Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: DRK

FLECHTDORF/VOLKHARDINGHAUSEN. Die Marke mit der Aufschrift "Geprüfter Rettungshund" ist so etwas wie die TÜV-Plakette am Auto: Nur geprüfte Vierbeiner und ihre Hundeführer dürfen im Ernstfall nach Menschen in Not suchen. Neun dieser Teams haben sich in Waldeck-Frankenberg der Abnahme gestellt und wurden in Theorie und Praxis auf Herz und Nieren geprüft.

Ein ganzes Wochenende lang stand im Zeichen der Prüfung, die die Rettungshundestaffel des DRK Korbach/Bad Arolsen ausgerichtet hat. Während im theoretischen Teil die Hundeführer ihr Wissen zu allen Aspekten der Personensuche zu beweisen hatten, mussten im praktischen Teil Herrchen, Frauchen und Hunde ihr Können gemeinsam demonstrieren. In einem 300 mal 100 Meter großen Suchgebiet im Wald bei Volkhardinghausen galt es, bis zu zwei Vermisste innerhalb von 20 Minuten zu finden und gegebenenfalls Hilfe zu leisten. In dem für alle Teilnehmer völlig unbekannten Arreal hatten die Teams zuvor fünf Minuten Zeit, sich anhand von Kartenmaterial zu orientieren.

Unter den kritischen Augen der Prüfer Josef Graap und Gerd-Holger Siebert hatten die Tiere bei der sogenannten Flächenprüfung auch Unterordnung und Gehorsam zu zeigen, um die Plakette zu bekommen. Alle 18 Monate müssen die Spürnasen und ihre Hundeführer diese Prüfung wiederholen. "Das ist schließlich keine Spielerei", verteidigt Matthias Wolf die strengen Anforderungen, "wenn wir alarmiert werden, dann geht es um Menschenleben". Wolf, stellvertretender Leiter der Rettungshundestaffel im Schwalm-Eder-Kreis, war mit seiner Hündin Cheyenne ebenfalls zur Prüfung in Korbach angetreten - und erhielt die Plakette, die die Hunde am Halsband tragen.

Zu Vermisstenfall am Edersee gerufen
Die Rettungshundestaffel aus dem Schwalm-Eder-Kreis unter Vorsitz von Bettina Weidemann und die ausrichtende Staffel des DRK Korbach/Bad Arolsen unter Leitung von Andrea Skibak kooperieren seit mehreren Monaten und werden im Ernstfall stets gemeinsam alarmiert. So steht stets eine ausreichende Zahl an Suchhundeteams bereit - zuletzt waren die beiden Staffeln am 13. Juni zum Edersee gerufen worden, wo ein 43-Jähriger vermisst war (112-magazin.de berichtete). Teams dieser beiden Staffeln waren in Korbach ebenso zur Prüfung angetreten wie zwei Hunde und Herrchen aus Kassel und ein Team aus dem Münsterland.

Zum Ende des Prüfungswochenendes überreichte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Bradtke den Teilnehmern Urkunden und Präsente, die beiden Prüfer händigten die Plaketten aus. Mit dabei waren: Michael Halberstadt mit Anax, Detlef Ernst mit Sparky, Bettina Weidemann mit Django, Stephan Steiger mit Finja, Andrea Skibak mit Rico, Beatrix Gündling mit Janosch, Stephan Gündling mit Merlin, Sabrina Schenk mit Dorado und Matthias Wolf mit Cheyenne. Mit dem Erfolg von Andrea Skibak sowie Beatrix und Stephan Gündling mit ihren Hunden verfügt die Rettungshundestaffel des DRK Korbach/Bad Arolsen nun über drei geprüfte Teams, die jederzeit zum Einsatz gerufen werden können, zum Beispiel auf Anforderung der Polizei.


Mehr Informationen:
Rettungshundestaffel im DRK Korbach/Bad Arolsen

Publiziert in Retter

WEIDENAU. Am Montag wurden auf dem Parkplatz des DRK-Ausbildungszentrums (Henry-Dunant-Haus) in der Weidenauer Bismarckstraße im Rahmen der Berufsausbildung zum Rettungsassistenten verschiedene, realitätsnahe Fallbeispiele aus dem Rettungsdienst-Alltag durchgeführt. Die Übungen dienten zur Vorbereitung auf die im August stattfindenden schriftlichen und praktischen Abschlussprüfungen der angehenden Rettungsassistenten/innen statt. Insgesamt nahmen an den Übungen 20 angehende Rettungsassistenten/innen teil.

