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NEERDAR/EIMELROD. Eine 32 Jahre alte Autofahrerin ist am Freitagmorgen gegen einen Sattelzug geschleudert, schwer verletzt und im Auto eingeklemmt worden. Die Korbacherin hatte auf der schneeglatten Bundesstraße 251 zwischen Usseln und Neerdar die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Feuerwehrleute befreiten sie aus dem völlig zerstörten Auto. Am Wagen waren offenbar ältere Winterreifen mit zu geringer Profiltiefe montiert.

Polizeiangaben zufolge war die Korbacherin gegen 9 Uhr mit ihrem Hyundai Santamo aus Richtung Usseln kommend in Richtung Korbach unterwegs. Zwischen der Gaststätte Ohlenbeck und dem Abzweig nach Eimelrod schleuderte die Fahrerin eingangs einer Rechtskurve nach links auf die Gegenspur - und stieß dort frontal mit einem Sattelzug zusammen. Der beim Aufprall völlig zerstörte Hyundai schleuderte nach dem Zusammenstoß herum und blieb entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung am Straßenrand halb im Graben stehen. Der Lkw kam nach etwa 50 Metern auf der Gegenspur zum Stillstand. Der Maschinenwagen stand mit der linken Front ebenfalls im Graben.

Türen heraus getrennt, Dach entfernt
Die Feuerwehren aus Willingen, Usseln und Neerdar rückten mit 25 Einsatzkräften zur Unfallstelle aus, um die eingeklemmte Schwerverletzte aus dem Fahrzeug zu befreien. Dabei trennten die Brandschützer Türen und Fahrzeugdach ab, um den Rettungskräften einen Zugang zu der Frau zu ermöglichen und sie schonend herauszuheben. Dabei setzten die Feuerwehrleute unter Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder ein - mit diesem hydraulischen Gerät pressten sie den völlig verformten Vorderwagen von der Fahrerin weg. Nach weiterer Versorgung im Rettungswagen wurde die Schwerverletzte ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert. Die Besatzung eines zweiten Rettungswagens brachte den 43 Jahre alten Lkw-Fahrer zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Brilon.

Sieben Jahre alte Winterreifen mit zu wenig Profil
Am Hyundai waren zwar Winterreifen aufgezogen, diese waren nach Angaben eines Polizisten an der Unfallstelle jedoch bereits sieben Jahre alt - vor allem aber hatten sie ganz offensichtlich zu wenig Profil. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt mindestens 20.000 Euro. Die Bundesstraße blieb während der Rettungsarbeiten zunächst voll gesperrt, später leiteten Feuerwehrleute den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei. Während der Bergung der Fahrzeuge wurde die B 251 kurzzeitig nochmals voll gesperrt.

Während der Abfahrt der Rettungskräfte kam es noch zu einem kleinen Glätteunfall: Eine Autofahrerin rutschte leicht gegen das Korbacher Notarzteinsatzfahrzeug. Dabei wurde aber niemand verletzt, es entstand geringer Sachschaden.


Links:
Feuerwehr Usseln
Feuerwehr Willingen
Feuerwehr Neerdar

Publiziert in Retter
Sonntag, 25 Dezember 2011 10:38

Kuriose Sache

EIMELROD. Im Spätsommer diesen Jahres erhielt Bernd Iske aus Usseln einen Anruf von einer Taxifahrerin mit dem Hinweis, sie habe einen jungen Rehbock, der sich mitten auf der Farhbahn befand, auf der Kreisstraße Richtung Eimelrod mit ihrem Gürtel an einen Baum angebunden.

Bernd Iske, der zuerst an einen Scherz glaubte und nochmals die Fakten abrief, eilte zur besagten Stelle - und tatsächlich, der Bock stand regungslos, apathisch und angebunden mit dem Gürtel der Taxifahrerin neben der Kreisstraße. (siehe Foto)

Da das Revier in den jagdlichen Zuständigkeitsbereich von Bernd Iske fiel, erlöste er das Tier mit einem gezielten Schuss.

Der Tierkörper wurde nach Gießen in das Veterinärmedizinische Institut verschickt, um nach der Ursache für das ungewöhnliche Verhalten des Böckchens zu forschen.

Das Resultat: Durch einen schnell wachsenden Gehirntumor waren dem Bock die Sinnesorgane abhanden gekommen. Wahrscheinlich haben starke Schmerzen den Bock auf die Läufe gebracht und am helligen Tag, orientierungslos zum Verhoffen auf der Straße verleitet.

Einen herzlichen Dank an die Taxifahrerin!

Publiziert in Archiv - Sammlung
Schlagwörter
Dienstag, 16 August 2011 00:05

Reiterin entdeckt vermissten Mann

EIMELROD. Feuerwehr und Polizei haben einen vermissten Mann gesucht. Eine Reiterin gab schließlich den entscheidenden Tipp. Angehörige des demenzkranken Mannes hatten den 71-Jährigen am Montagmittag noch im Garten sitzen sehen. In einem unbeobachteten Moment, so die Korbacher Polizei am Montagabend gegenüber 112-magazin.de, habe der Rentner den Garten mit unbekanntem Ziel verlassen. Zunächst hätten Familienangehörige vergeblich nach dem 71-Jährigen gesucht und schließlich die Polizei um Hilfe gebeten.

Die Ordnungshüter rückten mit zwei Streifen nach Eimelrod aus und forderten zusätzlich die Feuerwehr an. Die Einsatzkräfte suchten den Willinger Ortsteil und die nähere Umgebung ab, fanden den Vermissten aber zunächst nicht.

Als am späten Nachmittag eine Reiterin aus Richtung Usseln nach Eimelrod kam, erfuhr sie von der Suchaktion. Sie hatte auf ihrem Ausritt einen offenbar verwirrten Fußgänger gesehen, der ihr entgegen gekommen war. Die Reiterin teilte den Einsatzkräften ihre Beobachtung mit - und gab damit den entscheidenden Tipp. Bei dem Fußgänger handelte es sich tatsächlich um den vermissten 71-Jährigen. Er wurde zurück nach Hause gebracht, Feuerwehr und Polizei konnten die Suche einstellen. Der Rentner war laut Polizei unverletzt.

Publiziert in Feuerwehr
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