Corona-Inzidenz gestiegen: Keine weiteren Einschränkungen in Waldeck-Frankenberg

Mittwoch, 25 August 2021 08:53 geschrieben von
Gute Nachrichten für Waldeck-Frankenberg: Trotz höherer Inzidens werden keine verschärften Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung getroffen. Gute Nachrichten für Waldeck-Frankenberg: Trotz höherer Inzidens werden keine verschärften Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung getroffen. Symbolfoto: 112-magazin

WALDECK-FRANKENBERG. Seit dem vergangenen Wochenende liegt die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Waldeck-Frankenberg über dem 35er Wert, nach dem laut Eskalationskonzept des Landes Hessen strengere Regeln vorgesehen sind.

Die strengeren Regeln sollen durch die zuständigen Landkreise mittels einer Allgemeinverfügung erlassen werden. Wie Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese erläutert, verzichtet der Landkreis allerdings vorerst auf den Erlass einer solchen Allgemeinverfügung. Bis Ende der 34. Kalenderwoche werde die Entwicklung der Zahlen nun weiter genauestens beobachtet und spätestens Anfang der 35. Kalenderwoche die Lage neu bewertet. "Wir wollen keine Einschränkung für all jene, die sich vorschriftsmäßig verhalten und die geimpft sind", betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

Der Erlass einer Allgemeinverfügung würde beispielsweise den Besuch in der Innengastronomie oder die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen wie Friseurbesuche oder Fußpflege nur noch mit Negativnachweis ermöglichen. Das heißt, man müsste z. B. für den Besuch eines Restaurants bei Regenwetter, in  geschlossenen Gasträumen einen Impfnachweis, einen Genesenennachweis oder einen tagesaktuellen Corona-Negativtest vorlegen. Der Landkreis stütze sich bei seiner Entscheidung, so Frese weiter, nicht nur auf die Möglichkeit nach dem Eskalationskonzept, weitere Faktoren außer der Inzidenz für die Gesamtabwägung der Lage heranzuziehen. Dazu zählten unter anderem die Impfquote oder der Anteil neuer Virusvarianten bei den Positivtests, vor allem aber die Zahl der wegen einer Corona-Infektion in den Kliniken behandelten Patienten, die in Waldeck-Frankenberg sehr niedrig sei.

Bei der Entscheidung gegen eine Allgemeinverfügung habe auch eine Rolle gespielt, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Inzidenz nicht mehr als maßgeblichen Richtwert für zu ergreifende Maßnahmen sehe. "Eine Erkenntnis, auf die wir schon häufiger hingewiesen haben und die nun endlich auf Bundesebene bestätigt wird", zeigte sich Gesundheitsdezernent Frese zufrieden.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 25 August 2021 09:08

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