Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Verkehrsunfall

Freitag, 11 Oktober 2019 11:44

Golf kollidiert mit Wildsau - Auto Schrott

MENGERINGHAUSEN-LANDAU. Zu einem schweren Verkehrsunfall wurden die Beamten der Polizeistation Arolsen am frühen Freitagmorgen gerufen - ein 25 Jahre alter Mann aus Korbach war mit seinem schwarzen Golf auf der Bundesstraße 450 in ein Wildschwein gefahren, die Sau verendete noch an der Unfallstelle, der Golf, mit zwei Insassen besetzt, überschlug sich nach einem missglückten Ausweichmanöver.

Ereignet hatte sich der Unfall gegen 2 Uhr, als der 25-Jährige die Hagenstraße von Mengeringhausen in Richtung Landau befuhr. In Höhe des alten Standortübungsplatzes wechselte unvermittelt eine Sau über die Fahrbahn. Zunächst versuchte der junge Mann auszuweichen, dies gelang aber nicht. Der Golf prallte frontal gegen das Schwein, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach.

Trotz des schweren Unfalls blieben sowohl der Fahrer, als auch der Beifahrer unverletzt. Ein Abschleppunternehmen entsorgte den Golf noch in der Dunkelheit. Höhe des Sachschadens: 5000 Euro.

Das sagt die Polizei:

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Wildunfälle grundsätzlich zu melden sind. Zum einen, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, da verletzte Tiere ein Verkehrshindernis darstellen, zum anderen, um den Tieren unnötiges Leid zu ersparen. Bei angefahrenen und verletzten Wildtieren wird ein Nachsuchenführer mit einem ausgebildeten Schweißhund angefordert, der dem Tier folgt (siehe Titelbild) und es von seinen Leiden erlöst.

Übrigens: Viele Versicherungen verlangen mittlerweile einen schriftlichen Nachweis der zuständigen Polizeibehörde nach Wildunfällen, falls dieser fehlt, können die Versicherungen die Leistungen verweigern.

(112-magazin)

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Publiziert in Polizei
Montag, 30 September 2019 21:07

Schwerer Unfall zwischen Schreufa und Sachsenberg

SCHREUFA. Die Wucht des Aufpralls war enorm. Ein Pkw steht im Graben, allerdings mit einem Vorderrad in der Luft und mit dem Kofferraum in einer angrenzenden Böschung eines Laubwaldes. Den anderen Wagen sehe ich garnicht. Aus der Presse Alarmierung ist aber bekannt, dass es sich um zwei verunfallte Pkw handelt. Wenn man von Schreufa in Richtung Sachsenberg fährt, befinden sich links neben der Straße große Wiesen. Darin und in der zugehörigen Wiese befinden sich viele Einsatzkräfte. Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei. Sie alle stehen um den Pkw herum und leisten körperliche Schwerstarbeit in der abschüssigen Böschung. Vor dem Rettungswagen ist ein Stahlseil über die Straße gespannt – an einem Baum gegenüber befestigt. Dieses Seil sichert den Pkw, der noch in der Böschung steht. Darin versorgen die Einsatzkräfte eine Frau, die laut der Alarmierung eingeklemmt ist. Oben auf der Straße stehen Trage und Rettungswagen bereit.

Auf dem Weg über die lange Straße in Richtung der Einsatzstelle komme ich an einigen jungen Frauen vorbei. Sie sind besorgt, scheinen die Frau im Pkw zu kennen. Ein bisschen frage ich mich, was ich eigentlich hier suche. Trotz Kamera, trotz Presseausweis, trotz Zurückhaltung. Aber das dauert nur kurz. Ich störe niemanden. Halte mich zurück, bis die Frau befreit ist und im Rettungswagen liegt. Die Fotos der Vergangenheit haben bereits viel Aufklärung geleistet. Bei Crashkurs NRW zum Beispiel, einer landesweiten Präventionsveranstaltung der Polizei für junge Leute in weiterführenden Schulen. Damit vielleicht nur einer im richtigen Moment das Richtige tut. Dann hat es schon was gebracht.

In der Zwischenzeit haben die Rettungskräfte die Frau aus dem Auto befreit und in den Rettungswagen gebracht.

Ein Peugeot ist das, der da steht. Zum Glück nicht so sehr deformiert vom Unfall. Eher zur Rettung der Frau zerschnitten – Türen entfernt, Dach abgetrennt. Das ist – auch wenn das erst mal paradox klingt – ein gutes Zeichen. Auch, dass die Rettungskräfte sich Zeit gelassen haben. Das bedeutet nämlich, dass sie keine Crashrettung durchführen mussten, sondern eine Patientenorientierte Rettung machen konnten. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Crashrettung allerhöchste Eile geboten ist, weil der Patient in akuter Lebensgefahr schwebt. Bei der Patientenorientierten Rettung ist der Zustand stabil. Soweit stabil, dass man mehr Zeit investieren kann, um besonders schonend für die Wirbelsäule des Patienten zu arbeiten.

Die Feuerwehrleute, die aus der Großgemeinde Lichtenfels und auch aus Frankenberg angerückt sind, bestätigen später den Eindruck. „Patientenorientierte Rettung in enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und der Notärztin“.

