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Donnerstag, 05 August 2021 22:06

Essen auf Herd löst Feuerwehreinsatz aus

BAD BERLEBURG. Schnell beendet war am Donnerstagabend ein Feuerwehreinsatz im Bad Berleburger Wiesenweg. In einem Mehrfamilienhaus hatte im dritten Obergeschoss ein Brandmelder ausgelöst. Zudem war Rauchgeruch wahrzunehmen. So stand es um 19:31 in den Meldeempfängern von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Wenige Minuten später trafen die Kameraden der Löschgruppe Raumland und des Löschzuges Bad Berleburg an der Einsatzstelle ein. Der Rettungswagen der DRK Rettungswache war bereits vor Ort, ebenso die Polizei. Sie alle konnten nach kurzer Zeit Entwarnung geben. Ursache für den Rauchgeruch und die Auslösung des Melders war ein auf dem Herd vergessenes Essen. Niemand wurde verletzt, Sachschaden entstand auch nicht.

Ein Hausbewohner hatte die Tür der betroffenen Wohnung bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte aufgebrochen, da auf Klingeln und Klopfen niemand reagiert hatte. Der Wohungsinhaber war allerdings gar nicht zu Hause. Aus den Reihen der übrigen Hausbewohner war zu hören, dass es in der betreffenden Wohnung in der Vergangenheit bereits öfter vorkam, dass Essen auf dem Herd zu kokeln begonnen hatte. Diesmal endete der Einsatz noch einmal glimpflich.    

Publiziert in SI Feuerwehr

BAD BERLEBURG/SCHLEIDEN. „Da wo wir waren, haben mal Häuser gestanden. Die Treppe war noch zu erkennen, sonst nichts mehr“. Was Jan Lucas Krause in seinem Gespräch schildert, kann man wohl nicht nachvollziehen, wenn man nicht selbst im Schadensgebiet gewesen ist. Der 19-jährige Bad Berleburger ist seit seiner frühesten Kindheit begeistert für das Technische Hilfswerk, ist später in die THW-Jugend eingetreten und heute als Helfer der Bergungsgruppe im THW Ortsverband Bad Berleburg engagiert.
Gemeinsam mit 13 weiteren Kameraden war er in der letzten Woche im Hochwassergebiet in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Er hat sich nach unserer Anfrage bereit erklärt, uns von seinen Eindrücken, seinen Aufgaben vor Ort und seinen Erlebnissen zu berichten.

Einsatz Tage nach der Flut


Der Einsatz kam erst Tage nach der akuten Flut. Als es akut war, war der THW-Helfer mit seinen Kameraden im benachbarten Sauerland im Einsatz, um Gärten, Keller und Firmen leer zu pumpen. Jetzt ging es darum, die Spuren, die die gewaltige Flut in Teilen der Eifel hinterlassen hat, zu beseitigen und dabei zu helfen, einen langsamen Wiederaufbau zu ermöglichen. Vor allem aber darum, den für die Schadensgebiete erneut angekündigten Starkregen vorbereiten und weitere Schäden verhindern zu können.
Jan Lucas saß mit seinen Eltern im Garten, als sein Telefon ging. „Bist Du einsatzbereit? Dann bitte Sachen packen und zum OV kommen. Es dauert mehrere Tage“. Mehr erfuhr der junge Mann zunächst nicht. Schnell, aber ohne Hektik begann er, seinen Einsatz vorzubereiten. „In meinem Bettkasten habe ich die nötigen Materialien für eine Übernachtung im Freien“, erklärt Jan Lucas, der auch in seiner Freizeit immer wieder gerne im Freien, in den Wäldern seiner Wittgensteiner Heimat, oder anderswo in Deutschland übernachtet und dort dann tagelang auf sich allein gestellt ist. „Und gegenüber ist schon der Kleiderschrank und im Badezimmer die Hygieneartikel“. Der Rucksack sei also schnell gepackt gewesen. „Am Ende waren es doch ein paar Klamotten zu viel“, lacht er. Es folgte eine herzliche Umarmung mit seinen Eltern und die innige Bitte von Mutter und Vater, auf sich Acht zu geben. Sie alle wissen, dass der Einsatz nicht ungefährlich ist und bereits Einsatzkräfte in den Fluten ertrunken sind.
Etwa fünf Minuten nach dem Anruf ist er zum wenige Kilometer entfernten THW Ortsverband gefahren. „Alles was an THW Sachen noch rein passte, habe ich dazu gepackt“, schildert Jan Lucas. Dann ging die Kolonnenfahrt Richtung Einsatzgebiet los. „Wir waren mit drei Fahrzeugen und 14 Leuten im Einsatz“, berichtet er. Dabei wussten Jan Lucas und seine Kameraden zunächst nicht, was sie erwartet. „Wir sollten erst mal in den Bereitstellungsraum fahren und da auf einen genauen Einsatzauftrag warten“, erinnert er sich. Vom Bereitstellungsraum aus wurden er und seine Kameraden in eine Turnhalle einer Schule gebracht. „Da haben wir dann unsere Feldbetten aufgebaut und einen Schlafplatz hergerichtet. Mittlerweile war es schon abends“, erzählt er. Andere THW Ortsverbände sind bereits im Einsatz. Sie sollen von Jan Lucas und seinen Kameraden abgelöst werden.
Wie sein Gefühl, seine Gedanken waren, als er wusste, dass er jetzt mitten ins Zentrum des Katastrophengebiet fahren sollte, um dort zu helfen, frage ich ihn. „Ich weiß, dass ich meinen Kameraden hier blind vertrauen kann. Angst hatte ich deshalb nicht“, versichert er mir. Aber auch: „Mir war schon klar, dass das etwas anderes sein würde, als Keller leer zu pumpen“.

