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Freitag, 22 Oktober 2021 10:22

Bundespolizei nimmt Mann aus Korbach fest

KASSEL/KORBACH. Gleich drei Haftbefehle konnte die Bundespolizeiinspektion Kassel am 20. Oktober in den Bahnhöfen Kassel, Fulda und Gießen vollstrecken.

Den Gang in die Justizvollzugsanstalt Butzbach musste ein 42-jähriger Wohnsitzloser antreten, da er die festgelegte Geldstrafe im Haftbefehl zur Abwendung der Freiheitsstrafe nicht aufbringen konnte. Wegen "Erschleichen von Leistungen" (vgl. §265a StGB) in mehreren Fällen wurde der Mann vom Amtsgericht Hannover in diesem Jahr zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 20,- Euro verurteilt. Da er diese nicht bezahlt hat, wurde gegen den Mann ein Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Hannover erlassen.

Etwas glimpflicher kamen eine 38-jährige Frau aus Gersfeld (Kreis Fulda) und ein 24-jähriger Mann aus Korbach davon. Beide konnten ihre Freiheitsstrafe durch Zahlung der festgelegten Geldstrafe von jeweils 800 Euro und 300 Euro in letzter Sekunde abwenden. Der 24-Jährige war vom Amtsgericht Kassel im Jahr 2019 wegen "Gemeinschaftlicher Urkundenunterdrückung" (vgl. § 274 StGB) zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt worden.

Das Amtsgericht Fulda verurteilte die 38-jährige Frau wegen "Diebstahls" (vgl. § 242 StGB) im Jahr 2020 zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 20 Euro. (ots/r)

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KASSEL. In der Nacht zu Freitag kam es auf dem Lkw-Parkplatz am Autohof Lohfeldener Rüssel an der BAB 7 zum Brand eines geparkten Sattelzugs.

Andere Lkw-Fahrer waren gegen 00.50 Uhr durch knallähnliche Geräusche auf den Brand aufmerksam geworden und hatten daraufhin sofort den im Führerhaus schlafenden Fahrer des Sattelzugs geweckt. Der 30-jährige Mann aus Polen konnte sein Fahrzeug noch rechtzeitig verlassen und blieb glücklicherweise unverletzt. Der entstandene Sachschaden an dem Sattelzug einer polnischen Spedition dürfte nach ersten vorsichtigen Schätzungen in einem niedrigen fünfstelligen Bereich liegen.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo am Brandort deutet alles auf eine vorsätzliche Brandstiftung hin. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen an der Zugmaschine im Bereich der Sattelkupplung und des Kraftstofftanks ausgebrochen.  Nun bitten die ermittelnden Beamten des K 11 Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Brand gemacht haben oder Hinweise auf die mutmaßlichen Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

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Dienstag, 12 Oktober 2021 14:27

THW und Feuerwehren üben für realen Zugunfall

WALDECK-FRANKENBERG. An fünf Tagen im September dieses Jahres konnten die Feuerwehren aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg ihr Wissen an einem umgestürzten Steuerwagen der Deutschen Bahn in Kassel vertiefen und sich dem Thema technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen widmen.

An drei Objekten der Kurhessenbahn im Rangierbahnhof Kassel haben etwa 250 Feuerwehrleute und 20 Einsatzkräfte des THW ihr Können unter Beweis gestellt und weitere interessante Details erfahren. Vorarbeiten hatten die Initiatoren Dirk Gernand vom THW Korbach und der Notfallmanager der Deutschen Bahn Markus Bähr bereits organisiert. Drei  Vt 628 der Kurhessenbahn sollten vor Ort verschrottet werden, daher hatten Gernand und Bähr die Gelegenheit genutzt um allen Feuerwehren im Zuständigkeitsbereich der Strecken in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Kassel die Möglichkeit zu geben, an den verschiedenen Objekten Unfallszenarien zu üben. 