Matthias Böhl, Rettungsdienstmitarbeiter und Dozent am DRK-Ausbildungszentrum hatte sich intensiv um die realitätsnahe Ausbildung gekümmert. Neben dem DRK konnten die Auszubildenden in einem Fallbeispiel auch auf die bereitstehende Feuerwehr aus Dreis-Tiefenbach zurückgreifen. Notfallseelsorger und Ordnungsamtsmitarbeiter, die im Ernstfall bei einigen Notfallsituationen benötig würden, wurden für die Übungen vom DRK gestellt. Zur Ausführung der Fallbeispiele standen den angehenden Rettungsassistenten/innen realistische Unfalldarsteller zur Verfügung.

Von den Auszubildenden mussten verschiedene Fallbeispiele aus den Themengebieten Verkehrsunfall, Freizeitunfall, Gartenunfall, verschiedene Erkrankungen, und Kindernotfälle abgearbeitet werden. Bei jedem „Einsatz“ wirkten jeweils drei Auszubildende mit. Bei Beendigung eines Beispiels besprach die Gruppe die Vorgehensweise. „Mit dieser neuen Form der Prüfungsvorbereitung können wir die Qualität der Berufsausbildung zum Rettungsassistenten bzw. zur Rettungsassistentin erneut steigern“, berichtete Marcus Sting Pressesprecher des DRK in einer Pressemitteilung.

Diese realitätsnahe Ausbildung fand in dieser Form, in diesem Jahr erstmalig statt und wurde von den angehenden Rettungsassistenten/innen sehr gut angenommen. Aus einem Pressegespräch mit verschiedenen Auszubildenden ging hervor, dass das absolut Super war. Denn so konnten alle beteiligten diese Fallbeispiele wirklich realitätsnah üben, was sonst während der bisherigen Ausbildung in dieser Form nicht möglich war. „Auch die Notfalldarsteller waren einfach super, denen gebührt ein großes Lob und ein großes Dankeschön, genauso wie allen anderen mitwirkenden wozu natürlich auch die Kameraden der Feuerwehr gehören.“ berichtete eine angehende Rettungsassistentin.

Das 112-Magazin dokumentierte die Ausbildung zur Nachbesprechung für die angehenden Rettungsassistenten in Form eines 90-minütigen Videos.


Link:
 

Mehr zur Ausbildung des Rettungsassistenten gibt es auf der Internetseite des DRK-Ausbildungszentrums

Publiziert in SI Retter

SIEGEN. Rauchschwaden aus dem Dach des Rathauses in der Siegener Oberstadt haben am Mittwochabend kurzzeitig für Aufregung in der Bevölkerung gesorgt. Wenige Augenblicke später dann ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungskräften rund ums das Rathaus und vor der Nikolaikirche. Der Grund: Eine große Einsatzübung der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes.
 
Angenommen wurde, dass während einer Schulung in einem Computerraum des Rathauses plötzlich ein Feuer ausgebrochen war. Alle sieben Seminarteilnehmer versuchten nach dem Brandausbruch zu flüchten. Die Seminarleiterin konnte sich gerade noch ans Fenster eines Nebenraumes retten und sich dort lautstark bemerkbar machen, während zwei andere Personen in dem Computerraum vermisst wurden. Die anderen Seminarteilnehmer versuchten über die Flure und das Treppenhaus den Weg nach draußen zu erlangen. Dabei stürzte eine Teilnehmerin mehrere Treppenstufen herunter und zog sich zusätzlich zu einer Rauchgasvergiftung schwere chirurgische Verletzungen zu.

Mit mehreren Atemschutztrupps gingen die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor, um nach den verletzten Personen zu suchen und sie zu retten. Parallel dazu wurde eine Rettung über die Drehleiter eingeleitet, um die am Fenster stehende Seminarleiterin aus dem Gebäude zu befreien. Noch während ein Teil mit den Rettungsmaßnahmen beschäftig war, wurde zeitgleich auch die Brandbekämpfung vorgenommen und eine Löschwasserversorgung hergestellt.

