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Mittwoch, 15 September 2010 18:22

Gegen Baum: Frau schwerst verletzt / VIDEO

DALWIGKSTHAL. Bei einem schweren Unfall auf der L 3076 hat am Mittwochnachmittag eine 50-jährige Frau schwerste Verletzungen erlitten. Sie wurde von der Besatzung des Kasseler Rettungshubschraubers Christoph 7 in eine Klinik geflogen.

Die Frau aus Medebach saß auf dem Beifahrersitz eines VW Touran, den ihr 57 Jahre alter Ehemann steuerte. Gegen 16 Uhr war das Ehepaar am Mittwoch auf dem Weg von Rhadern in Richtung Dalwigksthal, als der Fahrer eingangs einer scharfen Linkskurve in den Serpentinen oberhalb von Dalwigksthal nach rechts von der Fahrbahn abkam - laut Polizei aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit.

Der Touran kam nach rechts von der Landesstraße 3076 ab, prallte mit der Beifahrerseite gegen eine Leitplanke und dann mit dem vorderen rechten Fahrgastraum gegen einen starken Straßenbaum. Dabei erlitt die Frau schwerste Verletzungen, unter anderen am Kopf und an einem Arm. Der Ehemann kam mit leichten Verletzungen und einem Schock davon.

Beifahrerin schwer verletzt eingeklemmt
Die Leitstelle alarmierte die Lichtenfelser DRK-Ersthelfer, die Besatzung des in Dalwigksthal stationierten Rettungswagens, den Korbacher Notarzt sowie die Feuerwehren aus Goddelsheim, Rhadern, Dalwigksthal und Frankenberg - die Beifahrerin war im total zerstörten Touran eingeklemmt. Die etwa 30 Feuerwehrleute unter Leitung des Lichtenfelser Stadtbrandinspektors Herbert Knipp setzten hydraulische Geräte ein, trennten die Türen und die B-Säule auf der Fahrerseite ab und halfen den Rettungsdienstlern, die Frau aus dem Wagen zu heben. Der Ehemann konnte noch selbständig zu einem zweiten alarmierten Rettungswagen laufen, dessen Besatzung ihn zur weiteren Versorgung und Untersuchung nach Korbach ins Stadtkrankenhaus brachte.

Weil die 50-Jährige multiple schwere Verletzungen erlitten hatte, forderten die Rettungskräfte einen Rettungshubschrauber an. Etwa zehn Minuten später ging der Pilot der in Kassel stationierten Maschine Christoph 7 auf einer Wiese unweit der Unfallstelle nieder. Von dort aus flogen die Luftretter die Frau nach weiterer intensiver Erstversorgung in eine Kasseler Klinik.

Die Strecke zwischen Rhadern und Dalwigksthal blieb etwa eine Stunde voll gesperrt. Den Schaden am Touran schätzte ein Polizist auf 20.000 Euro - das Auto wurde völlig zerstört.
 

Publiziert in Retter
Dienstag, 27 September 2011 22:30

Helfer vor Ort: Schnelle Hilfe auf dem Land

NAUMBURG. Um gerade im ländlichen Raum bei einem Notfall noch schneller helfen zu können, hat das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Kassel ein weiteres Helfer-vor-Ort-System installiert. Nach Zierenberg werden nun auch in Naumburg ausgebildete ehrenamtliche Mitglieder parallel zum Rettungsdienst alarmiert.

Die Helfer vor Ort übernehmen die qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Dadurch kann das sogenannte therapiefreie Intervall, also die Zeit von Beginn des Notfalls bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes, mit ersten, oftmals lebensrettenden medizinischen Maßnahmen überbrückt werden. Das ist insbesondere in ländlich strukturierten Gegenden eine sinnvolle Ergänzung zum professionellen Rettungsdienst, denn ein Helfer vor Ort wohnt in der Nähe des Einsatzortes und kann innerhalb kürzester Zeit beim Patienten sein.

Alle Helfer vor Ort (HvO) sind ehrenamtliche Mitglieder des Roten Kreuzes und verfügen über eine medizinische Mindestausbildung. Voraussetzung für die Teilnahme am HvO-System ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie eine erfolgreich abgeschlossene Sanitätsdienstausbildung.

Alarmiert werden die Helfer von der Leitfunkstelle in Kassel zeitgleich mit dem Rettungsdienst. Der Helfer vor Ort fährt auf direktem Weg mit seinem Privatwagen und seiner persönlichen Notfalltasche, teilweise mit automatischem-externen-Defibrillator (AED) und Sauerstoffgerät, zum Einsatzort. Durch die guten Ortskenntnisse und den kurzen Anfahrtsweg kann ein Helfer vor Ort innerhalb kürzester Zeit nach der Alarmierung am Einsatzort eintreffen. Der Einsatz der Helfer vor Ort, der ehrenamtlich erfolgt, ist kostenlos für den Patienten und seine Krankenkasse. Ausbildung und Ausrüstung werden aus Spenden finanziert.

Weitere Bürger, die an dieser Nachbarschaftshilfe der besonderen Art Interesse haben, sind herzlich willkommen. "In der Naumburger Kernstadt und allen Naumburger Stadtteilen suchen wir weitere Helfer", sagt Timo Jassmann vom DRK. "Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und werden von uns vermittelt".

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ELMSHAUSEN. Ein Reitunfall sorgte gestern Abend für eine groß angelegte Such-Aktion. Denn nach einem Ausritt war das Reitpferd alleine, ohne die 42-jährige Reiterin aus einem Dautphetaler Ortsteil, in den Stall zurück gekommen.

Zunächst suchten Privatleute den Nahbereich des Reitstalles ab - jedoch ohne Ergebnis. In der Folge schalteten sie die Polizei ein. Da man davon ausgehen musste, dass die Reiterin während ihres Ausritts gestürzt war und dringend Hilfe benötigen würde, wurden sofort umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.

An der Suche beteiligten sich mehrere Funkwagen der Polizeistationen Biedenkopf und Marburg sowie ein Polizeihubschrauber. Zudem waren rund 30 Feuerwehrleute aus den Ortsteilwehren der Gemeinde Dautphetal eingesetzt. Darüber hinaus wurden die Rettungshundestaffeln von DRK und THW alarmiert.

Im Verlauf der Suche vernahm ein aufmerksamer Anwohner aus dem rund zwei Kilometer entfernten Kernbach schließlich laute Hilferufe aus dem angrenzenden Waldgelände. Er folgte diesen Hilferufen - die gestürzte Reiterin lag verletzt auf einem Waldweg. Mit einer schweren Beinverletzung wurde sie anschließend in ein Krankenhaus transportiert. (tg/as)

Publiziert in MR Retter
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