Am Sonntag, 29. August begann das THW Korbach damit, einen der Steuerwagen vom Motorwagen zu trennen und 20 Meter vorzuziehen. Anschließend wurde der Steuerwagen angehoben und neben der Schiene auf Holzklötzen abgesetzt. Im weiteren Verlauf konnte der Steuerwagen mit Hebekissen und Seilwinden kontrolliert auf die Seite gelegt werden, um an den Folgetagen den Feuerwehren ein Unfallszenario zu bieten, an dem eine Personenrettung nach oben aus dem umgestürzten Fahrzeug geübt werden kann. Im weiteren Verlauf legte das THW weitere zwei Triebwagen auf die Seite.

Verletzte Person aus Zug retten

Jede Wehr hatte zweieinhalb Stunden Zeit die verschiedene Unfallszenarien durchzuspielen. An allen Tagen stand den Feuerwehren  Aufgleisleiter Dirk Gernand vom THW Korbach und Notfallmanager Markus Bähr für Fragen zur Verfügung und gaben den Einsatzkräften Informationen und Sicherheitshinweise während des Übungsverlaufs. In jeweils zwei Gruppen geteilt, machte sich die erste Gruppe mit dem umgestürzten Steuerwagen vertraut und versuchten eine verletzte Person aus dem Inneren des Zuges zu bergen. Dazu mussten sie sich erst einmal Zutritt zum Fahrzeug durch die jetzt oben liegende Tür verschaffen, anschließend in das Fahrzeug eindringen, die verletzte Person bergen und auf demselben Weg wie sie hineinkamen wieder aus dem Fahrzeug sicher hinausbringen. Was sich bei Actionfilmen immer mühelos darstellt, trieb den Einsatzkräften den Schweiß aus den Poren.

Eindringen in Schienenfahrzeuge

Die zweite Gruppe übte an den anderen Vt 628 das Eindringen in Schienenfahrzeuge. Sie versuchten die Türen und Fenster mit den verschiedensten Hilfsmitteln zu öffnen und sich Zugang mit schwerem Gerät durch die Außenhaut der Vt`s zu verschaffen. Es wurden dabei die verschiedensten Einsatzgeräte ausprobiert, um herauszufinden welches Gerät für welche Zwecke geeignet ist oder eben nicht. Unter anderem wies Gernand darauf hin, dass beim Einsatz eines Trennschleifers beim Zerschneiden von Fenstern Glasstaub entsteht, der von Einsatzkräften und zu rettenden Person zwar eingeatmet wird, dieser die Lungen aber nicht mehr verlässt. Es kann daher zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen.

Die erworbenen Kenntnisse werden den Feuerwehren bei ihren nächsten Einsätzen helfen, das jeweils beste Einsatzgerät für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen. Zur Halbzeit tauschten die Gruppen die Unfallszenarien, sodass alle Beteiligten an beiden Stationen üben konnten. Insgesamt, so Dirk Gernand, waren drei Jahre Vorbereitungszeit und 100 Arbeitsstunden nötig, um diese Sonderübung umsetzten zu können.

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KASSEL. Von zwei jungen Männer aus dem Ostalbkreis (Baden-Württemberg) wurden am Samstagabend durch Beamte der Polizeiautobahnstation Baunatal die Führerscheine und Autos beschlagnahmt, nachdem Hinweise auf ein illegales Autorennen auf der A 44 und der A7 bei der Polizei eingegangen waren. 

Einem Zeugen fielen die beiden Raser auf der BAB 44 zuerst im Bereich der Gemarkung Paderborn auf. Ein weißer VW Golf und ein grauer 3er BMW wären wie wild durch den Verkehr gejagt, hätten Fahrzeuge in Schlangenlinien links und rechts überholt, seien teilweise auf dem Seitenstreifen gefahren und hätten andere Verkehrsteilnehmer beim Wiedereinscheren ausgebremst.