Die verletzten Personen wurden vor dem Rathaus durch Einsatzkräfte der DRK-Einheiten aus Weidenau und Eiserfeld fachmännisch versorgt. Nach etwa zwei Stunden war die Übung komplett beendet, die Verletztendarsteller waren wieder wohlauf und die Gerätschaften wieder komplett auf den Fahrzeugen verlastet. Vom Rathaus aus ging es zum Feuerwehrgerätehaus nach Weidenau, wo eine kleine Manöverkritik sowie ein Imbiss auf die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK wartete.

An der Übung nahmen rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehreinheiten aus Hain, Hammerhütte, Bürbach, Weidenau und der hauptamtlichen Wache sowie der DRK-Einheiten aus Weidenau und Eiserfeld teil.

Die Verletztendarsteller wurden durch das Notfalldarstellungsteam des DRK Bad Laasphe gestellt.


Zur Nikolaikirche war Anfang Mai ebenfalls ein Großaufgebot von Einsatzkräften ausgerückt - damals handelte es sich aber nicht um eine Übung:
Siegen: Schüsse in Nikolaikirche - SEK nimmt Täter fest (06.05.2012, mit Fotos)

Publiziert in SI Feuerwehr
Donnerstag, 03 Mai 2012 14:46

Bereits verlegte Elektrokabel rausgerissen

HELMARSHAUSEN. Die Baustelle der neuen Rettungswache des DRK bei Hofgeismar wird immer wieder von Dieben heimgesucht. Am vergangenen Wochenende schlugen sie erneut zu.

Das Gebäude befindet sich an der B80 bei Helmarshausen. Die Diebe stahlen Kabel, die sie aus der bereits fertigen Elektroinstallation herausschnitten, und beschädigten dabei die Stromverteilung. "Der Sachschaden ist enorm", beklagt sich DRK-Pressesprecher Michael Lammers. Die gesamte Elektroinstallation müsse erneuert werden. Dadurch werde sich die Fertigstellung der Wache verzögern.

Bereits früher waren Kabel, Diesel und auch Batterien aus den Baumaschinen gestohlen worden. Dabei sei bereits "erheblicher Sachschaden an den Baumaschinen und dem Gerätecontainer" entstanden, so Lammers.

DRK und Polizei bitten die Bevölkerung um Hilfe, wenn sie Personen oder Fahrzeuge zu ungewöhnlichen Zeiten an der abgelegen liegenden Baustelle beobachten. Hinweise nimmt die Polizeistation in Hofgeismar (05671/99280-0) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Publiziert in KS Retter
Donnerstag, 19 April 2012 18:23

Übung: Vermisste nach Flugzeugabsturz gesucht

KORBACH/JESBERG. Neun Mitglieder der Rettungshundestaffel Korbach im DRK-Kreisverband Korbach-Bad Arolsen haben an einer Übung im Schwalm-Eder-Kreis teilgenommen. Es galt, drei Flugzeuginsassen zu finden, die sich vor dem Absturz mit Fallschirmen aus der Maschine gerettet hatten.

An der Einsatzübung bei Jesberg im Kellerwald nahmen neben drei Hundeführern und sechs Helfern aus Korbach insgesamt rund 80 weitere Einsatzkräfte teil. Die übrigen Teilnehmer gehörten zu den Feuerwehren aus Densberg, Jesberg, Reptich, Hundshausen, Gilserberg, Neuental, Schönstein und Elnrode-Strang sowie zur Rettungshundestaffel Schwalm-Eder, mit der die Korbacher eine Kooperation pflegen.

Nach Angaben von Andrea Skibak, Leiterin der Korbacher Rettungshundestaffel, hatte Revierförsterin Katrin Bartsch von HessenForst die Übung initiiert. Dabei war folgendes Szenario angenommen worden: Ein Kleinflugzeug war abgestürzt, Zeugen sahen drei Menschen mit Fallschirmen. "Somit hieß es für uns, dass es sich um drei vermisste Personen handelt", erklärte Andrea Skibak den "Einsatzauftrag" während der groß angelegten Übung.