Erst sei nicht ganz klar gewesen, auf welchem Gemeindegebiet sich die Unfallstelle befindet, erklären die Wehrleute. Deshalb seien beide Gemeinden alarmiert worden. „Wir arbeiten aber ohnehin sehr oft zusammen und das klappt super.“, erklären sie mir vor Ort. Den Beweis dafür haben alle aber schon längst erbracht. Aus schwierigem Gelände haben sie alle in engster Zusammenarbeit einen verletzten Menschen nicht nur aus einem Unfallwagen befreit, sondern auch betreut, den Rettungsdienst unterstützt, den Brandschutz sichergestellt, die Straße abgesperrt und das Auto gegen Abrutschen gesichert.

Wie ist der Unfall überhaupt zu Stande gekommen? Das erklären mir die eingesetzten Polizeibeamten der Frankenberger Wache: „Die Frau kam mit ihrem Peugeot aus Richtung Sachsenberg. Ihr entgegen kam ein Mann aus Richtung Schreufa. Die Frau geriet ins Schlingern, traf einen Baum am rechten Fahrbahnrand und dann den entgegenkommenden Wagen des Mannes. Dieser ist ausgewichen und in den Graben geschleudert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Peugeot der Frau zurück über die Straße in den Abhang geschleudert.“ Der Mann sei glücklicherweise nur leicht verletzt worden und könne womöglich nach ambulanter Behandlung nach Hause. Die Frau kommt ins Krankenhaus nach Frankenberg. Alles in allem ist der Unfall wohl verhältnismäßig glimpflich abgegangen. Gott sei Dank.

Erst am Samstag war es auf der Strecke zu einem schweren Unfall gekommen.

Liebe Leser, liked kräftig den Artikel als Anerkennung für die eingesetzten Kräfte und gute Genesungswünsche für die Betroffenen.

Publiziert in Feuerwehr

GEISMAR. Wie gewaltig die Einwirkung ist, wenn zwei Fahrzeuge bei der Fahrt frontal zusammenstoßen, das wird auf besonders dramatische Art deutlich, wenn es sich dabei um Lastwagen handelt. So wie heute Mittag um 12 Uhr auf der Strecke von Frankenberg nach Geismar.

Der kleinere Wagen der beiden, ein Pritschenwagen von VW, der einem Handwerksbetrieb gehörte, ist im Bereich der Fahrerkabine komplett deformiert. Das Dach ist nach hinten geklappt. Das war die Feuerwehr. Der Einsatzleiter vor Ort zeigt mir an dem orangen Volkswagen eindrucksvoll, was seine Leute geschafft haben: „Hier in den Fußraum konnten wir bei unserem Eintreffen garnicht herein schauen. Wir mussten den Vorderwagen mit Zylindern nach vorne biegen“, erklärt er mir, während er in den Fußraum zeigt. Dort saß beim Eintreffen der rund 25 Kameraden der Frankenberger Feuerwehr ein 32-jähriger Mann. „Der Rettungsdienst konnte vor unserem Eintreffen schon über die Beifahrertür einsteigen und war bei dem Verletzten bereits mit der Versorgung zu Gange“, erklärt der Feuerwehrmann. Der Beifahrer, so erklärt mir der Mann weiter, sei bereits aus dem Fahrzeug geklettert und habe auf der Leitplanke gesessen. Der 27-jährige kam nach Auskunft der Polizei zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Frankenberg. Ebenso der Fahrer eines großen Baustellenlasters aus Kirchhain – in seinen Laster ist der Pritschenwagen im Bereich einer Kurve geprallt. Der Lkw steht einige Meter weiter oben am rechten Fahrbahnrand – ebenfalls beschädigt.

Die Feuerwehrleute aus Frankenberg haben in enger Abstimmung mit den Kollegen von Rettungsdienst, Notarzteinsatzfahrzeug und Luftrettung gearbeitet. Nach dem Vorbiegen des Vorderwagens, dem Heraustrennen der Fahrertür, dem Abklappen und sichern des Daches, sowie der Sicherstellung des Brandschutzes vor Ort wurde der Mann dann befreit. 32 Jahre ist der Fahrer alt. So schwer verletzt worden, dass die Rettungskräfte den Rettungshubschrauber für den Transport in eine Klinik angefordert hatten. „Christoph 7“ aus Kassel steht direkt an der Einsatzstelle in einer Wiese. Der Pilot wartet auf die Mediziner und den Patienten und bereitet die Umlagerung bereits vor. Wir unterhalten uns kurz, als der junge Fahrer noch im Rettungswagen versorgt wird. Vor vielen Jahren hatten wir uns in Kassel bei einer Jubiläumsveranstaltung in der Orangerie getroffen. Heute ist der Einsatz real, hängt viel vom Hubschrauber ab.

Der RTW des Rettungsdienst Promedica hat den Patienten an Bord, zusammen mit dem Notarzt aus Röddenau und der Hubschrauberbesatzung wird er für den Flug vorbereitet. Retungswagen des DRK Frankenberg und des Malteser Hilfsdienstes haben unterdessen die beiden leichter verletzten Männer bereits ins Krankenhaus gefahren. In beide Richtungen hat sich der Verkehr weit zurück gestaut. Viele Lkw-Fahrer stehen an den Leitplanken und warten. Umdrehen können sie nicht. Einige schlafen in ihren Führerhäusern. Die, die draußen stehen unterhalten sich. Sind betroffen. Sie haben mitbekommen, dass hier auch ein Lkw beteiligt ist – „einer von ihnen“. Stundenlang mussten sie ausharren, bis die Straße geräumt, die Einsatzkräfte wieder abgerückt und die Öl- und Dieselspuren abgestreut waren. In dieser Zeit war der junge Fahrer bereits per Hubschrauber in Kassel gelandet und der optimalen Versorgung zugeführt worden.

