FRITZLAR. An einem unbeschrankten Bahnübergang in Fritzlar hat ein Akku-Triebwagen einen Kleintransporter erfasst. Der Zusammenstoß löste einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus.
Zum Unfall kam es am Freitag gegen 12.35 Uhr in der Pappelallee. Ein 64 Jahre alter Mann aus Lichtenfels wollte mit seinem MAN-Transporter TGE 3.140 der Sprinterklasse die Gleise überqueren. Aus bislang ungeklärten Gründen übersah er dabei den aus Richtung Bad Wildungen herannahenden Zug, der das Fahrzeug im Bereich der Fahrerkabine traf und rund 100 Meter mitschleifte.
Schwerverletzter nach Kassel transportiert
Bei der Kollision erlitt der 64-Jährige schwere Verletzungen. Er befand sich allein in dem Kleintransporter und war nach dem Zusammenstoß nicht eingeklemmt. Sein Zustand erlaubte einen Transport mit dem Rettungswagen, sodass er nach der medizinischen Versorgung in das Klinikum Kassel gebracht werden konnte. Ein ebenfalls angeforderter Rettungshubschrauber der Bundespolizei trat den Rückflug ohne Patienten an.
Im Akku-Triebwagen befanden sich insgesamt 18 Personen, darunter 15 Fahrgäste und das Zugpersonal. Sämtliche Insassen, einschließlich des Triebfahrzeugführers, blieben unverletzt.
Feuerwehr mit umfangreichem Aufgebot im Einsatz
Unter dem Einsatzstichwort „HZUG1 Y – PKW vs. ZUG“ schickte die Leitstelle um 12.36 Uhr die Feuerwehr Fritzlar zur Unfallstelle.
Wie Einsatzleiter und stellvertretender Stadtbrandinspektor Jens Brachmann gegenüber 112-Magazin berichtete, wurde aufgrund der ersten Meldung zunächst auch der Rüstwagen der Feuerwehr Homberg angefordert. Nachdem die Fritzlarer Einsatzkräfte die Situation erkundet hatten und feststand, dass keine Person eingeklemmt war, konnte die Homberger Einheit ihre Anfahrt abbrechen.
Zur Unterstützung der Bundespolizei wurde im weiteren Verlauf die Drohnenstaffel der Feuerwehr Fritzlar hinzugezogen. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt.
Neben den Feuerwehrkräften waren ein DRK-Rettungsteam, ein Notarztteam, Beamte der Bundespolizei aus Kassel sowie der Polizeistation Fritzlar und mehrere Bahnmitarbeiter vor Ort. Auch der für die Pressearbeit zuständige Kreisbrandmeister Christian Rinnert befand sich an der Einsatzstelle.
Wirtschaftlicher Totalschaden am Kleintransporter
Durch den Zusammenstoß wurde der MAN-Transporter so schwer beschädigt, dass wirtschaftlicher Totalschaden entstand. Das Fahrzeug musste anschließend vom Abschleppdienst Gäbler geborgen und abgeschleppt werden.