Das Gebiet, das die beiden Rettungshundestaffeln abzusuchen hatten, war rund 80 Hektar groß. Die Helfer fanden die drei "Vermissten" innerhalb der für vergleichbare Ernstfälle vorgegebenen Zeit. Übungen wie die zuletzt bei Jesberg durchgeführte seien sehr wichtig, sagte Andrea Skibak. Nur so könnten sich die Hundeführer mit ihren Tieren wirkungsvoll für den Ernstfall vorbereiten.

Und diese Ernstfälle müssen nicht nur nach einem Flugzeugabsturz oder einem anderen spektakulären Unglück eintreten: In den vergangenen Monaten war die Korbacher Rettungshundestaffel alarmiert worden, als im Oktober ein Rentner im Waldgebiet bei Neuludwigsdorf und im Januar in der Gemarkung um Kohlgrund ein Teenager vermisst waren. In beiden Fällen wurden die Personen aber gefunden, bevor die Hunde im Suchgebiet eingetroffen waren.


Link:
Rettungshundestaffel Korbach

Publiziert in Retter
Mittwoch, 21 März 2012 10:01

Neue "Rettungsteddys" durch Spende angeschafft

WEIDENAU. Die Aktiven-Frauen Siegen e.V. überreichten dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein vor kurzem einen Scheck über 400 Euro für neue Rettungsteddys.

„Durch den Verkauf von selbst gebackenen Plätzchen, Handarbei-ten sowie Erbsensuppe auf unserem letzten Weihnachtsbasar war es uns möglich, die Spende an das DRK zu übergeben“, so Eva-Marie Bialowons-Sting, Vorsitzende der Aktiven-Frauen Siegen.

„Es ist eine wunderschöne Art und Weise, Kinder bei Notfällen zu beruhigen, abzulenken und ihnen Trost zu geben. Deswegen wol-len wir den hiesigen DRK-Rettungswachen gerne Rettungsteddys überreichen, damit die Rettungsassistenten nicht mit leeren Händen vor den kleinen „Notfallpatienten“ stehen“, ergänzt Erika Stei, Geschäftsführerin der Aktiven Frauen.

Der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein setzt die „ehrenamtli-chen Bären“ seit 18 Jahren im Rettungsdienst ein. In Eigenregie sucht das DRK jedes Jahr Sponsoren, um den jährlichen Bedarf von 300 bis 400 „Rettungsteddys“ für die acht Rettungswachen im Kreis Siegen-Wittgenstein kaufen zu können.

„Die Kosten für die Rettungsteddys werden durch keine Kranken-kasse übernommen. Die Spenden für die Rettungsteddys werden zu einhundert Prozent für den Kauf von neuen Bären eingesetzt, aufwendige und kostenpflichtige Anzeigenschaltungen werden durch uns nicht beauftragt. Für Großspender besteht die Möglichkeit auf der Rückseite des Teddybären T-Shirt eine kleine Werbung aufzudrucken. Wer für die Rettungsteddys spenden möchten, kann dies gerne unter dem Stichwort „Rettungsteddys“, Konto 17467 bei der Sparkasse Siegen machen oder nimmt mit uns Kontakt auf“, sagt Ralf Henze, DRK-Kreisgeschäftsführer.

Publiziert in SI Retter
Mittwoch, 07 März 2012 18:28

DRK-Seminar: 100 Minuten Kindernotfall

KORBACH. Für Eltern, Großeltern und Erzieher gleichermaßen ein Horrorszenario: Kleinkind mit schwerer Atemnot oder einer Bewusstlosigkeit nach einer Vergiftung. Jetzt nur schnell die richtigen Entscheidungen treffen und den Notruf 112 absetzen. Schwer erkrankte und verunfallte Kinder sind aber auch eine Herausforderung auch für jeden Notarzt und Rettungsassistenten, da sie zu einem Kindernotfall eher selten angefordert werden.

