68-Jähriger nach Wohnungsbrand tot aufgefunden

Dienstag, 07. Juli 2026 12:04 geschrieben von  Michael Fränkel
In der Frankfurter Straße in Kassel kam es am 6. Juli 2026 zu einem tödlichen Wohnungsbrand. In der Frankfurter Straße in Kassel kam es am 6. Juli 2026 zu einem tödlichen Wohnungsbrand. Fotos: Feuerwehr Kassel

KASSEL. Tot aufgefunden hat die Polizei nach Abschluss der Löscharbeiten einen Mann in einer Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Frankfurter Straße. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich bei dem Toten um einen 68 Jahre alten Bewohner der betreffenden Wohnung. Letzte Zweifel an der Identität soll ein DNA-Abgleich ausräumen, dessen Ergebnis derzeit noch aussteht.

Gemeldet wurde der Wohnungsbrand in der Kasseler Südstadt nahe der Heinrich-Heine-Straße am Montag gegen 12.20 Uhr. Mehrere Notrufe erreichten gegen 12.30 Uhr die Leitstelle der Feuerwehr Kassel. Aufgrund des ausgedehnten Brandes im Obergeschoss wurde neben dem Löschzug der Feuerwache 1 ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie drei Freiwillige Feuerwehren der Stadt Kassel nachalarmiert.

Gerettet werden konnten ein weiterer Bewohner des Gebäudes und sein Hund durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr über eine Drehleiter. Über den Treppenraum brachten die Einsatzkräfte eine weitere Person ins Freie. Mehrere weitere Hausbewohner wurden von der Feuerwehr unverletzt nach draußen gebracht. Weitere Bewohner konnten sich eigenständig in Sicherheit bringen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Weitere Personen wurden nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.

Wegen der verwinkelten Bauweise des Hauses mussten insgesamt vier Atemschutztrupps parallel zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt werden. Ein Zimmer der betroffenen Wohnung brannte vollständig aus, die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar und aktuell beschlagnahmt. Zudem wurden auch die angrenzenden Wohnungen auf der Etage, das Treppenhaus und die Fassade des Hauses durch Löschwasser und Rußanhaftungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtsachschaden wird nach ersten Schätzungen der Kriminalbeamten auf rund 500.000 Euro beziffert.

Rund drei Stunden dauerte der umfassende Feuerwehreinsatz, bei dem etwa 60 Kräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Kassel im Einsatz waren. Außerdem waren drei Rettungswagen, ein Notarzt, die Polizei und die KVG vor Ort. Die restlichen Wohnungen wurden durch weitere eingesetzte Atemschutztrupps kontrolliert.

Die weiteren Ermittlungen haben die Beamten der Kasseler Kriminalpolizei übernommen. Sie suchten die Brandstelle noch am Montagnachmittag auf. Bei den Ermittlungen zur Brandursache haben sich bislang keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden oder eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die genaue Ursache ist jedoch weiterhin ungeklärt. Zur weiteren Klärung sind auch Brandsachverständige des Hessischen Landeskriminalamts in die Ermittlungen eingebunden.

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