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Montag, 20 Februar 2017 13:00

Mit Defi und Know-how Lebensretter werden

KORBACH. Um das Leben seiner Mitarbeiter im Notfall zu retten, hat Christoph Schrey gerne über 1000 Euro für einen Defibrillator ausgegeben. Die Mitarbeiter des PC Computer-Studios Schrey haben sich unter sachkundiger Anleitung nun mit ihrem neuen "Defi" vertraut gemacht.

Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße Herzrythmusstörungen beenden kann. Mit einem solchen Lebensretter hat Familie Schrey bereits Erfahrung: Seniorchef Georg Schrey erlitt nach einer Operation noch im Krankenhaus auf dem Gang einen Herzkreislaufstillstand. Weil auf der Station ein Defi hing und das Personal ihn einzusetzen wusste, rettete man das Leben des 66-Jährigen.

Danach stand fest, dass die Firma auch einen Defibrillator braucht - außer Mitarbeitern gehen in dem Betrieb Im Alten Felde auch Kunden, Vertreter und andere Geschäftspartner ein und aus. Damit alle Kollegen im Notfall zum Retter werden können, schaffte Christoph Schrey für über 1000 Euro einen Schockgeber an. "Das ist die sinnvollste Investition, die wir seit langer Zeit getätigt haben", sagt Christoph Schrey. Sein Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb der Computerkassen Gastware und Resware für Gastronomie und Hotellerie spezialisiert.

Im Umgang mit dem Gerät schulten Medizinprodukteberater Matheus Gorka und Fachkrankenpfleger Michael Götte die Mitarbeiter. Während Gorka die technischen Aspekte erläuterte, ging Götte auf die Reanimation mit einem Defibrillator aus medizinischer Sicht ein. Das gesamte Team hofft, dass man den Schockgeber nie brauchen wird. "Dass wir das Gerät haben und damit umzugehen wissen, beruhigt doch ungemein", verdeutlichte der Juniorchef. Auch wenn ein Schockgeber keine Pflicht sei, könne er die Anschaffung nur jedem empfehlen. "Das müsste jedem Arbeitgeber eine Herzensangelegenheit sein."

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Publiziert in Retter
Mittwoch, 10 Dezember 2014 21:15

"Defi" allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit

SCHMITTLOTHEIM. Um Menschen nach einem Herzstillstand noch besser helfen und im besten Fall ihr Leben retten zu können, verfügt die Feuerwehr Schmittlotheim ab sofort über einen Defibrillator. Gespendet hat das rund 1700 Euro teure Gerät die Frankenberger Bank.

Die umfassende Einweisung durch den Gerätehersteller lag längst hinter den ehrenamtlichen Brandschützern, als Mario Seitz von der Frankenberger Bank den "Defi" am Dienstagabend offiziell übergab. Mehr als bisher ohnehin schon können die Feuerwehrleute um Wehrführer Herbert Mitze im Ernstfall zu Lebensrettern werden. Bei allen Einsätzen ist der neue AED - kurz für automatischer externer Defibrillator - verfügbar, denn das Gerät ist auf dem Schmittlotheimer Feuerwehrfahrzeug verlastet.

Sollte zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall ein Beteiligter einen Herzstillstand erlitten haben, so leisten die Brandschützer umgehend und mitunter noch vor Eintreffen des Rettungswagens Hilfe mit dem strombetriebenen Lebensretter. Aber auch die eigenen Kräfte können von dem neuen Apparat profitieren: Bei Einsätzen unter Atemschutz stehen die Feuerwehrleute unter besonders großer körperlicher Beanspruchung - im Fall der Fälle sind die Kameraden mit dem AED sofort zur Stelle.

