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Donnerstag, 01 März 2012 07:54

Twistetaler Feuerwehrleute fit an der Kettensäge

TWISTETAL. Gerade für die kleineren Feuerwehren ist es einer der häufigeren Einsätze: Wieder einmal liegt ein Baum auf der Straße und muss von den Brandschützern zersägt und beiseite geräumt werden. Dies geschieht meistens mit die Motorsäge, die fast auf jedem Fahrzeug verlastet ist. Doch der Umgang mit ihr will geübt sein und erfordert eine gewisse Erfahrung mit dem Schneidwerkzeug. Darum entschlossen sich die Twistetaler Wehren, gemeinsam eine Ausbildung zu organisieren.

Als Lehrgangsleiter engagierte man den Forstmeister Werner Jäger aus Mühlhausen. Am ersten Übungsabend im Gerätehaus Mühlhausen stand zunächst die Theorie auf dem Stundenplan. Werner Jäger referierte über die verschiedenen Typen von Sägen, die unterschiedlichen Schnitttechniken und natürlich auch über die Schutzausrüstung, die jeder bei der Benutzung der Motorsäge zu tragen hat. Nicht zuletzt ging es um die Gefahren, die beim Sägen auftreten. So sollte man vor dem Sägen den Baum beurteilen, denn übersehene Spannungen im Holz können zu gefährlichen Verletzungen führen, wie auch durch Videos verdeutlicht wurde. Außerdem ist es wichtig, dass man einen sicheren Stand hat, um die optimale Kontrolle über die Säge zu behalten.

Hautnah erlebt, welche Kraft Holz entwickelt
Nach theoretischer Ausbildung freuten sich die Feuerwehrleute schon auf die Praxis und den Umgang mit der Säge. Im Wald bei Volkardinghausen hatte Forstmeister Jäger schon alles hergerichtet, um die Ausbildung vielfältig zu gestalten. So durfte jeder Teilnehmer eine ganze Buchenkrone aufarbeiten. Dabei versuchten die Feuerwehrleute, das in der Theorie Erlernte möglichst gut praktisch umzusetzen. Man übte das Beurteilen der Druck- und Zugseite, damit die Säge nicht im Schnitt stecken bleibt. Auch die verschiedenen Schnitttechniken wurden ausgiebig angewandt, so schnitt man mal mit einlaufender und mal mit auslaufender Kette oder versuchte den Stamm mit dem Stechschnitt zu zerlegen. Eindrucksvoll war wohl auch das Zersägen eines unter Spannung stehenden Stammes, denn so konnte man hautnah erleben, welche Kraft Holz entwickeln kann.

Zwar stand vielen Teilnehmern die Anstrengung beim Sägen ins Gesicht geschrieben, doch gaben alle am Schluss des Lehrgangs ein positives Feedback. Man konnte unter professioneller Anleitung den Umgang mit der Säge üben und eignete sich im Theorieunterricht das nötige Wissen über Kettensägen, die Gefahren, persönliche Schutzausrüstung und vieles mehr an. Werner Jäger sprach ein Lob an alle Feuerwehrleute aus, wies sie aber auch darauf hin, ab und zu mal die Säge in die Hand zu nehmen, um das Handling für die Kettensäge zu behalten und auszubauen. Die Feuerwehr Twistetal bedankte sich ihrerseits bei Werner Jäger für die gute Leitung des Lehrgangs.

Publiziert in Feuerwehr
Dienstag, 21 Februar 2012 17:43

Feuerwehr-Maschinisten gehen ins Gelände

SACHSENHAUSEN. Fortbildung an neuen technischen Geräten und die praktische Fahrausbildung im winterlichen Gelände haben im Mittelpunkt einer besonderen Maschinisten-Ausbildung bei der Feuerwehr Sachsenhausen gestanden.

Augenmerk lag bei diesem Ausbildungsdienst auf der Ausbildung an den technischen Geräten, sowie auf der Ausbildung der Fahrer, um deren Fähigkeiten im schwierigen Gelände zu erweitern und zu festigen. Der Ausbildungsdienst wurde nach Angaben von Michael Ochs in drei Phasen unterteilt. Zunächst eine theoretische Unterweisung, danach eine Stationsausbildung und zum Abschluss die praktische Fahrausbildung im Gelände.

