Hohe Erbschaft lockt: Kasse machen nur die Betrüger

Freitag, 06. Juni 2014 10:40 geschrieben von  Migration

WALDECK-FRANKENBERG. Mit einer hohen Erbschaft locken derzeit mal wieder Betrüger auch Menschen in Waldeck-Frankenberg. Um an das Geld eines völlig fremden Verstorbenen zu gelangen, sollen sich die Angeschriebenen lediglich als dessen Angehöriger ausgeben. Kasse machen allerdings ausschließlich die Betrüger…

Diese besondere Betrugsmasche ist laut Polizei seit Jahren im Umlauf und funktioniert in einigen Fällen auch, obwohl die Schreiben, die als Brief, E-Mail oder Fax eingehen, offenkundig unseriös sind und betrügerischen Charakter haben. Die Schreiben kommen wahlweise aus Spanien, der Türkei, England, Süd-Afrika oder auch aus anderen Ländern. Ein vermeintlicher Bankdirektor oder Chef einer Sicherheitsfirma stellt eine millionenschwere Erbschaft in Aussicht, wenn man sich fälschlicherweise als Angehöriger eines Verstorbenen ausgibt, der in dem jeweiligen Land eine größere Summe Geld hinterlassen hat.

Nach Einschätzung der Polizei funktioniert diese Masche immer wieder, weil in diesem ersten Schreiben keine Zahlungen verlangt werden, sondern lediglich durch das Angebot einer großen Summe Interesse geweckt werden soll.

Das Geld ist weg und man macht sich obendrein strafbar
Der Kontakt zu den Betrügern erfolgt über eine ausländische Handy oder eine Fax-Nummer. Geht man in Erwartung der "Erbschaft" auf das Angebot ein und ist der Fisch erst einmal an der Angel, finden die Betrüger immer neue Ausreden, warum das Geld nicht auf dem Konto des Empfängers ankommt. Und dann kommen doch plötzlich Bedingungen ins Spiel: Einmal sollen fünfstellige Zollgebühren gezahlt werden, ein anderes Mal ist eine hohe Kaution oder Bearbeitungsgebühr fällig. Wer darauf eingeht, ist nicht nur sein eigenes Geld los, sondern macht sich auch noch der versuchten Geldwäsche strafbar.

"Lassen Sie sich nicht auf solche offenkundigen Betrügereien ein, werfen Sie die Schreiben einfach weg. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihre zuständige Polizeidienststelle", rät daher Polizeisprecher Volker König.

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 06. Juni 2014 10:46

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