HÖXTER. In mehreren Halloween-Süßigkeiten sind Metallgegenstände entdeckt worden. Die Polizei ermittelt in Fällen aus Höxter-Bruchhausen und dem Landkreis Gießen und rät Eltern, die gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder sorgfältig zu kontrollieren.
Aufgrund von Medienberichten über mögliche Manipulationen überprüfte ein Familienvater aus Bruchhausen die Süßigkeiten seiner Kinder mit einem Metalldetektor. Dabei entdeckte er am Montag, 2. November 2026, eine Heftklammer in einem Stück Eiskonfekt, das zuvor in dem Ort gesammelt worden war.
Die Polizei stellte das Eiskonfekt sicher und untersucht es auf mögliche Spuren. Die Ermittlungen dauern an.
Landkreis Gießen: Stecknadel und Nagel in Süßigkeiten entdeckt
Dort beschäftigt sich die Kriminalpolizei mit zwei verdächtigen Funden. Im Wettenberger Ortsteil Krofdorf-Gleiberg bemerkte ein elfjähriges Mädchen am Samstag, 31. Oktober 2026, eine etwa drei Zentimeter lange Stecknadel in einem zuvor gesammelten Kaubonbon. Die Elfjährige entdeckte den Gegenstand rechtzeitig vor dem Verzehr und blieb unverletzt.
In Allendorf (Lumda) bemerkte ein zehnjähriges Mädchen am selben Tag beim Essen eines Schokoladenriegels einen spitzen Gegenstand im Mund. Bei einer Nachschau stellte sich heraus, dass es sich um einen Nagel handelte. Auch dieses Kind blieb unverletzt.
Beide Vorfälle wurden der Polizei erst nachträglich bekannt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Wo genau die betroffenen Süßigkeiten eingesammelt wurden, ist bislang unklar.
Polizei warnt Eltern vor möglichen Gefahren
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich weitere manipulierte Süßigkeiten im Umlauf befinden, appelliert die Polizei insbesondere an Eltern, mit ihren Kindern über die möglichen Gefahren zu sprechen.
Gesammelte Süßigkeiten sollten vor dem Verzehr gemeinsam sorgfältig kontrolliert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei möglichen Einstichstellen, beschädigten Verpackungen, sonstigen Auffälligkeiten und Fremdkörpern.
Verdächtige Süßigkeiten sollten nicht verzehrt werden. Stattdessen sollten Eltern diese einschließlich der Verpackung aufbewahren und die Polizei verständigen. Fremdkörper sollten möglichst nicht selbst entfernt werden, damit wichtige Spuren für die Ermittlungen erhalten bleiben.
Hinweise zu den beiden Fällen im Landkreis Gießen nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 entgegen.
Vorsicht auch in anderen Regionen geboten
Die Funde in Nordrhein-Westfalen und Hessen zeigen, dass sich solche Vorfälle nicht auf einzelne Orte beschränken. Auch Eltern in anderen Regionen sollten deshalb aufmerksam bleiben und die Süßigkeiten ihrer Kinder vorsorglich überprüfen. (ots/r)
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