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KORBACH. Etwa 140 Meter weit ist ein Polizist bei einer Kontrolle von einem flüchtenden Auto mitgeschleift worden: Der Fahrer war alkoholisiert und sollte den Wagen verlassen, da gab der 58-Jährige Gas, lautete am 9. September 2016 die Meldung im 112-Magazin.

Damals wurde der Beamte bei dem Vorfall verletzt und begab sich zur ambulanten Behandlung ins Korbacher Krankenhaus. Der Autofahrer war weiterhin flüchtig, seine Personalien waren jedoch bekannt.

Was war geschehen?

Die Korbacher Polizei hatte am 8. September gegen 19 Uhr einen anonymen Hinweis auf einen alkoholisierten Autofahrer in Korbach bekommen. Eine Funkstreife traf den damals 58-jährigen Fahrer kurze Zeit später im Birkenweg an und führte eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. Nachdem sich der Hinweis auf Alkohol bestätigte, wurde mit Einverständnis des Fahrers ein Atemalkoholtest durchgeführt, der positiv verlief.

Als der Fahrer von den kontrollierenden Polizeibeamten aufgefordert wurde, sein Fahrzeug zu verlassen, startete der Mercedesfahrer den Motor und fuhr los. Einer der Polizisten versuchte die Weiterfahrt zu verhindern und beugte sich ins Fahrzeuginnere. In diesem Moment beschleunigte der 58-Jährige und schleifte den Polizeibeamten etwa 140 Meter mit sich, bis sich dieser befreien konnte und auf die Straße stürzte. Der Flüchtige setzte sich in ein Waldstück ab und stellte sich am Abend der Polizei.

Was wurde dem Korbacher vorgeworfen?

Trunkenheit am Steuer (2,17 ‰), gefährliche Körperverletzung, Fahrerflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs und Körperverletzung wurden dem Mann zur Last gelegt. Vor dem Korbacher Amtsgericht räumte der 60-Jährige die Tat ein und entschuldigte sich bei dem Beamten, der damals fünf Wochen Dienstunfähig war.

Das Urteil

Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling verurteilte den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von von einem Jahr und vier Monaten, die zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt wurden. Seinen Führerschein darf der 60-Jährige frühestens im September 2019 beantragen.

Die Kosten

Über 6000 Euro musste der Angeklagte bereits an das Land Hessen bezahlen, 8500 Euro Schmerzensgeld an den Beamten und die Gerichts- sowie Anwaltskosten kommen hinzu. Auch die Erlangung der Fahrerlaubnis dürfte teuer werden, sodass sich die Kosten auf etwa 20.000 Euro summieren.

Link: Kontrolle - Polizist 140 Meter weit mitgeschleift, Flucht (09.09.2016)

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Sonntag, 11 März 2018 08:55

Mit VW auf Kreisel gelandet, Karte weg

KORBACH. Erneut ist einem Autofahrer ein Kreisel in Korbach zum Verhängnis geworden - diesmal versperrte der Kreisverkehr auf dem Südring die vermutlich ungeplante Geradeausfahrt.

Zu dem Alleinunfall war es am frühen Sonntagmorgen um 1.55 Uhr gekommen, als ein 36 Jahre alter Mann aus Vöhl mit seinem weißen Volkswagen aus Richtung Kreishaus in Fahrtrichtung Frankenberger Landstraße den Südring befahren hatte. Nach Zeugenaussagen übersah der Touran-Fahrer den Kreisverkehr, raste ungebremst und mittig über den Abgrenzungsbereich und kam mit seinem Pkw auf dem Kreisel zum Stehen. Dabei wurde ein Fahnenmast umgeknickt.

Die hinzugerufenen Beamten der Polizeistation Korbach sicherten die Unfallstelle im Südring ab und beauftragten das Abschleppunternehmen Heidel mit der Bergung des nicht mehr fahrbereiten Volkswagens. 

Bei der Überprüfung der Personalien fiel den Polizeibeamten auf, dass der Vöhler unter Alkoholeinfluss stand. Ein durchgeführter Atemalkoholtest  bestätige die Vermutung, sodass eine Blutentnahme im Stadtkrankenhaus Korbach durchgeführt werden musste. Der Führerschein des 36-Jährigen wurde vorläufig sichergestellt.

