Mit rotem Blitz und viel Engagement Leben retten

Sonntag, 03. Juni 2012 14:22 geschrieben von  Migration

BUCHENBERG. Sie sind die Lebensretter von Buchenberg: Angela Küthe-Amert, Marco Amert und Martin Bärenfänger rücken als ausgebildete Feuerwehr-Sanitäter bei medizinischen Notfällen oder Verkehrsunfällen zusätzlich zu Rettungswagen und Notarzt aus. Dafür steht ihnen mittlerweile ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung, das am Wochenende offiziell in Dienst gestellt wurde.

Seit etwa zehn Monaten bereits ist das ehemalige ADAC-Fahrzeug in neuem Aussehen und anderer Mission auf den Straßen der Großgemeinde Vöhl und teils auch im angrenzenden Lichtenfels unterwegs. Je nach Einsatzort sind die Ersthelfer bereits nach wenigen Augenblicken beim Patienten und überbrücken die Minuten bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungswagenbesatzung sinnvoll - und nicht selten auch mit lebensrettenden Handgriffen. Zwar dürfen die dem Roten Kreuz angegliederten "Helfer vor Ort" (HVO) keine Medikamente verabreichen, sind aber beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Stillständen in der Lage, adäquat zu helfen und so die Überlebenschancen des Patienten deutlich zu erhöhen. Auch in anderen Städten und Gemeinden des Landkreises gibt es diese hochqualifierten Ersthelfer, die von der Leitstelle per Funkmeldeempfänger zum Einsatz gerufen werden; die Buchenberger sind aber bislang die ersten weit und breit, die über eine eigenes Fahrzeug verfügen.

Vor allem Martin Bärenfänger und der stellvertretende Buchenberger Wehrführer Marco Amert, beides äußerst engagierte Feuerwehrleute und ausgebildete Sanitäter, haben den für 5500 Euro angeschafften Opel Zafira in mehr als 400 Arbeitsstunden umgebaut, rot lackiert, technisch auf den neuesten Stand gebracht und eine Signalanlage für Sonder- und Wegerechte sowie das medizinische Equipment installiert. Bislang ist der "rote Blitz", wie Feuerwehrvereinsvorsitzende Nicole Koppe den Wagen bezeichnet, in einer privaten Garage untergestellt. Die fleißigen Buchenberger Feuerwehrleute schmieden aber bereits Pläne für eine Erweiterung des Gerätehauses - schließlich ist der auf den Funkrufnamen Florian Vöhl 3/16 "hörende" Opel der Feuerwehr angegliedert und wird von der Gemeinde in Sachen laufende Kosten getragen. Nur folgerichtig also, wenn der Wagen auch bei den Brandschützern stehen würde.

Seit Samstag auch ein Defibrillator an Bord
Weit mehr als 30 sogenannte "Helfer vor Ort"-Einsätze nach medizinischen Notfällen und Verkehrsunfällen haben die drei "First Responder" der Buchenberger Wehr mit dem Auto bereits gefahren. Weitere drei Anforderungen kamen nach Brandeinsätzen der Buchenberger Wehr und nochmal drei auf Gemeindeebene. Bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs am Samstag dankte Bürgermeister Harald Plünnecke den Freiwilligen ausdrücklich für ihren aufopferungs- und sinnvollen Dienst am Nächsten. Neben den beliebten "Flachgeschenken" verschiedener Ehrengäste freuten sich die Feuerwehrleute über das fast 1500 Euro teure "Mitbringsel" von Kurt Schöneweiß: Der Filialleiter der Frankenberger Bank überreichte einen Defibrillator, der im "Helfer vor Ort"-Auto verladen wird und künftig nach Herzstillständen zum Einsatz kommen soll.

Im Rahmen der offiziellen Fahrzeugübergabe, an der neben Bürgermeister auch Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf, Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber, die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Reinhard Kahl sowie Ortsvorsteher Hans-Joachim Dohl teilnahmen, wurden drei langjährig tätige Feuerwehrleute geehrt. Das silberne Brandschutzehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst nahmen Marco Schöneweiß, Nicole Koppe und Wehrführer Jens Denhof entgegen.


112-magazin.de gratuliert zum "neuen" Fahrzeug und wünscht allzeit gute Fahrt sowie viel Erfolg für die wichtige Arbeit, die viel Respekt verdient!

Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 03. Juni 2012 22:32

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