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EDERTAL. Schwere Verletzungen hat sich eine Frau (79) aus dem Edertal beim Überqueren einer Dickstrichkette in der Ortslage von Giflitz zugezogen - als Grund gibt die Polizei eine Kollision mit einem Pkw an.

Nach ersten Informationen an der Unfallstelle war eine 94-jährige Frau aus Giflitz am Dienstag mit ihrem Peugeot 206 von Mehlen in Richtung Bad Wildungen unterwegs gewesen. Gegen 17.10 Uhr durchfuhr die Edertalerin die Ortschaft Giflitz, übersah dabei eine Frau, die den Zebrastreifen zur Überquerung der Wildunger Straße nutzte. Mit der Front erfasste der Pkw die 79-Jährige, danach prallte der Wagen gegen einen Mast der Telekom.

Polizei, Rettungswagen und auch der Notarzt waren schnell vor Ort. Aufgrund der schweren Verletzungen forderte der Notarzt einen Hubschrauber der Luftrettung aus Göttingen an. Nach einer medizinischen Stabilisierungsphase konnte die Frau aus Giflitz ins Krankenhaus nach Kassel geflogen werden. Am Peugeot entstand Totalschaden. Für die Zeit der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Bundesstraße 485 voll gesperrt werden. Hessen Mobil war auch vor Ort und nahm ausgelaufene Betriebsstoffe auf.

Link: Unfallstandort am 26. Juli in Giflitz.

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DIEMELSTADT. Am frühen Freitagmorgen sprengten bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten der Waldecker Bank in Rhoden. Sie erbeuteten Geld in noch nicht bekannter Höhe. Personen wurden nicht verletzt, teilt Polizeisprecher Dirk Richter mit. Am Tatort dauert die Spurensicherung derzeit noch an.

Anwohner hatten gegen 3.30 Uhr einen lauten Knall aus dem Bereich der Bankfiliale gehört und die Polizei verständigt. Anschließend beobachteten sie mindestens drei Personen, die in einen dunklen Audi stiegen und mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung Autobahn A 44 flüchteten.

Die in dem Gebäude wohnenden Personen konnten ihre Wohnungen teilweise schockiert, aber unverletzt verlassen. Durch die Explosion wurden der Vorraum der Bank sowie der Geldautomat erheblich beschädigt. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beläuft sich der Gesamtsachschaden auf etwa 50.000 Euro. Fachberater des THW Korbach waren ebenfalls vor Ort, um Gebäudeschäden zu begutachten.

Die sofort eingeleitete Großfahndung nach den Tätern, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, verlief ohne Erfolg. Bei der Tat erbeuteten die Täter Bargeld aus dem Automaten, die Höhe steht derzeit noch nicht fest. Einige, durch die Sprengung verstreute Geldscheine, blieben am Tatort zurück.

Am Tatort werden derzeit noch umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt, die durch den Erkennungsdienst der Polizeipräsidiums Nordhessen unterstützt werden. Auf welche Art und Weise die Täter die Explosion herbeiführten, ist nun ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Korbach - auch die Freiwillige Feuerwehr war im Einsatz.

Zeugen, die in der vergangenen Nacht verdächtige Wahrnehmungen in Rhoden gemacht haben oder sonstige Hinweise, auch zum Fluchtfahrzeug, geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05631/9710 bei der Kriminalpolizei Korbach zu melden.

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FRANKENBERG/LICHTENFELS. Stundenlang musste die Landesstraße zwischen dem Frankenberger Ortsteil Schreufa und dem Lichtenfelser Stadtteil Sachsenberg aufgrund eines Verkehrsunfalls am Dienstag gesperrt werden.

Polizeikräfte aus Korbach, die Feuerwehren aus Frankenberg, Sachsenberg, Rhadern und Goddelsheim wurden alarmiert. Notärzte, RTW und der Rettungshubschrauber aus Gießen wurden zum Einsatz auf der Landesstraße 3076 beordert.

Was war geschehen?

