BIELEFELD / DIEMELSTADT. Die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen sind zu zwei Verkehrsunfällen kurz hintereinander alarmiert worden.
Schwerer Unfall auf der A 44
Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 44 wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei am Sonntag, 5. Juli 2026, gegen 14.20 Uhr alarmiert. Ein 67 Jahre alter Mann aus Ettlingen war mit einem Volvo XC 40 von der Rastanlage Biggenkopf-Süd auf die A 44 in Richtung Kassel aufgefahren.
Vom Beschleunigungsstreifen wechselte der Volvo-Fahrer unmittelbar über den rechten Fahrstreifen auf den linken Fahrstreifen, um ein Wohnmobil zu überholen. Nach Angaben von Zeugen soll der Mann dabei nicht geblinkt haben.
Dabei übersah der 67-Jährige einen Hyundai Kona, der bereits auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. Dessen 69 Jahre alter Fahrer aus Warburg konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Volvo auf. Durch den Zusammenstoß verlor der Hyundai-Fahrer die Kontrolle über sein Auto, geriet nach links und kam an der Mittelschutzplanke zum Stehen. Nach der Kollision lenkte der Volvo-Fahrer sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen und hielt dort an.
Leichte Verletzungen erlitten der 69 Jahre alte Hyundai-Fahrer und eine 72 Jahre alte Mitfahrerin auf der Rückbank. Die 70 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Um 14.24 Uhr wurden die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen mit dem Stichwort „H Klemm 1 Y“ alarmiert. Eine Person war nicht eingeklemmt. Insgesamt 23 Einsatzkräfte sicherten die Einsatzstelle ab, unterstützten den Rettungsdienst und reinigten die Fahrbahn. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Florian Tepel. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet.
Noch während des laufenden Einsatzes konnte der nachfolgende Verkehr über den rechten Fahrstreifen und die Beschleunigungsspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Gegen den 67 Jahre alten Volvo-Fahrer wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall ermittelt.
In diesem Zusammenhang erinnert die Polizei daran, beim Auffahren auf die Autobahn den gesamten Beschleunigungsstreifen zu nutzen, um die erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen. Beim Einfädeln auf den rechten Fahrstreifen muss sich der Fahrer dem fließenden Verkehr anpassen und diesen vorbeilassen. Ein Reißverschlussprinzip gilt hier nicht. Das Überspringen von Fahrstreifen kann je nach Situation eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat darstellen, wenn andere Verkehrsteilnehmer rücksichtslos gefährdet werden.
Weiterer Unfall bei Rhoden
Noch am Stützpunkt wurden die Einsatzkräfte um 15.46 Uhr erneut alarmiert. Diesmal ging es um einen E-Call ohne Sprachkontakt im Bereich Rhoden. Auch dieser Einsatz dauerte rund eine Stunde.
Nach Angaben der Polizei Bad Arolsen befuhr ein 54 Jahre alter Mann aus Kassel mit einem Ford-Wohnmobil die B 252 von Rhoden in Richtung Scherfede. Im Kreuzungsbereich zur A 44 in Richtung Kassel wollte er nach links abbiegen.
Dabei übersah der Fahrer des Wohnmobils einen vorfahrtberechtigten 58 Jahre alten Mann aus Herborn, der mit einem Audi Q5 aus Richtung Scherfede entgegenkam. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision.
Unverletzt blieben beide Fahrer. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, das Wohnmobil und der Audi mussten abgeschleppt werden. Auch an dieser Einsatzstelle sicherten die Feuerwehren aus Rhoden und Wrexen den Bereich ab und reinigten die Fahrbahn. Die Einsatzleitung hatte erneut der stellvertretende Stadtbrandinspektor Florian Tepel.