Vor allem die sichere und fachgerechte Erstversorgung innerhalb der ersten Minute am Unfallort ist für das Überleben bei guter Prognose der Kinder entscheidend. "100 Minuten dauert es im Durchschnitt, bis wir in der nächsten Kinderklinik nach der Erstversorgung und Transport ankommen", so Bernd Warnecke, Rettungsassistent und Initiator des Seminars. Jedoch stellt sich bei den allermeisten Notfällen nach den ersten Behandlungsschritten erfreulicherweise keine akute Lebensgefährdung mehr heraus, ergänzt er. Auch ein Rettungshubschrauber kann bei kritischen Notfällen die Transportzeit verkürzen. Alle Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge im Landkreis haben spezielle Medikamente, Infusionen, medizinische Geräte für den Kindernotfall an Bord. Ein spezielles Gurtsystem auf der Trage fixiert das Kind oder den Säugling sicher.

Zum Seminar gibt es öffentlichen Vortrag
Das DRK Korbach-Bad Arolsen bietet ein zweitägiges Seminar zum Thema Kindernotfälle für medizinisches Fachpersonal und Ärzte an. In Kooperation mit dem Krankenhaus Korbach wurde Ulrich Atzbach als bekannter Dozent und Buchautor eingeladen. Am 30. März ab 19 Uhr startet das zertifizierte Seminar mit einem öffentlichen Vortrag für alle interessierten medizinischen Fachkräfte aus Arztpraxen, Krankenhäusern und von Rettungsdiensten aus der Region.

Der Anästhesist, Notarzt und Standortarzt am Krankenhaus Korbach, Dr. Volker Barth, hat den Kurs zudem bei der Landesärztekammer Hessen angemeldet, so dass wichtige Fortbildungspunkte erzielt werden. "Wir haben vor, wirklich alle wesentlichen Notfallsituationen an den Übungspuppen zu üben. Gerade weil Kindernotfälle auch so selten vorkommen", erläutert Dr. Barth.

Gerade durch die sehr überschaubare und strukturierte Vorgehensweise gelingt es rasch, die wichtigsten und oft lebensrettenden Maßnahmen zielsicher durchzuführen, so Atzbach. Anhand ausgewählter Fälle erfahren die Teilnehmer die notwendige Handlungsweise.

Am Samstag, 31. März, richtet sich das Seminar an Ärzte und Notärzte. Eingeladen dazu ist außerdem das Team des Simulationszentrums der Uni Gießen für realitätsnahe Szenarien. Nahezu alle wesentlichen kindlichen Notfälle können mit computerunterstützter Software an den Übungspuppen realistische Szenarien beübt werden. Die meisten Notfälle bei Kindern sind Krampfanfälle, häufig in Verbindung mit hohem Fieber, Infekte der Atemwege mit Atemnot, Unfälle jeglicher Ursache und unabsichtliche Vergiftungen.

Geschenkter Kurs "Erste Hilfe am Kind"
Zum 100-jährigen Jubiläum der DRK Bereitschaft bekommt auch die Bevölkerung ein Geschenk: Das Rote Kreuz bietet kostenfrei für 30 Eltern oder Erzieherinnen einen kompletten Kurs "Erste Hilfe am Kind" an. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Der Kurs umfasst alle wichtigen Maßnahmen der Ersten-Hilfe am Säugling und Kind und wird durch einen Arztvortrag der Korbacher Kinderärztin Dr. Meike Bökemeier ergänzt. Die Teilnehmer erhalten zudem das Kursbuch "Erste Hilfe am Kind". Der Termin steht noch nicht fest. Anmeldungen nimmt das DRK unter der Rufnummer 05631/9599-21 entgegen.


Einen chirurgischen Kindernotfall gab es vergangene Woche in Korbach: 
Baby stürzt Kaufhaus-Rolltreppe hinab - Hubschrauber (02.03.2012, mit Video und Fotos)

Publiziert in Retter
Dienstag, 06 März 2012 09:42

Wieder falsche Spendensammler unterwegs

MENGERINGHAUSEN. Im Arolser Stadtteil sind am Dienstagmorgen offenbar Spendenwerber unterwegs, die vorgeben, für das Rote Kreuz in Hofgeismar Geld zu sammeln. "Diese Leute sind definitiv nicht in unserem Namen unterwegs", sagte ein Sprecher des DRK Hofgeismar gegenüber 112-magazin.de.