Mehrere Einsatzaufträge in den Tagen


Nachdem die Schlafplätze eingerichtet waren und der erste Einsatzauftrag am nächsten Morgen kam, klang dies zunächst weniger spektakulär: „Wir mussten Sandsäcke füllen“, erzählt Jan Lucas. Er und seine Kameraden haben von diesem Zeitpunkt an Sage und Schreibe 11.000 Sandsäcke in etwa zehn Stunden befüllt. „Uns taten Hände und Arme weh, weil man immer die selben Bewegungen gemacht hat“, berichtet er mir. Aber ans Aufhören habe nie jemand gedacht: „Wir haben dann die Arbeiten getauscht, damit jeder mal anders beansprucht werden konnte und dann war es gut machbar“, schildert er. Rund 15 bis 20 Kilo wiegt ein Sandsack, den die Helfer nach Augenmaß befüllen mussten. „Die Säcke wurden dann an den Ufern des Flusses positioniert, der durch die beiden Dörfer fließt, um ein erneutes Übertreten bei dem angekündigten Regen zu verhindern“, erklärt Jan Lucas. Erleichtert waren er und seine Kameraden, als der Regen deutlich schwächer ausfiel, als angekündigt. „Der ganz große Regen ist zum Glück ausgeblieben. Es hat ein bisschen getröpfelt“.
Der erste Einsatz dauerte bis spät in den Abend. „Danach haben wir Bratkartoffeln mit Leberkäse gegessen“, freut sich Jan Lucas. Gekocht übrigens ebenfalls von Kameraden des THW.
„Wir haben an diesem Abend noch lange zusammen gesessen und uns unterhalten. Da hatte ich schon den Eindruck, dass vor allem bei den Kameraden, die schon zuvor in einem Katastrophengebiet im Einsatz waren, die Stimmung getrübt war. Es ist schon bedrückend, mitten in Schutt und Asche zu stehen, wo eigentlich einmal Häuser standen“, gibt der junge Mann zu bedenken.

Schwere Eindrücke für die Helfer

Am nächsten Morgen reichte die Zeit für ein Frühstück nicht mehr aus. Es gab einen erneuten Einsatzauftrag. „Diesmal mussten wir direkt in ein Dorf, durch das die Flut gekommen ist“, erinnert sich Jan Lucas. Unterwegs habe man schnell bei einem Bäcker angehalten, und sich eine Kleinigkeit auf die Hand gekauft.
In dem Dorf wirken schwere Eindrücke auf Jan-Lucas und seine Kameraden ein. „Da wird Dir anders“, gesteht er mir. „Man kannte die Bilder ja aus dem Fernsehen, aber selbst dort zu stehen, das ist noch mal ganz etwas anderes“, macht er deutlich. Auf dem Weg dorthin seien sie an einer Stelle vorbeigekommen, wo zwei Häuser einfach weg gespült worden seien. "Ob die Menschen dort noch rechtzeitig raus gekommen sind, wissen wir nicht".
Die Straßen im Ort seien ausgeschwemmt gewesen, aber das habe noch halbwegs gegangen, berichtet er. „Dann standen wir an einem Fluss, wo wir ein großes Betonteil zur Bergung vorbereiten mussten. Am Ufer hatte vor 24 Stunden noch ein Haus gestanden. Das war eingestürzt“, schildert er seine Eindrücke. Während der Arbeit, so erzählt mir der 19-Jährige, müsse man diese Eindrücke ausblenden. „Aber in den Pausen haben wir darüber natürlich nachgedacht und uns gefragt, wie es den Menschen wohl jetzt geht“.Das schwere Betonteil, das für die Bergung vorbereitet werden soll, wiegt rund 13 Tonnen. Das haben die Helfer anhand der Betondichte und Abmessungen vor Ort ermittelt. Um dieses Teil letztlich mit einem Autokran bergen zu können, mussten die THW Helfer noch eine weitere Bergungsgruppe mit speziellem Gerät anfordern, die diese Aufgabe dann zu Ende führte. „Wir haben noch zwei weitere Einsätze am Fluss gehabt“, berichtet Jan Lucas. Dabei sei es zunächst darum gegangen, einen Baufachberater zu sichern, der mitten im Wasser gestanden habe, um Brücken in Augenschein zu nehmen. „Mein Kollege Justin und ich haben ihn von außen mit Gurten gesichert und festgehalten“, beschreibt er die Aufgabe dort. Wenig später musste die Truppe um Jan Lucas selbst mit Wathosen ins Hochwasser gehen: „Es musste eine Brücke im Fluss von sperrigem Unrat befreit werden, um nicht erneut einen Stau und eine Überflutung auszulösen“, erklärt er. Dabei wurden die Helfer von ihren eigenen Kameraden gesichert, die sich wiederum mit Haken im Boden auch gesichert haben. 

