Speedmarathon: Quote der Raser steigt deutlich an

Donnerstag, 16. April 2026 18:03 geschrieben von  Michael Fränkel
An insgesamt 41 Messstellen in Nordhessen überprüften Beamte die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. An insgesamt 41 Messstellen in Nordhessen überprüften Beamte die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Foto: Polizeipräsidium Nordhessen

NORDHESSEN. Ein Anstieg der Geschwindigkeitsüberschreitungen hat die Ergebnisse des diesjährigen europaweiten Speedmarathons in der Region geprägt. Bei den flächendeckenden Kontrollen lag die Quote der festgestellten Verstöße deutlich über den Werten der vergangenen Jahre.

Insgesamt 29.652 Fahrzeuge wurden an 41 Messstellen in der Stadt und dem Landkreis Kassel sowie in den Kreisen Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner erfasst. Während der 16 Stunden andauernden Maßnahmen am Mittwoch, 15. April, dokumentierten Beamte in 1714 Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen mit moderner Messtechnik. Viele Personen wurden direkt nach dem Verstoß angehalten und mit ihrem Verhalten konfrontiert, während andere Fahrzeughalter in den kommenden Tagen Post erhalten werden.

Rund 5,8 Prozent der Kontrollierten waren zu schnell unterwegs, was eine Steigerung im Vergleich zu 3,6 Prozent im Jahr 2025 und 3 Prozent im Jahr 2024 darstellt. Ein Großteil der Verstöße bewegte sich im Bereich von Verwarnungsgeldern, jedoch überschritten 122 Fahrende die Limits so deutlich, dass Punkte in Flensburg sowie höhere Bußgelder fällig werden. Fünf Personen müssen zudem mit einem Fahrverbot von mindestens einem Monat rechnen. Zusätzlich wurden 32 weitere Ordnungswidrigkeiten wie Verstöße gegen die Anschnallpflicht oder Handynutzung am Steuer geahndet.

Viele Rückmeldungen von Passanten und auch von den angehaltenen Personen fielen positiv aus, wobei der Kontrolltag auf breite Zustimmung stieß. In zahlreichen Gesprächen vor Ort verdeutlichten die Einheiten die Risiken und Folgen von zu hohem Tempo. Diese Ergebnisse unterstreichen nach Einschätzung der Polizei, dass sowohl angekündigte als auch unangekündigte Überprüfungen weiterhin unverzichtbar bleiben, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

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