Nach Angaben der Polizei war der 24-jährige Fahrer (Frankenberg) mit seinem schwarzen Seat ausgangs einer Rechtskurve dabei, gegen 17.15 Uhr, eine Autofahrerin aus Medebach zu überholen. Dabei geriet der Seat mit hoher Geschwindigkeit auf die linke Bankette, der Pkw kam ins Schleudern und streifte einen entgegenkommenden silbergrauen Ford, der von einem 22-jährigen Mann aus Lichtenfels gesteuert wurde.

Doch damit nicht genug. Auch der Fahrer des Opel Insignia, der sich hinter dem Ford befand und in Richtung Schreufa unterwegs war, konnte dem entgegenkommenden Seat nicht mehr ausweichen. Beide Fahrzeuge prallten frontal ineinander. Dabei wurde ein Motor aus einem der Fahrzeuge gerissen, Räder flogen umher, Airbags öffneten sich und Trümmerteile verstreuten sich auf der Straße und im angrenzenden Feld. Der Fahrer (55) des Insignia, der ebenfalls aus Lichtenfels stammt, wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem völlig demolierten Fahrzeug gerettet werden. Dazu waren etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren angerückt. Die Wehren aus Frankenberg und Goddelsheim konnten zurück in ihre Standorte fahren. Wie Einsatzleiter Klaus Debus mitteilte, bestanden weitere Aufgaben darin, die Unfallstelle auszuleuchten, den Rettungshubschrauber einzuweisen, die Straße von Trümmerteilen und ausgelaufenen Betriebsstoffen zu säubern und die Polizei und den Abschleppdienst zu unterstützen.

Sämtliche Fahrzeuge wurden bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten, den Gesamtschaden beziffert die Polizei auf 25.000 Euro. Während der Fahrer des Ford leichte Verletzungen erlitt und ins Frankenberger Krankenhaus transportiert wurde, kam der Unfallverursacher mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Für den 55-jährigen Fahrer des Insignia musste ein Rettungshubschrauber aus Gießen landen -  schwerverletzt kam der Mann ins Gießener Klinikum.

Link: Unfallstandort am 15. Februar 2022 auf der L3076.

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Dienstag, 31 August 2021 08:11

Erstmeldung: B 253 in beiden Richtungen gesperrt

BAD WILDUNGEN. Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am heutigen Dienstag auf der Bundesstraße 253 bei Bad Wildungen ereignet. Nach ersten Informationen an der Unfallstelle sind zwei Personenkraftwagen frontal zusammengestoßen. Retter, der Hubschrauber Christoph 7, Feuerwehrkräfte und RTW-Besatzungen sind vor Ort. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde eine Person mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen - eine weitere Person kam mit einem RTW ins Krankenhaus.

Die Polizei hat die Unfallstelle in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Es wird empfohlen, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren.

Link: Unfallstandort am 31.08.2021 bei Bad Wildungen.

Weitere Informationen und ein Fotostrecke folgen.

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Mittwoch, 18 August 2021 17:03

Polizei im HSK sucht Lkw-Fahrer

HOCHSAUERLANDKREIS. Wie 112-magazin.de bereits wenige Stunden nach dem Unfall auf der Bundesstraße 480 berichten konnte, kam es am 17. August bei Olsberg gegen 5.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall.

Nach Angaben der Polizei war ein 33-jähriger Mann aus Brilon am Dienstag mit seinem Wagen von Bigge aus kommend in Richtung Winterberg unterwegs gewesen. Beim Überholen eines Lkws wechselte er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto eines 57-jährigen Mannes aus Winterberg. Beide Männer wurden schwer verletzt in Spezialkliniken geflogen. Die Fahrbahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden. (112-magazin.de berichtete, hier klicken, mit Fotostrecke)

Auf diesem Weg sucht die Polizei den Fahrer oder die Fahrerin des überholten Lkws. Hinweise nimmt die Polizeiwache in Brilon unter der Telefonnummer 02961 /90200 entgegen.

Link: Schwerer Verkehrsunfall bei Olsberg - Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz (17.08.2021)

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BAD WILDUNGEN/HEIMERZHEIM. Donnerstagmorgen, 08:30 Uhr. An seiner Arbeitsstelle bekommt Oliver Münch von der Bergwacht Bad Wildungen einen Anruf: Es werden Luftretter im Hochwasserkatastrophengebiet benötigt. Menschen sind in Lebensgefahr, müssen von umfluteten Hausdächern gerettet werden. Für den 33-jährigen Bad Wildunger und auch seinen Arbeitgeber, die Kommunalwald GmbH Waldeck-Frankenberg, gar keine Sekunde des Zögerns: Oliver Münch wird den Einsatz sofort wahrnehmen.