Bereits 15 Defis im Geschäftsgebiet gespendet
Bei der offiziellen Übergabe im Feuerwehrgerätehaus in Schmittlotheim dankte Vereinsvorsitzender Fritz Schenk dem Kreditinstitut für die Zuwendung: "Wir sind froh, dass wir das Gerät haben". Solch eine Zuwendung sei besser als eine Geldspende, bekräftigte auch Mario Seitz von der Frankenberger Bank. Zum mittlerweile 15. Mal habe sein Institut einen solchen Defibrillator übergeben. Es handele sich zwar um Laiengeräte mit einer selbsterklärender Benutzerführung, doch "die Herzdruckmassage bleibt Euch nicht erspart", sagte der Banker, der in seiner Freizeit selbst als Feuerwehrmann aktiv ist.

Gerade in den ländlichen Gebieten, in denen bis zum Eintreffen des Rettungswagens mehrere Minuten vergehen, sei der Einsatz eines Defibrillators bei Herzstillstand nicht nur sinnvoll, sondern extrem wichtig. "Jede Minute zählt", sagte Seitz, wenn es darum gehe, Spätfolgen eines Herzstillstandes zu minimieren - oder schlichtweg das Leben des Patienten zu retten. Damit der Defi auch nach Notfällen im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommt, "muss die Bevölkerung wissen, dass es das Gerät hier bei der Feuerwehr gibt". Bei einem derartigen Notruf solle man der Leitstelle ausdrücklich mitteilen, die Feuerwehr mit zu alarmieren.

Einziger Fehler: Gerät nicht nutzen
Seinen - passend zum Thema - herzlichen Dank sprach Bürgermeister Matthias Stappert der Frankenberger Bank aus - aber auch den freiwilligen Feuerwehrleuten dankte der Verwaltungschef für ihr Engagement. "Es wichtig und gut, dass es hier Leute gibt, die mit dem Gerät anderen Menschen helfen", sagte Stappert. Der Defi möge zwar nicht oft zum Einsatz kommen, aber wenn, dann solle er Leben retten. Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk sagte, es sei das dritte Gerät in der Großgemeinde Vöhl. Der AED in Buchenberg habe sich bereits mehrfach als Lebensretter bei Notfällen bewiesen. Schulungen in Schmittlotheim würden dafür sorgen, dass die Kameraden das Gerät fachgerecht einsetzen werden, sagte Schenk, der eines deutlich machte: "Den einzigen Fehler, den man machen kann, ist, das Gerät nicht einzusetzen".


Links:
Feuerwehr Schmittlotheim bei Facebook
Frankenberger Bank

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Publiziert in Feuerwehr

SACHSENBERG. Der Feuerwehrverein hat einen Defibrillator angeschafft, um Menschen bei Herzstillstand lebensrettende Hilfe zu leisten. Das Gerät, das dank sprachgeführter Anleitung auch Laien verwenden können, hängt in der Filiale der Sparkasse in der Orker Straße 7.

Dort ist der Defibrillator täglich rund um die Uhr verfügbar. "Gerne haben wir unsere Räumlichkeiten für die Aufstellung des Gerätes zur Verfügung gestellt. Unsere Geschäftsstelle hat hierfür eine sehr gute Lage, ist gut erreichbar, besitzt ausreichend Parkplätze und verfügt über die entsprechenden Räumlichkeiten. Durch die Installation im SB-Bereich ist der Defibrillator für jedermann öffentlich zugänglich", betont Sabine Huft, Leiterin der Sparkassengeschäftsstelle Sachsenberg.

Sparkasse unterstützt Anschaffung finanziell
Der Vorsitzende des Vereins Freiwillige Feuerwehr Sachsenberg, Meik Valentin, dankte bei der Übergabe des Gerätes der Sparkasse Waldeck-Frankenberg für die Bereitstellung der geeigneten Räumlichkeiten sowie die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung.


Link:
Feuerwehr Sachsenberg

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Publiziert in Feuerwehr

WILLINGEN. Geschäftsleute in der Uplandgemeinde haben drei neue Defibrillatoren angeschafft: Die modernen Geräte, die bei Herzstillstand Leben retten können, sind dort zu finden, wo sich viele Menschen aufhalten: Im Familotel Sonnenpark, in der Berg-Apotheke mitten im Ort und bei der "Snow and Bike Factory" am Fuße des Ettelsbergs.