Am Nachmittag endete schließlich auch der zweite Einsatztag und die Kameraden konnten ihre Heimreise antreten. „Wir waren alle sehr müde, haben auf der Heimfahrt viel geschlafen aber auch über all das geredet, was wir hier gesehen haben und wie es für die Menschen wohl jetzt weiter geht“, berichtet Jan Lucas abschließend. Gegen Mitternacht seien sie an der Unterkunft gewesen und gegen halb eins dann wieder daheim bei ihren erleichterten Familien.

Schließlich gehen wir noch zu dem Fahrzeug, mit dem Jan Lucas im Einsatz war und machen ein Foto für unseren Artikel.
Jan Lucas strahlt. Er ist gemeinsam mit Vielen einer der Helden dieser entsetzlichen Katastrophe.

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Dem schnellen und beherzten Eingreifen dreier Polizeibeamten und dem schnellen Einsatz der Bad Berleburger Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Entstehungsbrand in einem Mehrfamilienwohnhaus in der Bad Berleburger Moltkestraße in der Nacht zu Mittwoch kurz nach Mitternacht nicht zu einer Tragödie geführt hat. Ein auf einer Terrasse entstandenes Feuer hatte bereits auf die Fassade des Wohnhauses übergegriffen, als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen. Die Bewohner des Hauses, die durch einen Stromausfall auf den Brand aufmerksam geworden waren, darunter auch mehrere kleine Kinder, konnten das Haus rechtzeitig verlassen.

Sofort dämmten die drei zuerst eingetroffenen Polizeibeamten die Flammen mit einem Pulverlöscher ein, bis wenige Augenblicke später die alarmierte Feuerwehr unter schwerem Atemschutz einen Löschangriff vornahm. Einsatzleiter Lukas Brune erklärte vor Ort: „Bei Eintreffen waren die Polizeibeamten mit einem Pulverlöscher im Löschangriff und es war bereits zu einem Vollbrand in einem Bereich der Terrasse gekommen, der schon auf die Fassade übergegriffen hatte“. Nachdem die Kameraden mit Atemschutz die Flammen komplett gelöscht hatten, öffneten sie die Fassade, um auch letzte Glutnester mit der Wärmebildkamera ausfindig machen und ablöschen zu können. Abschließend brachten die Kameraden einen Hochleistungslüfter in Stellung, um Wohngebäude und Terrasse vom Brandrauch zu befreien. 

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war das Feuer nach derzeitigem Ermittlungsstand durch die unsachgemäße Handhabung einer Shisha Pfeife entstanden, bzw. war diese nach dem gemeinschaftlichen Rauchen auf der Terrasse nicht richtig ausgemacht worden.

Der Schaden an der Hausfassade war zum Glück nicht sehr groß und die Bewohner der direkt angrenzenden Wohnung konnten nach etwa einer Stunde wieder in ihr Zuhause zurückkehren.

 

Anmerkung der Redaktion: Feuerwehrmann Florian vom Löschzug Bad Berleburg startete diesen Einsatz wenige Minuten nach Mitternacht, an seinem Geburtstag. Wir wünschen ihm auch von hier aus alles Gute zu einem Ehrentag, dass er wie auch all seine Kameraden immer gesund von ihren Missionen zurückkehren und gesund bleiben. Wir finden es richtig Klasse, dass Menschen auch an ihrem Geburtstag ehrenamtlich und selbstlos für ihre Mitmenschen da sind und ihnen in Notsituationen zur Seite stehen. Deshalb haben wir uns entschieden, dies hier zu erwähnen. Herzlichen Glückwunsch, Florian und mach weiter so! 

