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WILLINGEN. Im November 2018 kollidierte in Willingen ein Pkw mit einem Zug. Ein Autofahrer war auf die Gleise gefahren, obwohl die Halbschranke geschlossen war. Jetzt wurde der Unfallverursacher verurteilt, schreibt die Waldeckische Landeszeitung in ihrer Montagsausgabe.

Weil er einen Zusammenstoß mit einem Zug verursacht hatte, (wir berichteten darüber, hier klicken) ist ein Mann aus Waldeck-Frankenberg am Korbacher Amtsgericht schuldig gesprochen worden. Der Mann war im November 2018 mit einem Skoda am Bauhof bei Willingen auf das Gleisbett an der B251 gefahren, obwohl die Halbschranke unten war. Bei dem Zusammenstoß mit dem Zug wurde er schwer verletzt, es entstand hoher Sachschaden.

Der Mann war laut der Anklage aus Richtung Bauhof mit der Front des Autos in den Fahrspur-Bereich des Regionalzuges gefahren. Die Schranke sowie die Lichtzeichenanlage am Bahnübergang hatten funktioniert, und die Halbschranke war unten, als es zur Kollision kam. Das hatten Fotos vom Unfallort gezeigt.

Der Zugführer hatte sich richtig verhalten und gebremst. Trotzdem war der Zug beim Zusammenprall noch 73 km/h schnell. Durch die Kollision wurde das Auto eine Böschung heruntergeschleudert und blieb, nachdem es sich überschlagen hatte, auf einer Wiese liegen. Der Autofahrer aus Waldeck-Frankenberg wurde schwer verletzt und musste durch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Am Auto entstand ein Schaden von 20.000 Euro. Der Zugführer, ein Zugbegleiter und 29 Fahrgäste blieben unverletzt. Für die Bahn war ein Schaden in Höhe von insgesamt 126.000 Euro entstanden, der von der Versicherung des Beschuldigten bereits gezahlt worden sei.

Dem Autofahrer aus Waldeck-Frankenberg wurde vorgeworfen, leichtsinnig und fahrlässig gehandelt und dadurch eine erhebliche Gefahr für den Zugverkehr ausgelöst zu haben. "Es tut mir furchtbar leid für alle Beteiligten", sagte er vor Gericht. „Ich kann mich an gar nichts von dem Vorfall erinnern“, beteuerte er, "und es war bestimmt nicht absichtlich". Die Aussagen befand der Staatsanwalt für glaubwürdig. Dieser erklärte den Unfall mit einem „Augenblickversagen“. Der Verteidiger sprach davon, dass den Fahrer damals möglicherweise die Sonne geblendet haben könnte. Da der Vorfall bereits anderthalb Jahre zurückliege, plädierte er dafür, von einem Fahrverbot abzusehen. 

Der Beschuldigte muss 90 Tagessätze zu je 60 Euro zahlen, insgesamt 5400 Euro. Außerdem erhält er für einen Monat Fahrverbot – "nicht als Bestrafung, sondern als präventive Maßnahme". Der Mann aus Waldeck-Frankenberg fährt bereits seit Anfang 2019 wieder beruflich Auto – unfallfrei. Der Zusammenstoß hatte einen sehr großen Schaden und gravierende Auswirkungen auf den Schienenverkehr mit einer Sperrung der Strecke bewirkt.

Dem Angeklagten kam zugute, dass er gestanden hat und die Schäden beglichen worden sind. Das Urteil ist rechtskräftig. (Quelle: WLZ)

Link: Schwerer Verkehrsunfall am Bahnübergang - Mann außer Lebensgefahr (23.11.2018, mit Fotos und Video)

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KORBACH. Nach der Festnahme von vier tatverdächtigen Männern vor knapp einer Woche, hat Richter Karl-Keinz Kahlhöfer Köchling bereits am Mittwoch ein Urteil gefällt.

Die vier Tatverdächtigen sollen laut Anklage am 21. Mai dieses Jahres (wir berichteten, hier klicken) in einem Discounter an der Strother Straße, 87 Schachteln Zigaretten und 31 Beutel Tabak im Gesamtwert von 834.65 Euro gestohlen haben. Zugegeben haben die drei Georgier ohne festen Wohnsitz die Tat mit der Begründung kein Geld besessen zu haben.

Daraufhin wurde vor dem Amtsgericht Korbach ein schnelles Urteil gesprochen: Die drei Georgier wurden wegen gemeinschaftlichen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu zehn Euro verurteilt. 

Der mitangeklagte Ukrainer wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. 