An dem Touran entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Wie hoch der Schaden an dem Kreisel ist, muss noch geklärt werden. (112-magazin)

Link: Unfallstandort Kreisverkehr Südring am 11. März 2018

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Freitag, 09 März 2018 15:12

Nach Gladbeck-Drama von der Straße abgekommen

WILLINGEN. Schneeglatte Fahrbahnen in Verbindung mit Alkoholgenuss sind einem 28-jährigen Briloner am späten Donnerstagabend zum Verhängnis geworden - der Mann geriet in der Schwalefelder Straße mit seinem BMW ins Schleudern, überquerte die Gegenfahrbahn und rammte ein Haus.

Verletzt wurde der Fahrer dabei nicht, allerdings musste er die Beamten zur Blutentnahme in das nächstgelegene Krankenhaus begleiten, weil bei dem BMW-Fahrer Alkoholgeruch in der Atemluft die Streifenwagenbesatzung hatte stutzig werden lassen.

Passanten berichteten, dass ein lauter Knall in der Schwalefelder Straße zu hören war, als das TV-Drama "Gladbeck" endete. Bei der Nachschau um 21.45 Uhr wurde festgestellt, dass ein BMW, der im Hochsauerlandkreis zugelassen ist, gegen den Pfeiler einer Garageneinfahrt eines Mehrfamilienhauses gefahren war. Eine hinzugerufene Polizeistreife aus Korbach sicherte die Unfallstelle bis zum Abtransport des Wagens und stellte den Führerschein des Briloners sicher. 

An dem BMW entstand wirtschaftlicher Totalschaden. (112-magazin)


Info:

Im Jahr 2017 wurden die Beamten im Landkreis Waldeck-Frankenberg zu 3936 Unfällen gerufen. Exakt 195 Trunkenheits- oder Drogenfahrten wurden aufgenommen und angezeigt.

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VOLKMARSEN/WELDA. Infolge übermäßigen Alkoholgenusses war am frühen Sonntagmorgen ein 20 Jahre alter Warburger mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und im Graben gelandet.

Der Unfall passierte gegen 4 Uhr, als der 20-Jährige mit seinen beiden Kumpels von Welda in Richtung Volkmarsen unterwegs war. Auf gerader Strecke verlor der Warburger die Kontrolle über seinen grauer Fox, plättete einen Leitpfosten um und landete im Graben an der Landesstraße 3075.

Ein zufällig an der Unfallstelle vorbeikommender Passant informierte die Polizei in Höxter, die wiederum die Polizei Bad Arolsen um Hilfe bat, da der Unfall auf hessischer Seite passiert war. Die Streife war zügig vor Ort und überprüfte die Personalien der anwesenden Männer. Da niemand bei dem Unfall verletzt worden war, konnten sich die Beamten auf den Fahrer konzentrieren. Wegen Alkoholgeruch in der Atemluft des 20-Jährigen, veranlassten die Polizeikräfte einen Alkoholtest, der positiv ausfiel. 

Einer anschließenden Blutentnahme im Krankenhaus konnte sich der Warburger nicht entziehen. Der Führerschein wurde sichergestellt, das völlig zerstörte Fahrzeug musste abgeschleppt werden.  (112-magazin)


Info:

Im Jahr 2017 wurden die Beamten im Landkreis Waldeck-Frankenberg zu 3936 Unfällen gerufen. Exakt 195 Trunkenheits- oder Drogenfahrten wurden aufgenommen und angezeigt.

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DIEMELSEE-ADORF. Vermutlich führte Unaufmerksamkeit und eine gehörige Portion Alkohol im Blut, zu einem Verkehrsunfall auf der Arolser Straße in Adorf - die Feuerwehr wurde um 19.27 Uhr von der Leitstelle informiert, um auslaufende Betriebsstoffe aufzunehmen. 

