MARBURG. Nach dem Fund einer Leiche (wir berichteten) haben die Staatsanwaltschaft Marburg und die Marburger Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Dabei identifizierten die Ermittler einen Tatverdächtigen.
Wie Staatsanwältin Kathrin Ortmüller erklärte, hatte sich der Mann nach der Tat bereits ins Ausland abgesetzt. Weitere länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen führten nach Polen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ das Amtsgericht Marburg wegen des dringenden Mordverdachts einen nationalen sowie einen europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen.
In grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden konnte der 42-Jährige lokalisiert und am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in Polen festgenommen werden. Er befindet sich nun in Haft. Die Staatsanwaltschaft Marburg wird seine Auslieferung nach Deutschland im Wege eines Rechtshilfeverfahrens betreiben.
Verdacht auf Mord durch Messerstiche
Nach den derzeitigen Erkenntnissen steht der festgenommene polnische Staatsangehörige in dringendem Verdacht, die am Mittwochnachmittag, 21. Oktober 2026, tot aufgefundene 35-Jährige durch 19 Messerstiche getötet zu haben.
Der Tatverdächtige und die Frau führten nach aktuellen Erkenntnissen zumindest in der Vergangenheit eine Beziehung. Das Opfer hielt sich aufgrund eines Ex-Partners, bei dem es sich nicht um den Tatverdächtigen handelt, in einem Frauenhaus auf.
Den Ermittlungen zufolge traf sich die 35-Jährige am Mittwoch mit dem 42-Jährigen. Anschließend soll dieser sie getötet haben. Sein Motiv und die Hintergründe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Ermittlungen dauern an
Aufgrund der laufenden Ermittlungen sowie aus Gründen des Persönlichkeits- und Opferschutzes erteilen Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit keine weiteren Auskünfte. (ots/r)
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