Zwei schwere Unfälle nach Transporterbrand

Mittwoch, 16. September 2026 11:52 geschrieben von  Redaktion 112-Magazin
Zwei schwere Verkehrsunfälle haben sich am 15. September 2026 im Rückstau nach einem Fahrzeugbrand auf der A 49 ereignet. Zwei schwere Verkehrsunfälle haben sich am 15. September 2026 im Rückstau nach einem Fahrzeugbrand auf der A 49 ereignet. Fotos: Feuerwehr Borken (Hessen)

BORKEN / FRITZLAR. Nach einem Fahrzeugbrand auf der A 49 haben sich im anschließenden Rückstau zwei Verkehrsunfälle ereignet. Insgesamt wurden drei Menschen schwer und eine weitere Person leicht verletzt.

Kurz vor der Anschlussstelle Fritzlar war am Dienstag, 15. September 2026, ein Mercedes-Sprinter während der Fahrt in Brand geraten und vollständig ausgebrannt (wir berichteten). Wegen der Löscharbeiten und der anschließenden Reinigung musste die Autobahn in Richtung Kassel vollständig gesperrt werden.

Feuerwehr und Polizei waren gegen 17.20 Uhr auf die A 49 gerufen worden. Nach ersten Erkenntnissen war vermutlich ein technischer Defekt die Ursache für den Brand des Transporters.

Audi unter Sattelauflieger geschoben

Während der Vollsperrung ereignete sich gegen 18 Uhr der erste Verkehrsunfall am Stauende. Nach Zeugenaussagen konnte der Fahrer eines Audi Q3 noch rechtzeitig hinter einem abbremsenden Sattelzug anhalten.

Dem Fahrer eines nachfolgenden Transporters gelang dies offenbar nicht mehr. Er prallte auf den Audi, der durch die Wucht des Zusammenstoßes unter den vor ihm stehenden Sattelauflieger geschoben wurde.

Bei dem Unfall erlitten der 54 Jahre alte Audi-Fahrer aus Schleswig-Holstein und seine 58-jährige Beifahrerin schwere, nach Angaben der Polizei jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Zwei Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in Krankenhäuser.

Leicht verletzt wurde der 48 Jahre alte Fahrer des Transporters aus Kassel. Ein Rettungswagen brachte ihn ebenfalls in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Wegen der Landung der beiden Rettungshubschrauber musste die Autobahn zwischenzeitlich auch in Richtung Marburg gesperrt werden. Den Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen bezifferte die Polizei auf rund 50.000 Euro.

Weiterer Unfall an Anschlussstelle Borken

An der Anschlussstelle Borken ereignete sich gegen 21.45 Uhr ein weiterer Verkehrsunfall. Während sich der Rückstau langsam auflöste, konnte der Fahrer eines Wohnmobils seine Fahrt wegen einer Panne nicht fortsetzen.

Mit seinem Fiat Doblo war ein 76 Jahre alter Mann aus Seeheim-Jugenheim in Richtung Kassel unterwegs, als er mit dem Ford Transit kollidierte, der zwischen dem rechten Fahrstreifen und dem Beschleunigungsstreifen stand. Der 76-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich der Fahrer des Wohnmobils nicht in seinem Fahrzeug und blieb unverletzt. Auch bei diesem Unfall entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von rund 50.000 Euro.

Nach Abschluss der Bergungs- und Reinigungsarbeiten an der Brandstelle konnte die Richtungsfahrbahn Kassel gegen Mitternacht wieder für den Verkehr freigegeben werden. (ots/r & fw Borken/r)

Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 16. September 2026 12:15

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