Mit 17 Einsatzkräften unter der Leitung von Torsten Behle trafen die Freiwilligen nur wenige Minuten später am Unfallort ein, leuchteten die Unfallstelle aus und nahmen im Umfeld der beiden Pkws auslaufende Betriebsstoffe auf. Parallel dazu wurden Verkehrsposten aufgestellt die den Verkehr über Giershagen umleiteten. Mit Besen und Schaufel reinigten die Freiwilligen die Straße und entsorgten umherliegende Fahrzeugteile. Der Gegenverkehr aus Richtung Vasbeck musste warten, bis die Straße gegen 20.15 Uhr für den Verkehr freigegeben werden konnte.

Was war geschehen?

Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 34-jähriger Mann aus Giershagen am Freitagabend mit seinem schwarzen Passat die Arolser Straße in Richtung Vasbeck. Im Bereich der Johanniter Rettungswache übersah der Passatfahrer einen ordentlich mit Parkleuchte versehenen Skoda, der von seiner Besitzerin am rechten Rand der Fahrbahn geparkt worden war. Die 46-jährige Frau war gerade zu Besuch bei ihrer Schwester, als es einen lauten Knall vor dem Haus gab. Der 34-Jährige war ungebremst auf den Skoda aufgefahren und hatte diesen etwa 30 Meter nach vorne katapultiert, wo er an einer Hauswand zum Stehen kam.

Polizei stellt Alkoholgeruch fest

Polizeibeamte aus Korbach stellten bei der Überprüfung der Personalien fest, dass der Fahrer des Passats unter Alkoholeinwirkung stand. Ein Atemalkoholtest bestätigte die Vermutung, sodass der Giershagener die Streife zu einer Blutentnahme begleiten musste. Sowohl am Skoda der Wirmighäuserin, als auch bei dem Passat wurde wirtschaftlicher Totalschaden festgestellt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Verletzt wurde niemand. (112-magazin)


Bereits vor einer Woche musste die Feuerwehr in die Flechtdorfer Straße aurücken, dort war ein alkoholisierter Mann über eine Verkehrsinsel gefahren.

Link: Polo rast über Verkehrsinsel - Alkohol, kein Führerschein (24.02.2018)

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BROMSKIRCHEN/ALLENDORF. Ein Verkehrsunfall, der bereits eine Woche zurückliegt, beschäftigt derzeit die Beamten der Polizeistation Frankenberg - es wird ein Verkehrsteilnehmer gesucht, der am 22. Februar mit dem Fahrer eines verunfallten Chevrolet Captiva an der Unfallstelle kommunizierte.

Vorausgegangen war ein Unfall am vergangenen Donnerstag, zwischen Allendorf und Somplar, bei dem der Fahrer eines silbergrauen Captiva auf der B 236 in Höhe des Abzweigs nach Osterfeld gegen 8.15 Uhr von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Pkw im Graben gelandet war. Bei Eintreffen der Beamten an der Unfallstelle konnte die Streife im Nahbereich des Wagens einen Mann antreffen, der angab, das Fahrzeug nicht gefahren zu haben. Vom imaginären Fahrer fehlte indes jede Spur.

Zeugenaussagen belegen, dass ein bislang unbekannter Fahrzeugführer in den Morgenstunden an der Unfallstelle mit dem Fahrer des Captiva gesprochen hat. Diese Person möchte sich bitte bei der Polizei in Frankenberg unter der Telefonnummer 06451/72030 melden. (112-magazin)

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MASSENHAUSEN/CANSTEIN. Nach einem länderübergreifenden Einsatz am Sonntagmorgen, wurde ein 38-jähriger Mann aus Marsberg ermittelt, der unter Alkoholeinwirkung stehend, mit seinem Ford auf der Landesstraße 870 gegen einen Baum gefahren war. 

Nach Angaben von Zeugen war der alkoholisierte Fahrer mit seinem blauen Ford am frühen Sonntagmorgen gegen 2.20 Uhr auf dem Weg von Canstein nach Massenhausen unterwegs, als er ausgangs einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte und nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war. Mit der Front seines Pkws war der Marsberger mit einem Straßenbaum kollidiert, wobei das Fahrzeug erheblich beschädigt wurde. Angehörige des Fahrers riefen um 2.50 Uhr einen Bergungsdienst hinzu, der sich aber weigerte den Unfallwagen, ohne polizeiliche Genehmigung abzuschleppen.

