HESSEN. Mit einer gefälschten Sicherheitswarnung versuchen Betrüger, WhatsApp-Nutzer unter Druck zu setzen und offenbar an persönliche Kontodaten zu gelangen. Dabei geben sie vor, im Auftrag von WhatsApp zu handeln, und drohen mit einer dauerhaften Kontosperrung.
Gegen einen Redakteur des 112-Magazins richtete sich am 20. Oktober 2026 ein entsprechender Betrugsversuch. Die Nachricht stammt von einem WhatsApp-Unternehmenskonto mit der Bezeichnung „Mahammuda Jewellers“. Auffällig ist, dass der Absender offensichtlich nichts mit dem Messengerdienst WhatsApp zu tun hat.
In der Nachricht wird behauptet, dass aufgrund mehrerer Nutzerbeschwerden der Verdacht bestehe, das WhatsApp-Konto des Empfängers werde für betrügerische Handlungen oder die Verbreitung von Spamnachrichten missbraucht. Deshalb sei der Zugriff auf das Konto vorübergehend eingeschränkt worden.
Betrüger setzen Empfänger unter Zeitdruck
Um die angebliche Einschränkung aufzuheben, müsse der Empfänger innerhalb von zwölf Stunden eine Sicherheitsüberprüfung durchführen. Andernfalls drohe eine weitere Sperrung des Kontos.
Besonders auffällig ist ein Schreibfehler: Statt WhatsApp wird in der Nachricht die Bezeichnung „WodeApp“ verwendet. Gleichzeitig versuchen die Betrüger mit einer professionell gestalteten Grafik, dem offiziellen WhatsApp-Logo und verschiedenen Sicherheitssymbolen einen seriösen Eindruck zu vermitteln.
Vorsicht vor möglichen Kontoübernahmen
Hinter solchen Nachrichten können Phishing-Versuche stecken. Ziel ist häufig, Nutzer auf gefälschte Internetseiten zu locken oder ihnen persönliche Daten und Bestätigungscodes zu entlocken. Mit einem erbeuteten WhatsApp-Bestätigungscode könnten Kriminelle versuchen, ein fremdes Konto zu übernehmen.
Empfänger sollten auf solche Nachrichten keinesfalls reagieren, keine darin enthaltenen Links öffnen und insbesondere keine Bestätigungscodes weitergeben. Verdächtige Absender können direkt über WhatsApp gemeldet und blockiert werden.
Durch die vorliegende Nachricht ist eine tatsächliche Einschränkung des betroffenen WhatsApp-Kontos nicht belegt.







