Viele Autofahrer bei „Blitz for Kids“ zu schnell

Donnerstag, 03. September 2026 23:07 geschrieben von  Michael Fränkel
Bei der Aktion „Blitz for Kids“ kontrollierte die Polizei nach den Sommerferien die Geschwindigkeit im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten. Bei der Aktion „Blitz for Kids“ kontrollierte die Polizei nach den Sommerferien die Geschwindigkeit im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten. Foto: Polizeipräsidium Nordhessen

NORDHESSEN. Im Rahmen der Aktion „Blitz for Kids“ hat die nordhessische Polizei gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern seit dem Ende der Sommerferien Geschwindigkeitskontrollen im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten durchgeführt. Ziel ist es, Verkehrsteilnehmer für die besondere Gefährdung von Kindern im Straßenverkehr zu Beginn des neuen Schuljahres zu sensibilisieren und für mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu sorgen.

An insgesamt 40 Messstellen im Schwalm-Eder-Kreis, im Werra-Meißner-Kreis, in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Kassel sowie in der Stadt Kassel überprüften die Einsatzkräfte 12.622 Fahrzeuge. Dabei waren 1338 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Dies entspricht nordhessenweit einer Überschreitungsquote von 10,6 Prozent.

Zwei Autofahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich. Neben Bußgeldern und Punkten in Flensburg müssen sie deshalb auch mit Fahrverboten rechnen.

Besonders hoch war die Überschreitungsquote im Schwalm-Eder-Kreis mit 27,6 Prozent. In der Stadt Kassel lag sie bei 13,9 Prozent.

Die niedrigste Überschreitungsquote wurde mit 5,8 Prozent im Landkreis Kassel festgestellt. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg lag mit 7,1 Prozent im Mittelfeld, im Werra-Meißner-Kreis betrug die Quote 10,5 Prozent.

Neben der Ahndung von Verkehrsverstößen steht bei „Blitz for Kids“ insbesondere der Präventionsgedanke im Mittelpunkt. Kinder sind aufgrund ihrer Größe und ihres Verhaltens im Straßenverkehr besonders gefährdet. Bereits geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen können die Reaktions- und Bremswege der Verkehrsteilnehmer erheblich verlängern.

Bei der Aktion erhält ein Teil der Fahrer, die mit angemessenem Tempo unterwegs sind und angehalten werden, von den Schülerinnen und Schülern sowie den Einsatzkräften eine grüne Karte. Damit soll vorbildliches Verhalten ausdrücklich gelobt und ein positives Zeichen gesetzt werden.

Wer dagegen zu schnell fährt, erhält eine gelbe Karte. Diese soll auf das Fehlverhalten aufmerksam machen und für die besonderen Gefahren im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten sensibilisieren.

Nordhessenweit wurden in diesem Jahr bislang 289 grüne und 91 gelbe Karten vergeben. (ots/r)

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