Feuerwehren und Johanniter: Großübung für den Ernstfall

Sonntag, 25. Oktober 2026 14:20 geschrieben von  Michael Fränkel
Johanniter und Feuerwehren aus der Gemeinde Vöhl absolvierten am 24. Oktober 2026 eine gemeinsame Großübung am Hof Treisbach. Johanniter und Feuerwehren aus der Gemeinde Vöhl absolvierten am 24. Oktober 2026 eine gemeinsame Großübung am Hof Treisbach. Fotos: Tom Compart, Leon Bressler und Drohneneinheit Feuerwehr Schmittlotheim

VÖHL. Rettungskräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Kurhessen, haben gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus der Nationalparkgemeinde Vöhl eine organisationsübergreifende Großübung absolviert. Auf dem historischen Hof Treisbach nahe Oberorke wurde ein anspruchsvolles Einsatzszenario inszeniert, das insbesondere den rettungsdienstlichen Nachwuchs vor realitätsnahe Herausforderungen stellte.

Realitätsnahe Prüfungsvorbereitung im Fokus

Im Mittelpunkt der Übung am Samstag, 24. Oktober 2026, standen sechs Auszubildende zu Notfallsanitätern der Johanniter. Für die angehenden Lebensretter stellte der Ausbildungstag eine wichtige Station dar, da sie kurz vor ihren abschließenden Prüfungen stehen.

Der simulierte Einsatz begann bereits an der Rettungswache in Dalwigsthal. Von dort aus erfolgten die fiktive Alarmierung und die anschließende Anfahrt unter einsatztaktischen Bedingungen bis zum eigentlichen Übungsschwerpunkt am Hof Treisbach.

Taktischer Drohneneinsatz und technische Unterstützung

Am Übungsort angekommen, mussten die Auszubildenden verschiedene, voneinander unabhängige Szenarien eigenständig abarbeiten. Einen Schwerpunkt bildete die Personensuche in einem angrenzenden, dichten Waldgebiet.

Hierbei kam eine spezialisierte Drohneneinheit zum Einsatz. Mithilfe einer hochauflösenden Wärmebildkamera gelang es den Drohnenpiloten, einen als vermisst gemeldeten Radfahrer aus der Luft zügig im unwegsamen Gelände zu lokalisieren.

Ein weiteres Szenario erforderte die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Zur Rettung eines Patienten aus schwer zugänglichem Waldgelände forderte die medizinische Besatzung die Feuerwehr zur technischen Amtshilfe an.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Orke, Ederbringhausen und Schmittlotheim übernahmen die Patientensicherung und unterstützten die Johanniter mit einer Tragehilfe durch das schwierige Gelände.

Positives Fazit der Übungsleitung

Tom Compart, der für die detaillierte Planung und Durchführung der Großübung verantwortlich war, zeigte sich nach der gemeinsamen Nachbesprechung der Einheiten äußerst zufrieden mit den gezeigten Leistungen.

Die Auszubildenden hätten die gestellten medizinischen und taktischen Aufgaben hochprofessionell abgearbeitet. Besonders hervorgehoben wurde zudem die reibungslose Kommunikation und das Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Diese Zusammenarbeit bildet eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Patientenrettung im tatsächlichen Ernstfall.

Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 25. Oktober 2026 14:30

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