 

 

Einen Bericht über Florian findet Ihr im Übrigen auch im Rahmen unserer Serie  "Menschen hinter der den Kulissen" unter: 

https://112-magazin.de/aus-der-region/item/30012-das-ist-einfach-sch%C3%B6n-florian-kroh-ist-jugendfeuerwehrwart-mit-leib-und-seele

 

 

Publiziert in SI Feuerwehr

BAD BERLEBURG. Ein nicht alltägliches Bild bot sich Stadtbesuchern und Autofahrern in der Oberstadt, im Bereich der Bärenbrücke und der Mühlwiese in Bad Berleburg. Passanten, Landwirte und Polizeibeamte waren damit beschäftigt, fünf Rinder durch die Stadt zu leiten und dafür zu sorgen, dass sie wieder an ihre Weide zurückkamen.

Die Tiere waren am Donnerstagvormittag über die Parkstraße und den Goteheplatz gelaufen, schließlich auf die Poststraße, wo sie dann im Bereich der Bärenbrücke über die Straße Untern Hain in Richtung Mühlwiese getrieben wurden. In der Nähe eines Autohauses dort konnte mit einem Weidezaundraht ein behelfsmäßiges Areal geschaffen werden, in dem die Tiere ruhig warteten, ehe sie mit Treibwagen und Traktor wieder nach Hause gefahren wurden. Schaden entstand bei dem unplanmäßigen Ausflug der Rinder nicht, lediglich einige Autofahrer wussten nicht immer korrekt mit der Situation umzugehen.    

Publiziert in SI Polizei
Donnerstag, 27 August 2020 13:24

Feuerwehr rettet Menschen aus brennendem Gebäude

BAD BERLEBURG. Bei einem Gebäudebrand in der Bad Berleburger Kernstadt hat die Feuerwehr Bad Berleburg am frühen Donnerstagmorgen zwei Menschen das Leben gerettet. Die Hausbewohner waren in Rauch und Flammen eingeschlossen und konnten nicht mehr ins Freie gelangen. Die Kameraden der Feuerwehr konnten mit Drehleiter und Steckleitern zu den eingeschlossenen Menschen vordringen und sie rechtzeitig ins Freie retten.

Wenige Minuten zuvor waren bereits Streifenwagen der Polizei an der Einsatzstelle auf der Ederstraße eingetroffen. Da die Menschen allerdings im Dachgeschoss waren, konnten die Beamten ohne Leitern keine Rettung durchführen. Und doch haben sie mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, schlimmeres zu verhindern: „Die Menschen waren in Panik und konnten nicht mehr klar denken. Die wollten zurück in den Rauch und noch Sachen holen. Die Polizeibeamten konnten aber so beruhigend auf sie einwirken, dass sie an den Fenstern blieben und nicht zurück in den Brandrauch gelaufen sind“, berichtete ein Augenzeuge. Nur wenige Atemzüge in dem dichten Qualm hätten für eine Bewusstlosigkeit und damit lebensgefährliche Komplikation ausgereicht. Auch ein Lkw-Fahrer der Firma Herzog hatte spontan seine Hilfe angeboten, als er noch bevor die Feuerwehr eingetroffen war, zufällig an der Einsatzstelle vorbei kam. Der Mann hatte Sand auf seinem Lkw geladen und den Menschen eine weiche Aufsprungfläche anbieten wollen. Dann war aber die Feuerwehr bereits eingetroffen und hatte die Rettung über die Leitern vorgenommen.

Insgesamt wurden bei dem Feuer laut Einsatzleiter Matthias Limper fünf Menschen verletzt, eine Frau schwer. Sie hatte noch selbst in letzter Minute den Weg nach draußen gefunden, dies aber mit einer schweren Rauchvergiftung und Brandverletzungen gebüßt. „Die Frau war schwarz verrußt“, berichtet ein Anwohner. Diese Patientin wurde nach der Erstversorgung mit dem Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der auf dem Parkplatz des Lidl-Marktes gelandet war, in eine Klinik geflogen. Insgesamt waren in dem als Wohn- und Geschäftshaus genutzten Gebäude sieben Wohnungen verzeichnet. „Einige Mieter waren bereits an der Arbeit, andere kamen selbst raus und zwei wurden durch die Feuerwehr gerettet“, resümierte Einsatzleiter Limper. Zur Versorgung der Verletzten waren rund 15 Kräfte des Rettungsdienstes, die Notärzte aus Bad Berleburg, Bad Laasphe und des Rettungshubschraubers, sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Leitende Notarzt im Einsatz. Letztere kommen immer dann zum Einsatz, wenn mehr als zwei Notärzte bei einem Einsatz gleichzeitig arbeiten, oder wenn es eine große Anzahl von Verletzten gibt. Sie übernehmen dann die Koordination, damit alle Verletzten in die für sie geeigneten Kliniken gebracht werden können, alle Rettungsmittel vor Ort optimal eingesetzt werden und auch, damit Angehörige hinterher wissen, wo ihre Verwandten untergekommen sind.