Diese Fahrweise konnte der Zeuge auf einer längeren Strecke beobachten und hatte zunächst über Notruf Kontakt zur Polizei in Paderborn und im weiteren Streckenverlauf mit der Leitstelle der Polizei Kassel.  Durch Polizeistreifen konnten die beiden Pkw zwar gegen 21.45 Uhr schon kurz vor Kassel auf der BAB 44 gesichtet werden, eine Kontrolle der hochmotorisierten Fahrzeuge war aber aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h, ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, erst mithilfe einer Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld auf der BAB 7 im Bereich Autohof Kirchheim möglich.

Von beiden Fahrzeugführern, einem 21-jährigem Mann aus Ellwangen, der den grauen 3er-BMW mit "HF" Kennzeichen gefahren hatte und einem im gleichen Ort wohnenden 22-Jährigen, der mit dem weißen VW Golf mit "AA" Kennzeichen unterwegs war, wurden die Führerscheine und die Autos beschlagnahmt. Gegen beide wird nun wegen Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens gemäß § 315d StGB sowie Gefährdung des Straßenverkehrs gemäß § 315c StGB ermittelt. 

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang weitere Zeugen, die das Straßenrennen beobachtet haben oder sich sogar durch das Fahrverhalten der Raser genötigt oder gefährdet fühlen. Hinweise nimmt die Polizeiautobahnstation Baunatal unter 0561/9101920 entgegen. (ots/r)

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KASSEL. Am Sonntagmittag wurde der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 mit der Freiwilligen Feuerwehr Nordshausen zu einem Brand im Gebäude mit Menschenleben in Gefahr (BF2Y) in die Gänseweide im Kasseler Stadtteil Nordshausen gerufen. Parallel dazu wurden von der Leitstelle Kassel zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug mit alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte eine Rauchentwicklung im Bereich des Dachfirstes festgestellt werden. Alle Bewohner des Hauses hatten dies bereits verlassen. Das Feuer wurde im Spitzboden des Hauses vermutet. Durch das Öffnen der Dachhaut über eine Drehleiter im vorderen Bereich und ein angebautes Flachdach im hinteren Bereich konnte das Übergreifen des Feuers auf das Innere des Gebäudes verhindert werden.

Im Zuge der Löscharbeiten musste ein Bewohner des Hauses mit Brandverletzungen an der Hand behandelt und in ein Kasseler Krankenhaus gebracht werden. Diese hat er sich offensichtlich bei Löschversuchen zugezogen. Um sicherzugehen, dass sich keine Glutnester mehr unter der Dachhaut befanden, wurde diese großflächig aufgenommen und kontrolliert. Die Feuerwehr trug einen Löschangriff mit zwei Trupps unter raumluftunabhängigem Atemschutz und jeweils einem C-Strahlrohr vor.

Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten nahmen jedoch noch einige Zeit in Anspruch. Aus Sicherheitsgründen wurde eine Brandnachschau durchgeführt, so Einsatzleiter Hans-Hermann Finke. An dem Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr wurden von einer Gruppe und einer Staffel der Freiwilligen Feuerwehr Kassel Nordshausen unterstützt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 28 Feuerwehrleute und acht Einsatzkräfte des  Rettungsdienstes vor Ort tätig. (ots/r)

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KASSEL. Erheblich alkoholisiert war am Dienstagabend ein 41-jähriger Mann am Steuer seines Wagens in Vellmar unterwegs. Hierbei war er gegen 22.30 Uhr einem anderen Autofahrer aufgefallen, der hinter ihm im Drive-In eines Schnellrestaurants wartete.

Wie der aufmerksame Zeuge am Telefon der Polizei schilderte, habe der betrunken wirkende Fahrer an dem Autoschalter zunächst auffällig rangiert und dann nichts zu essen bekommen, da er offenbar kein Geld dabeihatte. Auch der mehrmalige Versuch beim Zahlen mit der Karte die richtige PIN einzugeben, scheiterte. Der sofort entsandten Streife des Polizeireviers Nord kam das Auto mit dem genannten Kennzeichen wenige Augenblicke später auf ihrer Anfahrt in der Holländischen Straße entgegen.

Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 41-Jährige aus Vellmar erheblich unter Alkoholeinfluss stand und sich nach dem Aussteigen aus seinem Auto kaum auf den Beinen halten konnte. Darüber hinaus hat er keinen Führerschein. Er musste die Polizisten auf das Revier begleiten, wo ein Arzt ihm eine Blutprobe entnahm. Der 41-Jährige muss sich nun wegen Trunkenkeit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. (ots/r)

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KASSEL. Am heutigen Dienstagmorgen kam es auf der A 49 am Autobahnkreuz Kassel West zu einem Auffahrunfall, bei dem der Fahrer eines Kleintransporters leicht verletzt wurde und erheblicher Sachschaden entstand.

Wie sich erst bei der Unfallaufnahme durch die hinzugerufene Polizei herausstellte, war der mutmaßliche Verursacher des Unfalls geflüchtet. Wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Landung eines Rettungshubschraubers musste die Autobahn in Richtung Kassel für 90 Minuten voll gesperrt werden, weshalb es zu Stau und Verkehrsbehinderungen kam. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Unfall gesehen haben oder Hinweise auf den flüchtigen Verursacher geben können.

Wie die am Unfallort eingesetzte Streife der Autobahnpolizei berichtet, ereignete sich der Unfall gegen 9.20 Uhr. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der unbekannte Verursacher auf der A 49 von Baunatal kommend in Richtung Kassel unterwegs und wollte am Autobahnkreuz auf die A 44 in Richtung Dortmund fahren. Offenbar wegen eines Rückstaus auf dem kombinierten Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen konnte der Fahrer mit seinem dunklen Pkw nicht nach rechts auf diese Spur wechseln und blieb unvermittelt mitten auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn stehen.

Um nicht auf das plötzlich vor ihm stehende Auto aufzufahren, wich der nachfolgende 49-jährige Fahrer eines Sattelzuges aus Polen auf die linke Spur aus. Dem ausscherenden Sattelzug wiederum konnte der dahinter fahrende 23-jährige Mann am Steuer eines Kleintransporters nicht mehr ausweichen und krachte in das Heck des Sattelaufliegers. Der 23-Jährige aus Körle zog sich leichte Verletzungen zu und wurde vorsorglich in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Aufgrund der ersten Ermittlungen und Zeugenbefragungen ist davon auszugehen, dass der Fahrer des auf die A 44 in Richtung Dortmund geflüchteten dunklen Pkw den schweren Unfall bemerkt haben dürfte. Ein Kennzeichen ist bislang nicht bekannt. An dem Sattelauflieger entstand ein Schaden von rund 5000 Euro. Auf 10.000 Euro beläuft sich der Totalschaden an dem Kastenwagen, der abgeschleppt werden musste. Zudem war anschließend die Reinigung der Fahrbahn von Fahrzeugteilen und ausgelaufenen Betriebsstoffen erforderlich.

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Polizeiautobahnstation Baunatal geführt. Wer Hinweise zu dem Unfall oder auf den Verursacher geben kann, meldet sich bitte unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

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KASSEL. Zu einem Verkehrsunfall mit der Beteiligung von Großfahrzeugen wurde die Feuerwehr Kassel am Samstag gegen 17 Uhr alarmiert. Die Unfallstelle befand sich auf der BAB 7 in südlicher Fahrtrichtung zwischen dem Dreieck Kassel Süd und Guxhagen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stellte sich Unfall zwischen einem Pkw und einem LKW mit Sattelauflieger dar. Der Lkw hatte die Leitplanke durchbrochen und war neben der Autobahn seitlich zum Liegen gekommen. Zwei Personen wurden rettungsdienstlich behandelt. Aus dem verunfallten Lkw waren bereits mehrere hundert Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen. Durch die Feuerwehr konnten noch ca. 400 Liter Diesel abgepumpt werden. Ein Entstehungsbrand im Bereich des verunfallten Pkw konnte bereits durch Ersthelfer an der Unfallstelle abgelöscht werden. Während des Einsatzes blieb die A7 in südlicher Fahrtrichtung komplett gesperrt.

