Schulung der Korbacher Einsatzkräfte: Retter für die Retter

Mittwoch, 12 Oktober 2022 08:44 geschrieben von
Feuerwehren retten Menschenleben - das ist für viele selbstverständlich. Aber die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bringen sich dabei auch sehr oft selbst in Gefahr und setzen ihr Leben aufs Spiel. Feuerwehren retten Menschenleben - das ist für viele selbstverständlich. Aber die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bringen sich dabei auch sehr oft selbst in Gefahr und setzen ihr Leben aufs Spiel. Foto: Feuerwehr Korbach

KORBACH. Feuerwehren retten Menschenleben - das ist für viele selbstverständlich. Aber die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bringen sich dabei auch sehr oft selbst in Gefahr und setzen ihr Leben aufs Spiel. Für die eigene Sicherheit muss die Feuerwehr natürlich auch selbst sorgen. Die Feuerwehren der Großgemeinde Korbach haben sich in diesem Bereich neu und besser aufgestellt. Im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Fahrzeugkonzepts haben insgesamt vier Ortsteilwehren gemeinsam mit der Kernstadt die Aufgaben eines Atemschutznotfallteams (ANT) übernommen.

Der Atemschutzbeauftragte Sascha Franken hat dazu ein Konzept erarbeitet, das er gemeinsam mit den Fachausbildern Jörn Kasparek, Reinhold Vesper, Joshua Sude und Joachim Zenke mit Leben gefüllt hat. In Theorie und Praxis wurden die Einsatzkräfte der Kernstadt sowie den Ortseilen Nieder-Ense, Nordenbeck, Lelbach und Lengefeld entsprechend intensiv geschult.

Menschenrettung gehört zum Tagesgeschäft der Feuerwehr. Aber eine Einsatzkraft, die unter schwerem Atemschutz sowie mit umfangreicher Schutzausrüstung in eine Gefahrensituation gerät, zu retten, bedarf es besonderer Kenntnisse. Wie lagere ich eine Person mit Atemschutzgerät auf einer Trage? Wie kann ich trotz Schutzausrüstung mit einer notwendigen Reanimation beginnen? Wie bekomme ich die Person so schnell wie möglich aus der Schutzkleidung heraus, um sie dem Rettungsdienst übergeben zu können? Für all diese Fragen hat das ANT die passenden Antworten. Mit den neuen Fahrzeugen in Lelbach, Lengefeld und Nieder-Ense wurde die notwendige Sonderausrüstung zur Verfügung gestellt. In der Kernstadt sowie in Nordenbeck wurden die Bestandsfahrzeuge aufgerüstet. Zur Sonderausrüstung gehören zum Beispiel Schleifkorbtragen, Schnellangriffstaschen sowie die Atemschutznotfalltaschen. Mit dem ANT-Konzept verfolgen die verantwortlichen Leiter der Wehr mehrere Ziele gleichzeitig.

  • Die Sicherheit der ehrenamtlichen Kräfte im Einsatz wird deutlich erhöht.
  • Die Gesamtstärke und Ausbildung der Atemschutzgeräteträger in der Großgemeinde wird verbessert.
  • Die Ortsteilwehren werden noch mehr in das Einsatzgeschehen integriert und die Zusammenarbeit aller 15 Wehren der Großgemeinde wird weiter verbessert.

Das ANT wird künftig bei bestimmten Einsatzstichworten direkt mitalarmiert oder kann auch bei Bedarf nachgefordert werden. Die Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland, Sascha Franken und Arno Zenke bedanken sich für das Engagement der beteiligten Einsatzkräfte sowie für die motivierte Mitarbeit im Sinne der Sicherheit aller Korbacher Feuerwehren. 

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