KORBACH. Im Korbacher Ortsteil Rhena hat eine groß angelegte Übung zur technischen Hilfeleistung stattgefunden. Feuerwehr und Rettungsdienst trainierten dabei gemeinsam die Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen.
Beteiligt waren am Montagabend die Feuerwehren aus Rhena und Goldhausen sowie Auszubildende zum Notfallsanitäter und ihre Praxisanleiter des DRK Korbach/Bad Arolsen, DRK Frankenberg und von Promedica. Als Übungsbeobachter fungierten die Stadtbrandinspektoren Carsten Vahland, Sascha Franken und Arno Zenke. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den interessanten Übungsverlauf.
Vier Verletzte im Übungsszenario
Zwei Pkw waren auf einer Kreuzung zusammengestoßen. Zuerst eintreffende Rettungskräfte sondierten die Lage und forderten weitere Kräfte an. Insgesamt waren vier verletzte Personen zu versorgen, die alle mit hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugen befreit werden mussten.
Parallel arbeiteten die beiden eingesetzten Feuerwehren mit zwei Rettungssätzen an beiden Fahrzeugen. Die Reihenfolge der Personenrettung richtete sich nach der jeweiligen Schwere der Verletzungen. Hier mussten die angehenden Notfallsanitäter entsprechende Entscheidungen treffen und mit den Führungskräften der Feuerwehr zielgerichtet kommunizieren.
Crash-Rettung und verschiedene Rettungsvarianten
Zu Beginn musste eine sogenannte Crash-Rettung vorgenommen werden, da für die Patientin akute Lebensgefahr bestand. Dabei wird auf schnellstem Wege eine Rettungsöffnung am Fahrzeug geschaffen. Im weiteren Übungsverlauf kamen unterschiedliche Rettungsvarianten zur Anwendung. Neben Rettungsschere und -spreizer kamen auch Säbelsäge und Glassägen zum Einsatz.
Auch der Brandschutz wurde sichergestellt und eine großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle realisiert. Zum Übungsszenario gehörte zudem die Einrichtung eines Landeplatzes für den Rettungshubschrauber. Dafür wurde die Flutlichtbeleuchtung auf dem Sportplatz in Betrieb genommen. Für alle vier Patienten war jeweils ein Rettungstransportwagen vor Ort, um auch eine sofortige Versorgung simulieren zu können.
Positive Bilanz nach der Übung
In einer kurzen Nachbesprechung wurden die Übungsschwerpunkte nochmals herausgearbeitet. Alle Beteiligten waren sich einig, dass ein solches Übungsformat für Feuerwehr und Rettungsdienst gleichermaßen wertvoll sei. Stadtbrandinspektor Carsten Vahland dankte Hendrik Pöttner, Wehrführer aus Rhena, der die Übungseinheit federführend ausgearbeitet hatte.
Aus den Reihen der Zuschauer gab es ebenfalls anerkennende Worte für die gezeigte Professionalität der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte sowie der angehenden Notfallsanitäter, sodass neben der Ausbildung auch die Öffentlichkeitsarbeit profitieren konnte.







