochter der Frau vertrete. Die Enkeltochter habe einen tragischen Verkehrsunfall verursacht. An einem Fußgängerüberweg habe sie einen 72-jährigen Mann angefahren, der später auf dem Weg in ein Krankenhaus verstorben sei. Die Enkeltochter müsse nun in ein Gefängnis, was nur mit einer Kaution in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro abzuwenden sei. Auf den Einwand der angerufenen Frau, dass sie so viel Geld nicht habe und die Banken schon geschlossen seien, entgegnete die angebliche Rechtsanwältin, dass sie versuchen werde, die Kaution auf 20.000 Euro zu mindern und die Banken donnerstags auch länger aufhaben. Anschließend fragte sie auch noch nach Wertsachen und Schmuck. Die angerufene Frau beendete das Telefonat und verständigte ihren Sohn. Dieser erkannte den Betrugsversuch und riet seiner Mutter, zu einer Nachbarin zu gehen und die Polizei zu informieren.

Dr. Bach von der Staatsanwaltschaft

Einen ähnlichen Anruf erhielt eine Frau aus einem Korbacher Stadtteil auf ihrem Mobiltelefon. Anhand der Stimme des Anrufers glaubte die Frau, dass es ihr Sohn sei. Der Anrufer nutzte das aus und berichtete von einem schweren Verkehrsunfall. Er habe einen Mann angefahren, der jetzt gestorben sei. Er selbst müsse psychologisch betreut werden. Der angebliche Sohn übergab nun das Telefon an einen Mann, der sich als "Dr. Bach von der Staatsanwaltschaft Kassel" vorstellte. Er fragte die Frau nach ihren finanziellen Verhältnissen aus und forderte sie auf, Bargeld in Höhe von 38.000 Euro nach Kassel zu bringen und diese als Kaution für ihren Sohn zu hinterlegen. Der angebliche Staatsanwalt erhöhte diese Forderung im weiteren Gesprächsverlauf. Die Frau wurde indessen angewiesen, zu ihrer Bank zu gehen und das Telefonat dabei nicht zu beenden. Da die Frau glaubte, tatsächlich zuvor mit ihrem Sohn gesprochen zu haben, folgte sie den Anweisungen des Betrügers. Als sie Geld abheben wollte und einer Bankmitarbeiterin von dem Anruf erzählte, wurde diese misstrauisch. Auf ihr Anraten begab sich die Frau, immer noch mit dem Betrüger am Telefon, zur Polizeistation Korbach. Erst dort wurde ihr klar, dass sie fast auf die Betrüger hereingefallen wäre.

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TWISTETAL. Am Dienstagabend versuchten zwei Unbekannte einen Rentner in Twiste um sein Erspartes zu bringen. Der 77-Jährige wurde jedoch misstrauisch, sodass die Täter ohne Beute blieben und flüchteten. Die Polizei bittet um Hinweise.

Gegen 18.30 Uhr meldete sich der 77-Jährige bei der Polizei. Den eingesetzten Polizeibeamten der Polizeistation Korbach schilderte er, dass kurze Zeit vorher zwei angebliche Polizisten an seiner Haustür erschienen seien. Die uniformierten Männer erklärten ihm, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen im näheren Umfeld gekommen sei. Danach wollten sie von ihm wissen, ob er Geld oder Wertsachen gut verwahrt habe. Der Rentner wurde nun zu Recht misstrauisch. Er gab den Unbekannten zu verstehen, dass er die Geschichte nicht glaubt und kündigte an, dass er die "richtige" Polizei anrufen wird. Daraufhin ergriffen die beiden Täter sofort die Flucht.

Der 77-Jährige informierte erst Verwandte, die anschließend in Twiste nach den Tätern suchten. Danach informierte er die "richtige" Polizei. Sowohl die Suche der Verwandten als auch die Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben erfolglos.

Die Täter konnten wie folgt beschrieben werden: Beide etwa 30 Jahre alt und etwa 165 cm groß, beide haben einen dunklen Teint und hatten schwarze Bärte. Sie trugen grünen Uniformjacken und grüne Uniformhosen sowie grüne-weiße Polizeimützen und medizinische Masken.

Die Polizei rät: Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall führt die Kriminalpolizei Korbach, die unter der Telefonnummer 05631/9710 Hinweise zu den unbekannten Tätern erbittet. (ots/r)

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