„Da hat mein Arbeitgeber sofort zugestimmt und war froh, dass es Menschen gibt, die in dieser Situation helfen können“, ist Oliver Münch begeistert von der unkomplizierten Einstellung seines Arbeitgebers.

Dann geht es ganz schnell: Oliver fährt zur Bergrettungswache in Bad Wildungen und rüstet sich für den Luftrettungseinsatz aus, während in Fuldatal bei Kassel zwei Hubschrauber der Bundespolizei starten. Jene Fliegerstaffel, die mit den Kameraden der Bergwacht Bad Wildungen vier Mal im Jahr in und um Bad Wildungen Luftrettungseinsätze trainiert – für den Ernstfall, der nun in einer ganz anderen Dimension eingetreten ist, als man es eigentlich erwartet. Regionale Einsätze, bei denen ein Wanderer in Not geraten ist und in unwegsamem Gelände nicht vom Rettungsdienst erreicht werden kann, hat Oliver Münch schon geflogen. Ein Hochwassereinsatz aber, bei dem Menschen ertrunken sind und einige sich in letzter Sekunde auf Hausdächer oder Bäume retten konnten, und nun auf seine Hilfe warten – das ist für den 33-Jährigen Neuland. „Da war schon eine Aufregung da“, gesteht er mir in unserem Gespräch. Aber nach dem ersten Einsatz, so erzählt er mir, habe sich das schnell gelegt.

Oliver Münch kam mit einem Hubschrauber vom Typ EC 155 in Heimerzheim, unweit der A61 zum Einsatz. Die Kollegen mit dem zweiten Hubschrauber, einer Super Puma, sind in den Landkreis Ahrweiler geflogen.

„Als wir ankamen, haben wir schon gesehen, was los ist“, berichtet Oliver mir. Der junge Mann sieht Menschen auf Hausdächern, eingeschlossen von braunem Wasser. „Einige haben uns aus der Luft zu verstehen gegeben, dass sie noch aushalten und haben uns vorbei gewunken“, erzählt er. Weiter zu den Menschen, die am Ende ihrer Kräfte waren, die sehnlichst auf die Rettung aus der Luft gewartet haben. „Die haben uns herbei gewunken“, beschreibt er seine Eindrücke. Wie dann das weitere Vorgehen war, möchte ich von ihm wissen. „Wir haben geschaut, ob nichts gefährliches in der Nähe war und dann sind wie sofort runter gegangen“, erklärt er mir. Der Fachmann der Bergrettung hing dabei am Stahlseil, das von einem Windenoperator der Bundespolizei abgelassen wurden – hunderte Male trainiert, zum Beispiel am Hahnberg bei Bad Wildungen, oder am Bilstein. Unten bei den Menschen angekommen erklärt der Bergretter ihnen kurz, was nun geschehen wird, und wie der Winch, also das Aufziehen mit der Winde, ablaufen wird. Die Piloten halten ihre Maschine währenddessen wie eine Eins in der Luft. Was unter ihnen passiert, sehen sie nur eingeschränkt. Sie müssen sich auf die Kommunikation mit Bergretter und Windenoperator verlassen. „Und das hat einfach wunderbar funktioniert mit der Bundespolizei“, freut sich Oliver Münch. Nach der kurzen Einweisung der zu Rettenden werden diese in ein so genanntes Rettungsdreieck gepackt und dann gemeinsam mit dem Bergretter an Bord der Maschine geholt. „Die waren ganz ruhig beim Winchvorgang“, erinnert sich Oliver. Wenn die Menschen an Bord des Hubschraubers waren, wurden sie zu einem nahe gelegenen Sportplatz geflogen und dort von Hilfsorganisationen untersucht und weiter versorgt oder betreut. Der Hubschrauber drehte dann direkt wieder ab, um die nächsten Menschen von den Hausdächern zu retten. „Die waren so dankbar beim Aussteigen...“, beschreibt der Bergretter seine Eindrücke von den Landungen am Sportplatz.

