WALDECK. Mehrere brennende Gartenhütten haben in der Nacht zum Sonntag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz in einer Kleingartenanlage im Waldecker Stadtteil Höringhausen ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte waren einige Hütten bereits teilweise abgebrannt, während die Flammen auf weitere Gebäude übergriffen.
Feuerschein weithin sichtbar
Die Alarmierung der Feuerwehren Höringhausen und Sachsenhausen sowie des Führungsteams der Stadt Waldeck erfolgte am Sonntag um 3.23 Uhr unter dem Einsatzstichwort „F 2“. Der Feuerschein war bei der Ankunft der ersten Kräfte bereits aus größerer Entfernung sichtbar.
Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing begannen die Einsatzkräfte mit dem zur Verfügung stehenden Löschwasser umgehend den Löschangriff. Da die vorhandene Wassermenge bei Weitem nicht ausreichte, wurden zusätzliche Tanklöschfahrzeuge aus Korbach angefordert.
Löschwasser im Pendelverkehr
Parallel dazu brachten die Kräfte einen Faltbehälter für den Aufbau eines Pendelverkehrs in Stellung. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge transportierten das Löschwasser zur Einsatzstelle und speisten den Behälter.
Um an die Glutnester zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte dicht an das Brandgut herangehen und die betroffenen Materialien auseinanderziehen. Dadurch entstand ein großer Bedarf an Atemschutzgeräteträgern und Atemschutzgeräten.
Zehn Atemschutztrupps im Einsatz
Aus diesem Grund wurden die Feuerwehren Strothe und Meineringhausen sowie der Gerätewagen Atemschutz nachalarmiert. Insgesamt kamen zehn Atemschutztrupps zum Einsatz. Weitere 30 Kräfte sorgten für die notwendige Infrastruktur rund um die Löscharbeiten.
Auch umliegende Gartenhütten mussten kontrolliert werden. Teilweise überprüften die Kräfte die Dachbereiche, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Dem Löschwasser wurde Netzmittel beigemischt, um die Löschwirkung zu verbessern.
Hygieneraum für Atemschutzkräfte
Die Feuerwehr Netze wurde zum Betrieb des Einsatzstellenhygieneraums alarmiert. Dort legten die Atemschutzgeräteträger ihre durch Brandrauch belastete Einsatzkleidung ab und tauschten sie gegen neue Kleidung aus.
Der Einsatzstellenhygieneraum sowie zwei weitere Abrollbehälter wurden mit einem Wechsellader zur Einsatzstelle transportiert.
Einsatz in Abschnitte gegliedert
Bereits frühzeitig gliederte die Einsatzleitung das Geschehen in verschiedene Einsatzabschnitte. Neben der Nachalarmierung und Einweisung weiterer Kräfte unterstützte der Einsatzleitwagen die Arbeiten mit Drohnenaufnahmen.
Neben den Feuerwehren Höringhausen, Netze, Sachsenhausen und Waldeck waren Kräfte der Feuerwehren Korbach, Meineringhausen und Strothe beteiligt. Außerdem befanden sich die Polizei und ein Rettungswagen an der Einsatzstelle.
Philip Windisch vom Brandschutzaufsichtsdienst war ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild vom Einsatz zu machen.
Einsatz dauert dreieinhalb Stunden
Der Einsatz dauerte insgesamt rund dreieinhalb Stunden. Nach Abschluss der umfangreichen Lösch- und Kontrollarbeiten konnten die beteiligten Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen.