Die Feuerwehr war mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort und konzentrierte sich neben der Menschenrettung auf die Brandbekämpfung. „Dazu haben wir Innen- und Außenangriffe durchgeführt“, erklärte Matthias Limper. Dabei seien 15 Atemschutztrupps zum Einsatz gekommen, aus zwei Hydranten und den Feuerwehrfahrzeugen habe man Wasser entnommen. „Wir haben einen Zimmerbrand im Dachgeschoss vorgefunden. Dabei gab es eine massive Rauch- und Hitzeentwicklung, wodurch selbst das Treppenhaus abgebrannt ist“, berichtete Limper. Neu im Einsatz waren hierbei so genannte „Fognails“. „Das sind dünne Metallstäbe, die wir unter die Dachhaut einführen und dann wird ein Schlauch angeschlossen. Vorne haben diese Stäbe Löschdüsen, aus denen dann das Wasser in die Dachhaut gespritzt werden kann. Das hat super funktioniert“, resümiert Matthias Limper. Diese Löschtechnik sei sehr effizient gewesen und habe das komplette Eröffnen des Daches erspart. Zusätzliche Unterstützung kam von der Feuerwehr Erndtebrück mit einer zweiten Drehleiter an der Hinterseite des Hauses.

Die Polizei hatte die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt und den Verkehr umgeleitet, sowie mit der Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Den Schaden geben die Beatmen nach ersten vorsichtigen Schätzungen grob mit 250.000 bis 500.000 Euro an. „Es hängt jetzt noch davon ab, wie viel Schaden das Löschwasser angerichtet hat. Es tropfte schon bis in den Friseursalon im Erdgeschoss“, hieß es vor Ort.

Die Wohnungen im Haus können vorerst nicht mehr betreten werden. Die Bewohner wurden vom Ordnungsamt in einer städtischen Unterkunft untergebracht.

Publiziert in SI Feuerwehr

AUE. Eine Tierärztin ist bei einem Einsatz im Kuhstall am Dienstagvormittag schwer verletzt worden. Gegen 10:30 Uhr waren Rettungsdienst, Polizei und Rettungshubschrauber alarmiert und nach Aue geschickt worden. Bei einem Bauernhof in der Ortsdurchfahrt war es zu dem Zwischenfall gekommen.

Wie die Polizei mitteilte, war die Tierärztin zur Untersuchung einer Kuh angerückt. Während der Untersuchung habe das Tier, das auch ein Kalb dabei hatte, die Ärztin an die Wand gedrückt und dabei schwer verletzt. Mit einem Strick habe das Tier aber schnell und ohne Probleme zurückgezogen werden können, hieß es vor Ort.

Die verletzte Tierärztin aus Bad Berleburg wurde vor Ort von der Besatzung des DRK Rettungswagens aus Womelsdorf und dem Team des Rettungshubschraubers „Christoph 25“, der am Ortseingang in einer Wiese neben der Hauptstraße gelandet war, versorgt. Anschließend wurde die Frau mit notärztlicher Begleitung ins Bad Berleburger Krankenhaus gebracht. Die Polizei erklärte vor Ort, dass es sich um einen Unfall handele, die man bei Behandlungen großer Tiere kaum vorher sehen könne.

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Dem schnellen Handeln des Revierleiters Hubertus Brinkschulte von der Wittgenstein Berleburg`schen Rentkammer und dem Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein Waldbrand im Bereich des Westerzekopf noch einmal glimpflich endete. Am Freitagnachmittag gegen 14.30 Uhr war es in dem schwer zugänglichen Bereich zu einer Rauchentwicklung gekommen, die der Revierleiter wahrnahm. Parallel dazu hatte ein Flugzeugpilot eine Meldung abgegeben, hatte aber den Bereich Schameder als Einsatzadresse aus der Luft vermutet. Der Förster der Rentkammer konnte von einer Anhöhe aus die Rauchentwicklung genau lokalisieren und mit seinem im Auto befindlichen Feuerlöscher bereits einen Großteil des Feuers eindämmen, nachdem er zu Fuß in den Steilhang gelaufen war. Forstdirektor Johannes Röhl, sowie Hubertus Winter von der Rentkammer konnten die Feuerwehr dann an den genauen Einsatzort lotsen.

Die Kameraden aus Bad Berleburg und Berghausen mussten von einem Waldweg aus rund 350 Meter Schlauchleitung in ein schwer zugängliches Gelände bergauf verlegen, um den Brand endgültig ablöschen zu können. Zusätzlich kontrollierten sie den Bereich mit der Wärmebildkamera und brachten Netzmittel aus, um auch ein Eindringen des Wassers in den trockenen Waldboden zu ermöglichen.