Die neuen "Defis" kosten jeweils rund 1500 Euro und sind so aufgebaut, dass auch Laien damit umgehen können: "Ein Sprachmenü sagt dem Benutzer genau, was er zu tun hat", erklärt Domenico Cullotta. Der DRK-Rettungsassistent lebt mit seiner Familie in Willingen und wirbt intensiv für die sprechenden Lebensretter. Zu den bereits vorhandenen Geräten im Ort sind nun drei Defis hinzugekommen an Stellen, die geradezu mustergültig sind, wenn es um sinnvolle Standorte geht.

Familotel Sonnenpark im Sonnenweg:
Zahlreiche Familien verleben hier ihre Ferien, und so sind die Hotel-Mitarbeiter selbstverständlich in Erster Hilfe geschult. "Jedes Jahr nehmen mindestens 20 Mitarbeiter an Erste-Hilfe-Schulungen teil", erklärt Geschäftsführer Marc Vollbracht. Weil ein Thema der Kurse auch die Funktion von automatischen Defibrillatoren ist, "war es für uns nur folgerichtig, ein solches Gerät anzuschaffen", sagt Vollbracht. Der Defi hängt in der Lobby, könnte im Fall eines Herzstillstandes sowohl vom Hotelpersonal als auch von den Gästen genutzt werden.

Berg-Apotheke in der Bergstraße:
Mitten im Herzen der Uplandgemeinde, wo zahlreiche Gäste bummeln, ist die Apotheke ein zentraler Anlaufpunkt, wenn es um das Thema Gesundheit geht. Diese Tatsache habe bei der Entscheidung, einen Defi anzuschaffen, eine große Rolle gespielt, verdeutlicht Mitarbeiterin Annette Genuit. Wo, wenn nicht in einer Apotheke, mache es mehr Sinn, stellt die Willingerin eine rhetorische Frage. Direkt vor der Apotheke war vor einigen Jahren tatsächlich mal ein Tourist mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Damals war es Rettungsassistent Cullotta, der dem Mann aus dem Münsterland das Leben rettete - das erklärt seine besondere Motivation bei der Werbekampagne für Defis.

Snow and Bike Factory an der Talstation der Ettelsberg-Seilbahn:
Am Ettelsberg tummeln sich zahlreiche Gäste, unter ihnen auch viele Sportler wie Mountainbiker oder Skiläufer, die natürlich ebenfalls einen Herzinfarkt erleiden können. "Dann ist schnelle Hilfe gefragt", sagt Jörg Stremme von der Snow and Bike Factory. Der Willinger hat selbst bereits einmal einen kollabierten Feriengast reanimiert - leider vergeblich. Mit einem Defibrillator, der im Notfall auch an der Seilbahn oder in der angrenzenden SeilBar eingesetzt werden kann, sollen sich die Überlebenschancen für Patienten erhöhen.

Generell gilt: Parallel zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen, ob mit oder ohne Defi, ist unverzüglich ein Notruf an die Nummer 112 abzusetzen, damit Notarzt und Rettungswagen so schnell wie möglich die Versorgung übernehmen. "Jede Sekunde zählt", weiß Rettungsassistent Cullotta. Je schneller einem Patienten nach einem Herzinfarkt geholfen wird, desto höher sind die Überlebenschancen - und desto geringer sind die Folgeschäden.

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Publiziert in Retter
Samstag, 21 September 2013 15:07

Lebensretter froh über jede Unterstützung

GEMÜNDEN. Seit drei Monaten sind die ehrenamtlichen Mitglieder des Ersthelfer-Systems in Gemünden im Einsatz. Insgesamt 32-mal sind die Lebensretter in dieser Zeit bereits zu Notfällen ausgerückt. Doch die Helfer benötigen selbst Hilfe - bei der Anschaffung weiterer Ausrüstung.