Sonder- und Wegerechte, Alarmsignale
Den Anfang bildete eine kurze Theorieeinheit, bei der die Maschinisten über das Fahren mit Sonder- und Wegerechten, sowie den Gebrauch der Sondersignalanlage unterwiesen wurden. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer in Gruppen unterteilt und so den einzelnen Stationen der Ausbildung zugeordnet. Die erste Station beschäftigte sich mit dem Gebrauch und der Inbetriebnahme des Greifzuges, der zum Halten und Ziehen, aber auch zum Ablassen von Lasten eingesetzt wird. Hier lernten die Teilnehmer, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen und wie man die einzelnen Funktionen des Gerätes benutzt.

An einer zweiten Station erfolgte die Ausbildung an Belüftungsgeräten und Stromerzeugern, die auf den Fahrzeugen der Sachsenhäuser Feuerwehr verlastet sind. Vor allem war hierbei die richtige Inbetriebnahme der Geräte mit Verbrennungsmotor wichtig. Station drei beschäftigte sich mit der Funktion der hydraulisch betriebenen Geräte. Da es gerade in diesem Bereich Neuerungen im letzten Jahr gab, wie zum Beispiel eine neue hydraulische Schere und vom Förderverein beschaffte sogenannte "Single"-Kupplungen, war die Ausbildung mit diesen Komponenten wichtig.

Allradantrieb, Differentialsperre, Schleuderketten
Nachdem die Stationsausbildung beendet war, wurden die einzelnen Fahrzeuge besetzt. Aufgrund der sehr guten Beteiligung konnte an allen Fahrzeugen Ausbildung betrieben werden. Hierbei ging es mit den Großfahrzeugen in schwierigeres Terrain. Die verschneiten Waldwege bildeten hierfür eine sehr gute Möglichkeit, aber auch eine wundervolle Kulisse, um das Fahren mit Allradantrieb und Differentialsperre, den Gebrauch der Schleuderketten und das Verhalten des Fahrzeuges auf schwierigem Untergrund zu üben. Da beide Großfahrzeuge der Sachsenhäuser geländefähig sind, wurde die Ausbildung für die Fahrer zu einer Herausforderung, die volle Aufmerksamkeit forderte.

Nach drei Stunden Ausbildung und Abwechslung erwartete ein Grillmeister die Einsatzkräfte an einer Schutzhütte. Die gut beheizte Hütte, zwei brennende Schwedenfackeln davor, sowie der Duft von frisch gegrillten Würstchen und Kaffee erfreuten alle ankommenden Fahrzeugbesatzungen. Dies war ein sehr gelungener Abschluss in einer schönen Winterlandschaft bei minus zehn Grad Celsius.


Link:
Feuerwehr Sachsenhausen

Publiziert in Feuerwehr
Montag, 06 Februar 2012 16:35

Wasserrohrbruch im Ausbildungszentrum

FELLINGHAUSEN. Der anhaltende Frost beschert nun auch den Feuerwehren die ersten Einsätze:  Früher als geplant beendeten rund 150 Auszubildende des Aus- und Weiterbildungszentrums Bau in Fellinghausen am Montagmittag ihren Unterricht: Ein unterirdischer Wasserrohrbruch sorgte dafür, dass sich Wassermassen unkontrolliert in einem Kriechgang der Halle 4, wo die Maurer, Zimmerer und Fliesenleger sowie die Kantine untergebrach sind, ausbreiten konnten und schließlich in den Heizungskeller gelangten.

Oberirdisch blubberte das Wasser bereits zwischen den Pflastersteinen hindurch. Da die Hauptzuleitung des Ausbildungszentrums abgeschiebert werden musste, entschloss man sich für ein vorzeitiges Unterrichtsende. Die Feuerwehreinheiten aus Fellinghausen und Kreuztal bemühten sich derweil, über einen Lichtschacht den Schaden zu begrenzen: Sie brachten mit Hilfe von angeleinten Einsatzkräften zwei Tauchpumpen in Stellung, die über anderthalb Stunden die Wassermassen aus den Kellerräumen pumpten.

Ein großes Lob erntete die Feuerwehr von Horst Grübener, dem Geschäftsführer des Ausbildungszentrums: "Die Feuerwehr war sehr schnell da und hat große Schäden verhindert", ist er sich sicher. Die Hauptarbeit begann jedoch, als die freiwilligen Helfer abgerückt waren: Nun müssen Tiefbauer die rund 40 Jahre alte Wasserleitung freilegen, um das Leck überhaupt erst einmal zu lokalisieren.

Publiziert in SI Feuerwehr
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