Feuerwehren trainieren Ernstfall an der Dorfmühle

Dienstag, 06. Oktober 2026 17:50 geschrieben von  Redaktion 112-Magazin
Rund 30 Einsatzkräfte trainierten am 5. Oktober 2026 an der Dorfmühle Lehnhausen gemeinsam den Ernstfall. Rund 30 Einsatzkräfte trainierten am 5. Oktober 2026 an der Dorfmühle Lehnhausen gemeinsam den Ernstfall. Fotos: Feuerwehr Gemünden

GEMÜNDEN. Dichter Qualm, Blaulicht und ausgerollte Schlauchleitungen haben an der Dorfmühle in Lehnhausen zunächst wie ein Ernstfall gewirkt. Tatsächlich trainierten dort die Feuerwehren Gemünden (Wohra), Schiffelbach und Lehnhausen gemeinsam für den Fall der Fälle.

Begonnen hatte die groß angelegte Übung am Montag gegen 19 Uhr. Rund 30 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden beteiligten sich daran.

Als Übungsobjekt diente die Scheune der historischen Hofanlage. Um möglichst realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, wurde das Gebäude künstlich verraucht. Die zunehmende Dunkelheit und der Einsatz von Flutlicht erschwerten die Bedingungen zusätzlich.

Auf dem Hof positionierten die Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge, verlegten Schlauchleitungen und arbeiteten die einzelnen Einsatzabschnitte gemeinsam ab. Neben den feuerwehrtechnischen Aufgaben stand insbesondere das Zusammenspiel der drei Wehren im Mittelpunkt.

Gerade bei größeren Schadenslagen und notwendigen Personenrettungen ist eine eingespielte Zusammenarbeit über die einzelnen Ortsteile hinweg von Bedeutung. Entsprechend nutzten die Einsatzkräfte den Abend, um Abläufe zu trainieren und das gemeinsame Vorgehen weiter zu festigen.

Wehrführer Jörn Landmann von der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden (Wohra) zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. Zum Abschluss dankte er allen Beteiligten für die gelungene Übung, ihre Einsatzbereitschaft und ihr Engagement.

Auch die Eigentümer Janis Wagner und Michael Heinze verfolgten das Geschehen. Beide zeigten sich beeindruckt vom Einsatz und Teamgeist der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte.

„Es beruhigt uns sehr und gibt einfach ein gutes Gefühl, wenn man sieht, mit wie viel Herzblut und Engagement hier bei der Feuerwehr gearbeitet wird“, sagte Janis Wagner nach der Übung.

Im Anschluss luden die beiden Eigentümer die Einsatzkräfte zu Bratwurst und kühlen Getränken ein. In geselliger Runde fand der Übungsabend damit seinen Abschluss.

Deutlich wurde dabei auch, wie viel Zeit die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren neben Beruf, Familie und Alltag für Ausbildung, Übungen und Einsätze aufbringen. Für Janis Wagner und Michael Heinze ist es alles andere als selbstverständlich, dass im Ernstfall innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Einsatzkräfte bereitstehen.

Beim Abschied fiel schließlich ein Satz, der das Ziel solcher Übungen auf den Punkt brachte: „Hoffentlich müssen wir nie wegen eines Ernstfalls hierher kommen.“

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