„Es ging wirklich Step by Step“, erinnert er sich an die Einsatzabläufe vor Ort. Als Pausen dienten nur die obligatorischen Landungen, um den Hubschrauber wieder betanken zu können. Mobile Tankwagen der Bundespolizei und der Bundeswehr sind dazu ins Schadensgebiet gefahren. In Heimerzheim waren die Retter insgesamt mit drei Hubschraubern im Einsatz: „Die Bundeswehr war noch dort, wir mit der Bundespolizei mit der EC 155 und ebenfalls die Bundespolizei noch mit einer EC 135“, berichtet Oliver. Letzterer Hubschrauber verfügt bei der Bundespolizei allerdings nicht über eine Winde. „Mit diesem Hubschrauber wurden Erkundungsflüge gemacht. Er hat nach Menschen in Not gesucht, und diese an die beiden Windenhubschrauber gemeldet“, berichtet er.

Ich frage ihn, ob es denn eine gefährliche oder haarige Situation im Einsatz gegeben hat. Gefährlich sei es nicht gewesen, aber einen sehr anspruchsvollen Winch habe es schon gegeben. „Da stand ein Mensch kniehoch im Wasser mitten in einem engen Innenhof und ich dann auch. Das war wirklich sehr eng dort und eine große Herausforderung für die Hubschrauberbesatzung“, macht Oliver deutlich. Aber alles hat super geklappt. „Da weiß man einfach, wofür man das lernt“, resümiert er den Einsatz, der noch bis 19:00 Uhr an diesem Donnerstag andauerte. „Dann sind wir zum Hauptsitz der Bundespolizeifliegerstaffel nach Sankt Augustin geflogen. Schichtwechsel für die Besatzungen. Wir haben dort übernachtet und am nächsten Tag hatten wir eine Bereitschaft aufrecht zu erhalten“, erklärt Oliver mir, der bereits seit 2010 ehrenamtlicher Luftretter bei der Bergwacht ist. Da kam es für den Bad Wildunger aber zu keinem Einsatz mehr. Gegen 21:00 Uhr war der dann am Freitag wieder zu Hause in Bad Wildungen. Mit dem tollen Gefühl, mit seinem Wissen und seinem ehrenamtlichen Engagement Menschen in höchster Not aus einer Extremsituation gerettet zu haben.

Mich interessiert abschließend, wie sein Umfeld seinen Einsatz nach der Rückkehr gesehen hat. Oliver muss nicht lange überlegen: „Die große Erleichterung war sofort als erstes zu spüren. Sie waren heilfroh, dass mir nichts passiert ist. Denn sie hatten ja auch in den Medien mitbekommen, dass dort bereits Einsatzkräfte verunglückt und auch leider ums Leben gekommen waren“, schildert er. „Und vor allem meine Frau und meine Eltern waren sehr stolz“. Wie wir finden auch mit Recht. Wir sagen „Danke für Deinen Einsatz, lieber Oliver und mach weiter so, denn das ist ganz großes Kino!“

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WINTERBERG. Etwas Aufregung war schon dabei, als Marc Sartorius von der Bergwacht Winterberg seinen Anruf vom DRK Kreisverband Brilon, dem die Bergwacht Winterberg untersteht, entgegennahm. „Könnt Ihr Luftretter ins Flutgebiet schicken? Die Polizeifliegerstaffel NRW hat hier angefragt“, wendet sich der Kreisverband an Sartorius, der selbst ehrenamtlicher Luftretter bei der Bergwacht ist. Einer von denen, die im Einsatzfall von der Winde eines Hubschraubers zu in Not geratenen Menschen abgewincht werden, um diese dann an Bord des Hubschraubers zu bringen.