Vor Ort sah es danach aus, als sei der Brand durch ein zuvor entzündetes Lagerfeuer mitten im Mischwaldbestand entstanden. Darauf deuteten frisch gesägte Holzstämme, Überreste einer vermeintlichen Feuerstelle und Verpackungsmaterial, sowie menschliche Hinterlassenschaften hin.

Feuerwehr und Rentkammer weißen in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Feuer im Wald absolut nicht sein darf und als grob fahrlässig einzustufen ist. Auch das Wildcampen im Wald ist aus eben diesen Gründen nicht erlaubt. Möglicherweise ist der Brand in der Westerze auch erst Tage nach dem „Gelage“ entstanden, was noch einmal unterstreicht, wie gefährlich solche Aktionen sind.

Mit Löschwasser aus zwei Löschfahrzeugen des Zuges 1 konnten die Kameraden den Brand schließlich löschen.

Publiziert in SI Feuerwehr

BAD BERLEBURG. Mehr als glimpflich endete ein Unfall am Freitagvormittag auf der Emil-Wolff-Straße. Eine Frau hatte dabei versucht, einen rollenden Pkw zu stoppen. Sie geriet dabei zwischen die geöffnete Fahrertür und das rollende Auto. Die Frau wurde von der Tür gerammt und verletzt.

Um 10.36 Uhr wurden die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit dem Stichwort „TH2“ alarmiert. „Es war zunächst nicht klar, ob die Frau noch unter dem Fahrzeug eingeklemmt war“, erklärte die Polizei vor Ort.

Glücklicherweise brauchten die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg und Dotzlar aber nicht mehr einzugreifen, denn die Frau war bereits befreit worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatte das Fahrzeug zunächst in einer Grundstückseinfahrt gestanden, als die Frau gemeinsam mit Kindern einen Ausflug unternehmen wollte. Die Kinder hätten plötzlich bemerkt, dass das Fahrzeug ins Rollen geraten sei. Sie hätten ihre Mutter gerufen und diese habe daraufhin versucht, das Auto zu stoppen.

Nach dem Unfall wurde die Frau vom DRK Rettungsdienst Bad Berleburg versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Während des Einsates wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Ein Sachschaden entstand nach ersten Erkenntnissen nicht.

Publiziert in SI Retter

BAD BERLEBURG. Spektakulärer Unfall am Samstagvormittag auf dem Lidl-Parkplatz in der Limburgstraße: Dort ist die Parkplatzeinfahrt durch eine Höhenbegrenzung eingeschränkt, und nur Fahrzeuge, die nicht höher als 3,30 Meter sind, können auf den Parkplatz einfahren. Ein Kleintransporter mit polnischer Zulassung überschritt am Samstagmorgen die Höhe und prallte beim Versuch, auf den Parkplatz einzufahren, gegen die Höhenbegrenzung. Dies hatte zur Folge, dass das Metallgestänge an einer Seite abbrach und in die Parkplatzeinfahrt stürzte. Der 46-jährige Fahrer gab später an, ein Baum habe ihm die Sicht auf die Höhenkonstruktion versperrt. Der Mann alarmierte selbstständig die Polizei, die zunächst den Gefahrenbereich absperrte – ein Teil des Gestänges hätte noch auf den Parkplatz stürzen und dort Autos beschädigen, oder Menschen verletzen können.

Zusammen mit den Mitarbeitern des Supermarktes wurde versucht, eine Firma zu bestellen, die die restliche Konstruktion entfernt. Doch im Umkreis von 60 Kilometern war laut der Bereitschaft des Supermarktes niemand zu erreichen, der helfen konnte. Deshalb bat die Polizei schließlich die Freiwillige Feuerwehr um Hilfe, die nach wenigen Minuten mit Drehleiter und Hilfeleistungslöschfahrzeug vor Ort war, um die restliche, noch stehende und hängende Konstruktion zu entfernen und auf den Parkplatz zu legen. Von der Drehleiter aus zerschnitten die Kameraden mit einer Flex das Metall, um die Stangen schließlich auf den Parkplatz legen zu können.

Die Polizei leitete währenddessen den Verkehr einseitig an der Einsatzstelle vorbei, die Einfahrt zum Supermarkt konnte zeitweise nur über Nachbargrundstücke erfolgen.

Am Lkw entstand bei dem Unfall ein geringer Sachschaden im Dachbereich. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens stand nicht fest.

Publiziert in SI Feuerwehr

WITTGENSTEIN. Eigentlich haben Philipp und Daniel bereits lange Feierabend. Doch sie bleiben extra länger, um mir die Befragung und die Fotos für unsere Serie „Menschen hinter den Kulissen“ im 112-Magazin zu ermöglichen. Ohne, dass sie Überstunden aufschreiben könnten, oder ich ihnen eine Vergütung anbieten könnte. Einfach so. Ganz uneigennützig.