Menschen aus Mengeringhausen hätten sich in Hofgeismar gemeldet und erkundigt, ob die Sammlung rechtens sei. "So haben wir davon erfahren und sofort auch die Polizei eingeschaltet", sagte der Sprecher weiter. Das DRK Hofgeismar sei nicht im Zuständigkeitsgebiet eines anderen Kreisverbandes unterwegs, um um Geld zu bitten. Der Sprecher bat die Bewohner von Mengeringhausen darum, umgehend die Polizei von den falschen Spendensammlern zu informieren.

Kürzlich hatte der Förderverein des Kasseler Rettungshubschraubers Christoph 7 über falsche Spendensammler berichtet. Im Namen der Luftrettung hatten Betrüger versucht, an Geld zu kommen.

Publiziert in Retter
Dienstag, 31 Januar 2012 18:05

Neues NEF: Sicherer, mit besserem Equipment

KORBACH. Im Notfall wird sich dafür wohl niemand interessieren: Ein neues Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist seit Jahresbeginn in Korbach unterwegs. Nach mehr als 10.000 Einsätzen in den vergangenen sechs Jahren und mit mehr als 300.000 Kilometern auf dem Tacho hatte das bisherige NEF ausgedient. Künftig steht ein Audi Q5 zur Verfügung, der sich unter anderem durch noch qualitativere medizinische Ausstattung und hellere LED-Blaulichter auszeichnet.

"Wir haben nun ein hervorragendes Arbeitsgerät mit hochwertigem medizinischen Equipment, um den Patienten optimal zu versorgen", sagt Notarzt Volker Barth, Anästhesist am Korbacher Stadtkrankenhaus. Barth, seit Oktober Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes Korbach, zeigt beim Blick in den Kofferraum des neues Q5 auf ein Beatmungsgerät der neuesten Generation. Das sogenannte Oxylog 3000+ sei für alle Beatmungsformen geeignet und biete Patienten und Medizinern mehr Sicherheit und Komfort als frühere Geräte. Diese Technik habe jedoch ihren Preis, wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Korbach/Bad Arolsen, Gerd Brückmann, erklärt: Mit 30.000 Euro sei das Beatmungsgerät der teuerste Bestandteil der medizinischen Ausstattung.

Neu im Fahrzeug und für Patienten angenehm ist ein kombinierter Kühl- und Wärmeschrank, in dem verschiedene Medikamente und Infusionen gelagert werden. Vor allem bei den Infusionen, die auf 28 Grad und damit annähernd auf Körpertemperatur vorgewärmt werden, spürt der Patient nach Angaben von Rettungsassistent Stephan Denk eine wesentliche Verbesserung. Das bisherige Notarzteinsatzfahrzeug, ein Audi A6 Avant, verfügte nicht über einen solchen Thermo-Schrank. Der A6 war sechs Jahre nahezu unfallfrei im Einsatz und legte in dieser Zeit bei den Alarmfahrten zu mehr als 10.000 Notfällen rund 300.000 Kilometer zurück. "Wir sind sehr froh, dass es nie zu ernsthaften Unfällen gekommen ist", sagt DRK-Wachenleiter Christian Pohlmann. Dies sei bei Einsatzfahrten nicht immer selbstverständlich.

Bessere Sicherheitstechnik, helle LED-Blaulichter
Dennoch sind sowohl Rettungsassistenten als Fahrer und Notärzte als Beifahrer froh, dass der neue Wagen über verbesserte Sicherheitsausstattung verfügt. "Es kann unter diesen Umständen immer mal etwas passieren", weiß Notarzt Volker Barth. Etwa 20 Kolleginnen und Kollegen - Klinikärzte ebenso wie niedergelassene Mediziner - besetzen das zumeist am Korbacher Krankenhaus stationierte NEF. Von dort aus geht es nach der Alarmierung zur Unfallstelle, zum Patienten nach Hause, zu Sport- oder Arbeitsunfällen, zu medizinischen Notfällen oder zu gestürzten oder auf andere Weise verletzten Patienten. Mit dem neuen Q5 werde man künftig zwar nicht schneller, aber sicherer zum Einsatzort fahren. "Man hat in dem Fahrzeug nicht nur eine erhöhte Sitzposition und sieht dadurch den Straßenverkehr wesentlich besser", erklärt Stephan Denk, "wir werden dank der wesentlich helleren LED-Blaulichter auch viel eher von anderen gesehen".