Daraufhin wurde über die Notufnummer 110 das Polizeipräsidium Nordhessen informiert. Die Beamten der Polizeistation Bad Arolsen erhielten den Auftrag sich um die Sache zu kümmern, auch deshalb, weil nicht klar war, ob sich der Unfall auf hessischem oder nordrhein-westfälischem Gebiet ereignet hatte. 

Bei Eintreffen der Arolser Beamten war der Fahrer des Ford nicht mehr anwesend. Umgehend informierten die Einsatzkräfte die Kollegen aus dem Hochsauerlandkreis, die durch eingeleitete Fahndungsmaßnahmen den 38-Jährigen zügig antreffen konnten. Unter Alkoholgenuss stehend, musste sich der Marsberger einer Blutprobe unterziehen. Sein Führerschein wurde sichergestellt. (112-magazin)

Link: Landesstraße 870

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Dienstag, 13 Februar 2018 15:25

Somplar: Alkoholfahrt endet im Straßengraben

FRANKENBERG/SOMPLAR. Für einen 47 Jahre alten Mann aus Frankenberg endete die Fahrt am Montagabend im Straßengraben - der Fahrer entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle.

Unter Einwirkung von Alkohol steuerte am Montag, gegen 21.30 Uhr, ein Frankenberger seinen blauen Peugeot auf der Ruhrstraße aus Somplar kommend, in Fahrtrichtung Frankenberg. Etwa 400 Meter hinter der Einfahrt von Ante Holz kam der 47-Jährige in einer leichten Rechtskurve mit seinem Peugeot nach links von der Fahrbahn ab, schleuderte in den Straßengraben und kam zwischen mehreren Bäumen zum Stehen.

Ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer informierte die Polizei, weil zu diesem Zeitpunkt nicht feststand, wo sich der Fahrer des verunglückten Wagens aufhält oder ob der Fahrer ärztliche Hilfe benötigt. Die sofort eingeleitete Suche nach dem Verunglückten führte zum Erfolg. Beamte der Polizeidienststelle konnten den Frankenberger ausfindig machen und befragen. Dabei stellten die Ordnungshüter Alkoholgeruch in der Atemluft des augenscheinlich unverletzt gebliebenen Mannes fest.

Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein des Mannes sichergestellt. Das völlig demolierte Fahrzeug wurde durch den Bergungsdienst AVAS abgeschleppt.  (112-magazin)

Link: Unfallstandort Ruhrstraße



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FRANKENBERG. 2,3 Promille nach zwei Bier? Verteidigung erklärt Alkoholfahrt mit Darm-Erkrankung und scheitert vor Gericht.

Für den Gerichtsmediziner war die Sache klar: "So eine Erkrankung gibt es nicht. So etwas ist nirgendwo in der Literatur beschrieben." Prof. Dr. Manfred Riße, leitender Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin des Uniklinikums Gießen, machte damit alles zunichte, worauf die Verteidigung ihren Einspruch aufgebaut hatte.

Der Unfall

Mit einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes wollte Verteidiger Ingo Schneider aus Korbach erklären, warum seine Mandantin bei ihrem Autounfall am 15. April 2017 einen Alkoholgehalt von 2,32 Promille im Blut hatte. Durch einen Darmpilz würden Kohlenhydrate, etwa aus Brot und Nudeln, im Körper zu Fuselalkohol verstoffwechselt, sagte Schneider. Die Angeklagte, eine 30-Jährige aus dem Frankenberger Land, war damals gegen 23.15 Uhr mit ihrem Auto zwischen Frankenberg und Schreufa von der Straße abgekommen. Normalerweise landet solch ein Alleinunfall nicht vor Gericht. Doch die Frau legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Der lautete damals: Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 30 Euro (900 Euro) plus ein Jahr Führerscheinentzug.