„Es musste alles ganz schnell gehen und es hieß, dass der Hubschrauber uns in Winterberg abholen würde“, berichtet Marc Sartorius. Hauptberuflich im Rettungsdienst, hatte er an diesem Tag frei. Drei weitere Kollegen hatten sich ebenfalls schnell zurück gemeldet, mit Arbeitgebern gesprochen, oder kurzfristig Urlaub genommen, um im Krisengebiet irgendwo in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen helfen zu können. Schließlich ist die Bergwacht Winterberg nur kurze Zeit später mit vier Leuten – den Luftrettern Marc Sartorius, Tobias Lutter und Marc Ramspott, sowie dem Bergretter Steffen Schnier nach Düsseldorf gestartet – zu einem der insgesamt zwei Standorte der Polizeifliegerstaffel NRW. „Eine Maschine war zu dieser Zeit bereits auf dem Weg ins Schadensgebiet, so dass wir schließlich bodengebunden nach Düsseldorf fahren mussten“, erklärt Marc Sartorius. Es sei der erste reale Luftrettungseinsatz für die Bergwacht Winterberg, berichtet Marc Sartorius. Allein deshalb schon habe sich das jahrelange Training am Hubschraubersimulator im Trainingszentrum in Bad Tölz gelohnt. Überhaupt sei deshalb auch erst die Alarmierung zu Stande gekommen: „Mitarbeiter der Polizeifliegerstaffel NRW haben damals mit uns in Bad Tölz gemeinsam trainiert und konnten sich daran erinnern, dass wir Luftretter in unserer Bergwacht haben“, berichtet Sartorius.

Kaum in Düsseldorf angekommen, erreicht die Kräfte der erste Hilferuf: Mit Hilfe der Hubschrauber soll ein Krankenhaus evakuiert werden. Da die Polizeihubschrauber jedoch über keine Krankentrage verfügen, muss dieser Einsatz schnell wieder abgebrochen werden. Die Kameraden aus Winterberg stellen nun mit einer Hubschrauberbesatzung den Grundschutz im regulären Einsatzradius des Hubschraubers sicher. Nach kurzer Zeit geht ein Notruf ein, dass ein Mensch im Rhein bei Düsseldorf treibt. Sofort startet der Hubschrauber mit den Luftrettern an Bord und nimmt Kurs in Richtung Rhein. Aus der Luft wird die vermeintliche Einsatzstelle erkundet, nach dem Menschen gesucht. Nach kurzer Zeit stellte sich allerdings heraus, dass die Person bereits nicht mehr im Rhein ist. Rückflug nach Düsseldorf. Gegen 20:00 Uhr ist der Einsatz, der für die Winterberger Kameraden gegen 12:00 Uhr begonnen hatte, beendet und sie können den Heimweg nach Winterberg antreten.

Besonders gefallen hat den Bergwachtlern die äußerst kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen der Polizei NRW. „Das war ein Arbeiten auf Augenhöhe, es haben alle dieselbe Sprache gesprochen. Das jahrelange Training hat sich einfach ausgezahlt“, resümiert Marc Sartorius.

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Montag, 29 März 2021 09:54

Stetiges Training für Wanderer in Not

BAD WILDUNGEN. Es ist schon ein vertrautes Bild am Wildunger Himmel. Ein Bild, das vielen Touristen und Einheimischen in der Nationalparkregion Sicherheit vermitteln kann: Ein Hubschrauber der Bundespolizei kreist über den Altwildunger Bilsteinklippen und in der nächsten Minute steht die schwere Maschine vom Typ H155 (Früher EC 155) wie eine Eins in der Luft, einige Meter über den Bäumen am Felsen mit der Aussichtsplattform. Der Windenoperator lässt ein kaum sichtbares Stahlseil an den Felsen herunter.

Wenige Meter unter der Maschine befinden sich ehrenamtliche Helfer der Bergwacht Hessen. Luftretter. Speziell ausgebildete Bergwachtler, die im Einsatzfall von einem Hubschrauber aufgenommen werden, um zu verletzten Menschen in unwegsames Gelände abgewincht werden zu können und dann eine Erstversorgung vorzunehmen.