Eine kleine, aber dennoch sehr willkommene Unterstützung leistete dabei die Sparkasse Waldeck-Frankenberg: Das Kreditinstitut stellte die bisher noch fehlenden Klemmbretter, auf denen die Ersthelfer die nötigen Formalitäten nach einem Einsatz ausfüllen, kostenlos zur Verfügung. Der Leiter der Sparkassengeschäftsstelle in der Wohrastadt, Helmut Bock, überreichte die roten Klemmbretter am Freitag an Stadtbrandinspektor André Boucsein, Wehrführer Thomas Weber und einige weitere Aktive des Ersthelfer-Systems.

"Wir freuen uns, dass wir diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit unterstützen können", sagte Bock bei der Übergabe. Wehrführer Weber, zugleich Vorsitzender des Fördervereins für die Ersthelfer, betonte, auch kleinere Spenden würden der ganz und gar ehrenamtlich aufgestellten Arbeit den Rücken stärken. Außerdem hatte die Sparkasse bereits zu Beginn der Ersthelfer-Tätigkeit in Gemünden die Anschaffung von zwei Notfallrucksäcken ermöglicht.

"Wir bekommen weder Aufwandsentschädigung noch Fahrtkosten", stellt Weber klar. Daher könne man nicht noch das Material selbst bezahlen. Der Wehrführer unterstreicht jedoch, dass die derzeit 14 Ersthelfer ihrer Tätigkeit zum Wohle der Menschen in Gemünden und den Stadtteilen gern nachgehen würden - zu jeder Tages- und Nachtzeit, unter der Woche und an Wochenenden oder Feiertagen.

Insgesamt 32-Mal wurden die Mitglieder des Ersthelfer-Systems Gemünden seit dem Beginn Mitte Juni alarmiert - zu Verkehrsunfällen, Kindernotfällen, internen oder chirurgischen Notfällen. "Die Bevölkerung hat es akzeptiert und schätzt unsere Arbeit", sagt Weber über das Wirken der mit Funkmeldeempfängern, Einsatzkleidung und Notfallrucksack ausgerüsteten Sanitäter.

Großer Wunsch: Defis anschaffen
Großer Wunsch der Aktiven ist es nun, im Sinne einer noch wirkungsvolleren Ersthilfe auch die ursprünglich geplanten Defis anzuschaffen. "Dafür fehlt uns derzeit noch das Geld", sagt Weber, der die Kosten pro Gerät mit rund 1500 Euro beziffert. "Wenn wir damit auch nur ein einziges Leben retten können, hat sich das Gerät bezahlt gemacht".

Wer das Ersthelfer-System in Gemünden unterstützen möchte, kann Geld spenden, Mitglied im Förderverein werden oder mit dem Vorstand über eine andere Möglichkeit der Förderung ins Gespräch kommen. Ein Kontakt zu Vorsitzendem Thomas Weber ist möglich per Mail unter ehs-gemuenden(at)web.de oder unter der Telefonnummer 015154618355. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Ersthelfer-Systems zu finden.

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Publiziert in Retter
Dienstag, 27 November 2012 21:54

Defi defekt: Vandalen zerstören Lebensretter

BAD WÜNNENBERG. Einen öffentlich zugänglichen Defibrillator haben bislang unbekannte Täter in Haaren schwer beschädigt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das medizinische Gerät, mit dessen Hilfe im Notfall akute lebensbedrohliche Herzanfälle behandelt werden können, war in dem für jedermann zugänglichen Eingangsbereich eines Geldinstituts an der Paderborner Straße aufgehängt. Im Zeitraum zwischen Samstagmittag und Sonntagmorgen nahmen Unbekannte den Defi aus der Halterung und benutzten ihn unsachgemäß, wobei wesentliche Funktionen des Geräts unbrauchbar gemacht wurden.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet darum, dass sich Zeugen, die Hinweise zu möglichen Verdächtigen abgeben können, unter der Telefonnummer 05251/3060 melden.

