Schwerer Fahrradunfall im Wald bei Girkhausen

Montag, 17. August 2026 10:51 geschrieben von  Matthias Böhl
Der Einsatz führte den DRK Rettungsdienst und den Rettungshubschrauber mitten in den Wald. Handyortung, Martinhorn und Hubschraubergeräusch halfen bei der Lokalisation. Der Einsatz führte den DRK Rettungsdienst und den Rettungshubschrauber mitten in den Wald. Handyortung, Martinhorn und Hubschraubergeräusch halfen bei der Lokalisation. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

GIRKHAUSEN. Einen schwierigen Einsatz im Wald gab es am Sonntagabend kurz vor Einbruch der Dunkelheit für den DRK Rettungsdienst Bad Berleburg, den Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ und die Polizei. Eine Frau war mit ihrem E-Bike schwer gestürzt und konnte noch selbst einen Notruf absetzen – mehr jedoch nicht mehr. Sie wurde zunächst in der Nähe eines Rettungspunktes festgestellt, der dann an die Rettungskräfte übermittelt wurde. Aus der Luft suchte der Rettungshubschrauber die Patientin, während eine Polizeistreife und ein Rettungswagen über die Waldwege den Weg zum Unfallort suchten. Aufgrund der sehr exponierten Lage geriet die Navigationstechnik an ihre Grenzen. „Manche Wege und Stellen sind so exponiert, dass sie von der Technik nicht erfasst werden können. Viele Trails von Radfahrern haben sich binnen kürzester Zeit entwickelt und sind dahingehend einfach noch nicht erschlossen“, erklärt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister und Amtsleiter für Rettungsdienst, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz beim Kreis Siegen Wittgenstein. Er lobte zugleich das Vorgehen seiner Kollegen: „Da ist dann menschlich sofort richtig reagiert worden“. Die Disponenten der Rettungsleitstelle standen während der gesamten Anfahrt im telefonischen Kontakt mit der Patientin. Unter Zuhilfenahme des Martinhorn vom Rettungswagen sollte die Patientin hören, ob sie das Horn wahrnimmt, ob es näher kommt, oder sich entfernt. Nach kurzer Zeit konnte die Patientin den Rettungshubschrauber hören, der genau über ihr kreiste. Die Patientin lag auf einem Waldweg, unter dicken Bäumen. Parallel zum Telefonat lief auch die Ortung des Handys, die den Standort bestätigte.

So gelang es den Rettungskräften, die Unfallstelle ausfindig zu machen. Der Pilot setzte seinen Rettungshubschrauber dazu mit einer Kufe im steilen Gelände auf, um die medizinische Besatzung aussteigen zu lassen und suchte danach einen geeigneten Landeplatz in der Nähe der Unfallstelle. Die Schwierigkeit waren dabei die extrem steilen Wiesen, in denen der Hubschrauber mit den Rotorblättern sehr nah an den Boden kommt. Trotz der starken Hangneigung konnte der Pilot seine Maschine aber in der Nähe der Unfallstelle, unweit eines Tals am so genannten Klebebach, abstellen. Nach der Versorgung vor Ort wurde die Patientin mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen. Die Polizei transportierte das E-Bike und die persönlichen Gegenstände der verunfallten Frau ab.

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