So war es am Freitag an den Bilsteinklippen: Eine Fußgängerin war dort verunglückt. „Irgendwo im Bereich der Aussichtsplattform muss der Unfall geschehen sein, dort befindet sich die Frau. Die Unfallstelle ist mit Rettungswagen aber nicht zu erreichen“, weist Gerd Windhausen seine Leute vor dem Rettungsflug ein. Heute ist der Einsatz des Hubschraubers und der Luftretter der Bergwachten aus Willingen und Bad Wildungen zum Glück nur eine Übung. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Corona-Auflagen endlich wieder praktisch üben können“, freut sich Gerd Windhausen. Ein so genanntes „Szenario-Training“ absolvierten die Einsatzkräfte im Wildunger Land. Dabei seien die Teams mit der Hubschrauberbesatzung an den jeweiligen Einsatzorten auf sich allein gestellt und bekommen zu Beginn des Fluges nur die Einsatzsituation mitgeteilt. Für die Luftretter gibt es dann verschiedene Möglichkeiten, die Patienten aus dem Gelände zu retten. Liegend, im Bergesack, oder auch in sitzender Position, durch Bergretter an der Winde gesichert.

Diese Szenarientrainings und den Einsatz mit der Winde eines Hubschraubers trainieren alle Luftretter der Bergwachten zusammen mit den Hubschrauberbesatzungen der Bundes- und Landespolizei mehrmals im Jahr. In diesem Zusammenhang galt der Dank der Bergwacht vor allem dem Landwirt, der immer wieder eine seiner Wiesen als Landestelle für die Hubschraubertrainings zur Verfügung stellt.

Somit wird das Bild von Polizeihubschraubern am Wildunger Himmel auch in der Zukunft ein vertrautes Bild bleiben. Ein Synonym für bestmöglich ausgebildete Bergretter und Hubschrauberbesatzungen für in Not geratene Wanderer, Waldarbeiter und Touristen.

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Montag, 15 März 2021 10:02

Notarztwagen bei Einsatzfahrt verunglückt

BAD DRIBURG. Am Samstag, 13. März, verletzten sich bei einem Alleinunfall eines Notarztfahrzeugs der Fahrer und eine Notärztin schwer.

Der Notarzteinsatzwagen war gegen 10.20 Uhr auf der Landstraße 954 zwischen Bad Driburg und Neuenheerse zu einem Einsatz unterwegs. Auf regennasser und leicht schneebedeckter Fahrbahn setzte der 45-jährige Fahrer zu einem Überholmanöver an, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte in einem ansteigenden Graben gegen einen Baumstumpf. Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf dem Dach liegend auf der linken Fahrspur zum Stehen. Bei dem Unfall verletzte sich der Fahrer schwer. Ein angeforderter Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Die verletzte 59-jährige Notärztin wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Nach Einschätzung der Polizei entstand an dem Notarzteinsatzwagen wirtschaftlicher Totalschaden. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Die Polizei sperrte die Landstraße bis gegen 14.30 Uhr zwischen der Abfahrt Siebenstern und Neuenheerse. Wie die Polizei in Höxter mitteilt, schwebt die Notärztin nicht mehr in Lebensgefahr. (ots/r)

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HÖXTER. Am Sonntag (21. Februar) ereignete sich auf der Bundesstraße 239 bei Höxter-Fürstenau ein Unfall mit vier verletzten Personen. Eine Person musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden.

Gegen 17.30 Uhr beabsichtigte eine 18-Jährige mit ihrem Opel Corsa von der L946 nach links auf die B239 Richtung Höxter abzubiegen und übersah dabei einen von links kommenden Audi A6, der die Bundesstraße in Richtung Steinheim befuhr. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß.

Der Audi schleuderte nach der Kollision auf einen Skoda Octavia, der auf der Linksabbiegespur der B239 in Richtung L946 stand. Der 21-jährige Skoda-Fahrer aus Steinheim wurde mit schweren Verletzungen mittels Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Seine 21-jährige Beifahrerin aus Steinheim, die 18-jährige Opel-Fahrerin aus Höxter und der 66-jährige Audi A6-Fahrer aus Stadtoldendorf wurden schwer verletzt mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei geht bei den beteiligten Fahrzeugen von wirtschaftlichem Totalschaden aus. Sie mussten abgeschleppt werden. Neben der Polizei und den Rettungsdiensten war auch der Einsatz der Feuerwehr zum Abstreuen auslaufender Betriebsstoffe und Säuberung der Fahrbahn notwendig.

Die Unfallstelle musste für die Unfallaufnahme bis 20.45 Uhr gesperrt werden. (ots/r)

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