Insgesamt waren der Rüstzug der Berufsfeuerwehr mit Kranwagen, zwei Rettungswagen, der Rettungshubschrauber Christoph 7 sowie mehrere Streifenwagen im Einsatz.

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KASSEL. Der Notruf eines vermeintlichen Augenzeugen einer größeren Schlägerei, bei der auch Messer und sogar eine Schusswaffe im Spiel gewesen sein sollen, löste am gestrigen Montagnachmittag einen größeren Polizeieinsatz in Fuldatal-Ihringshausen aus.

Neben rund einem halben Dutzend Polizeistreifen rückte vorsorglich auch ein Rettungswagen zum Ort des angeblichen Geschehens in der Veckerhagener Straße aus. Bereits die ersten dort eintreffenden Streifen der Kasseler Polizei konnten jedoch vorsichtige Entwarnung gaben. Von der vom Anrufer beschriebenen Schlägerei mit 20 Personen und Verletzten war weit und breit nichts zu sehen.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen, insbesondere zu dem Anrufer, stellte sich hingegen heraus, dass der Notruf vom Handy eines 15-Jährigen aus Fuldatal abgesetzt wurde und die Schlägerei frei erfunden war. Der Jugendliche selbst machte keinerlei Angaben zu dem Vorwurf, einen falschen Notruf abgesetzt zu haben. Er wird sich nun jedoch wegen Missbrauchs von Notrufen und Vortäuschen einer Straftat verantworten müssen. Zudem droht ihm eine Kostenrechnung im dreistelligen Bereich für den ausgelösten Polizeieinsatz. (ots/r)

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KASSEL. Ein besonders skrupelloser Diebstahl ereignete sich am Donnerstagmorgen auf dem Kasseler Lutherplatz: Nachdem dort ein 58-jähriger Mann gestürzt war und einen Krampfanfall erlitten hatte, durchsuchte ein bislang unbekannter Täter die Taschen des am Boden liegenden Opfers und stahl Bargeld aus seiner Geldbörse.

Anschließend flüchtete er zu Fuß in Richtung Hedwigstraße. Zeugen, die die Tat beobachtet hatten, eilten dem verletzten Mann umgehend zur Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst sowie die Polizei. Sie beschrieben den aufnehmenden Polizisten einen etwa 45 Jahre alten Mann mit dicklicher Statur und schwarzen Haaren, der schwarze Kleidung trug und ein ungepflegtes Erscheinungsbild hatte. Die Kasseler Polizei ermittelt nun wegen des besonders schweren Fall des Diebstahls sowie unterlassener Hilfeleistung und sucht nach weiteren Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können. Ereignet hatte sich der Diebstahl am 9. September gegen 10.25 Uhr.

Nach bisherigem Ermittlungsstand war der 58-Jährige aus Kassel zu Fuß über den Lutherplatz gegangen, als er vermutlich wegen des Krampfanfalls stürzte und am Boden liegen blieb. Anschließend näherte sich der Unbekannte an, leistete aber keinerlei Hilfe, sondern nutzte die Hilflosigkeit des Mannes aus und durchsuchte ihn. Die hinzueilenden Zeugen sahen schließlich, wie der Täter wenige Augenblicke später mehrere Scheine aus der Geldbörse des Opfers entnahm, bevor er die Flucht antrat. Den 58-jährigen Mann brachte ein Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Wie sich bei einer späteren Befragung des Opfers herausstellte, hatte der Dieb mehrere Hundert Euro erbeutet. 

Zeugen, die den Beamten der regionalen Ermittlungsgruppe Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. (ots/r)

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