Die Feuerwehrleute, die Rettungsdienstmitarbeiter, die Polizeibeamten und die Hubschrauberbesatzung haben einmal mehr ihr Können unter Beweis gestellt und routiniert einen schwer Verletzten eingeklemmten Menschen bestens versorgt, behutsam befreit und in die Klinik geflogen. Die Unfallstelle nach Spuren, Beweisen und Dokumenten durchsucht. Die Straße wieder so hergerichtet, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer mehr durch die Unfallfolgen gefährdet wird.

„Der Kleinlaster ist aus noch unklarer Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und in den Lkw geprallt“, haben die Polizeibeamten vor Ort ermittelt. Sie hatten nun noch die Aufgabe, Angehörige über den Unfall zu informieren. Nach mehreren Stunden konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden.

Ein Like unter unserem Artikel sehen und akzeptieren wir ausschließlich als Anerkennung für die Leistung der Einsatzkräfte und als Genesungswünsche für die Beteiligten.

Publiziert in Feuerwehr
Donnerstag, 26 September 2019 18:15

Frontalzusammenstoß geht glimpflich aus

BROMSKIRCHEN. Obwohl es schlimm aussah, ist es noch relativ glimpflich ausgegangen. Der Polizeibeamte auf der B 236 kommt mir erleichtert entgegen. Von kurz nach Bromskirchen, bis kurz vor die Ortschaft Osterfeld hat sich der Stau bereits gebildet. Die Fahrbahn ist blockiert. Auch in die Gegenrichtung staut es sich.

„Die Fahrerin des Toyota und ihre beiden Kinder sind in ein Krankenhaus gekommen. Aber sie konnten noch laufen und wahrscheinlich sind sie zum Glück nur leicht verletzt worden“, erklärt er mir. Kurz zuvor war ihr blauer Wagen, mit dem die Familie aus dem Hochsauerlandkreis aus Richtung Allendorf kommend im Bereich einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort fuhr zu dieser Zeit ein Mercedes Sprinter. Der steht nun im Graben am rechten Fahrbahnrand – nicht mehr fahrbereit. Der Fahrer schaut mir bei meiner Arbeit zu, er versteht mich aber nicht. Der Mann kommt, wie ich später von der Polizei erfahre, aus Rumänien. Er ist erleichtert, aber der Schreck steckt ihm auch noch sichtbar in den Knochen. Der Mann hatte Glück und blieb unverletzt. Weiterfahren kann er mit seinem stark beschädigten Sprinter jedoch nicht mehr.

Der Toyota wird unterdessen auf den Abschlepper gehoben und der Verkehr dann bereits wieder an der Unfallstelle vorbeigeführt. Wie hoch genau der entstandene Sachschaden war, das konnte vor Ort noch nicht gesagt werden. Der Toyota jedenfalls dürfte nur noch Schrottwert haben, der Sprinter wurde im Frontbereich und auf der Fahrerseite schwer beschädigt.

Publiziert in Retter

ZÜSCHEN. Weil er ein Vorbeifahren eines Pkw in der engen Hardtstraße in Züschen ermöglichen wollte, ist ein 74-jähriger Mann am Dienstagnachmittag schwer verletzt worden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und war zuvor von der Feuerwehr aus seinem Auto befreit worden.

Die Polizei erklärte vor Ort, dass der Senior die Hardtstraße in Richtung Bundesstraße 236 befuhr. Ihm entgegen kam eine Frau mit ihrem Pkw. Die Straße ist jedoch so eng gebaut, dass zwei Pkw nicht nebeneinander vorbei fahren können. Der ältere Herr wollte der Frau Platz machen und lenkte seinen silbernen Audi nach rechts auf einen Gehweg. Dabei prallte er jedoch gegen eine Straßenlaterne. „Das hat einen großen Schlag am Reifen gegeben und dadurch ist der Mann wohl erheblich an der Wirbelsäule verletzt worden“, erklärt ein Polizeibeamter. Der zweite Pkw, so der Polizeibeamte, sei am Unfall selbst gar nicht beteiligt gewesen. Unfallfahrer und Pkw-Fahrerin hätten auch den Hergang beide so geschildert.

Um den Mann seiner Verletzungen entsprechend versorgen zu können, kam die Feuerwehr Züschen zum Einsatz, die den Wagen zum einen gegen ein wegrollen an der abschüssigen Straße sicherte, und zum anderen mit der Rettungsschere das Dach abtrennte, um den Senior schonend befreien zu können. Dies alles erfolgte in enger Abstimmung mit den Besatzungen des Rettungswagens und des Notarzteinsatzfahrzeuges aus Winterberg. Um den Mann nach der Rettung auch schonend ins richtige Krankenhaus für Wirbelsäulenverletzungen transportieren zu können, forderten die Rettungskräfte einen Hubschrauber an. Der Siegener ADAC Hubschrauber „Christoph 25“ landete kurze Zeit später oberhalb der Unfallstelle an der Schützenhalle.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Hardtstraße komplett gesperrt.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Dienstag, 03 September 2019 19:27

Insektenstich löst Frontalzusammenstoß aus

BAD WILDUNGEN. Vermutlich war ein Insektenstich verantwortlich für einen Verkehrsunfall, der sich am Dienstag um 12 Uhr in der Ortslage von Reitzenhagen ereignet hat.