Es ist regnerisch und kühl an diesem Tag und trotzdem begleiten sie mich zum Hubschrauberlandeplatz direkt neben der Bad Berleburger Rettungswache. Das ist eigentlich der Platz, der immer für Fotomotive genutzt wird, wenn nicht gerade ein Hubschrauber darauf steht.

Auf dem Weg dorthin komme ich mit Daniel ins Gespräch, während Philipp den Rettungswagen im Hintergrund postiert. Beide sind noch in der Ausbildung. „Notfallsanitäter“ ist das Ziel. Jenes neue Berufsbild im Rettungsdienst mit dreijähriger Ausbildung, das 2015 geschaffen wurde und den Menschen viel abverlangt.

Daniel erzählt mir auf dem Weg zum Landeplatz, dass es sein Ziel ist, nach der Ausbildung auch im Rettungsdienst in Wittgenstein zu arbeiten. Nicht weiter zu studieren, wie es einige seiner Kollegen vorhaben. Obwohl sein Vater Arzt ist, auch Notarzt im Rettungsdienst war, bevor er in einer Hausarztpraxis tätig wurde, steht für Daniel fest: „Ich möchte hier bleiben“.

Philipp hat den Rettungswagen in perfekte Fotoposition gebracht. Über fünf Tonnen wiegt der Mercedes Sprinter und darf nur mit Lkw-Führerschein bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Für Philipp gar kein Problem. Als ehrenamtlicher Feuerwehrmann darf der sympathische Azubi selbst Laster mit noch deutlich mehr Tonnen steuern. Da ist ein Sprinter kein Thema.

Philipp steigt aus. Er lächelt. Er freut sich auf den Artikel und die Fotos. Auch er möchte nach seiner Ausbildung im Rettungsdienst seiner Heimatstadt arbeiten. Nun bringe ich beide erst einmal in die passende Position fürs Foto. Der Regen macht ihnen bis auf ein Augenzwinkern gar nichts aus. Das können sie ab. Einmal funken, einmal nebeneinander stellen. Vor den Wagen, jetzt daneben. Einzeln hinstellen und bitte einmal nebeneinander hinhocken. Geduldig machen beide meine Wünsche mit und warten ab, bis die Fotos im Kasten sind. Dann geht’s mit dem Wagen zurück in die wenige Meter entfernte Wache. Philipps Ausbildungsstelle. Daniel arbeitet 20 Kilometer weiter südwestlich. Die Wache Erndtebrück ist seine Ausbildungsstelle.

Das sind Philipp und Daniel:

Wer sind die beiden eigentlich, Philipp und Daniel?

Philipp Cyriax, 24 Jahre alt. Realschule, Fachabitur, Krankenpflegeausbildung. Das ist der bisherige Werdegang des jungen Bad Berleburgers im Schnelldurchlauf. „Meine Schulpraktika habe ich in handwerklichen Bereichen gemacht. In einer Autowerkstatt, oder einer Tischlerei“, berichtet er. Sein Vater, Krankenpfleger in der Anästhesie und Intensivmedizin, hatte Philipp noch den Impuls gegeben, auch einen medizinischen Beruf anzusehen. Philipp wurde ein Praktikum im Krankenhaus ermöglicht. Und da war es passiert: „Das Medizinische hat mir sehr gut gefallen“, erinnert der junge Mann sich. Es folgten ein Fachabitur für Sozial- und Gesundheitswesen mit anschließender Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Danach die anspruchsvolle Arbeit auf einer Intensivstation einer Lungenfachklinik. „Das hat mir sehr gefallen“.

Dennoch hat Philipp seinen Beruf noch einmal gewechselt und ist zum Rettungsdienst gekommen: Überhaupt hatte ihn der Rettungsdienst schon gereizt, als er die ersten Begegnungen in der Notaufnahme hatte, oder im Feuerwehrdienst, den er bereits in der Jugendfeuerwehr begonnen hatte.

„Eine sehr anspruchsvolle und tolle Ausbildung“, sagt Philipp zu seiner Entscheidung, zum Rettungsdienst zu wechseln. Ein Schritt, den er keine Minute bereut hat. „Es ist jeden Tag lohnend, zur Arbeit zu gehen“. Und er ist sehr froh, dass es nicht wie in anderen Landkreisen praktiziert wurde, seine Krankenpflegeausbildung anzurechnen und die Rettungsdienstausbildung zu verkürzen. „Es gebe sehr viele Dinge, die ich dann im ersten Lehrjahr versäumt hätte und so nicht gewusst hätte“, erklärt er. „Beispielsweise die Immobilisation der Patienten, oder der Umgang mit dem Spineboard“, fährt er fort.

