Kühe auf Gleisen stoppen Regionalzug

Dienstag, 19 Oktober 2021 13:02 geschrieben von
Eine ausgebüxte Kuhherde sorgte für Verspätungen im Zugverkehr zwischen Korbach und Willingen. Eine ausgebüxte Kuhherde sorgte für Verspätungen im Zugverkehr zwischen Korbach und Willingen. Symbolbild: 112-magazin.de

EIMELROD. Für erhebliche Verspätungen im Bahnverkehr und einen Polizeieinsatz sorgten am Montagabend Teile einer Kuhherde im Bereich Willingen-Eimelrod. Weil die Vierbeiner eines 43-Jährigen aus Willingen in unmittelbarer Gleisnähe und zum Teil auf den Gleisen liefen, musste am 18. Oktober eine Regionalbahn sogar eine Schnellbremsung einlegen. Die Tiere waren offensichtlich bei einem Viehtrieb entlaufen.

Nach Angaben der Polizei blieben die Tiere unbeschadet, konnten jedoch bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht vollzählig eingefangen werden. An der Suche nach den Weidetieren waren jeweils eine Streife der Polizei Korbach und der Bundespolizeiinspektion Kassel beteiligt.

Züge fuhren auf Sicht

Aus Sicherheitsgründen mussten die Züge den Streckenabschnitt bei Willingen-Eimelrod bis Dienstagmorgen mit langsamer Geschwindigkeit befahren. Insgesamt verspäteten sich dadurch 15 Züge um jeweils rund zehn Minuten. Nachdem der Besitzer der Bundespolizei mitgeteilt hatte, dass die Herde wieder komplett sei, konnte der Bahnverkehr ab  8.30 Uhr wieder ungehindert rollen.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen den Tierhalter ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" eingeleitet. (ots/r)

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Letzte Änderung am Dienstag, 19 Oktober 2021 13:09

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