Link: Polizei nimmt vier Männer wegen gewerbsmäßigem Diebstahl fest (23.05.2019)

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TWISTETAL. Am späten Mittwochabend wurde in Twiste nach einem Hinweis aus der Bevölkerung ein rumänischer Staatsbürger festgenommen, der mit Haftbefehl gesucht wurde.

Gegen 23 Uhr meldete sich eine aufmerksame Zeugin bei der Polizei Bad Arolsen, da sie in Mengeringhausen verdächtige Personen wahrgenommen hatte, die in einem hellen Pkw mit FÜ-Kennzeichen und Anhänger unterwegs waren. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte eine Streife der Polizei Korbach einen entgegenkommenden Audi mit FÜ-Kennzeichen erkennen. Dieser wurde anschließend angehalten und kontrolliert.

Bei den Fahrzeuginsassen handelte es sich um zwei rumänische Staatsbürger und offensichtlich auch um die Personen, die zuvor aufgefallen waren. Allerdings befand sich der Anhänger nicht mehr am Auto. Es erfolgte eine Festnahme zur Identitätsfeststellung. Beide wurden zur Polizeistation Bad Arolsen gebracht. Weitere Überprüfungen ergaben, dass gegen einen 38-jährigen Rumänen ein Untersuchungshaftbefehl wegen Einbruchsdiebstählen des Amtsgerichtes Trier vorlag. Nach Verkündung des Haftbefehls durch das Amtsgericht Korbach wurde der Mann in die JVA Kassel gebracht.

Bei der Kriminalpolizei Korbach werden nun weitere Ermittlungen geführt, ob die Männer auch Straftaten im hiesigen Bereich begangen haben könnten. In diesem Zusammenhang wird auch nach dem Pkw-Anhänger gesucht, der nach den Beobachtungen der Zeugin in Mengeringhausen noch an dem Audi hing. Eine nähere Beschreibung dieses Anhängers liegt nicht vor. Hier bittet die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/971-0 um Hinweise.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei auch nochmal darauf hin, das verdächtige Wahrnehmungen zu Personen und Fahrzeugen, wie in diesem Fall geschehen, sofort der Polizei mitgeteilt werden sollten. (ots/r)

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KORBACH. Der Haftrichter des Amtsgerichts Korbach hat Freitagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel gegen die beiden 18 und 19 Jahre alten Männer Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen. Sie  sind aufgrund der bis dato geführten Ermittlungen dringend verdächtig, gestern Abend gegen 20.45 Uhr gemeinschaftlich einen 15 Jahre alten Jugendlichen getötet zu haben. Todesursächlich waren nach dem Ergebnis der heute früh bei der Gießener Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion Messerstiche im Bereich des Oberkörpers, an denen der Jugendliche trotz 45-minütiger Reanimation durch den Notarzt noch am Tatort verstarb.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar, die Kriminalpolizei in Korbach treibt jedoch die Ermittlungen unermüdlich voran. Die Absuche des Tatortes unter Beteiligung der Bereitschaftspolizei aus Kassel und des THW führte zum Auffinden von zwei Messern, die als Tatwerkzeug in Betracht kommen. Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs hatten zudem die Kanaldeckel am Tatort für die Spurensicherung geöffnet. Die Beschuldigten, die zur Tatzeit unter nicht unerheblichem Alkoholeinfluss standen, haben sich zwar noch bei der Polizei zum Geschehen geäußert, vor dem Haftrichter jedoch von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

Zum Inhalt ihrer Einlassungen können aktuell auch aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden, teilte Polizeisprecher Dirk Virnich mit.

Link: Traurige Gewissheit: 15-Jähriger stirbt durch Messerstiche (22. September 2017 )

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KORBACH. Gestern wurde vor dem Amtsgericht in Korbach der tragische Unfall auf der B 252 zwischen Twistetal und Mengeringhausen (wir berichteten) verhandelt. Bei der Karambolage am 17. Januar dieses Jahres wurden zwei Menschen tödlich verletzt, zwei Kinder und der Unfallverursacher wurden damals schwerverletzt in Kliniken geflogen. Das bei dem Unfall verstorbene Ehepaar hinterließ acht Waisen.

Amtsrichter Kalhöfer-Köchling verurteilte den 58-jährigen Handwerker zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Nachweislich war bei den beteiligten Personen kein Alkohol festgestellt worden, auch Drogen oder Medikamentenkonsum konnte sowohl bei dem verunglückten Ehepaar, als auch bei dem Unfallfahrer nicht bestätigt werden.  Selbst das Handy des 58-Jährigen war zum Unfallzeitpunkt ausgeschaltet, als er mit seinem Transporter auf die Gegenfahrbahn geriet und in den entgegenkommenden 5er BMW der Wetterburger Familie krachte.