Publiziert in PB Polizei
Montag, 11 Juni 2012 18:31

Vier Defis für 5000 Euro gestohlen

BAD WILDUNGEN. Unbekannte haben einen als Lager genutzten Bauwagen aufgebrochen und daraus vier Defibrillatoren im Wert von 5000 Euro gestohlen.

Der Bauwagen steht auf dem Betriebsgelände eines Taxiunternehmens in der Industriestraße und wird dort als Lagerraum genutzt. Der Einbruch ereignete sich in der Zeit von Samstagmittag, 13.30 Uhr, bis Sonntagmorgen, 8.30 Uhr. Die Diebe hatten es laut Polizei gezielt auf Defibrillatoren abgesehen, die am Eingang des Bauwagens standen. Sie erbeuten insgesamt vier solcher Geräte im Wert von etwa 5000 Euro.

Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen, die Angaben über verdächtige Personen machen können oder denen solche Geräte günstig angeboten wurden. Hinweise nimmt die Polizeistation in Bad Wildungen unter der Telefonnummer 05621/7090-0 entgegen.

Publiziert in Polizei
Montag, 05 März 2012 17:29

Lebensretter mit Sprachsteuerung

BAD AROLSEN. Im Kampf gegen den Herztod ist die Arolser Feuerwehr ab sofort besser gewappnet: Auf Initative zweier Pflegedienste haben die Brandschützer einen Defibrillator erhalten, den die Sparkasse Waldeck-Frankenberg bezahlt hat. Alle Einsatzkräfte nehmen darüber hinaus an einer Schulung teil, um im Ernstfall mit dem Gerät Leben retten zu können.

Rund 60.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen eines Herzinfarkts - allein in Deutschland. In vielen Fällen könnten die Betroffenen noch leben, hätte man ihnen nach dem Infarkt schneller geholfen. "Mit jeder Minute, die nach einem Herzinfarkt ohne Hilfe vergeht, sinkt die Überlebenschance", sagte am Montagnachmittag Werner Schüttler, Geschäftsbereichsdirektor Arolsen der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, bei der offiziellen Übergabe des "Defis" an die Arolser Feuerwehr. Das Kreditunternehmen habe es sich als Ziel gesetzt, mehr solcher Geräte anzuschaffen und zu spenden, um im Ernstfall die Rettungskette zum Wohle des Patienten zu verkürzen. Ideengeber für die Aktion waren die beiden Pflegedienste "Mobile Alten- und Krankenpflege GmbH" sowie "team für intensivpflege GmbH", beide ansässig in Bad Arolsen und bei der Übergabe vertreten durch Heidi Lokas und Bianca Weber.

Mit einem Automatisierten Externen Defibrillator, kurz Defi, sind auch Laien in der Lage, einem Herzinfarkt-Patienten im Notfall wirksam zu helfen - dank der sprachgesteuerten Menüführung und der Überwachung, die der Defi selbst durchführt und damit Fehlfunktionen verhindert. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer und Wehrführer Gordon Kalhöfer solle der 1500 Euro Defi vor allem zur Absicherung im Einsatzfall bereitstehen - und dabei in erster Linie den Atemschutzgeräteträgern, die unter körperlicher Höchstleistung im Einsatz sind. Aber auch bei Lehrgängen und Veranstaltungen im Stützpunkt sowie für sonstige Patienten im Notfall könne der Defibrillator eingesetzt werden, um den Herzschlag per Elektroschock wieder in den normalen Rhythmus zu bringen.

Damit im Ernstfall jeder Griff sitzt, absolvieren sämtliche Einsatzkräfte der Arolser Wehr derzeit eine Schulung. Dabei wenden die Brandschützer das Gerät unter Anleitung von Nico Raab an einem Dummy an. "Wir hoffen, dass wir den Defi im Ernstfall nicht einsetzen müssen", sagte der Stadtbrandinspektor am Montag, "doch wenn wir ihn benutzen müssen, wollen wir damit auch Leben retten".


Link:
Feuerwehr Bad Arolsen

Publiziert in Feuerwehr

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