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war eine Frau (50) aus dem Kreis  Waldeck-Frankenberg mit ihrem weißen Skoda Rapid von Bad Wildungen kommend auf der Bilstenstraße in Richtung Reinhardshausen unterwegs. Im Bereich Am Unterscheid verlor die Fahrerin über ihren im Vogtland (Sachsen) zugelassenen Pkw die Kontrolle, geriet nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem im Landkreis Kassel zugelassenen MAN der Baureihe 8.163.

Während der im Schwalm-Eder-Kreis lebende Fahrer (49) des Lkws unverletzt geblieben war, musste die 50-jährige Unfallverursacherin nach der ärztlichen Versorgung mit einem RTW in die Asklepios Klinik zur ambulanten Behandlung gebracht werden. Gegenüber der Polizei gab die Frau an, dass ein Insektenstich eine Panikattacke ausgelöst habe, daraufhin sei sie nach links in den Gegenverkehr geraten.

Ein Abschleppunternehmen musste den mit Totalschaden (8000 Euro) bewerteten Skoda abtransportieren. Der ebenfalls nicht mehr fahrbereite Lkw wurde ebenfalls mit wirtschftlichem Totalschaden von 10.000 Euro bewertet. Die Reinigung der Unfallstelle übernahmen dankenswerterweise Mitarbeiter des Abschleppunternehmens. Diese streuten Ölbindemittel auf ausgelaufene Betriebsstoffe und nahmen das kontaminierte Streugut wieder auf. Im Anschluss wurde die Fahrbahn von abgerissenen Fahrzeugteilen befreit. 

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Straße gesperrt werden.

Link: Unfallstandort Bilsteinstraße am 3. September 2019

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 22 August 2019 23:33

Schwerer Sturz mit Roller - Hubschrauber im Einsatz

BROMSKIRCHEN. Zur falschen Zeit am falschen Ort. So könnte man es nennen, was einem Mann auf seinem Motorroller am Donnerstagnachmittag gegen 16.00 Uhr geschehen ist. Und den Schilderungen der Unfallzeugen nach auch einen ziemlichen Leichtsinn – allerdings von einem anderen Verkehrsteilnehmer.

Der gelbe Motorroller lag noch auf der Bundesstraße, in einem an die Verbindung von Hallenberg nach Bromskirchen angrenzenden Grünstreifen. Sein Fahrer liegt wenige Meter weiter schwer verletzt im Rettungswagen. Die Besatzung des Frankenberger DRK Rettungswagens, sowie der Röddenauer Notarzt versorgen den schwer Verletzten.

Eine Polizeibeamtin vor Ort erklärt, der Mann sei in Richtung Bromskirchen gefahren. An dieser Stelle steigt die B 236 von Hallenberg kommend an. Und macht eine Linkskurve. In dieser Kurve war es geschehen. Die Männer, die an dem Unfall beteiligt waren, stehen noch betroffen an der Straße. Mit ihrem Transporter und dem zugehörigen Anhänger. Mit diesem Gespann hatte kurz zuvor einer der Männer versucht, den Roller zu überholen. Allerdings kam plötzlich Gegenverkehr – mit fatalen Folgen. „Das Gespann ist zu früh wieder eingeschert und der Wagen hat dann den Rollerfahrer zu Fall gebracht“, erklärt die Polizeibeamtin. Und dass gleich ein Hubschrauber kommen solle. Er soll den Rollerfahrer dann in die Marburger Uniklinik fliegen. Schnell, und vor allem schonend.

Ein älterer Mann spricht mich an der Einsatzstelle an. Er ist der Bruder des Verletzten. „Sie wollen mich nicht mehr zu ihm lassen. Das respektiere ich. Man kann die Leute nicht einfach ausschimpfen“, sagt er mir und erzählt, wie schlimm er es findet, dass es Menschen gibt, die den Rettungsdienst oder die Einsatzkräfte bei der Arbeit bedrohen oder beleidigen. „Die sollte man dann alle sofort einsperren“, ist er entschlossen. Ich bin zutiefst beeindruckt, wie nett der alte Herr ist, wie offen er redet, obwohl er eigentlich gerade ganz andere Sorgen hat und obwohl ich eindeutig als Pressefotograf zu erkennen bin. „Das finde ich gut. Den Bericht möchte ich gerne lesen“, verrät mir der Mann. Er hat Angst um seinen Bruder. Das merkt man sofort.

Während unserer Unterhaltung durchdringt das Knattern des anfliegenden Rettungshubschraubers unsere Stimmen. „Christoph Gießen“ dreht eine Runde, das Fahrwerk ist ausgefahren, die Türen gehen auf, damit die Besatzung einen Überblick hat und obwohl es ziemlich steil ist, landet der Pilot seine Maschine punktgenau auf dem geraden Stück eines engen Feldweges. „Was hier jetzt für ein Aufwand betrieben wird. Zum Glück gibt es das alles“, gesteht mir der Bruder des Verunfallten. Fast ein wenig verlegen wirkt er.

Im Rettungswagen erfolgt nun die Übergabe des Patienten an das Hubschrauberteam. Der Verkehr hat sich unterdessen in beide Richtungen weit zurück gestaut. Nach kurzer Zeit setzt sich der Rettungswagen in Bewegung und fährt in Richtung Hubschrauber. Während der Verletzte umgeladen wird, gehe ich außer Sichtweite und treffe auf zwei im Stau stehende Lkw-Fahrer. Rund vierzig Jahre ist der Mann, der neben mir steht, schon am Lkw-Steuer unterwegs. „Das ist schlimm und mir unverständlich. Immer diese Raserei“, ärgert er sich. Als ich ihm erzähle, wie es zu dem Unfall gekommen ist, schluckt der Mann. Dass es sich um einen älteren Herrn auf einem Motorroller handelte, das hätte er nicht gedacht. Und dass er derart unverschuldet in den Unfall geriet, wusste er auch nicht.