Als "Augenblickversagen" begründete der Amtsrichter das Urteil, dem auch die Staatsanwaltschaft und die beiden Nebenankläger folgten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Link: Zwei Tote und drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß (17.01.2017, mit Video und Fotostrecke)

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KORBACH. Nachdem im Juli die Mitarbeiterin einer Firma in Korbach 760,52 Euro an den Handelsregister-Veröffentlichungsdienst überwiesen hatte, tauchen vermehrt Anschreiben dieser Art in den Briefkästen von Unternehmen auf. Mit Zahlungsfristen von fünf Werktagen üben Gauner Druck auf Unternehmer und Beschäftigte aus. Im vorliegenden Fall war ein Unternehmer-Ehepaar in Urlaub geflogen, die Mitarbeiterin konnte ihren Chef nicht erreichen und überwies den Betrag von 760,52 Euro an die HRG GmbH. Wie sich später herausstellen sollte war diese Entscheidung falsch, das Geld ist unwiederbringlich weg.

Wer sich allerdings genauer mit dem Anschreiben befasst, wird schnell erkennen, dass das Schreiben erhebliche Rechtschreibfehler ausweist. Besonders auffallend bei dieser Offerte ist, dass die Adresse des Anbieters auf dem Angebotsformular fehlt. Nur die Internetadresse www.hgronline.de erscheint im Fließtext. Auf dieser Internetseite fehlt allerdings auch das Impressum.

In dem uns vorliegenden Überweisungsträger ist ein Betrag von 760,52 Euro voreingestellt, ebenso wird mit einem Kassenzeichen der Eindruck erweckt, es handelt sich bei der Offerte um ein offizielles Anschreiben einer Behörde. Die Polizei spricht bei derartigem Vorgehen von Offertenschwindel.

Warnung: Es wird ausdrücklich davor gewarnt, einen wie im Bild gezeigten Überweisungsträger auszufüllen und die Zahlung zu tätigen, da ansonsten ein Vertrag mit dem Unternehmen zustande kommt. Das Amtsgericht Korbach weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Abrechnungen des Registergerichts Korbach für Handelsregistereintragungen ausschließlich über das Amtsgericht Korbach erfolgen.

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BAD AROLSEN/KORBACH.  Der Prozess gegen den Fahrer eines Kleintransporters, der im Januar dieses Jahres einen Autounfall auf der B 252 zwischen Twistetal und Mengeringhausen verursacht hatte, beginnt am 21. August am Amtsgericht Korbach.

Die Verhandlung beginnt um 12.30 Uhr und ist öffentlich. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Kassel war der damals 57-jährige Fahrer am 17. Januar mit seinem Lieferwagen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert.

Bei den tödlich verletzten Erwachsenen handelte es sich um einen 37 Jahre alten Mann und seine 34-jährige Ehefrau aus Bad Arolsen. Ihre beiden drei und sechs Jahre alten Kinder, die auf der Rückbank des BMW Kombis saßen, erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Kinder wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Kassel und Gießen geflogen. Der 57 Jahre alte Fahrer des Lieferwagens wurde ebenfalls schwer verletzt.

Nach Erkenntnissen eines Sachverständigen spielten weder Alkohol noch ein technischer Mangel als mögliche Unfallursache eine Rolle.


112-magazin.de berichtete über den Unfall:
Zwei Tote und drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß (17.01.2017)

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BAD AROLSEN/KORBACH. Rund fünf Monate nach dem schrecklichen Unfall auf der Bundesstraße 252 zwischen Twiste und Bad Arolsen mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft Kassel Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den 58-jährigen Unfallfahrer erhoben. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Kassel war der damals 57-jährige Fahrer am 17. Januar mit seinem Lieferwagen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert.

Bei den tödlich verletzten Erwachsenen handelte es sich um einen 37 Jahre alten Mann und seine 34-jährige Ehefrau aus Bad Arolsen. Ihre beiden drei und sechs Jahre alten Kinder, die auf der Rückbank des BMW Kombis saßen, erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Kinder wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Kassel und Gießen geflogen. Der 57 Jahre alte Fahrer des Lieferwagens wurde ebenfalls schwer verletzt.

Nach Erkenntnissen eines Sachverständigen spielten weder Alkohol noch ein technischer Mangel als mögliche Unfallursache eine Rolle. Jetzt muss das Amtsgericht Korbach entscheiden, ob die Anklage gegen den Fahrer des Lieferwagens zugelassen wird.


112-magazin.de berichtete über den Unfall:
Zwei Tote und drei Verletzte bei Frontalzusammenstoß (17.01.2017)

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