WINTERBERG. Mit einer professionell betriebenen Cannabis-Aufzuchtanlage erheblichen Ausmaßes sind Kriminalbeamte in Winterberg-Langewiese auf einen umfangreichen Fund gestoßen. Insgesamt wurden 213 ausgewachsene Cannabispflanzen, 637 Setzlinge sowie 207 bereits abgeerntete Pflanzen sichergestellt.
Kriminalbeamte der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis durchsuchten am Donnerstag, 17. September 2026, ein Objekt in Langewiese. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus der Bevölkerung.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärteten sich die Hinweise, sodass schließlich die Durchsuchung des betreffenden Objekts erfolgte. Dabei stießen die Einsatzkräfte auf die professionell betriebene Aufzuchtanlage.
Neben den ausgewachsenen Pflanzen und Setzlingen fanden die Beamten auch 207 bereits abgeerntete Pflanzen. Die komplette Anlage sowie die aufgefundenen Pflanzen und Setzlinge wurden sichergestellt.
Nach einer ersten kriminalpolizeilichen Einschätzung hätte die festgestellte Aufzucht bei entsprechender Entwicklung und Ernte einen Ertrag von etwa 60 bis 80 Kilogramm Cannabis ermöglichen können. Der daraus resultierende Straßenverkaufswert könnte sich – abhängig von Qualität, Wirkstoffgehalt und Verkaufsform – auf etwa 600.000 bis 800.000 Euro belaufen.
Bei diesen Angaben handelt es sich nach Mitteilung der Polizei um eine vorläufige Schätzung. Die genaue Höhe ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
In dem Objekt trafen die Kriminalbeamten einen 50 Jahre alten albanischen Staatsangehörigen an. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und soll am Freitag einem Haftrichter in Brilon vorgeführt werden.
Kriminalrat Deniz Özkan, Leiter der Kriminalpolizei, erklärt: „Der Umfang der aufgefundenen Anlage und die zu erwartenden Ertragsmengen verdeutlichen die erhebliche Dimension der hier betriebenen Cannabisaufzucht. Ausgangspunkt unserer Ermittlungen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, dem wir konsequent nachgegangen sind.“
Weiter betont Özkan: „Dieser Fall zeigt, welchen wichtigen Beitrag aufmerksame Bürgerinnen und Bürger zur polizeilichen Arbeit leisten können. Daher möchten wir die Bevölkerung ausdrücklich ermutigen, verdächtige Wahrnehmungen der Polizei mitzuteilen.“
Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an. Dabei geht es insbesondere um die Hintergründe der Anlage sowie um mögliche weitere Tatbeteiligte. (ots/r)
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