STADTALLENDORF. Ein Schockanruf führte vorübergehend zum Erfolg. Doch dank der guten Arbeit ziviler Einsatzkräfte sitzt ein Tatverdächtiger inzwischen in Untersuchungshaft. Das übergebene Bargeld konnte dem Opfer zudem vollständig wieder ausgehändigt werden.
Zunächst erhielt eine 87-Jährige aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf am Mittwoch, 14. Oktober 2026, einen Anruf, bei dem ein Unbekannter die Seniorin schockierte. So habe ein naher Angehöriger einen schweren Unfall verursacht. Eine drohende Haft könne nur noch durch die sofortige Zahlung einer Kaution abgewendet werden.
Die Kriminellen übten fortlaufend Druck auf ihr Opfer aus. Schließlich übergab die 87-Jährige 73.100 Euro Bargeld an einen unbekannten Mann.
Was dem Abholer nicht bekannt war: Die Polizei war ihm bereits auf den Fersen
Er hatte sich zuvor verdächtig verhalten. Aufmerksamen Zivilkräften fiel der Mann dabei auf; die Einsatzkräfte observierten ihn daraufhin kurzfristig. Dass sie damit den „richtigen Riecher“ bewiesen, stellte sich heraus, als sie den Mann bei der Geldabholung beobachten konnten. Unmittelbar nach der Übergabe nahmen Einsatzkräfte der Frankfurter Polizei den Mann auf frischer Tat widerstandslos fest.
Der 18-jährige serbische Staatsangehörige wurde zur Verkündung eines Haftbefehls einem Haftrichter am Amtsgericht Marburg vorgeführt. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Ob ihm möglicherweise weitere Straftaten zuzurechnen sind, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Weitere Auskünfte sind aus ermittlungstaktischen Gründen nicht möglich. (Polizei Hessen/r)
Anzeige-