Der Experte

Verteidiger Schneider sprach selbst von "böhmischen Dörfern", als er gestern im Amtsgericht den Erklärungsversuch vortrug. Es gebe Bluttests der Hausärztin, es sei aber schwierig, einen Arzt zu finden, der sich damit auskenne. "Meine Mandantin trinkt nicht mehr und nicht häufiger Alkohol als der Normalbürger. An dem Abend waren es nur zwei Bier. Trotzdem hatte sie diesen enormen Promillewert. Das passt nicht", sagte der Anwalt. Deshalb wünsche er sich eine weitere Analyse, um Klarheit über die Erkrankung der Angeklagten zu bekommen. Richterin Petra Kaschel hatte genau deshalb Prof. Dr. Manfred Riße als Sachverständigen eingeladen. Sein Fazit: Durch körperliche Besonderheiten wie eine Erkrankung könne die Alkoholkonzentration im Blut höchstens bei der zweiten Nachkommastelle steigen  "aber nicht mehr", sagte Riße. "Jeder Mensch hat maximal 0,015 Promille Alkohol im Blut. 2,32 Promille ist eine ganz andere Hausnummer. Eine weitere Analyse ist aus meiner Sicht nicht notwendig." Würde es eine Erkrankung geben, die einen Promillewert derart erhöhen könne, "wären unsere Krankenhäuser voll von Betrunkenen", sagte derMediziner. Laut Rißes Rechnung habe die Frau an dem Abend 4,25 Flaschen Bier à 0,5Liter getrunken. Rechne man das Ergebnis der Blutprobe zurück, sagte Richterin Kaschel, habe die Frau zum Unfallzeitpunkt mindestens 2,47 bis maximal 2,84 Promille gehabt.

Das Urteil

Den Argumenten des Experten konnte auch der Verteidiger nichts mehr entgegnen. Er bat um eine Sitzungspause, um sich mit der Angeklagten zu beraten. Danach räumte er die festgestellten 2,3 Promille und die Alkoholfahrt ein ("Der Sachverhalt ist relativ eindeutig") und beschränkte den Einspruch auf das Strafmaß. Und das erhöht sich nun im Vergleich zum ersten Strafbefehl: Die Angeklagte muss entsprechend ihrem Nettoeinkommen, das damals nicht bekannt war, sondern geschätzt wurde, 35 Tagessätze à 50 Euro zahlen (1750 Euro). "Das ist für den Promillegehalt angemessen und noch im unteren Rahmen", sagte Richterin Kaschel. Zudem verlängert sich der Führerscheinentzug bis Mai, da eine Sperrfristvon drei Monaten gilt, sobald das Urteil in Kraft tritt. Wann das ist,hängt auch von der Angeklagten und ihrem Anwalt ab, die sich noch nicht entschieden, ob sie das Urteil annehmen. Um wieder Auto fahren zu dürfen, muss die 30-Jährige eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) machen."Sie haben sich als ungeeignet erwiesen, ein Fahrzeug zu führen. Es war nur Zufall, dass bei dem Unfall nicht mehr passiert ist", sagte die Richterin. (Quelle HNA/Jörg Paulus)


112-magazin.de berichtete am 17. April 2017 über den Unfall. 

Link: Gegen Baum: Frau schwer verletzt - Verdacht auf Alkohol

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KIRCHHAIN. Am Freitagmorgen gegen 7 Uhr traute der Angestellte einer Tankstelle in der Frankfurter Straße seinen Augen nicht. Ein Mann steuerte seinen großen SUV aufs Gelände, stieg aus, betrat nur mit Unterhose und dünner Jacke bekleidet den Verkaufsraum, nahm sich eine Flasche Wodka aus dem Regal, trank einen ordentlichenSchluck daraus, verließ die Tankstelle mit Flasche und den Worten "hab kein Geld", setze sich in sein Auto und fuhr davon.

Die Ermittlungen führten die sofort verständigte Polizei zu dem Fahrer. Dieser hatte es tatsächlich unfallfrei nach Hause geschafft. Der in Kirchhain wohnende Mann stand erheblich unter Alkoholeinfluss. Sein Alkotest um 8.24 Uhr zeigte über 2,6 Promille an. Die Polizei veranlasste die notwendigen Blutproben und stellte den Führerschein sicher. Im Verlauf der weiteren Maßnahmen ergaben sich immer mehr Anhaltspunkte dafür, dass der Mann dringen ärztliche Hilfe benötigt. Die Polizei brachte ihn daher in ein psychiatrisches Krankenhaus - die Fahrerlaunbis wurde eingezogen.

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