Das Basisfahrzeug, den von einem zwei Liter großen und 180 PS starken TDI-Motor angetriebenen Audi Q5 quattro, schaffte das Rote Kreuz Korbach/Bad Arolsen für einen Preis von 46.000 Euro an. Geschäftsführer Brückmann: "Diesen Preis gibt uns der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes vor". Man habe also gar kein günstigeres Fahrzeug kaufen können. Mitsamt der medizinischen Ausstattung, Navigations- und Funkgerät, Fahrwerkverstärkung sowie Signalanlage mit LED-Blaulichtern und Frontblitzer im Kühlergrill ("Straßenräumer") kostete das neue NEF fast 100.000 Euro. Das bisherige Fahrzeug steht künftig als Ersatzwagen zur Verfügung.

Kein Patiententransport
Das Korbacher NEF ist das in Waldeck-Frankenberg am häufigsten angeforderte Notarzteinsatzfahrzeug - es ist pro Jahr etwa 1700-mal und damit im Schnitt knapp fünfmal am Tag im Einsatz. Bei jedem Notarzt-Einsatz ist mindestens ein Rettungstransportwagen (RTW) im sogenannten Rendezvous-System mit von der Partie. In den RTWs werden die Patienten vor dem Transport in eine Klinik versorgt, der Notarztwagen selbst ist nicht für einen Patiententransport ausgelegt und geeignet. Er dient ausschließlich als Notarzt-Zubringer.

Bei seinen ersten Einsätzen hat sich der neue Audi bereits bewährt, wie Wachenleiter Pohlmann bestätigte. Zumeist seien es medizinische Notfälle gewesen. In der vergangenen Woche rückte der Q5 zu seinem ersten Verkehrsunfall aus - zwischen Strothe und Höringhausen (zum Artikel hier klicken). Die beiden verletzten Autoinsassen werden für den Notarzt-Geländewagen wohl kein Auge gehabt haben - auch wenn das Auto wirklich sehenswert ist.

112-magazin.de wünscht allen Rettungsassistenten und Notärzten allzeit gute Fahrt mit dem neuen NEF!


Link:
DRK-Kreisverband Korbach/Bad Arolsen

Publiziert in Retter
Sonntag, 25 Dezember 2011 06:08

Nach Rauch am Tag Vollbrand in der Nacht

VIERMÜNDEN. Der Dachstuhl des Hauses, in dem die Feuerwehren am Nachmittag des Heiligen Abends bereits im Einsatz waren, ist in der Nacht zum ersten Feiertag komplett abgebrannt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Kurz nach Mitternacht schlugen Bewohner und Nachbarn Alarm, die beiden in dem Haus im Neuen Weg lebenden Familien konnten das brennende Gebäude unverletzt verlassen. Die Feuerwehren aus Frankenberg, Viermünden und Schreufa rückten aus. Bei ihrem Eintreffen brannte der Dachstuhl in voller Ausdehnung. Unter Atemschutz und von der Drehleiter aus gingen die Brandschützer gegen die Flammen vor. Trotz des schnellen und umfangreichen Einsatzes der mehr als 60 Feuerwehrleute brannte der Dachstuhl nahezu vollständig ab. Die Polizei gab den Schaden in der Nacht mit rund 350.000 bis 400.000 Euro an. Um Einsatzkräfte und Bewohner zu versorgen, rückte in der Nacht auch eine Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes an.

Bereits am Nachmittag waren die Wehren aus der Kernstadt sowie aus Viermünden und Schreufa zu dem Haus gerufen worden. In einer Zwischendecke war ein Brand ausgebrochen, nachdem offensichtlich beim Bohren der Kamin beschädigt worden war. Die aktuelle Brandursache ist noch unklar, die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit dem Brand am Nachmittag nicht aus.

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Publiziert in Feuerwehr
Seite 10 von 11

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige