WALDECK. Nach der Beschädigung einer Hauptgasleitung zwischen dem Stadtteil Waldeck und dem Flugplatz ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert worden. Große Mengen Erdgas strömten aus der Leitung.
Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Montag, 29. Juni 2026, um 16.47 Uhr mit dem Einsatzstichwort „H GAS 2“. Neben den Kräften der Feuerwehr der Stadt Waldeck waren auch der Gefahrstoffzug aus Korbach und ein Rettungswagen auf dem Weg zur Einsatzstelle.
Bei Baumaßnahmen war eine Gasleitung zwischen dem Stadtteil Waldeck und dem Flugplatz Waldeck beschädigt worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich niemand mehr im Gefahrenbereich. Das Ausströmen des Gases war deutlich hörbar.
Schnell stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine herkömmliche Gasleitung handelte, sondern um eine Hauptleitung. Dort herrschen wesentlich höhere Drücke und Durchflussmengen.
Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing wurde ein Löschfahrzeug in etwa 100 Meter Entfernung positioniert. An dieser Stelle schlugen die mitgeführten Mehrfachmessgeräte keinen Alarm. Von dort aus stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher, um auf ein mögliches Durchzünden vorbereitet zu sein.
Weitere Einheiten sperrten den Bereich weiträumig ab.
Alle übrigen Fahrzeuge fuhren einen Bereitstellungsplatz an. Dafür wurde ein nahegelegener Parkplatz genutzt. So wurde sichergestellt, dass sich nur die Kräfte dem Gefahrenbereich näherten, die dort tatsächlich tätig werden mussten. Gleichzeitig wären die Einheiten im Ereignisfall schnell greifbar gewesen.
Nachdem der Notdienst des Energieversorgers an der Einsatzstelle eingetroffen war, konnte die Abschaltung der Gasleitung durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Leitungslänge strömte noch einige Zeit weiter Gas aus.
Um eine Gefährdung für die Bevölkerung auszuschließen, führte die Messgruppe des Gefahrstoffzuges Landkreis Waldeck-Frankenberg in und um den Stadtteil Waldeck mehrere Messungen durch. Dafür wurden zwei spezielle Messfahrzeuge eingesetzt. An keinem der Messpunkte konnte eine messbare Gaskonzentration festgestellt werden.
Vom Einsatzleitwagen aus wurde die Einsatzstelle koordiniert. Durch die Vielzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen bestand ein erhöhter Organisationsbedarf.
Die anrückenden Kräfte mussten in den Bereitstellungsraum geleitet werden. Außerdem wurde der Funkverkehr zur Leitstelle abgewickelt und mit dem Energieversorger kommuniziert.
Zur sicheren Beurteilung der Lage am Austrittsort wurde eine Drohne eingesetzt. Außerdem wurden Karten zum Festlegen der Messpunkte ausgedruckt sowie Lagemeldungen und Messergebnisse dokumentiert.
Als keine Ausströmung mehr wahrnehmbar war, begutachtete der Energieversorger die Austrittsstelle. Dabei wurde unter anderem ein Bagger eingesetzt, da sich die Beschädigung im Erdreich befand.
Nachdem eine weitere Gefährdung ausgeschlossen werden konnte, wurde die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Netze, Sachsenhausen und Waldeck, der DRK-Rettungsdienst, die Feuerwehr Korbach, die Messgruppe des Landkreises Waldeck-Frankenberg sowie der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer.
Nach zwei Stunden und 28 Minuten war der Einsatz beendet.







