Verkehrsversuch soll Unfälle verhindern

Donnerstag, 08. Januar 2026 17:23 geschrieben von  Michael Fränkel
Im Rahmen eines groß angelegten Verkehrsversuchs wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße 253 auf 70 km/h begrenzt, um die Sicherheit an den Abzweigen zur L 3073 und K 125 zu erhöhen. Im Rahmen eines groß angelegten Verkehrsversuchs wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße 253 auf 70 km/h begrenzt, um die Sicherheit an den Abzweigen zur L 3073 und K 125 zu erhöhen. Foto: Michael Fränkel / 112-Magazin.de

FRANKENBERG. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg informiert über die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h im Bereich der Bundesstraße 253 bei Frankenberg.

Das Tempolimit gilt als Verkehrsversuch zunächst bis zum 30. Juni 2027. Hintergrund für diese Entscheidung, die der Landkreis gemeinsam mit Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement Bad Arolsen sowie der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg und der Stadt Frankenberg getroffen hat, ist, dass es auf der Bundesstraße 253 – insbesondere an den Abzweigen zur Landesstraße 3073 und zur Kreisstraße 125 – in der Vergangenheit wiederholt zu Verkehrsunfällen gekommen ist.

Verbesserung der Verkehrssicherheit

Umfangreiche Untersuchungen ergaben zwar, dass überhöhte Geschwindigkeit nicht als Hauptursache der Unfälle einzustufen ist und dieser Streckenabschnitt nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung bislang auch nicht den Kriterien einer sogenannten Unfallhäufungsstelle entspricht. Trotzdem soll im Rahmen eines Verkehrsversuchs geprüft werden, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung dennoch zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen kann.

Verkehrsversuch bis 30. Juni 2027

Der Versuch ist bis zum 30. Juni 2027 befristet und umfasst den Einmündungsbereich der B253/K125 in beiden Fahrtrichtungen und den Einmündungsbereich der B253/L3073 aus Fahrtrichtung Korbach. Die Wirksamkeit der Geschwindigkeitsbegrenzungen wird durch regelmäßige verdeckte Verkehrserhebungen sowie durch die Auswertung des Unfallgeschehens untersucht. Im zweiten Halbjahr 2027 wird der Versuch dann analysiert und dessen Wirksamkeit bewertet werden.

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