Der Bruder des Verletzten kommt wieder dazu. Dass sein Bruder erst vor kurzer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, nach einer Herzoperation, erzählt er uns. Er hat große Angst um ihn. Ich versichere dem Mann, dass sein Bruder bei den Rettungskräften in den besten Händen ist. Er tut mir richtig Leid. „Ja, dann auf Wiedersehen. Alles Gute“, verabschiedet sich der Mann, als ich in Richtung des startenden Hubschraubers gehe. Das sitzt. Oft schon bin ich an den Einsatzstellen unterschiedlichen Menschen „am Rande“ begegnet. Aber dass ein Angehöriger, der Sorge um seinen Bruder hat, noch so nette Worte findet, das ist mir selten passiert. Ich habe in dem Moment einen Kloß im Hals. Menschlich ist das. Von beiden Seiten.

Für seinen Bruder wird nun alles getan, die Arbeit vor Ort ist super gelaufen. Auch ich wünsche dem Mann alles Gute. Und seinem Bruder. Der nun wieder in der Uniklinik Marburg liegt.

Publiziert in Retter

ELPE. Zu einem schweren Verkehrsunfall wurden die Feuerwehren, Rettungsdienste und die Polizei am Donnerstagmorgen auf die K 16 zwischen Elpe und Gevelinghausen, nahe dem Abzweig nach Andreasberg alarmiert.

Gerade mal fünf Grad Außentemperatur hatte es am frühen Morgen um kurz vor sieben, als die Meldung bei der Leitstelle einging. Niedrige Temperaturen sind für Traumapatienten, also solche, die Verletzungen haben und stark bluten könnten, besonders gefährlich: Fällt die Körperkerntemperatur von normalerweise 37 Grad Celsius auf unter 35 Grad Celsius, wirkt sich dies und jede weitere Abkühlung rasant auf die gerade dann so dringende Blutgerinnung aus. Deshalb ist der Wärmeerhalt bei Unfallopfern – auch im Sommer und auch bei warmen Temperaturen – enorm wichtig.

Dieser Umstand und überhaupt die Schwere der möglichen Verletzungen sind den alarmierten Kräften durchaus bekannt.

Schnelle Hilfe

Bereits wenige Minuten, nachdem die Disponenten der Kreisleitstelle in Meschede die Feuerwehren aus Bigge-Olsberg, Gevelinghausen, Elpe und Siedlinghausen, sowie Rettungswagen aus dem Hochsauerlandkreis, inklusive dem Olsberger NEF in Marsch gesetzt hatten, trafen die ersten Kräfte auf der zwischen zwei Fichtenschonungen gelegenen Kreisstraße ein. Den Freiwilligen Helfern der Feuerwehren und den Hauptamtlichen Kollegen des Rettungsdienstes bot sich ein zermürbendes Bild vor Ort: Zwei Fahrzeuge waren scheinbar frontal kollidiert. Eine Person, so war es in der ersten Meldung angekommen, sei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt worden. Die Wucht des Aufpralls war derart heftig, dass die beiden Fahrzeuge nach der Kollision wieder auseinandergeschleudert wurden. Der weiße Seat, der von einem 40-jährigen Mann aus Winterberg gefahren wurde, steht mit der Front in einer Böschung. Der rote Kleinwagen einer 41-jährigen Olsbergerin steht nahezu quer zur Fahrbahn. 

Zum Glück doch nicht eingeklemmt

„Zum Glück war doch niemand eingeklemmt, und es musste nur die Tür des roten Wagens entfernt werden“, erklärt ein Polizeibeamter vor Ort. Das war vor unserem Eintreffen. Zwar waren wir schon an der Polizeiabsperrung eingetroffen wurden aber von der netten Polizeibeamtin gebeten, zu warten, bis die Verletzten nicht mehr in den Unfallfahrzeugen sind. Außerdem, so erklärte sie uns, sei ein Rettungshubschrauber etwa einen Kilometer von der Unfallstelle entfernt gelandet. Den könnten wir fotografieren – nicht aber aus dieser Richtung. Die Beamtin gibt uns den Tipp, eine kleine Umleitung zu fahren. Denn ansonsten stünden wir vor der Unfallstelle – der Hubschrauber weit dahinter. Da auch die ADAC Luftrettung GmbH, Betreiber vieler Rettungshubschrauber in Deutschland, immer auf Fotos angewiesen ist und diese auch gerne in Kalendern veröffentlicht, ist dies genau der richtige Tipp. So können wir den Hubschrauber abseits der Unfallstelle fotografieren und stören die Arbeiten vor Ort nicht.

Hubschrauber im Einsatz

Nach einigen Minuten Weg treffen wir an der Landestelle ein. „Hallo, Ihr seid schon angekündigt und dürft auch hier parken“, empfängt uns eine Feuerwehrfrau aus Olsberg. Wir gehen zum Hubschrauber, den der Pilot mitten auf einer Kreuzung gelandet hat. „Hallo, wir wissen schon, dass Ihr kommt. Ihr könnt gerne Fotos vom Hubschrauber machen“, so der freundliche Empfang eines Polizeibeamten. Beeindruckt sind wir über die Leistung des Piloten, der seinen „Christoph 8“ aus Lünen so genau in der Lücke positioniert hat, um einen der Verletzten auszufliegen. Nach kurzer Zeit kommt auch er zu uns. „Bitte macht kein Foto, wo ich drauf bin. Ich bin nicht wichtig. Ich bin nur der Busfahrer“, sagt er uns bescheiden und lächelnd. Seinem Wunsch werden wir gerecht. Keine Frage.

