Schockanruf: Rentnerin übergibt mehrere tausend Euro

Montag, 29. Juni 2026 17:32 geschrieben von  Michael Fränkel
Die Kasseler Kriminalpolizei sucht nach dem Schockanruf Hinweise auf den Abholer der Beute. Die Kasseler Kriminalpolizei sucht nach dem Schockanruf Hinweise auf den Abholer der Beute. Symbolbild: Michael Fränkel / 112-magazin.de

KORBACH. Mit einem sogenannten Schockanruf haben Betrüger mehrere tausend Euro von einer Rentnerin aus Korbach erbeutet. Ein falscher Polizist setzte die Frau mit einer erfundenen Unfallgeschichte massiv unter Druck.

Die Tat ereignete sich am Freitag, 26. Juni 2026. Bereits am späten Nachmittag hatte die Seniorin einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss erhalten. Der Anrufer gab sich als Polizist aus.

Er schilderte der Frau, dass ihre Nichte einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Um eine Untersuchungshaft der Nichte zu verhindern, sei sofort eine hohe Kaution in bar erforderlich.

Mit dieser Androhung setzten die unbekannten Täter die Rentnerin so stark unter Druck, dass sie mehrere tausend Euro in einen braunen DIN-A4-Umschlag steckte.

Gegen 20 Uhr übergab die Frau das Geld an der Haustür eines Mehrfamilienhauses an einen vermeintlichen Abholer des Amtsgerichts Korbach. Die Übergabe erfolgte in einem Wohngebiet zwischen der Schwelmer Straße und der Straße Am Buchenbaum.

Nach der Übergabe entfernte sich der Abholer zu Fuß in Richtung Solinger Straße. Als sich die Täter anschließend nicht mehr wie besprochen meldeten, fiel der Frau der Schwindel auf. Sie informierte daraufhin die Polizei.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • etwa 25 Jahre alt
  • dunklerer Hautteint
  • schlanke Statur
  • schwarze Haare
  • bekleidet mit kurzer Jeanshose und grünem T-Shirt

Der Anrufer sowie der Abholer haben nach Angaben des Opfers akzentfrei Deutsch gesprochen.

Die Ermittlungen werden bei der Kasseler Kriminalpolizei geführt. Die Ermittler bitten um Hinweise auf den Abholer der Beute. Wer zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge an der genannten Tatörtlichkeit wahrgenommen hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

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