Was das Besondere für den 24-Jährigen an seiner Ausbildung und dem Berufsbild ausmacht, erklärt er mir an einem Einsatzbeispiel: „Ich war bei einem Einsatz dabei, bei dem es darum ging, einen sterbenden Patienten zu betreuen. Und mit der Fürsorge, der Applikation von Sauerstoff und Schmerz lindernden Medikamenten haben wir ihm auch in dieser Situation noch etwas Gutes getan – auch, wenn er kurze Zeit später verstorben ist und das von Anfang an klar war“. Da ist es kurz still im Raum und dann fährt Philipp fort: „Deshalb ist ein Dienst aber nicht schlecht verlaufen. Der Dienst ist immer gut verlaufen, wenn wir unseren Patienten etwas Gutes tun konnten und das Beste, alles was wir gelernt haben, gegeben haben“.

Und wer ist Daniel? Daniel Impelmann, 20 Jahre, Realschule und Gymnasium und dann direkt ins Blaulichtmillieu.

Ob sein Vater Schuld daran ist, möchte ich wissen. Daniel muss lachen. „Der hat auf jeden Fall eine Teilschuld daran“, gibt er zu. Als er noch ein Kind gewesen sei, habe er von seinem Vater schon einmal das Eine oder Andere vom Notarzteinsatz gehört. Schon recht früh hat Daniel dadurch auch Interesse am Rettungsdienst gefunden. Bereits mit 10 Jahren trat er als ehrenamtlicher Helfer damals ins Jugendrotkreuz des DRK Ortsvereins Bad Berleburg ein, in dem er heute noch aktiv ist. „Die Entscheidung, tatsächlich zum Rettungsdienst zu gehen, kam erst später. So in 2017 war das. Nach der Einführung des Berufsbild Notfallsanitäter in 2015 habe ich mich sehr intensiv informiert und dann diesen Weg gewählt“. An diese Entscheidung schlossen sich ein erster Schulblock, ein Praktikum in der Notaufnahme eines Krankenhauses und schließlich der erste Einsatz als dritter Mann in einer Rettungswache an. An den ersten Einsatz dort erinnert Daniel sich noch gut: „Unklarer Notfall war gemeldet. Und obwohl man als Dritter Mann noch Welpenschutz genießt, war ich ziemlich aufgeregt“, berichtet er. Und das habe sich noch gesteigert, als man kurz vor der Einsatzadresse gewesen sei. „Aber als wir dort waren, kannte ich den Patienten schon aus dem Praktikum in der Notaufnahme und es ging ihm zum Glück auch nicht allzu schlecht“, war Daniel damals erleichtert.

Hin und wieder auch schon regulär im Einsatz

Heute sind er und sein Kollege Philipp auch immer wieder als „zweiter Mann“ im Rettungswagen im Einsatz. Denn ein Teilziel der Ausbildung haben sie mit ihrer Rettungssanitäterprüfung schon erreicht. Und dabei hatte es Daniel gleich kalt erwischt: „Wir wurden zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Nachts, gegen kurz nach drei. Die Leitstelle meldete, dass ein Notrufsystem ausgelöst hatte und sich keiner meldet“, erinnert er sich. Als er mit seinem Kollegen an der Adresse ankam, war zunächst nichts zu erkennen. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckten Daniel und der mit ihm fahrende Notfallsanitäter Reifenspuren in einem Grünstreifen, die in ein Waldstück führten. Kurze Zeit später wurde Großalarm ausgelöst: Zwei Männer waren eingeschlossen, hatten mit ihrem Auto Bäume gefällt. Ein Hubschrauber kam zur Einsatzstelle, die Feuerwehr, weitere Rettungs- und Notarztwagen, die Polizei und ein Organisatorischer Leiter. Nach rund vier Stunden war Daniels Einsatz beendet, die Verletzten waren gut versorgt und haben den Unfall gut überstanden. „Da war ich ziemlich aufgeregt, aber es hat alles gut geklappt“, erinnert er sich. „Erst Mal gehen Puls und Blutdruck ziemlich in die Höhe, wenn einen der Melder mit voller Lautstärke nachts aus dem Schlaf reißt“, erklärt Daniel. „Nach etwa einer Minute wird man dann wieder ruhiger“, fährt er fort. Das sind Dinge, die auch die beste Ausbildung niemanden lehren kann. Und die Ausbildung ist sehr hochwertig in Siegen. Da sind sich beide einig. „Wir erfahren eine sehr große Wertschätzung“, schwärmen Philipp und Daniel. Daniel erzählt mir, dass sich die Ausbildung neben Schulblöcken und Wachpraktika in viele Krankenhauseinsätze aufteilt. In der Notaufnahme, der Pflegestation, der Intensivstation, der Anästhesie, einer Psychiatrie und einer Kinderabteilung. Überall dort werden die beiden auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Um ihren Patienten das Beste geben zu können. Jeden Tag aufs Neue.

Publiziert in SI Retter
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