Einige Meter weiter steht der Rettungswagen aus Olsberg. Er hat die junge Frau an Bord, aus derem roten Kleinwagen der Motorblock gerissen wurde. Die Patientin wird in professioneller Zusammenarbeit der NAW Besatzung und des Hubschrauberteams für den Flug vorbereitet. Neben dem Hubschrauber steht die Trage – ausgestattet mit blauem Schonbezug, der unter der Einwirkung des kalten Windes an diesem Morgen auf den ersten Blick ein etwas anderes Bild abgibt.

Die Kameraden der Feuerwehr Olsberg sperren die Landestelle und die Straße ab, um ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen und Beschädigungen am Hubschrauber zu vermeiden. Dann kommt der RTW zur Maschine gefahren. Für uns ist klar, dass wir jetzt weggehen. Hinter dem Löschfahrzeug der Olsberger Feuerwehr finden wir Platz, um den Umladevorgang ohne Kameras und Blicke abzuwarten. Dann kommt der „Busfahrer“ und startet seinen Christoph in Richtung der Zielklinik. Wie wir finden, einer der wichtigsten Männer in der gut funktionierenden Rettungskette an diesem Morgen.

Die Unfallstelle

Nun nehmen wir ein erstes Mal selbst die Unfallstelle in Augenschein. „Scheiße. Ich dachte, ich hätte schon alles gesehen“, fährt es meinem jungen Kollegen über die Lippen. „Schau mal, der Seat...“ Mein Kollege fährt auch einen Seat. Kurz ist es still. Die Wucht des Aufpralls wird jetzt erst noch mal richtig deutlich. Der weiße Seat ist in der Front nahezu komplett zerstört. Trotzdem konnte der Fahrer das Fahrzeug noch selbst verlassen, wie die Polizei uns mitteilte.

Der rote Kleinwagen ist ebenfalls schwer beschädigt. Sein Motorblock fehlt. „Der Motorblock liegt hier hinten“, ruft mir ein Feuerwehrmann zu. Er war einer von denen, die einige Minuten zuvor gemeinsam mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt um das Leben der beiden Unfallopfer gekämpft haben. Nach dem Einsatz zur Rettung der Frau aus dem Pkw haben die Feuerwehrkameraden Ölbindemittel ausgebracht, während andere sich um Absperrmaßnahmen und die Absicherung des Landeplatzes kümmerten.

Späte Veröffentlichung - die Gründe

Die Polizei war ebenfalls mit einer Straßensperrung beschäftigt. Ebenso mussten sie den Unfallhergang klären. „Wir wissen noch nicht genau, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Dass es ein Frontalzusammenstoß im Gegenverkehr war, ist klar. Aber wir wissen nicht, warum und wir wissen nicht, wer aus welcher Richtung kam“, erklärt ein Polizeibeamter. Die Beamten haben auch die schwere Aufgabe, die Angehörigen der beiden schwer Verletzten zu informieren. In diesem Zuge hat der Polizeibeamte eine Bitte: „Wartet noch ein wenig mit der Veröffentlichung, damit die Leute das nicht im Internet erfahren“. Das ist keine Frage, dass wir das tun. In der Regel warten wir aus genau diesem Grund ohnehin mehrere Stunden mit der Veröffentlichung schwerer Unfälle und klären eine Veröffentlichung auch vorher noch einmal mit der Polizei ab. Wenn man einmal erlebt hat, wie Angehörige zu einem Unfallort eilen, weil sie durch Handyfotos von zufällig Vorbeikommenden Leuten im Internet darauf aufmerksam wurden, dann macht man es schon automatisch so, dass man sich rückversichert, ob die Familien benachrichtigt wurden. Unsere Leser verstehen sicher, wie es dann dazu kommt, dass ein solcher Bericht erst Stunden nach dem Ereignis veröffentlicht wird.

Oft taucht in diesem Kontext auch die berechtigte Frage auf, ob überhaupt Fotos von Unfällen veröffentlicht werden sollten. Diese Frage müssen wir für uns trotzdem ganz klar mit „Ja“ beantworten. Die meisten schweren Unfälle sind eine Folge überhöhter Geschwindigkeit. Und auch hier gilt, dass ein Foto mehr sagt, als tausend Worte. Wir gehen sogar in Fahrschulen, in Berufsschulen, oder auf öffentliche Veranstaltungen und stellen – manchmal auch in Zusammenarbeit mit der Polizei – eben genau solche Fotos aus, um ein Bewusstsein zu schaffen und um vielleicht nur bei einem Menschen im richtigen Moment eine richtige Reaktion auszulösen.

Auch ist es uns wichtig, die Leistung der Einsatzkräfte vor Ort nicht nur in Worten darzustellen. Unsere treuen Leser, und jeder der es möchte, sollen sehen, was die Polizeibeamten, die Rettungskräfte und die ehrenamtlichen Helfer vor Ort leisten, mit welchen Eindrücken sie dort konfrontiert werden. Die Einsatzkräfte vor Ort nicht zu stören, ihren Anweisungen strikt Folge zu leisten und die Betroffenen Menschen oder ihre Angehörigen nicht zu fotografieren und abzubilden, hat dabei stets oberste Priorität.

