Zeuge nimmt nach Unfallflucht die Verfolgung auf

Mittwoch, 07. Oktober 2026 03:06 geschrieben von  Redaktion 112-Magazin
Nach einem Unfall auf der A 2 setzte ein Autofahrer am 4. Oktober 2026 seine Fahrt fort. Nach einem Unfall auf der A 2 setzte ein Autofahrer am 4. Oktober 2026 seine Fahrt fort. Foto: Polizeipräsidium Bielefeld

BIELEFELD. Nach einem Unfall auf der A 2 hat die Polizei einen Autofahrer gestoppt, der seine Fahrt zunächst fortgesetzt hatte. Ein aufmerksamer Zeuge half den Beamten dabei, den Wagen ausfindig zu machen.

Zu dem Unfall kam es am Sonntag gegen 14.20 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ostwestfalen/Lippe und Herford-Bad Salzuflen in Fahrtrichtung Hannover.

Nach bisherigen Erkenntnissen wechselte der Fahrer eines grauen VW T-Cross unvermittelt vom mittleren auf den linken Fahrstreifen. Dabei kollidierte er mit dem Mazda MX-5 Cabrio einer 67 Jahre alten Frau aus Herford, die trotz einer Vollbremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte.

Während die Mazda-Fahrerin auf dem Standstreifen anhielt, fuhr der T-Cross weiter. Der Zeuge folgte dem Fahrzeug, verständigte die Polizei und übermittelte fortlaufend dessen Standort.

Beamte der Autobahnpolizeiwache Herford schlossen zu dem Wagen auf und setzten sich mit ihrem Streifenwagen davor. Trotz eingeschaltetem Signal „Bitte folgen“ reagierte der Fahrer zunächst nicht auf die Aufforderung und wechselte mehrfach den Fahrstreifen. Erst durch zusätzliche Handzeichen gelang es den Polizisten, ihn auf den Parkplatz am Rasthof Auetal zu dirigieren.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten bei dem 81 Jahre alten Mann aus Berlin Ausfallerscheinungen fest. Nach Angaben der Polizei stand er unter dem Einfluss von Medikamenten. Der Berliner gab an, zwar ein Krachen bemerkt, dieses jedoch auf das Fahrverhalten des Leihwagens zurückgeführt zu haben.

Zur Klärung seiner Fahrtüchtigkeit entnahm ein Arzt dem Mann eine Blutprobe. Seinen Führerschein beschlagnahmte die Polizei. Gegen den 81-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Auf rund 13.000 Euro beläuft sich der entstandene Sachschaden. (ots/r)

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