Ein Like unter unserem Artikel sehen wir auch hier als „Daumen hoch“ für die tollen Einsatzkräfte, wie beispielsweise den „Busfahrer“, und nicht zuletzt als beste Genesungswünsche für die Betroffenen.

Publiziert in HSK Feuerwehr

OBERDIETEN. Ein verheerender Verkehrsunfall hat am Morgen ein Todesopfer gefordert, fünf weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Die Bundesstraße 253 war trocken am Morgen, die Sicht war gut. Wie es zu dem folgenschweren Zusammemstoß kam, dazu ermitteln aktuell noch die Polizei und ein Gutachter, sowie die Staatsanwaltschaft. Es gebe unterschiedliche Schilderungen, was genau geschehen sei, erklärte die Polizei in einer Pressemitteilung.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle hat die Feuerwehr eine Absperrung vorgenommen und den Durchgangsverkehr bereits in Niederdieten umgeleitet. „Die Presse darf durch“, höre ich einen Feuerwehrmann sagen. Vorsichtig taste ich mich weiter. Auf keinen Fall möchte ich Rettungsfahrzeuge sperren. Von weitem kann ich die Einsatzstelle bereits erkennen. Die Bundesstraße 253 die die Ortschaften Niederdieten und Oberdieten in Richtung Dillenburg miteinander verbindet, ist an dieser Stelle breit ausgebaut. Heu auf der Straße deutet daraufhin, dass der Rettungshubschrauber vor kurzem wieder abgeflogen ist. „Er hat den 36-jährigen Benz-Fahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Gießener Uniklinik geflogen“, erfahre ich später.

Vor Ort treffe ich einen anderen Pressevertreter. Einen, den ich recht gut kenne, früher hat er auch für unser 112-Magazin gearbeitet, ist dann aber umgezogen. Wir werden von einem netten Feuerwehrmann, Pressesprecher Lars Schäfer, betreut. Er erklärt uns in ersten Zügen, wie das weitere Vorgehen sein wird. „Wir brauchen noch ein bisschen. Dann dürft Ihr auch gleich fotografieren“, erklärt er uns. Die Absprachen laufen blind. Stören wollen wir auf gar keinen Fall. Hinter dem Flatterband stehen ein schwarzer Benz, ein grauer Polo und ein schwarzer Audi. Etwas weiter ein Sattelzug. Und die Feuerwehr. Mit 25 Einsatzkräften waren die Einheiten aus Oberdieten und Niederdieten am Morgen ausgerückt. Viele Polizeibeamten nehmen die Unfallstelle in Augenschein, beraten sich. Der Rettungsdienst ist zum Großteil wieder abgerückt. Der Mercedes und der Polo scheinen kollidiert zu sein. Dazu braucht man kein Fachmann sein. Vorher, so heißt es später in der Pressemitteilung, habe eines der beiden Fahrzeuge den Sattelzug überholt, der in Richtung Oberdieten fuhr und von einem 43-jährigen Litauer gesteuert wurde. Dann sei es zur Kollission mit dem entgegenkommenden Pkw gekommen und eines der beiden Fahrzeuge sei noch in den Lkw eingeschlagen. Welches, das war auch bei Verfassen der Pressemitteilung immer noch unklar. Über dem Polo liegt eine Wolldecke, was das Schlimmste befürchten lässt. Fotos zu machen verbietet sich in dieser Situation. Dazu braucht es keine Ansprache. Nur wenige Augenblicke später bekommen wir die traurige Bestätigung. „In dem Polo befindet sich eine verstorbene Person“, erklärt uns ein Feuerwehrmann. „Scheiße“, fährt es uns über die Lippen. Ganz automatisch. Auch, wen man „nur“ als Berichterstatter vor Ort ist, berührt einen so ein Schicksal. Auch, wenn das in der Öffentlichkeit schon einmal anders gesehen wird. Wir warten auf das weitere Vorgehen. Ein Gutachter muss erst Fotos von der Einsatzstelle machen, damit im Nachhinein keine Fragen zur Klärung offen bleiben. Mit Kamera und Drohne arbeitet der Profi. Mit Messrad und Maßband. Er muss der Polizei und der Staatsanwaltschaft später helfen, den Hergang dieser Tragödie zu klären. Er hat nur diese eine Chance, Fotos von der Unfallstelle zu machen. Wenn die Feuerwehr die verstorbene Frau aus dem Polo geborgen hat, wird der Wagen anders aussehen, als direkt nach dem Aufprall. Dann können Einschlagstellen, Spuren oder Prellmarken unter Umständen nicht mehr richtig interpretiert werden.

Nachdem Gutachter und Feuerwehr ihre Arbeiten abgeschlossen haben, werden wir von einem Polizeibeamten nach vorne gebeten, um die Unfallstelle zu fotografieren. Hier wird die Wucht des Zusammenstoßes deutlich. Weit verteilt liegen Trümmerteile und Gegenstände aus den beiden Wagen. Taschen, Schuhe, Rucksäcke, Ersatzbirnchen, Kopfstützen und viele nicht mehr erkennbare Teile oder Scherben. Der Mercedes Kombi ist in der Fahrerseite des Polo eingeschlagen, oder der Polo mit der Fahrerseite in der Front des Mercedes. Das lässt sich noch nicht klären. Und der Audi ? Ein Fahrzeug von zwei Unfallzeugen.

Zwei Feuerwehrleute stehen mit einem Schnellangriffsrohr am Rand. Sie stellen bereits seit über drei Stunden den Brandschutz sicher. Sie konnten nicht weg gehen dort. Zu keiner Zeit. Sie mussten alles mit ansehen und erleben. Die ganze Zeit. Genau so, wie alle anderen Menschen, die ehren- oder hauptamtlich an der Einsatzstelle gearbeitet haben. Da hatten wir es als Fotografen einfacher. Wir konnten uns umdrehen, zurückgehen. Wir wurden von den Polizeibeamten erst dann gerufen, als die schlimmsten Eindrücke nicht mehr zu erkennen waren. Die Einsatzkräfte hatten dieses Glück nicht, konnten nicht ausweichen, wurden nicht „behütet“, bis das Schlimmste vorbei war. Viele von ihnen müssen gleich noch zur Arbeit gehen, als wäre nichts gewesen.

Die Polizeibeamten vor Ort müssen sich um die Identifizierung der verstorbenen Frau kümmern – und ihrer Familie mitteilen, dass die Tochter nicht wieder nach Hause kommt. Die Frau war erst 20 Jahre alt, stammt aus dem Hinterland. Das wird die Polizei später mitteilen.

Im Mercedes befanden sich neben dem mutmaßlichen Fahrer, jener 36-jährige, der nach Gießen geflogen wurde, auch ein 40-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau. Außerdem waren zwei Kinder im Alter von zwei und zwölf in dem Mercedes. Sie alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ebenfalls ins Krankenhaus kamen die zwei Unfallzeugen aus dem Audi, die unmittelbar hinter einem der Unfallwagen fuhren. Sie wurden zwar nicht körperlich verletzt, erlitten aber ein psychisches Trauma.

Nach Stunden der Arbeit war die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Am Ende stehen die besten Wünsche für alle Unfallbeteiligten und deren Familien und Freunde. Ebenso eine neidlose Anerkennung für die hervorragenden Leistungen aller Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehren, die Rettungsdienste aus drei Landkreisen, die Luftrettung, die Polizeibeamten, den Gutachter, den Einsatzleiter, das Bestattungsunternehmen, den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Auch an die vielen Leute im Hintergrund. Die unterschiedlichen Disponenten der Leitstellen, die hier die richtigen Alarmierungsentscheidungen getroffen haben, die die Kliniken für die Verletzten organisiert haben und Ansprechpartner für die Einsatzkräfte waren.

Deshalb sehen wir ein Like unter unserem Artikel ausschließlich als Anerkennung für diese Menschen und als Respekt vor ihrer wertvollen Arbeit.

Publiziert in MR Feuerwehr

BAD AROLSEN/DIEMELSTADT. Mindestens 30.000 Euro Sachschaden an einem Porsche Boxster und eine geplättete Leitplanke sind das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am heutigen Freitag auf der Bundesstraße 252 ereignet hat.

Über den Notruf 110 wurde die Polizeistation um 17.51 Uhr in Kenntnis gesetzt, dass ein Porsche zwischen der Abfahrt Schmillinghausen und den Helser Tannen bei einem Überholvorgang ins Schleudern gekommen war und etwa 40 Meter Leitplanke beschädigt hatte.

Zeitgleich waren Retter im RTW und eine Polizeistreife aus Bad Arolsen zum Unfallort unterwegs. Bei Eintreffen sperrten die Beamten die Straße für den Verkehr. Rettungssanitäter kümmerten sich um den verletzen 46-jährigen Korbacher und brachten den Patienten in den Schockraum des Warburger Krankenhauses.

Um den Boxster bergen zu können, musste der Verkehr auf der Bundesstraße von den Arolser Beamten geregelt werden. Wechselseitig wurde der Verkehr, der sich auf zwei Kilometer Länge in beiden Richtungen gestaut hatte, durch die Unfallstelle gelotst. Gegen 19.05 Uhr, bei Eintreffen des Abschleppers aus Volkmarsen wurden beide Fahrspuren gesperrt - um 19.25 Uhr konnte der Verkehr wieder rollen. Insgesamt waren zwei Streifenwagenbesatzungen im Einsatz.

Wie konnte es zu dem Unfall kommen?

Nach Zeugenaussagen befuhr der Korbacher die B 252 von Diemelstadt in Richtung Bad Arolsen, überholte auf der langgezogenen Geraden, hinter dem alten Forsthaus einen Lkw, scherte mit seinem Porsche wieder rechts ein und kam auf der nassen Fahrbahn ins Rutschen. Mit dem rechten Kotflügel kollidierte der Fahrer mit der Leitplanke, wobei das rechte Vorderrad abgerissen wurde und unter der Schutzplanke stecken blieb, während der Porsche eine Drehung vollzog und auf der Gegenfarbahn zum Stehen kam. Wie schwer die Verletzungen des 46-Jährigen sind, darüber konnte die Polizei keine Angaben machen. (112-magazin)

Link: Unfallstandort B 252 am 12. Juli 2019


Vor gut einem Jahr kam es auf regennasser Fahrbahn zu einem ähnlichen Unfall auf der B 252. Ein Porsche war in einen Betonlaster gefahren; der Fahrer wurde dabei schwer verletzt.

Link: Porsche kracht in Betonmischer - 51.500 Euro Sachschaden (14.04.2018, mit Fotos)

Publiziert in Polizei
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